Im jawl:

Christian Fischer

Christian Fischer? Webworker und Blogger.
Hobby-Musiker und Hobby-Fotograf.

Seit 2001 schreibe ich hier dieses Blog.
Hier findest Du paar Worte über mich und hier mehr über dieses Blog.

Und sonst:


Die letzten Artikel …

Auf zwölf reimt sich nur zwölf

Aus der Kategorie »just people«

Beim Stöckchen-Schreiben letztens habe ich mich erinnert, warum es früher sogar eine eigene Website gab, die uns Blogger Freitags mit 5 willkürlichen Fragen bewarf: Weil es Spaß macht, sich mal ein paar Gedanken zu machen. Percanta fragt, ich antworte.

  1. Du wirst vom Radio zu einer Sendung eingeladen, sie führen eine Stunde lang ein Gespräch mit Dir. (Sowas wie „Doppelkopf“ auf HR2). Du darfst Dir dafür fünf Musikstücke wünschen. Welche?
    Doppelkopf auf HR2 kenne ich nicht und das entlässt mich aus der Pflicht, darüber nachzudenken, ob ich einen gewissen Stil treffen muss. Die Sendungen dieser Art die ich so kenne, die fragen jeweils noch, warum denn jetzt genau dieses Musikstück gewählt wurde und so nehme ich welche von menschen, die mir aus irgendeinem Grund für mein Leben wichtig waren oder sind. Dann hat die Moderatorin auch gleich was zum Anknüpfen.

    1. Miles Davis: The DooBop Song.
      Weil dann noch alle denken, ich wäre ein Jazz-hörender Intellektueller; aber in Wahrheit, weil die echten Jazzer Miles für das Stück hassen und er ihnen deswegen seinen Mittelfinger entgegenstreckte.
    2. Rage against the machine: Killing In The Name Of
      Weil dann niemand mehr denkt, ich sei ein Jazz-hörender Intellektueller und weil nichts so befreiend ist, wie ein herzhaftes „Fuck You, I won’t do what you tell me“.
      (Na, gemerkt, dass die Intention die gleiche wie beim ersten Song ist?)
    3. Patti Smith: Smells Like Teen Spirit
      Weil die Leute, denen es wichtig sein könnte, ob ich ein Musik-Intellektueller bin jetzt endgültig verwirrt sind. Und weil: Patti und Nirvana in einem Stück, da hab ich quasi eins dazugeschmuggelt.
    4. Peter Gabriel: Red Rain
      Weil: „I came to you with the trust of a child“
    5. Tina Dico: Count to ten
      Weil es zum einen das intensivste Lied ist, das ich kenne und gleichzeitig so eine tiefe, immer wieder mein Leben rettende Wahrheit beinhaltet

    Boah, das waren ja jetzt schon die ersten 5 Fragen…

  2. Frösche, Pinguine, Eulen. Welches putzige Tierchen wird als nächstes unsere Kaffeetassen, Umhängetaschen, Postkarten, Shirts und Dekokissen bevölkern, bis auch die treusten Fans es nicht mehr sehen können? Waschbären? Langohrigel? Irgendjemand, den wir noch gar nicht auf dem Schirm haben?
    Faultiere, sind, denke ich, gerade an der Schwelle von Geheimtipp zum Hype. Gleichzeitig sind sie nicht so auf den ersten Blick niedlich, dass es jemals eine „Alles blöd ohne Dich“-Sonderedition geben wird.
  3. a. Was war Dein liebstes Was-ist-Was-Buch?
    b. Hast Du Deinen Beruf entsprechend ausgewählt?

    Du schummelst mir doch schon wieder Doppelfragen unter!
    Ich hätte gewettet, dass es irgendetwas mit dem Weltall war – aber ein Blick auf die Bücher, die hier noch im Regal liegen zeigte: da ist gar nix mit Weltall dabei. Und dann wähle ich Nr 28, „Die Welt des Schalls“. Weil es mir den Blick für die Welt der Physik öffnete.
    Und: Nö, mein Beruf hat damit rein gar nichts zu tun
  4. Wenn ja: alles richtig gemacht? Wenn nein: Warum nicht? Und wäre das Was-ist-Was-Thema besser gewesen?
    Alles bestens. Der Job ist quasi selbst-ausgedacht, selbst-gewählt und nach all den Jahren immer noch super.
    Die was-ist-was-Alternative wäre dann Hörgeräteakustiker gewesen? Ach, ich weiß nicht. Vielleicht hats mir in meiner Zeit im Tonstudio und als Live-Mischer geholfen.
  5. Sternzeichen, Aszendent, Blutgruppe, Geschwisterposition oder die Gene. Steht Dein Leben unter irgendeinem ‚Stern‘ oder hast Du Deine Charakterbildung selbst in der Hand?
    Wie ich letztens schon sagte: Charakter ist ein laufender Prozess. Und zwar einer, den ich selbst in der Hand habe.
  6. White wine to the fish?
    No fish, no wine – das war einfach.
  7. Mustermix, Patchwork, Color-blocking oder doch eher Ton in Ton? (In Kleidung, Haaren, Familie. Du entscheidest.)
    Ich wähle Kleidung. Ich trage eigentlich alle Farben, so lange sie schwarz oder blau sind. Oder mal ein fröhliches grau. Bitte keine Muster, keine Eulen oder Herzchen. Manchmal Streifen und – für alle jetzt wahrscheinlich vollkommen überraschend – gerne mal Paisley. (Prince ist Schuld)
  8. Eine Frage aus der Mottenkiste: Welche Comic- oder Zeichentrickfigur bist?
    From all the Charlie Browns in the World, I am the Charlie Brownest
  9. Welcher Einfall der Natur hat Dich zuletzt überrascht? Oder hört nicht damit auf, Dich zu faszinieren?
    Puh. Die Natur allgemein hört nicht auf, mich zu faszinieren. Ich liege nachts unglaublich oft wach und schaue daher viele Dokus auf den öffentlich-rechtlichen Digitalen Kanälen. ich habe unfassbar Spaß daran, mich bei der großen Physik (Universum und so) so wie der ganz kleinen (Quarks, Strings, Gene, …) erst einmal wieder auf den Stand gebracht zu haben. Mein Schulwissen ist ja auch schon ein paar Jahre her und wenn man, wie ich, gelegentlich mitbekommt, mit was für einem Anspruch mancher Lehrer an seinen Unterricht geht, dann wars eventuell schon damals veraltet.
    Gleichzeitg begreife ich immer mehr – also so richtig begreifen im Sinne von Fühlen-können – wie groß dieses Naturdings so ist, und wie unwichtig wir dabei sind. Wir müssen die gar nicht schützen, die Erde, die kommt prima alleine klar.
    Nur, wenn wir weiter hier in diesem klitzekleinen Bereich passender Lebensbedigungen leben wollen, in denen wir es aushalten, dann sollten wir endlich mal aufpassen. Wir töten uns gerade selbst, nicht die Natur.
    Neben den ganzen Dokus hat mir das alles auch @astro_alex und seine BlueDot-Mission sowie der unglaublich schöne Film „Overview“ gezeigt. Nehmt Euch ruhig mal ne Minute.
  10. Was hast Du gerade in Deinen Hosen- und/oder Jackentaschen?
    Gerade trage ich eine Jogginghose und die hat nix in den Taschen. Aber auch Jeans sind inhouse hier immer leer. Outside sind da: iPhone, Geldbörse und Schlüsselbund. Manchmal noch die Fernbedienung für die Kamera wenn ich langzeitbelichtete Bilder machen will. Oder Objektivdeckel, die ich dann tagelang suche.
  11. Sehr schön. Ich würde mich freuen, wenn Du über einen dieser Gegenstände ein Gedicht schreiben könntest. Einen Haiku, einen Limerick, einen Vierzeiler für’s Tageblatt, ein Sonett, egal. Wenn es Dir lieber ist, kannst Du auch was zeichnen. Oder tanzen. Oder eine Oper dazu komponieren. Nur: Wir würden das hier gerne sehen!
    Und wenn die Antwort aus 9 Dich nicht inspiriert, nimm die 2.

    Nö, die neun geht schon:
    Es war mal ein Junge in Menden
    auf der Autobahn musste er wenden
    Das iPhone war leer
    und so war es schwer
    von unterwegs eMails zu senden.
  12. Geht es eigentlich auch wieder etwas weniger hysterisch? (Bzw.: alle bekloppt?)
    Ich fürchte: Nein (Bzw: Ja).
    Die letzte Zeit arbeitet hart daran, mich doch noch zum Kulturpessimisten zu machen, irgendwas anständiges mit Holz zu lernen und mich in Kanadas Wälder zu verziehen. Ernsthaft.
  13. Haben Sie denn noch irgendwelche Frage an uns?
    Bloggen Sie mal wieder mehr? Machen Sie mal wieder mehr Fotos? Das wäre schön.


WMDEDGT Februar 2016

Aus der Kategorie »just people«

WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

Sieben Uhr
Ich finde es ja ein wenig ekelig, dass mein Pünktlichkeitsfimmel mich sogar exakt zur vollen Uhrzeit aufwachen lässt, aber was will man tun?
Ich klicke ein wenig im Internet rum und sehe, dass about.me alles „viel viel schöner gemacht“ hat. In anderen Worten: Ich muss alles neu einrichten und das von mir sehr geschätzte freie designen der Seite geht nicht mehr. Hmpf.

Dann bimmelt mich mein Kalender an: Ich muss los zum Arzt, mir die nächste Spritze abholen. Die Formulierungen seit El Capitan finde ich total schön: „Fahren Sie in 15 Minuten los um pünktlich anzukommen“. Fahr ich also los.

Neun Uhr.
Beim Arzt bin ich dann direkt rückwärts wieder raus. Im Eingangsbereich stapelten sich die ersten 12 Leute und nachdem der erste mir auf mein leises „Guten Morgen“ mit einem fröhlichen Huster mitten ins Gesicht antwortete, beschloss ich: Nö, das hat noch Zeit.
Naja, bin ich wenigstens schon ne Stunde Auto gefahren. (Jaja, die Freuden des Lebens in der Kleinstadt)

Halb elf
Ein Kunde möchte auf seiner Website einen Link auf eine andere Seite haben. Auf dieser anderen Seite werden auch Pelze verkauft. Ich dachte wirklich darüber wären wir alle raus. Einer der Momente, wo sich alles sträubt.

Huch, vier Uhr
Den weiteren Vormittag habe ich damit verbracht, ein Script, das ich schon geschrieben hatte, nochmal zu schreiben. Ich vermute, dass es jedem codenden Menschen da draußen genau so geht: Das ist in etwa so lustig wie ungetoastetes Toast ohne alles. Aber irgendwie hatte ich mich verrannt und im Endeffekt war es bestimmt die sauberere Lösung, noch einmal von vorne anzufangen. Und saubere Lösungen beim Arbeiten – da stehe ich ja drauf.

Dann meldete sich die Liebste. Sie müssen wissen, dass die seit einer Woche mit Fieber, Schmerzen, Schlaflosigkeit und entsprechend super Laune durchs Haus schleicht. Ein paar Schritte vor die Tür wollte sie gerne und natürlich hat mich das a) sehr gefreut und b) wollte ich eh gerne den im Herbst gekauften und noch nie genutzten Graufilter mal ausprobieren. Und wo soll man Graufilter besser ausprobieren, als an einem Wasser?
Das Bild ist nix geworden, für eine zweite Langzeitbelichtung hatten wir nicht genug Geduld, aber es hat mir gereicht, um die Möglichkeiten zu erkennen. Stay tuned, ich werde hier demnächst Bilder von ausgestorbenen Städten posten. Oder so.

Und jetzt muss ich anscheinend dringend nochmal ins Bett. Dank großzügigem Sicherheitsabstand zum Virenmutterschiff und täglichen Immunkick- und Vitamin-Dosen habe ich mich zwar nicht vollends angesteckt, aber müde bin ich, meine Herren.

Viertel vor sieben
Hab nicht schlafen können, lag also blöd im Bett rum und klickte mich durchs Internet. Bei der Überlegung, hier weiter zu schreiben stand im jawl plötzlich nur noch: Fehler beim Aufbau der Datenbankverbindung.
So, jetzt bin ich wenigstens wieder vollständig wach. Aber das Telefonat mit der freundlichen Hotline ergab: Schluckauf des Datenbank-Servers. Naja, mein Jahr begann damit, einem Kunden sein gehacktes WordPress wieder unter Kontrolle zu bekommen – da kann man ja mal hektisch werden.

Viertel nach acht
Schnittchen-Abendessen mit Tee. Die Frau memmt rum, weil ihr Kreislauf noch nicht so will wie sie. Ich memme rum, weil ich so müde bin.
Das kann ja noch was werden.
Aber wir haben eine uns vollkommen unbekannte Frucht gekauft und die Identifikation ergibt am Ende noch einen Eintrag im Techniktagebuch.

Aber jetzt geht The Voice Kids los und ich freu mich so furchtbar drauf. Müssen wir wohl noch ein bisschen durchhalten.
Und ich so:Lena! Lena! Lena!
Und sie so: Sascha! Sascha! Sascha!
Das kann ja noch was werden.

elf Uhr
Krasser Scheiß. Jetzt bin ich tatsächlich schon zwei Wochen nacheinander freitags so lange wach.
The Voice Kids war wieder recht großartig; ich frage mich ja immer: Wo finden die diese talentierten Kinder bloß?

Jetzt läuft noch Frau Hill und darüber werde ich wohl dann einschlafen.
Schlaft gut, wo auch immer Ihr seid!

(To be continued)


Twitter-♥ im Januar 2016

Aus der Kategorie »just twittered«

Anne sammelt wieder alle Eure Twitter-Liebe. Ich mag das sehr.

Und ein paar #ibes-Highlights – zuerst drei Bewertungen zum exakt gleichen Moment:

… und dann die erwachende Liebe zu einem, den man vorher als den Looser dieser Staffel eingeschätzt hätte:


Ihr kommt doch alle, oder?

Aus der Kategorie »just links«

#mimimimi


Boing?

Aus der Kategorie »just people«

Kennt Ihr Zipp-Zapp-Boing? Ein Kinder- oder Warmmachspiel für Erwachsene. Alle stehen in einem Kreis. Einer startet und zeigt mit gefalteten Händen und ausgestreckten Zeigefingern auf einen Nebenmann und sagt „Zipp“ oder auf irgendwen anderes im Kreis und sagt „Zapp“. Wer ein Zipp oder Zapp (beide mit weichem Z) zugespielt bekommt, muss es weitergeben – wieder mit „Zipp“ an einen Nachbarn oder mit „Zapp“ an irgendwen im Kreis. Oder, wenn er keinen Bock hat, dann hebt er die Hände und sagt „Boing“. Dann kriegt der Absender es zurück und muss versuchen, es woanders hin loszuwerden.

Ich fühle mich von Frau serotonix geboingt; sie hat mir die 11 Fragen zurückgespielt. Das Buch mit den Regeln für gutes Bloggen aus dem Jahr 2004 ist ja leider während der großen Credibility-Kriege 2007 verloren gegangen und so konnte ich nicht nachschlagen, ob das überhaupt erlaubt ist. Nun denn. Auf gehts.

  1. Wie hast Du Deinen ersten Kuss Korb erlebt? (receiving)
    Ich tat, was ein Mann tun muss: Ich soff, ich zog, schmutzige Lieder singend durch die Stadt und schleppte wen anders ab. Ich saß während des Rests der Party frustriert in der Ecke. Um zehn wurde ich eh abgeholt und zu Hause lief dann noch Rocky im Fernsehen.
    Deswegen kann ich übrigens auch heute noch nicht „Eye of the tiger“ hören, ohne melancholisch zu werden – ein Zusammenhang, den natürlich keiner versteht.
  2. Wie hast Du Deinen ersten Kuss Korb erlebt? (giving)
    Das war Klassenkameradin S., die sich in der letzten Nacht in der Jugendherberge auf dem Mädchenzimmer immer wieder etwas zu dicht an mich dran setzte. Ich mochte das nicht und wir wechselten (erst ich flüchtend, dann sie, mir lüsternd direkt folgend) ein paar Mal das Bett. Und dann brachte ich mein Desinteresse verbal zum Ausdruck. Sie antwortete mit der angestrengten Würde einer arg angetrunkenen: „Du bisss ein Aschloch, Chrisssian Fischer. Aber ein sssüsses Aschloch.“ Und wechselte zum Kameraden M., mit dem sie zwei Minuten später knutschend unter irgendeiner Decke verschwand.
  3. Wenn Du nochmal zurück könntest, worum würdest Du Deine erste Grundschullehrerin (m/w) bitten?
    Ich weiß es genau, aber vollkommen überraschenderweise gibt es auch im fünfzehnten Jahr des jawls Dinge, die hier nicht gesagt sein wollen, weil sie zu privat sind.
  4. Zahnseide oder Munddusche?
    Zahnzwischenraumbürste. (Die Magentafarbene.) Und Munddusche.
  5. Notlüge oder bittere Wahrheit?
    Hängt arg davon ab, in welchem Verhältnis ich zum Gegenüber stehe. Nochmal treffen oder nie wieder sehen? Freund oder Feind? Die Mühe wert oder LmaA? Ich glaube: Je werter der Mensch, desto bitterer auch die Wahrheit, die ich zu sagen bereit bin.
  6. Hütchenspiel oder Skat?
    Ich beherrsche beides nicht. Scrabble anyone?
  7. Musical oder Oper?
    Musical ist Kultur light, da steh ich drüber. Der Satz käme deutlich geiler arrogant rüber, wenn ich nicht im gleichen Zusammenhang sagen müsste, dass ich für Oper zu doof bin.
    Ich bin eher in der Pop- Rock- oder Jazzmusik zu Hause.
    Ach ja, und „Cats“ hör ich gelegentlich noch mal; das habe ich damals sogar mehrfach gesehen und das mochte ich. Aber den Hype um Musicals heute, den mag ich nicht.
  8. Nachschlag oder Nachtisch?
    Ich verstehe die Frage nicht.
  9. Wenn Du eine Sache an Deinem Körper ändern könntest, welche wäre das?
    Hm, weniger Bauch oder mehr Haar.
  10. Wenn Du eine Sache an Deinem Charakter ändern könntest, welche wäre das?
    Da ich grundsätzlich der Meinung bin, dass man seinen Charakter auch bewusst bilden und/oder ändern kann und ich seit langen Jahren daran arbeite bin ich eigentlich aktuell recht zufrieden.
    Was natürlich nicht bedeutet, dass ich der Supertyp bin, sondern dass ich dem, was ich möchte einigermaßen nah gekommen bin. Aber da sich die Dinge immer ändern, wird sich auch das wieder ändern. Charakter ist ein laufender Prozess.
  11. Wenn Dir ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglichen würde, Dich – anstatt zu arbeiten – einer Aufgabe zu widmen – welche wäre das?
    Im Moment wäre es wohl, Schulen dabei zu unterstützen, mal einen vorsichtigen Schritt in Richtung Digitalien zu tun, ohne dabei auf die Kompetenz deutscher Schulbuchverlage zu hoffen. Aber die wahre Freiheit wäre wohl, sich nicht auf ein Ding konzentrieren zu müssen, sondern mein Wissen und Können je nach Bedarf mal hier mal da einsetzen zu können.
  12. Deine größte irrationale Angst ist …?
    Als Kind hab ich mir mal folgende Geschichte ausgedacht: Wenn ich es nicht schaffe, dass mindestens immer ein irgendwas – also Schublade, Kühlschrank, Herd, whatever … offen ist, kommen die Geister raus. Manchmal packt mich heute die Erinnerung daran und Du siehst mich eine Schublade zuwerfend aus der Küche rennen – damit die Türe hinter mir zu ist, bevor die Schublade zu ist.
    Naaa? Ist DAS mal eine irrationale Angst??
  13. Gibt es einen Film, den Du immer wieder gucken kannst?
    Ich hatte da lange diverse Kandidaten*, aber viele haben es dann nicht mal bis heute geschafft – und „immer“ ist ja noch mal viel länger.
    Deswgen fällt es mir schwer, neue auf die Liste aufzunehmen, selbst das heißgeliebte „Friends“ wirkt beim siebten Mal auf einmal so alt wie es ist.
    *) Water, 2001, Blues Brothers, Die Hard zum Beispiel.
    Im Moment fielen mir aber der Herr der Ringe und Dogma ein.
  14. Wie stehst Du zu Deinen Füßen?
    Ich find die prima. Dass ich irgendwann hörte, ich hätte die falsche Fußform hat mich kurz getroffen, aber ist mir auch wieder egal.
    Neben meiner linken Hand sind meine Füße übrigens die Körperteile mit den meisten Narben. Die an der Hand sind selbstgemacht (Messer, Fuchsschwanz, Stichsäge), die an den Füßen alles OP-Narben.
  15. Kann serotonic bis elf zählen?
    Nein.

Wenn noch irgendjemand mag – hier wären noch ein paar Fragen:

  1. Schon mal vegetarisch/vegan gelebt?
  2. Dancing queen oder die Füße leicht neben dem Beat?
  3. Was ist Dein guilty-pleasure-Song?
  4. Bravo oder PopRocky?
  5. Du bekommst ein Sabbatical geschenkt. Wohin geht die Reise?
  6. Kirche – yay or nay?
  7. Punks sind …?
  8. Für immer nur noch die Küche eines Landes. Welches Landes?
  9. 3 CDs Download-Alben für die einsame Insel?
  10. Schon mal was selbst genäht/gestrickt/gehäkelt und dann auch getragen?
  11. Hier fehlt welche Frage? Und was ist Deine Antwort?


It’s just a tool?! – Oh, no!

Aus der Kategorie »just links«

Große Geister können auch mal ein Zentimetrchen über den Tellerrand gucken.


digitale Medien im Unterricht im Jahr 2016

Aus der Kategorie »just people«

Es ist zweitausendsechzehn und dass unsere Kanzlerin dieses Internet „Neuland“ genannt hat ist jetzt auch schon wieder ein paar Jahre her. Auch die Einsicht, dass Kinder die Zukunft unseres Landes sind und wir sie durch eine gute Bildung auf das Leben vorbereiten müssen, hat sich in der breiten Masse durchgesetzt. (Na gut, an der Umsetzung haperts manchmal noch aber … )

Heute hatte die Liebste, die ja bekanntlich Lehrerin ist, einen Schulbuchkatalog in der Post.
„Na, mal schauen, was die da so anbieten“, dachte ich mir.

Der Katalog hat in etwa 250 Seiten; ich scanne das Inhaltsverzeichnis. Deutsch … Mathe … Sprachen … ah: Sachkunde/Internet/Medien: Seite 204-208. Vier Seiten? Oha …

Ich schlage Seite 204 auf und sehe: Arbeitsblätter. Keine Screenshots, keine CDs (das hätte ich mir ja noch gefallen lassen), sondern Arbeitsblätter.
Ich beginne zu lesen.

„Biologie als Vorbild für Technik! Hier geht es darum zu erforschen, was die Wissenschaft von der Natur lernen kann“

Häh? Was hat das mit Computer oder Medienkompetenz zu tun? Ich lese weiter.

„Jedes Heft der Reihe bietet 20 Arbeitsblätter als Kopiervorlagen“

Arbeitsblätter. Cool, es könnten ja auch Matrizen sein.

„Eine jeweils vorgegebene Internetadresse führt zu kindgerechten Webseiten, die die Antworten auf die gestellten Fragen enthalten. Durch Nachforschen auf diesen Internetseiten können die Kinder die Arbeitsblätter selbstständig bearbeiten“

Es gibt 35 Hefte und exakt eines der Themen hat etwas mit Computer, Web oder Medien allgemein zu tun.

Mit anderen Worten: Für einen Schulbuchverlag ist „Lernen im Netz“ (so der Titel der Reihe), wenn Kinder eine Adresse abtippen und ihre Antworten dann von einer Website abschreiben statt vom Arbeitsblatt, Tafelbild oder der Overheadprojektor-Folie.

Nicht unterschlagen will ich, dass es außerdem noch „Lernen am PC“ (Arbeitshefte mit jeweils 20 Arbeitsblättern zu Themen wie „Rechtschreibung mit Word“, „Kunst und Mathe mit Paint“, „Gestalten mit Word“ usw) sowie „Lernen mit Software“ gibt. Zitat: „Entsprechend dem schmalen Geldbeutel der meisten Schulen handelt es sich bei der ausgewählten Software nicht um teure, im Handel erhältliche Spiele, sondern um Freeware [anderer Hersteller, die wir gesammelt haben (Anmerkung des Autors)].“

Ach ja, und: Vier Bücher zu facebook, Smartphone, Computer und Internet sowie einen PC-Führerschein. Der abgebildete Computer hat Tower, Monitor, Scanner und Drucker und damit mit der Lebensrealität von Schülerinnen oder Schülern vermutlich ebensoviel zu tun, wie das Post-zugelassene Telefon-Sondermodell Dallas von 1983.

Ich bin einigermaßen fassungslos.


Wochenrückblick 2/2016

Aus der Kategorie »just people«

Ich probier das jetzt auch mal. Blog-Füllung und Seelenhygiene in einem.

Work
Die Woche hatte wieder so langsam etwas von einer echten Arbeitswoche. Mehrere langjährige Kunden freuen sich, dass ich wieder mit Ihnen arbeite – und das ist natürlich der schönste Vertrauensbeweis, den man sich so wünschen kann. Beides sind schöne Jobs, die auch schön losgehen.
Und dann war da noch der eine, der mich mit einem Anwalt verwechselte und sowieso etwas unaufmerksam war. Aber das ist jetzt auch abgeschlossen.

Life
Wir haben die Peanuts im Kino gesehen. Im Lieblingskino, und wir hatten es ganz für uns alleine. Monntags nachmittags scheint kein Zeitpunkt für Altenaer Jugendliche zu sein.
Der Film ist natürlich grauenhaft, weil es CGI-Figuren und nicht mehr Schulz’ Strichfiguren sind. Und wenn man das zusammen mit „früher war alles besser“ über Bord werfen kann, dann ist das ein wunderschöner kleiner Film. Respektvoll zu Schulz’ Figuren und Geschichten und an ein paar Stellen lief sogar der lustige Jazz, den ich in den alten Filmen so geliebt habe.
Auf der Werkbank liegt der Jazz-Bass, den ich letztes Jahr gebaut habe. Ich habe das übers Jahr genau beobachtet: Ich hab ihn, obwohl er sehr geil klingt, quasi nie gespielt. Und ich vermute, weil er geschätzte acht Tonnen wiegt. Inzwischen wiegt er die nicht mehr, dafür liegt auf der Werkbank eine zentimeterdicke Schicht Schleifstaub. Und aus dem eher ganz normalen, klassischen Jazz-Bass wird jetzt eine modernere, weniger dicke Variante. Ich bin selbst sehr gespannt.

Und? Balance?
Work: 1 / Life: 1, denke ich