Im jawl:

Christian Fischer

Christian Fischer? Webworker und Blogger.
Hobby-Musiker und Hobby-Fotograf.

Seit 2001 schreibe ich hier dieses Blog.
Hier findest Du paar Worte über mich und hier mehr über dieses Blog.

Und sonst:


Die letzten Artikel …

Programmhinweis

Aus der Kategorie »just pix«

Drüben im Fotoblog habe ich mir ein paar Gedanken zum Them Streetfotografie gemacht. Ob ich das möchte, wie ich das möchte, warum das Geld für einen online-Kurs nicht rausgeworfen war. Und ein paar mehr Bilder gibts natürlich auch.


20 al­les über mich ver­ra­tende Ant­wor­ten

Aus der Kategorie »just people«

Ok, das finde ich spannend. Johannes hat 20 Fragen ausgegraben, die angeblich alles über mich verraten. Oder so. Mehr zum Hintergrund findet Ihr bei ihm, ich will mal möglichst unüberlegt und spontan ans Antworten gehen.

  1. Ab­ge­se­hen von dei­nem Gott, dei­ner Fa­mi­lie, dei­nem Land und dei­nen Auftraggebern/Wählern (falls vor­han­den), wem gilt deine Loya­li­tät?
    Abgesehen davon, dass fast keinem der genanten meine Loyalität gilt: Meinen Freunden. Wer es geschafft hat, in diesen Kreis* zu gelangen, der kann sich meiner Loyalität sicher sein.
    *) Und wir wissen ja alle, dass man als Erwachsener nur wenige echte Freunde hat, das soll gar nicht so elitär klingen, wie es vielleicht rüberkommt.
  2. In ei­nem so de­tail­rei­chen Grad wie mög­lich: Wie ar­bei­tet dein Ver­stand?
    Schnell. Informationen vernetzend. Manchmal natürlich erschreckend blöd.
    Meist versucht er, erst einmal so viele wie möglich Infos zu bekommen und dann das, was das Stammhirn und die Hormone als erste Reaktion entwickelt haben zu veri- oder falsifizieren. Ich habe ihm dazu außerdem angewöhnt, als Versuch einmal das genaue Gegenteil vom ersten Gefühl prima zu finden und wenigstens einmal zu durchdenken. Klappt nicht immer, hilft aber oft enorm.
  3. Hast du je­mals ge­liebt? Wenn ja, be­schreibe die Er­fah­rung.
    Ja. Ein sehr mächtiges Gefühl, dass mich gleichzeitig sehr groß und sehr klein fühlen ließ. Wenn das Herz offen ist, bist Du ja erstmal sehr schutzlos. Wenn es aber die richtige Liebe ist, dann ist exakt das das großartige: Geschützt, aufgehoben verstanden und warm.
  4. Wenn du ein Tier (kein Men­sch) wärst, wel­ches wäre das?
    Eine Katze. Eigenbrötlerisch aber zu den Freunden höchst loyal und liebevoll.
  5. De­fi­niere „Groß­zü­gig­keit“!
    Geben (Dinge, Zeit, Energie, …), ohne dabei zuerst an sich selbst zu denken oderzu kalkulieren, ob sich „das lohnt“.
  6. Bei was schei­terte dein Va­ter?
    Überraschenderweise gibt es Dinge, die gehören auch nach 15 Jahren Blog-Exhibitionismus nicht ins Netz.
  7. Ab­ge­se­hen von „nichts“: Was oder wen hasst du?
    Unaufmerksamkeit. Und das sage ich nur, weil ich nicht Johannes’ Antwort Wort für Wort hierhin kopieren kann, obwohl sie perfe… ach quatsch, natürlich kann ich:

    Em­pa­thie­lo­sig­keit. Wo­bei ich da schon wie­der em­pa­thi­sch ge­nug bin, um zu se­hen, dass das nie­mand ab­sicht­lich ist. Aber Em­pa­thie kann und muss man ler­nen. Darum be­mü­hen sich al­ler­dings viel zu we­nige Men­schen. Und lei­der ist es mit Em­pa­thie halt auch so wie mit In­tel­li­genz: Wer sie nicht hat, weiß es nicht und fühlt sich gleich­zei­tig auch noch glück­li­cher da­mit.

  8. Du bist in ei­ner töd­li­chen Ge­fahr: Nenne drei Men­schen, mit de­nen du dich in ei­nem Erd­loch ver­ste­cken woll­test!
    Die Frau und die Sista und deren Kerl.
  9. Hast du dich je­mals mit der To­des­strafe be­fasst? Wenn ja, er­zähle mal!
    Ja, habe ich. Sie ist eine logische, bis ins letzte konsequente Folge des Triebs nach Strafe/Rache. Aber ich bin der festen Auffassung, dass es uns erst menschlich macht, dass wir uns an Stellen wo es vernünftige Gründe gibt von unseren Trieben lösen können.
    Und vernünftige Gründe gegen die Todesstrafe gibt es genug. Schon alleine, dass sie keinerlei Schutz vor den mit Todesstrafe belegten Straftaten sichert, sollte Grund genug sein.
  10. Be­schreibe deine Tanz­fä­hig­kei­ten!
    Ich war früher, in einer anderen Dekade sehr viel und sehr gerne tanzen. Zeit- und stilgemäßerweise hatten meine Tanzfähigkeiten viel mit langen Haaren zu tun, die ich damals noch hatte. (Schon mal versucht, auf „Smells like Teen Spirit“ zu twerken? Eben.)
    Da ich dummerweise in der Zeit, in der ich nicht mehr in the Clubs formerly known as Diskos war, alle Haare verlor habe ich keinerlei Ahnung mehr, was ich auf der Tanzfläche tun könnte.
    Klassichen Tanz habe ich ein paar mal begonnen zu lernen und mangels Gelegenheit immer wieder verlernt.
  11. Was denkst du, dass dein ärgs­ter Feind über dich denkt?
    Ich weiß nicht, ob ich Feinde habe, aber ich denke, dass mich Menschen schon seltsam finden können. Ich wirke zu leicht auf andere sehr unsozial (bitte googeln Sie an diser Stelle introvert), dahinter kann man dann aber leicht auf sehr starke Überzeugungen stoßen. Das überrascht dann manche, die dachten, mich könne man leicht überfahren und das erzeugt dann auch gerne mal Abwehr. Quasi das Syndrom „Don’t ever mistake my silence for ignorance, my calmness for acceptance, or my kindness for weakness.“
  12. Auf ei­ner Skala von 0 bis 250: Wo wür­dest du deine In­tel­li­genz ver­or­ten?
    Da ich meinen Intelligenzquotienten auf der klassichen Skala kenne, könnte ich das jetzt umrechnen. Ist mir aber nicht so wichtig, denn wenn ich eins gelernt habe, dann ist es: Intelligenz alleine bringt einem gar nichts, vor allem nichts, was einem für den Vergleich mit anderen Menschen etwas bringt.
  13. In acht oder we­ni­ger Wor­ten: De­fi­niere bitte „In­tel­li­genz“!
    Die Fähigkeit und die Geschwindigkeit Informationen zu verarbeiten.
  14. Was ist in dei­nem Cha­rak­ter die größte Schwä­che?
    Un­ge­duld.
  15. Wie über­prüfst du den Wahr­heits­ge­halt von et­was, das man dir sagt?
    Erstmal schaue ich mir an, wer mir das sagt. Kenne ich sie oder ihn und kann ich ihr oder ihm vertrauen?
    Wie ist die Ansprache? Faktenbezogen oder emotional?
    Dann der nächste Check: Gibt es einen offensichtlichen Grund, dass er oder sie andere Interessen haben könnte als die, die augenscheinlich vermittelt werden?
    Spricht sie oder er mich alleine oder eine große Gruppe an?
    Kommen da Zweifel auf, dann versuche ich, andere, vertrauenswürdige Quellen zu finden. Dabei gelten dann auch wieder ein paar Regeln: Wie schreibt/spricht die nächste Quelle? Legt sie Wert auf Fakten und Transparenz oder auf Emotionen? Und so weiter.
  16. Be­nenne oder de­fi­niere dein Lieb­lings­wort!
    Momentan ist das „organic“. Weil ich mit meiner Nichte darüber sprach, wie seltsam es ist, wenn man, trotz rein deutschsprachigem Hintergrund manche Dinge besser in englisch ausdrücken kann. (Also ihr und mir geht es so)
    Und wir feststellten, dass ihr aktuelles englisches Lieblingswort „organic“ dann den schönen Selbstbezug herstellt: „Es fühlt sich einfach nicht organic an, was deutsches zu organic zu sagen.“
    Seitdem liebe ich es.
  17. Wel­ches der Fol­gen­den Dinge be­rei­tet dir die größte Freude: a) Mu­sik; b) Geld; c) Li­te­ra­tur; d) Wis­sen­schaft; e) Spi­ri­tua­li­tät; f) Golf; g) Es­sen und Wein; h) Filme.
    Musik. Schon immer. Nichts kann so verlässlich große Emotionen hervorrufen wie Musik; in nichts kann ich mich so fallen lassen.
  18. Be­schreibe kurz dei­nen Lieb­lings­hut!
    Entschuldigung, ich habe keinen Lieblingshut.
    Bei anderen Menschen mag ich den Hut der Lieblingsfotografin, der steht ihr extrem gut. Und den, den Stevie Ray Vaughan immer trug.
  19. Wer ist der be­ste An­walt, den du kennst?
    Ich kenne berufsbedingt einen Anwalt, dessen Dienste ich gerne an Kunden weiter vermittle; kennen gelernt habe ich ihn im privaten Umfeld und en schätze ich schon als „richtig gut“ ein.
    Aber ehrlich gesagt darf das auch gerne so bleiben, dass ich keine Anwälte benötige.
  20. Wenn du den Rest dei­nes Le­bens als ein be­rühm­ter fik­tio­na­ler oder re­a­ler Cha­rak­ter le­ben müss­test, wel­cher wäre das?
    Ich kenne keine berühmten Charaktere. Doch, stimmt nicht, ich kenne ein paar Künstler persönlich. Aber ich weiß bei niemandem, wie sie oder er so wirklich lebt – das weiß ich ja teilweise nicht mal bei meinen Freunden. Und deswegen wäre es dumm, diese Frage mit einem Namen zu beantworten.


ein Demokratiestöckchen.

Aus der Kategorie »just politics«

Isabella Donnerhall hat ein Demokratiestöckchen rumliegen lassen und da möchte ich doch glatt mal wieder was schreiben.

Was bedeutet der Begriff Demokratie für dich – unabhängig von seiner Definition?
In der Schule habe ich im einem ausnehmend guten Philosophieunterricht viel über verschiedene Gesellschaftsmodelle gelernt und ein Eckchen meines Herzchens möchte eigentlich, dass ich ein Anarchist bin (bakuninsche Schule und nein, das bedeutet nicht, dass es keine Regeln gibt).
Aber der Rest des Herzens und der Kopf dazu sind reinrassige Demokraten und unfassbar froh darüber.
Und wenn ich intensiv darüber nachdenke, wenn ich in diese Gedanken mit einbeziehe, was ich nachts so in den History-Dokus über die langen Wege zur Demokratie lerne, dann kann ich tatsächlich fühlen, was für einen Wert wir mit dieser Demokratie an der Hand haben. Das ist etwas richtig großes.

Gleichzeitig habe ich – auch durch etwas mehr Einblick – eine große Skepsis über den heutigen Zustand unserer Parteiendemokratie. „Zu viele Scheiß Bands, zu viel Hype“, wenn Ihr versteht, was ich meine.

In welcher Form bzw. unter welchen Umständen könntest du dir vorstellen dich außerhalb der Stimmabgabe politisch zu engagieren? Anders gefragt – was hält dich ab?
Ich bn Mitglied einer Partei und ich habe bereits hinter mir: Lokale Gruppe in der Asylarbeit; Deutschunterricht im Asylbewerberheim; Bürgerbegehren gegen eine Entscheidung des Rats dieser meiner kleinen Stadt; Mitglied eines Ausschusses in dieser kleinen Stadt; Mitarbeit in einer Ratsfraktion (nein, nicht Ratsmitglied); Mitglied einer Landesarbeitsgemeinschaft zum Thema Medien- und Netzpolitik.
Alles zusammen gute zwölf Jahre mit immer wieder neuen Anläufen, irgendwo dort eine Form der Mitarbeit zu finden, die ich aushalten konnte.

Um zu beschreiben, was mich abhält möchte ich eine kleine Anekdote erzählen, die damals auf dem ersten Politcamp geschah. Ich war dort mit einem Freund, damals Fraktionssprecher „meiner“ Partei hier im Ort und einer Freundin, wohnhaft woanders, nicht parteipolitisch gebunden, aber mit sehr viel Elan und Bock, etwas zu tun. Je jetzter, je größer, desto besser. Sie fragte ihn, wie sie denn bei sich im Ort denn am besten mal irgendwie was bewegen könne. Und er begann zu erklären: Am besten Du gehst mal zu den offenen Veranstaltungen der Parteien, die Dir nah sein könnten – die müssten da was anbieten; steht meist in der Zeitung. Wenn Du eine gefunden hast, dann geh vielleicht mal zur Mitgliederversammlung, vielleicht gibts da Arbeitsgruppen; manche Fraktionen haben auch offene Fraktionssitzungen. Auf Dauer kann man dann da auch mal kleine Aufgaben bei Aktionen übernehmen und sich, wenn das alles passt auch mal für irgendeinen Posten aufstellen lassen. Auch für einen Platz auf der Liste für die Ratsfraktion kann man sich aufstellen lassen, wenn alles passt und …
Ich erzähle nicht weiter, denn zu diesem Zeitpunkt war ihr Gesicht bereits zu Boden gefallen und ihr Hirn war im StandBy.

Und mir gehts ähnlich. Eine Fraktion in der Größe wie die in unserer Stadt arbeitet quasi nur reaktiv, wirklich etwas gestalten kann man quasi nicht. Außerdem ist auch so eine Partei sowas wie ein Verein und damit sind dann dort Menschen, die mit Vereinsmeierei etwas anfangen können. Es gibt Postenschieberei, wer sitzt, der bleibt und wer Hausfrau oder Lehrer ist, ist klar im Vorteil, weil: Zeit frisst das ganze auch noch. Ist man dann nicht Mitglied der zufällig gerade „regierenden“ Partei macht man auch mal Jahrelang nur Pressearbeit.

Ich bin dafür nicht geschaffen.

Kannst du dir vorstellen freiwillig in einer anderen Regierungsform als der Demokratie zu leben? Falls ja, in welcher?
Sprach ich schon über das theoretische Konstrukt einer Anarchie bakuninscher Prägung? Nein.

Hast du schon einmal „aus Protest“ gewählt? Wenn nein, kannst du es dir vorstellen? Oder wäre Nichtwählen deine Form des Protests?

Nein. Nein. Nein.

Ich beherrsche nicht einmal das gerade für kleinere Parteien oft nötige taktische Wählen (Erst- und Zweitstimme verteilen), weil ich wählen möchte, was ich wählen möchte.
Und nicht zu wählen ist nicht Protest, sondern Ignoranz und Geringschätzung dieser großartigen Gesellschaftsform, die uns unsere Gründerväter ins Grundgesetz geschrieben haben.

Zusammenarbeit und Kommunikation mit dem politischen Gegner – unter allen Umständen? Gibt es eine Alternative zur Diplomatie?
Das Wort „politischer Gegner“ und die Frage überhaupt berühren ein weiteres Problem, das ich mit der Mitarbeit habe: Ich bin gewohnt, rational und logisch zu denken und zu argumentieren. Gleichzeitig weiß ich, dass es immer eine Meinung oder Sichtweise mehr gibt, als man es sich in seinen kühnsten Träumen vorstellen mag.
Wenn man dann noch mit jemandem nicht spricht, weil er oder sie „politischer Gegner“ ist, dann verzweifle ich. Und wenn man nicht sachbezogen sprechen kann, weil ein politischer gegner im Raum ist, dann auch.

Es ist kompliziert.


The Chick Corea Elektric Band is Back on Tour!

Aus der Kategorie »just music«

Dieser Beitrag ist ein bisschen ein reminder für mich selbst. Ich versuche, ihn in eine halbwegs interessante Geschichte zu verpacken, ok?

Ja, ich weiß, beim Wörtchen „Jazz“ verziehen viele den Mund; ich weiß aber auch, dass jemand, der jetzt von woanders mitliest als früher, das nicht tut. Und alle anderen: Lesen Sie ruhig weiter.

Ein Freund, nahm mir damals – als Musik noch auf Cassetten ihre Runden machte – hinter die gewünchten LPs ans Ende der Cassettenseiten immer noch so lange was auf, bis die Seite voll war. Als ich zum Beispiel um Bryan Adams bat (den durfte man damals noch hören, ohne seine Credibility zu verlieren, jaja), fand ich dahinter ein hibbliges Stück Instrumentalmusik. Es war die Chick Corea Electric Band mit „Got a match“

Aha, das war also Jazz.

Jazz zu hören entwickelte sich damals bei ein paar Freunden und mir zu so etwas wie einem sophisticated hobby. Ich will nicht sagen, dass wir uns damit von dem Modern Talking hörenden Rest des Jahrgangs abheben wollten, dass wir fanden, wir wären etwas besseres, aber … ich denke, leider muss ich es genau so sagen. Es war so. Wir fühlten uns was besseres, sorry.
Wir versuchten, in der Teestube unsere Cassetten in die Stereoanlage zu bekommen, wir saßen in Gruppen im Bus und hörten auf schrebbeligen Walkman-Lautsprechern Musik und übten uns lautstark im „Wo ist die eins?“-Spielen. Wir ließen das so richtig raushängen. Ich nehme an, sie haben uns gehasst.

Vor allem, als der Freund es schaffte, dass unsere Musiklehrerin in der 10ten eben exakt meinen Cassettefüller als Thema für die nächste Unterrichtseinheit von ihm übernahm – ja, das war vermutlich der Höhepunkt. Mein Gott, müssen die uns alle gehasst haben.
Naja, als wir vorher mit ihnen Dirty Dancing gucken musten, haben wir sie auch nicht wirklich mit Liebe überschüttet.

Als wir dann zwei Jahre später auf Studienfahrt in London waren, hatten wir den Auftrag unserer Lehrerin, bitte einmal in dieser Woche ein kulturelles Event mitzunehmen. Wärend der Großteil der stumpfen Horde der anderen ohne weiteres Nachdenken Karten für „die Mausefalle“ kauften, durchblätterten wir die Zeitungen und suchten nach Konzerten, die wir in unserer Kleinstadt garantiert nie zu Gesicht bekommen würden.

Strike. Die Chick Corea Electric Band war in der Stadt. In der Royal Albert Hall.
Oh. Mein. Gott.

Ja, war sehr geil. Wir saßen zwar hinter der Bühne, aber die Band entdeckte uns da und spielte mindestens ein Drittel des Konzertes auch mit dem Gesicht nach hinten. Wir saßen als quasi in der ersten Reihe.

Chick, der schon mit Miles Davis das gemacht hatte, was viele als „Fusion“, also als Verbindung von Rock und Jazzmusik und damit unhörbaren hibbeligen Krach, der keinem erkennbaren Muster mehr folgt fürchten, hatte die Electrik Band gegründet, um eben genau das fortzuführen.
Geiler Scheiß.

Und jetzt, kaum 25 Jahre später, schaut nur, schaut nur! Schaut Euch den Trailer an und auch wenn die Musik nicht Eure ist – schaut nur wie viel Spaß die haben. Die müssen bittebittebitte auch nach Europa kommen. Schließt Ihr diesen Wunsch wohl bitte in Eure Abendgebete ein – Ihr würdet einen kleinen jawl sehr glücklich machen.


#saaldigital Wandbilder

Aus der Kategorie »just work«

Saal-digital hat diesen Artikel mit einem 50,- -Gutschein unterstützt.

Als ich etwas ernsthafter begann, digital zu fotografieren sagte mir ein Bekannter: kauf Dir eine Nikon und wenn Du was auf Papier oder an der Wand haben willst, dann geh zu Saal. Ich habe beides erst einmal nicht gemacht. Nikon war mir zu teuer und den Bedarf, Fotobücher oder Wandbilder zu haben, hatte ich damals noch nicht.

Geändert hat sich das zuerst zu Anfang dieses Jahres, als ich die Bilder aus dem Theater auch den Schauspielern zur Verfügung stellen wollte. Ich machte ein Fotobuch daraus und ließ es bei Saal drucken. Das Ergebnis war super, alle fanden’s voll schön – und ich freute mich über die gut bedienbare Software zum Gestalten des Buchs und die geile Qualität.

Jetzt also ein Wandbild.
Ich stieß auf eine Test-Aktion und bewarb mich. Die Vorgaben waren einfach: „Du kriegst nen Gutschein, bestell Dir ein Wandbild und schreib ehrlich darüber.“ Kurzform: Klang fair, hab ich gemacht, war auch wieder geil.

Die Langform:
Nachdem ich im April bei Tina fotografiert habe, wollte ich schon länger auch eines der Bilder groß hier irgendwo an der Wand hängen haben. Klug wie ich bin, liess ich erst einmal die erste Euphorie sacken, damit sich so etwas wie ein Lieblingsmotiv herauskristallisieren konnte und jetzt war passenderweise die Zeit reif.

Die Saal-Software ist immer noch leicht zu bedienen, das Anlegen des Bildes dauerte für mich also ca. 1 Minute. Für Menschen, die weniger oft mit digitaler Grafik zu tun haben als ich sollte es aber auch sehr fix gehen.
software-qualiwarnungWas ich zum Beispiel sehr mag: Das Programm informiert mich bei jedem Foto, ob die Qualität des Bildes für die gewünschte Druckgröße ausreicht. Direkt am Bild, nicht am Ende des Bestellprozesses. Bei Wandbildern wichtig, aber auch damals beim Fotobuch konnte ich so auch ein paar Handybilder reinschmuggeln. Für nicht-Grafiker gibts auch Gestaltungsvorlagen – über die kann ich jetzt nichts sagen. Erstens weil ich sie noch nicht benutzt habe und zweitens weil ein vollflächiges Bild eben ein vollflächiges Bild ist. Was soll ich da gestalten?
Als Grafiker habe ich aber eh vollkommen freie Hand, sehr gut benutzbare Tools für die üblichen Funktionen zum Layouten und – das hab ich leider zu spät gesehen – auch ICC-Profile. Die nutz ich dann beim nächsten Mal.

Die Bestellung geht fix, die obligatorischen E-Mails über den Status der Bestellung kommen ebenso fix und wenn ich gewollt hätte, hätte ich einen Link zum Nachbestellen des Bildes erzeugen können. Wenn ich das Bild also zum Beispiel auch noch anderen zur Verfügung hätte stellen wollen.

All das habe ich am Samstag getan und heute klingelte das DHL-Männchen. Kannste nicht meckern.

Das Bild war allerbestens mit Schrumpffolie auf mehrere stabile Pappen gedonnert die dann in einem Umschlag steckten. So soll’s sein. Die gewünschte Aufhängung (man kann da wählen) liegt bei.

unpacking

Ach ja, das Bild :)
Ja, ist wieder super. Ich hab mir für ein Alu-Dibond in 60×40 entschieden. Auf meinem Foto sind zum einen recht feine Strukturen – so wie Gitarrensaiten oder die noch nicht ganz perfekte Auftritts-Frisur vor dem nicht tiefenscharfen Klavier. Zum anderen aber auch große einfarbige, dunkle Flächen (wer schon mal versucht hat, Fotos selbst auszudrucken weiß vielleicht, dass man gerade da auch mal Schwächen sehen kann).
Aber: Nix zu meckern, ganz im Gegenteil: Alles sehr, sehr geil, I love it.

details

Alles in allem: Leider geil. Genauso übrigens wie die Nikon, die ich ja jetzt am Ende doch auch habe. Aber das ist eine andere Geschichte.
Wer auch will: Im Moment gibts bei saal-digital Kennenlern-Gutscheine für die Wandbilder.


Twitter-♥ im Juni 2016

Aus der Kategorie »just twittered«

Die [pls insert Lieblings-Adjektiv] Anne sammelt wieder wieder alle Twitter-Liebe. Merci dafür!

(Ja, ich weiß, es ist schon der siebte. Aber wenn Ihr mir so viel Leben bestellt, dann dauerts eben etwas länger.)

Außerdem gabs die offiziellen „gehts kürzer?“-Meisterschaften. Eine wichtige Disziplin für uns Twitterati.


Christian, wie funktioniert eigentlich Politik?

Aus der Kategorie »just politics«

Ach, das ist aber eine spannende Frage. Ich glaube, dazu erzähle ich Euch eine kleine Geschichte, genauer: Die Geschichte eines kleinen Jugendtreffs in einem Vorort von Menden. Diese Geschichte ging so:
In diesem Vorort gibt es einen großen Platz. Früher war hier der wöchentliche Markt, am einen Ende liegt eine große Bushaltestelle, am anderen das Bürgerbüro, von den Vorortbewohnern auch liebevoll „das Amt“ genannt. Rechts ein paar Parkplätze, links ein Brunnen und alles so unbeschreiblich 70-er-Jahre hässlich, dass sich außer denen, die auf den Bus warten niemand hier länger aufhält.
Niemand außer den Jugendlichen des Ortes, die keinen anderen Platz haben um sich zu treffen.

Und das geht natürlich auch nicht. Das subjektive Angstgefühl der Busnutzer steigt, über dem Amt sind auch noch ein paar Etagen mit Wohnungen und immerhin ist das hier der zentrale Platz des Ortes. Also beschweren sich die Anwohner.

Der Vorort und erst Recht die Ortsmitte mit dem Platz haben keine gute Lobby. Die Einwohner hier sind eher einfache Arbeiter, die Besserverdienenden haben eher am Ortsrand gebaut.
Es passiert: Nichts.

Dann stehen Wahlen für den Rat der Stadt an und der Kandidat für den Wahlkreis „Vorort Mitte“ wird von den Anwohnern relativ klar vor die Wahl gestellt: Mach die Jugendlichen da weg, sonst wählen wir Dich nicht.
Er verspricht das.
Die Wahl kommt, der Kandidat zieht in den Rat der Stadt ein, es passiert: Nichts.

Ein Jahr nach der Wahl geht der Sohn eines Freundes des frisch gebackenen Ratsmitglieds abends über den Platz und fühlt sich von den anwesenden Jugendlichen bedroht; der Vater des Jungen geht zu seinem Kumpel, denn der ist ja im Rat und spricht: Die müssen da weg.

Auf einmal geht alles sehr schnell: Das Thema wird in der Fraktion besprochen, dann im Fach-Ausschuss – und: Die Politik schickt einen Sozialarbeiter. Der nimmt Kontakt zu den Jugendlichen auf und lernt: Ihnen ist langweilig. Gut, für diese Erkenntnis hätte auch etwas gesunder Menschenverstand und eine ehrliche Erinnerung an die eigene Jugend gereicht, aber immerhin.
Der Sozialarbeiter sagt: Man muss eine Anlaufstelle für die Jugendlichen schaffen, damit die von der Straße kommen. Die Politik sagt: Lasst uns einen Jugendtreff bauen. Der Kämmerer sagt: Die Stadt hat kein Geld. Die Anwohner sagen: Die sollen da weg. Der Sozialarbeiter sagt: Die brauchen einen eigenen Ort. Die Politik sagt … so geht das ein, zwei, drei Jahre.

Dann wird eine nahe Schule frei, weil es nicht mehr genügend Schüler gibt, außerdem stehen Wahlen vor der Tür und man beschließt: Das ist ein billiger Platz für einen Treff.
Die Politik schaut sich den Ort an und findet: Das wundervolle 70-er-Jahre-Mosaik in der Eingangshalle darf aber nicht zerstört werden, falls es in zwei, drei Jahren keine Jugendlichen mehr gibt und wir vielleicht statt dessen einen Seniorentreff brauchen. Aber bitte, wenn man das erhält, dann soll in Gottes Namen hier ein Jugendtreff entstehen.
Die Stadt heuert also ein paar Honorarkräfte (dh: Studentinnen und Studenten) an, die erst ein bisschen schrauben, werkeln, mauern und streichen, viel streichen, wirklich sehr viel streichen und später Angebote für die Jugendlichen durchführen sollen. Dann wird der Jugendtreff eröffnet.
Der Treff ist von der ersten Minute an gut besucht.

Die Honorarkräfte haben bis jetzt alle in einer anderen Einrichtung der Stadt gearbeitet: Einer hübschen, am Waldrand gelegenen Jugendbildungsstätte, in der Eltern ihre Kinder für pädagogisch wertvolle kleine Wochenend-Angebote anmelden können. Da die meisten Honorarkräfte außerdem nie auf dem Platz waren, um sich die Jugendlichen mal anzusehen sind sie etwas überrascht, dass ihre Angebote „Papierschöpfen“, „Töpfern“ und „Mandalas-Malen“ bei den überwiegend türkischen Jugendlichen zwischen 16 und 21 irgendwie nicht so ankommen. Die wollen lieber möglichst laut die aktuellen Bravohits hören und dabei abhängen. Aber auch das spielt sich ein, die Honorarkräfte werden schnell nahezu komplett ausgetauscht, dann gehts.
Außerdem gibts überraschend Geld für einen Kicker und einen Billardtisch.

Es wird Sommer, die Jugendlichen wollen gerne Basketball spielen; die Treffleitung findet die Idee gut und bemüht sich um einen Korb auf dem ehemaligen Schulhof. Außerdem beantragen sie ein bisschen Geld, um dort im Sommer auch draußen ein paar Sitzgelegenheiten zu schaffen.
Man erfährt: Geld für Tische und Stühle ist leider im Budget nicht drin, aber der Korb kann aus einem anderen Haushaltstopf bezahlt werden, der geht. Nein, leider darf man aus diesem anderen Topf keine Tische und Stühle kaufen, denn die wären ja Mobiliar. Das Mobiliar-Budget ist aber wie bereits erklärt alle; im Sportgeräte-Budget, da ist halt noch Geld da. Ob man jetzt den Korb wolle?
Ja bitte.
Die Stadt kommt, besichtigt das Gelände, misst den Abstand zum nächsten Anwohner und genehmigt den Korb, es ist Hochsommer.
Jemand anders von der Stadt kommt, vermisst das Gelände und markiert eine Stelle für den Korb, es ist September.
Der Baubetriebshof kommt und macht ein Loch in den Boden und stellt ein paar rot-weiße Warnbaken darum auf, es ist Ende Oktober.
Der Baubetriebshof kommt wieder und stellt den Korb auf, es ist Januar.

Im April scheint das erste mal so viel Sonne, dass man draußen Basketball spielen möchte. Alle Treffbesucher hängen auf den Stufen rum und schauen den Spielenden zu. Die Türen sind auf, von drinnen hört man ein bisschen Musik, die Stimmung ist ausgelassen und allgemein sehr gut. Ein paar der jüngeren Jugendlichen fragen nach Tonpappe und Stiften und malen spontan ein Bild vom tollen Treff.
Dann beginnt der Spanischkurs der VHS, die im gleichen Gebäude untergebracht wurde. Die Spanisch-lernenden müssen zwischen den Jugendlichen durchgehen, um ins Treppenhaus zu kommen. Die Jugendlichen freuen sich, die Ihnen teilweise natürlich bekannten Erwachsenen zu treffen.

Am nächsten Morgen flattert eine Anweisung von der Stadt ins Haus, man dürfe den Korb nicht mehr benutzen, ein Anwohner habe sich beschwert, das regelmäßige Doink-Doink des Balles habe ihn um den Schlaf gebracht. Außerdem haben die VHS-Besucher Angst um ihre 35m weiter weg geparkten Autos, da könne ja mal ein Ball fliegen. Ach ja, die fühlten sich eh von den Jugendlichen auf der Treppe gestört, man darf den Außenbereich nicht mehr benutzen. Der Baubetriebshof war auch morgens um acht schon da und hat ein paar Stahlstangen quer durch den Korb geschraubt.

Der Treff versucht, Einspruch zu erheben und verweist auf die Notwendigkeit einer vom Treff selbst gestalteten pädagogischen Arbeit.
Die Stadt sagt: Das ist dann Angelegenheit der Politik. Auf Beschwerden aus der Bevölkerung reagieren dürfen, ja müssen sie selbst, aber so etwas können sie nicht entscheiden, da muss die Politik ran.
Die nächste Ratssitzung ist in acht Wochen.
Die Besucher des Treffs haben selbstorganisiert den Weg aus dem Vorort in die Stadt gefunden; sie haben Plakate bei sich, auf denen sie den Erhalt ihres Basketballkorbs fordern. Mit denen sitzen sie auf den sonst immer gähnend leeren Besucherplätzen im Ratssaal. Die Stadt-Abgeordneten gucken irritiert, aber der Bürgermeister erklärt ihnen, auch das wäre Demokratie.
Dann begrüßt er die Jugendlichen und erklärt, die Plakate müssten leider weg, aber sie seien herzlichst eingeladen, hier zu bleiben. „Ihr“ Tagesordnungspunkt sei die Nummer neun. Die Punkte eins bis drei gehen recht fix vorbei, aber bei Punkt vier geht es um die etwas komplizierte Situation die entstanden ist, als die Stadt ihre komplette Kanalisation in ein Privatunternehmen ausgelagert hat. Lustigerweise handelt dieses Unternehmen jetzt nach unternehmerischen Prinzipien und hört nicht mehr auf die Weisungen der Stadt – und deswegen gibts hinten am Wehr jetzt Ratten. Bis geklärt ist, mit wie viel Prozent die Stadt Anteilseigner an der Privatentwässerungsgesellschaft ist und was das für die Mehrheitsverhältnisse im Aufsichtsrat der Privatentwässerungsgesellschaft bedeutet und ob man vielleicht vor sieben Jahren einen Fehler gemacht habe und ob vielleicht der politische Gegner sowieso so strunzdumm ist, dass man sich eh wundert, wie er auf zwei Beinen geradeaus laufen kann vergehen anderthalb Stunden. Die Jugendlichen sind entweder eingeschlafen oder mussten los, weil der letzte Bus in den Vorort fuhr.
Von 21:09 Uhr bis 21:12 Uhr wird Tagesordnungspunkt neun besprochen. Es dauert nur deswegen so furchtbar lange, weil die Vertreterin einer der kleinen Oppositionsfraktionen meint, unbedingt eine flammende Rede für gute Jugendarbeit halten zu müssen. Alle nicken. Danach wird mit 48 zu 4 Stimmen gegen eine Wiederöffnung des Korbs gestimmt.
Der Baubetriebshof bekommt den Auftrag, den Korb abzubauen, für das Außengelände des Treffs wird das Nutzungsverbot bestätigt.

Es wird Sommer, die Jugendlichen, die gerne draußen sitzen, hängen wieder auf dem Platz rum und kommen erst später in den Treff.
Die Anwohner beschweren sich. Die Stadt reagiert fix und schraubt die letzen Bänke auf dem Platz ab.
Die Leute im Ort wissen: „Siehste, so ein Treff bringt gar nix. Hab ich gleich gesagt. Und das schöne Mosaik ist auch weg und dabei gehen die Jugendlichen da jetzt nicht mal hin.“

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt habe ich den Treff verlassen und habe nicht mehr alles so ganz direkt mitbekommen. Ich weiß nur noch: Das Treffteam arbeitet tapfer weiter und versucht innerhalb der Mauern attraktive Angebote zu machen. Das Haus wird, je nach Wetter ganz gut oder so lala besucht.
Leider: Der Treff verfällt zusehends, denn niemand kümmert sich um das Haus. Und so muss man nach einigen Jahren in die nächste freiwerdende Schule umziehen. Die liegt zwar nicht mehr so zentral, aber die Politik versichert, dass das attraktive Angebot des Treff-Teams bestimmt die Jugendlichen auch an den Ortsrand locken wird. Da würde nämlich eine ganz hervorragende Arbeit geleistet. Zur Einweihung gibts eine Kiste mit Fuß- und Basketbällen.
Der Korb steht noch heute auf dem ehemaligen Schulhof.

Und jetzt, liebe Leserin weißt Du, wie Politik funktioniert.

Anmerkung: Diese Geschichte ist zu ca 85% wahr, zu weiteren 10% so in ähnlichen Situationen passiert, dass mir eine Vermengung der Geschichten zur besseren Lesbarkeit zulässig erschien. Ein Detail ist erfunden, aber nicht unwahrscheinlich. Vielleicht war aber auch zur Einweihung des „neuen“ Treffs einfach niemand da und es gab kein Geschenk. Die Zeitangaben mögen ein wenig im Nebel des Vergessens verschwommen sein.

Basketballkorb


Gedanken am Morgen

Aus der Kategorie »just people«

Millionen Mal geteilt, sechsstellig den Daumen hoch – ich denke man kann sagen: Ein Video ist erfolgreich im Web, wenn es solche Like- & Share-Zahlen hat.

Momentan erfolgreich ist ein Video einer jungen englischen Frau, die von ihrem Freund (hinter der Kamera) gefragt wird, ob sie ihre Pizza lieber in acht oder zwölf Stücke geschnitten haben möchte. Sie sagt acht, weil sie zwölf Stücke nicht schafft.
Er lacht sie dann noch ein bisschen aus und sie regt sich noch ein bisschen auf, weil er sie auslacht, mehr ist nicht zu sehen.

Lustig, nicht?

Naja, irgendwie schon. Irgendwie ist es aber auch wirklich perfektes Beispiel für jemanden, die bereits in der achten Klasse, wenn man Bruchrechnen lernt nicht mehr begriffen hat, dass die Zahlenspiele des Lehrers vorne an der Tafel nicht Selbstzweck waren.
Ich hab da ja vor vier Wochen noch drüber gebloggt.

Woran das liegt? Keine Ahnung. Schule, Gesellschaft, Eltern und Medien, denke ich.
Ja, ernsthaft.

Liebe alle, die Ihr da was ändern wollt: Ja, ernsthaft, es fürchte es liegt an allem. Da kann man nicht einzeln die Schuld der Schule / den Eltern / … geben, ein Notfallprogramm starten und sich dann zurücklehnen.

Aber das ist vermutlich ein anderes Thema.

Aber apropos anderes Thema: Ich bin eh ja manchmal verwundert, wie andere Menschen ihre Beziehungen so gestalten, aber in den letzten Tagen sind mir gleich zwei so virale Videos (das Paar im Auto, wo er sie ankackt, sie soll ihn jetzt bitte direkt in die Windhose fahren, das wäre schließlich nur ein bisschen Regen und jetzt dieses hier), wo in meinem Weltbild meine Partnerin danach in der Garage schliefe.

Ich geh dann mal arbeiten.