Der jawl:

Christian Fischer

Christian Fischer? Webworker und Blogger.
Hobby-Musiker und Hobby-Fotograf.

Der Blogger:

Seit 2001 schreibe ich hier dieses Blog. Hier findest Du paar Worte über mich und hier mehr über dieses Blog. Manchmal schreibe ich auch woanders.

Hier gehts zu den Artikeln

Der Webworker:

Beruflich mache ich aus dem Web optisch und inhaltlich einen schöneren Ort. Bist Du an meiner Arbeit als Webworker oder Berater für digitale Kommunikation interessiert, sprich mich gerne an.

Auch für Schulen, die nicht vor dem Web Angst, sondern lieber Ahnung davon haben wollen, habe ich ein spezielles Angebot.

Das jawl:

Meist geht es hier um diese Themen …

  1. just people

    just people

    Alltag. Alltäglichkeiten. Was so passiert. Und so. …

  2. just music

    just music

    jawl hört Musik. Immer, jeden Tag und …

  3. just jawl

    just jawl

    Hin und wieder muss es hier auch …

  4. just pix

    just pix

    jawl macht Fotos. Die meisten finden sich …

  5. just movies

    just movies

    jawl geht ins Kino, guckt Serien und …

  6. just twittered

    just twittered

    Twitter ist … Großartig. Überschätzt. Seltsam. Schon …

… alle Themen findest Du hier.


Aber das weiß ich doch alles. Blend das aus! Und dann gib mir ein Cookie und zeig mir in Zukunft sofort das Blog!

Die letzten Artikel …

Naherholung aka. Osterspaziergang

Aus der Kategorie »just pix«

Vom Eise befreit ist dieses draußen ja schön länger, aber hübsch isses da trotzdem.

Sorpe


Musik am Freitag *hust* Samstag

Aus der Kategorie »just music«

Mir wurde auf facebook vorgeworfen, ich wäre etwas eindimensional in meinen Musiktipps.
Deswegen hier mal wer anderes:

Als ich begann, Popmusik zu hören, da waren die Eurythmics schon da. Man fand sie gut, so wie man alles irgendwie ganz gut fand, was Schlagerralley und Mal Sandock so spielten, aber irgendwie war das auch noch die Zeit, wo es fast interessanter war, ob die beiden denn nun ein Paar waren oder nicht.
Und bald hörte man auch nicht mehr so viel von den beiden.
Oder, in anderen Worten: Ich hab damals noch gar nicht so recht begriffen, wie gut die Eurythmics eigentlich waren.

Als ich hingegen das erste Mal von Joss Stone, da begriff ich sehr schnell, was für eine wunderbare Ausnahmekünstlerin ich da vor mir hatte. Eine großartige Stimme und große Lust, sie weit abseits dessen einzusetzen was Frau Aguilera und Konsorten heute so Soulmusik nennen – damit macht mir Frau Stone immer wieder Freude.

Ich empfehle ja, in diesem Video die letzen zehn Sekunden zu skippen. Obwohl. Heute wissen wir ja irgendwie, was wir an ihm hatten.

Ps: Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich den Sound seiner Gitarre liebe. Und Ihr glaubt nicht, wie viel brachiale Gewalt man für so einen Sound braucht. Schaut mal unter die Saiten, unter seiner rechten Hand. So eine Holzschicht, will ja auch erstmal kaputtgespielt sein.


Autotechnik im Wandel der Zeit

Aus der Kategorie »just links«

… lässt sich natürlich am passendsten im Techniktagebuch festhalten.

Daher bitte hier entlang zu zwei Geschichten über das stille Ende der Rudolf-Diesel-Gedächtnis-Minute und über einen Knopf „Auto” im Auto.


Keine Werbung!

Aus der Kategorie »just people«

(Telefon)

Ich: Christian Fischer

Sie: Guten Tag Herr Fischer. Hier ist Frau Tralala vom Götterboten-Versand – spreche ich mit demjenigen, der in Ihrer Firma für den Versand zuständig ist?

Ich (belustigt): Ja, schon.

Sie: Ah prima. Wissen Sie, wir vom Götterboten-Versand würde Ihnen gerne unsere Dienstleistungen vorstellen, es dauert auch nur …

Ich: … nee stop mal. Woher haben Sie denn meine Nummer?

Sie: Aus Ihrem Impressum!

Ich: Ach, und deswegen dürfen Sie jetzt hier einen Cold-Call starten?

Sie: Ja, aber die haben Sie ja selbst veröffentlicht, das ist legal.

Ich: Nö, Sie dürfen die ja nicht nutzen, um mich dann für Werbung anzurufen.

Sie: Aber das ist ja keine Werbung, ich informiere Sie ja nur über unsere Produkte!


Mini

Aus der Kategorie »just tools«

Foto 09.04.14 12 43 12Dieses unscheinbare Foto mag ein Indiz dafür sein, dass hier in den nächsten Tagen und Wochen gelegentlich Erfahrungsberichte zum Thema „Umzug einer professionellen Arbeitsumgebung von Windows 7 auf OSX” zu finden sind.

Danke für die Aufmerksamkeit.

Weitermachen.


Woanders

Aus der Kategorie »just links«

Zuerst kurz ein Wort in eigener Sache: Das jawl wird heute 13. Dreizehn Jahre, Alter. Hammer, oder?

„With great power comes great responsibility” – diesen Spiderman-Satz hatte ich ja hier letztens schon mal zu „Mit großer Reichweite kommt große Verantwortung” abgewandelt. Jetzt bedeutet „power” ja nicht nur „Kraft”, sondern auch „Macht” und genau die ist ja bekanntlich geil. Große Reichweite übrigens auch, das hängt schon alles zusammen: Wenn man zum Beispiel ein Blog schreibt, dann freut man sich, wenn man damit Menschen erreicht. Ist so, kann man kaum verleugnen. Und mehr Leser bedeutet mehr Freude.
Aber ist das vielleicht ein Teil des ewigen Problems zwischen Journalisten und dem Internet? Das fragt sich Antje Schrupp: Gewinnen wir Blogger durch das Netz an Reichweite und Macht – Journalisten verlieren sie aber? Klar, dass sie das nicht so töfte finden.

Abr noch mal zurück zur Reichweite, zur Macht und zur Verantwortung. Es ist verführerisch, seine eigene Reichweite (Erfolg/Geld) damit zu erhöhen, indem man einfach nur so so tut, als übernähme man Verantwortung. Ist ja auch bequemer, als es wirklich zu tun und als Leser oder Zuschauer muss man da manchmal etwas aufpassen. Stellen wir uns als Extrembeispiel mal vor, Mario Barth würde ein investigatives Magazin über Mißstände in Deutschland drehen. Oh, er tut das ja.

Aber wir Zuschauer sind ja nicht blöd. Oder? ODER? Nein, sind wir nicht. Obwohl es erschreckenderweise sowohl Programm-Macher als auch viele andere an den Schalthebeln der Reichweite denken. Der schöne Begriff „Schalthebel” suggeriert es ja schon, dass man dort schalten und walten und vielleicht auch manipulieren kann. Im PR und in diesem neuen Ding, diesem Social Web zum Beispiel noch mehr als im klassischen Journalismus. Kann man aber nicht, sagt Kerstin Hoffmann. Klappt nicht, hat keinen Erfolg, ist dumm. Und rät, es sein zu lassen.

Überhaupt dieses Social Web und die Firmen. Wer schon länger bloggt, twittert, dingst, für den sind das wirklich alles alte Weisheiten – so man in einem gerade mal 15 Jahre alten Medium von „alt” sprechen kann. Aber es strömen eben auch heute immer wieder Menschen, Marken, Firmen ins Web und werden von Beratern, die ebenso grün hinter den Ohren sind beraten. Oder die nur auf den schnellen, Excel-messbaren Erfolg aus sind und in vier Monaten eh woanders ihren Müll verkaufen. Wer wirklich dauerhaften Erfolg haben will, sollte das anders angehen, weiß auch Jens Scholz.

Aber mal weg von PR und so, da war ja schließlich noch mehr los in diesem Web. Zum Beispiel in den letzten Wochen ein erschreckender Ruck in rechtsmuffig-konservative Meinungen, die man längst für ausgestorben hielt. Letztens zum Beispiel noch ein Katzenbuchautor, der unser Land für grün-versifft hält. Nun denn, wissen wir alle, müssen wir nicht mehr drüber reden.
Aber was wollen diese Menschen eigentlich? Ist es Hass, der sie treibt? Angst? Wovor? Ix hat das mal sehr schön auseinander genommen.

Zum Abschluss aber mal was positives: Über die Jugend zu lamentieren ist so alt, dass es vermutlich schon in den Pyramiden Hieroglyphen über die unmögliche Moral der Jugend beim Steine-an-der-Pyramide-hochschieben zu lesen gibt. Diese eigentlich doch beruhigende Einsicht hindert aber die wenigsten daran zu finden, dass heute(!) die Jugend aber wirklich(!) schlimmer ist als es auszuhalten wäre. Nicht nur, abr auch in diesem Internet: Die sind zum Beispiel nicht mal mehr bei facebook. Da finde ich es schön ein Interview mit einer Autorin zu lesen, die im Vorwort ihres Buches erstmal feststellt „The kids are allright”. Und die dann diese unmögliche Abkehr von facebook mal erklärt und die vor allem mal guckt, was die allgemein verbreitete Abwehr von diesem komischen Jugendkram noch so für Folgen hat.

Mein Lieblingslied in der letzten Woche war „Faraway” von Joshua Redman:


Jaco und Nina.

Aus der Kategorie »just people«

Ebenfalls aus gegebenem Anlass veröffentliche ich auch noch einmal diesen Text, der vor ein paar Jahren schon einmal bei mindestenshaltbar erschienen war.
Vor exakt zehn Jahren erfuhr ich morgens von ihrem Tod.

So mit 16 las ich in einem Musik-Magazin, das mir Freunde in mein Dorf importiert hatten etwas über Jaco Pastorius, einen Jazz-Bassisten, der wohl manisch-depressiv war. Jazz war damals eine fremde neue Welt, Bassist war ich auch, „manisch” sagte mir nichts und es gab noch kein Internet zum Nachschauen. Aber das alles klang viel aufregender als die ewig gleichen Geschichten von zerstörten Hotelzimmern, Groupies und Drogen, die der Rock’n’Roll so lieferte.
Und auch „depressiv” klang spannend. Es klang so als gäbe es einen Namen für meine Traurigkeit, für mein Verzweifeln an der Welt, über das ich mit niemandem reden konnte. So, als wäre ich nicht alleine.
Und nicht nur das, es kam sogar noch besser: Es war nicht nur ein Wort, nicht nur ein Name, es hatte auch noch den größten Bassisten der damaligen Zeit kreativ beflügelt. So las es sich.

Ich beschloss: Ich wollte auch manisch-depressiv werden.

In meinem Kopf verwirbelte Depression mit Weltschmerz, mit Hesse und „Still got the Blues”. Verschwurbelte mit des jungen Werthers Leiden und mit der Erinnerung an jeden einsamem Abend auf dem Dorf, an denen mich wieder niemand zur Jahrgangsparty gefahren hatte.
Ich hörte jedes traurige Lied, das jemals veröffentlicht wurde, ich sog aus jedem Text den Schmerz der ganzen Welt und ich wusste zum ersten mal seit Jahren, dass das alles einen Sinn machen würde: Ich würde ein wahrer, echter Künstler werden. Tiefgründig und bewundert.

Jahre später lernte ich Nina kennen. Nina war ein eher muffiger Typ, ruppig, aber nicht ohne eine gewisse Herzlichkeit. Ich mochte sie irgendwie.
Nina verschwand alle paar Monate für ein paar Wochen. Niemand der anderen, die sie alle schon länger kannten sprach darüber und auch wenn sie dann eines abends wieder in der Kneipe stand fragte niemand. Ich also erstmal auch nicht.
Hinter vorgehaltener Hand erzählte mir dann jemand, sie sei „wieder in der Klinik”. Hinter vorgehaltenen Händen sprechen war noch nie mein Ding und ich fragte sie, als sich die Gelegenheit ergab.

Seitdem hatten wir so etwas wie einen besonderen Draht. Wenn sie mich wieder einmal anpflaumte, schob sie ein „Weisst doch wie ich bin” hinterher, knuffte mir einen Moment später die Schulter und murmelte „bin schlecht eingestellt”.
Und wenn es ihr auf einmal wieder auffallend gut ging, wenn sie auf einmal Pläne zur Übernahme der Weltherrschaft in die Kneipe posaunte, dann konnte ich damit umgehen. Dann wusste ich, sie würde wohl bald wieder ein paar Wochen weg sein.

Jetzt ist sie schon 10 Jahre mehr als nur ein paar Wochen weg. Als sie merkte, dass sie den Kampf nicht mehr gewinnen konnte, fuhr sie zur lange vorher ausgewählten Brücke und hörte einfach auf zu kämpfen.

Es gibt kaum einen Tag, den ich mich seitdem nicht für meinen jugendlichen Wunsch geschämt habe.


With the lights out it’s less dangerous

Aus der Kategorie »just music«

Die Musik war so wütend wie ich und ich fühlte mich das erste Mal seit vielen Wochen zu Hause.

Ich hole aus gegebenem Anlass mal was älteres wieder hervor. Gehen Sie doch kurz nach da, es hätte heute auch frisch geschrieben sein können.

Zwanzig Jahre. Verdammter Mist, zwanzig Jahre.