Im jawl:

Christian Fischer

Christian Fischer? Webworker und Blogger.
Hobby-Musiker und Hobby-Fotograf.

Seit 2001 schreibe ich hier dieses Blog.
Hier findest Du paar Worte über mich und hier mehr über dieses Blog.

Und sonst:


Die letzten Artikel …

Filme und Serien im Juli 2015

Aus der Kategorie »just movies«

Alle Filme und Serien – egal ob @Kino oder @home im Juli 2016. (Ja, ich hab ein halbes Jahr geschlunzt)
Leider habe ich nicht alles aufgeschrieben, aber ich komm ja auch erst langsam wieder rein.

  • Blackhat (IMDB)
    itunes, USA 2015
    Ein chinesisches Atomkraftwerk gerät außer Kontrolle, quasi zeitgleich explodiert an der Börse der Preis für Soja. Es stellt sich heraus, dass beides von ein und derselben Malware, vermutlich also von dem selben Hacker verursacht wurde.
    Aus einem Grund, den ich nicht verstanden habe, kann nur der in Amerika inhaftierte Hacker Nick Hathaway das alles aufklären – also wird er aus dem Knast geholt und ab da wurde mir das alles zu wirr. Also natürlich klärt sich alles und zwischendurch müssen sich ein paar leute hauen aber …
    Nee, sorry. Hübsch fotografiert, aber irgendwie nicht zu Ende gedacht.
    Bechdel-Test: Nope.
    ★★☆☆☆☆☆☆☆☆
  • Journey To Jah (IMDB)
    netflix, Deutschland 2013
    Dass Gentleman (also der deutsche Reggae-Sänger) seine Sache irgendwiee sehr gut macht, das hatte ich schon im Gefühl, auch wenn Reggae nicht die Musik ist, in der ich mich wirklich gut auskenne. Der Film begleitet ihn nach Jamaika, wo er wohl schon seit vielen Jahren eine zweite Heimat gefunden hat – und wo er, was ich für einen Deutschen schon ziemlich bewundernswert finde, bekannt und beliebt und ein wichtiger Musiker ist.
    Außerdem zeichnet sie ein Bild von Kingston, erst gwohnt bunt, kreativ, froh, dann aber im Detail auchgefährlich, arm und am Ende. „In Jamaika spüre ich: Gott lebt hier“, sagt Alborosie irgendwann, „aber Satan auch“.
    Was sol ich sagen: Ich liebe Musik(er)-Dokus, Gentleman steht auch wenn man Reggae nicht so mag ziemlich außer Frage. Und ich liebe es dem Jamaika-Patois zuzuhören.
    Bechdel-Test: Nope.
    ★★★★★★★★★☆
  • Jupiter Ascending (IMDB)
    Unitymedia, USA/GB/AU 2013
    Ich muss leider die Inhaltsangabe aus der IMDB abeschreiben da ich bis zum Abschalten nicht rausbekommen habe, worum es denn wohl gehen sollte. Eine junge Frau entdeckt ihr Schicksal als intergalaktische Königin einer alten Rasse und muss sich, um die Bewohner der Erde zu schützen in einen gefährlichen Kampf begeben.
    Ähm ja. Also eher: Ähm nein. Die Sternchen gibts für die hübsch anzusehenden Effekte.
    Bechdel-Test: Nope.
    ★★☆☆☆☆☆☆☆☆
  • Pacific Rim (IMDB)
    netflix, USA 2013
    In den Tiefen des Pazifischen Ozeans tut sich ein Portal auf, aus dem Aliens kommen. Wie Aliens halt so sind, wollen sie alles kaputt machen. Wir Hollywood-Filme halt so sind, gibt es einen einsamen helden, der alleine die Möglichkeit hat, die Aliens zu besiegen.
    Krach. Bumm-Peng.
    Hm. Es scheint mir, als ob man versucht hätte, den Charme alter Godzilla-Filme mit moderner CGI-Action zu vereinen und so kämpfen sich die riesigen, echsenartigen Aliens gegen ebenso riesige menschengesteuerte Maschinen-Gegner durch die Straßen der Städte. Und streckenweise wars auch ganz nett, aber … so ganz richtig gelungen war das nicht.
    Bechdel-Test: Nope.
    ★★★★☆☆☆☆☆☆
  • Jurassic World (IMDB)
    Kino, USA 2015
    Auf der Insel, auf der vor 20 Jahren der Jurassic Park lag, ist wieder ein Vergnügungspark entstanden. Um den Besuchern was zu bieten und weil man ja aus der Vergangenheit nicht lernt, züchten die crazy Wissenschaftler einen Super-Dino. Vollkommen überraschenderweise bricht der aus, frisst ein paar Menschen und ein paar andere Dinos und der Held, der vollkommen überraschenderweise irgendeine Fuckelei mit der Chefin des Parks laufen hat muss alle retten. Auch die beiden Neffen der Chefin, die vollkommen überraschenderweise gerade den Park besuchen und sich v.ü. (Ihr wisst, wofür die Abkürzung steht, oder?) abgesetzt haben und ohne Aufsicht im Park unterwegs sind.
    Ja, das war dann wohl der schlechteste Film des Jahres 2015 – was ich bei meiner bisherigen Ausbeute diesen Monat eine wirkliche Leistung finde.
    Bechdel-Test: Die Frau behauptet, da hätten zwei weibliche Dinos über die allgemeine Wetterlage auf der Insel gesprochen; ich selber glaube aber: Nein.
    ☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆

Außerdem haben wir diverse Staffeln „Person of Interest“ (Yay!), „Mad Men“(Yay!), ich ein bisschen „Arrow“ (Och) und wir beide „Sense8“ (YayYayYay) geguckt.

Was ist eigentlich dieser Bechdel-Test? Guckstu hier. Banner und Links mit Sternchen führen zu iTunes und sind affiliate-Links


Gelesen: Auerhaus

Aus der Kategorie »just read«

Bov Bjerg: Auerhaus (eBook) (Blumenbar, 2015)

Foto 28.07.15 17 33 20Bov Bjerg kannte ich aus diesem Internet lesenderweise irgendwie schon sehr lange, er hat ein Blog und ist auf twitter und unsere Filterblasen haben genug Überschneidung.
Vor recht kurzem hat er „Auerhaus“ veröffentlicht und da ich ganz gute Erfahrungen damit gemacht habe, Bücher von Menschen zu lesen, die schon in 140 Zeichen und Blog-Artikeln toll schreiben hab ich zugegriffen. Kann man ja ruhig mal machen, wenn dann der Inhalt auch noch interessant klingt.

Ach ja, worum geht’s?
Frieder, ein Freund des Erzählers hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Und nicht nur, aber viel, um auf Frieder aufzupassen, ziehen die beiden zusammen mit noch ein paar anderen in ein Haus, in eine Schüler-WG sozusagen.
Die Freunde fühlen sich alleine in ihrem Haus natürlich viel erwachsener als sie es eigentlich sind. Und sie sind vielleicht nicht so erwachsen, wie sie es mit der Verantwortung für ihren Freund sein müssten. Aber wie will man das mit achtzehn denn schon wissen?

… sagt Frau Brüllen gestern Abend, etwas später twitterte ich:

Und diese beiden Tweets stecken wahrscheinlich den Rahmen dessen, was das Buch ist bestens ab: Bov erzählt die Erinnerungen an einen möglichen Weg des Erwachsenwerdens. Einen Weg, den der eine Leser vielleicht selbst auch so erlebt und der andere vielleicht eben auch „nur“ beobachtet hat. Denn auch wenn die Geschichten einmalig sind, so erlebt doch jede Generation den Schritt ins erwachsene Leben immer wieder neu.

In Bovs Buch ist es jetzt also die Geschichte des Freundeskreises um Frieder. Sie wollen es anders machen und ihre eigenen Wege suchen. Sie wollen nicht nur ihre eigene Leben irgendwie vor dem retten, was nach dem Abi auf dem vorgezeichneten Lebensweg kommt, sondern plötzlich auch noch das Leben ihres Freundes. Und es ist die Geschichte darüber, ob das gelingen kann. Ob man alles anders machen kann, wie weit man von den vorgezeichneten Wegen herunter darf und ob das alle überleben können.
Da ich die Suche nach dem passenden Weg genau so gut kenne, wie die Sorge um das Überleben eines Freundes war „Auerhaus“ für mich dann auch eine sehr persönliche Zeitreise.

Und trotzdem ich gestern, viele Jahre später also lernen durfte, dass andere unser unkonventionelles Leben damals vielleicht beneidet haben: Ich war nach dem Lesen hauptsächlich in Gedanken bei denen, die ich auf dem Weg verloren habe.

Und sowas muss ein Buch ja auch erstmal schaffen. Ein gutes Buch, vielen Dank, lieber Bov.

Die Links sind affiliate-Links.


Twoo

Aus der Kategorie »just people«

Vor langer Zeit gab es mal einen Internet-Dienst namens formspring. Er war recht simpel: Man konnte seinen Followern Fragen stellen und Fragen von ihnen gestellt bekommen.
Hatte man seine Bubble klug ausgewählt, konnten dort wirklich interessante, angenehm persönliche Gespräche entstehen. Es gab Zeiten, wo ich alles andere im social Web brachliegen ließ und nur dort reinschaute.
Eine launige Antwort von mir auf eine mittel-doofe Frage von mir schaffte es sogar zweimal als Eröffnungsfolie auf die re:publica – und das sagt ja eigentlich schon alles, oder? ;)

Leider schrieb das Ding wohl nur rote Zahlen und so lasen wir alle plötzlich die Meldung, man müsse schließen. Es begann ein Exodus meiner Filterbubble zu Youreply und in eine geschlossene facebook-Gruppe, aber die Stimmung war dahin.
Dann lasen wir, man hätte einen neuen Investor gefunden. Der investierte zuerst in ein paar Wochen Entwicklungszeit für einen neuen Namen (spring.me), ein neues Design und tolle neue Features aber es kam, wie es kommen musste und wie es auch irgendwie in solchen Geschichten immer kommt: Tot bleibt tot, auch wenn man ein neues Logo und neue Features dran klebt.

Vor ein paar Tagen dann erhielt ich eine Mail, die mir begeistert mitteilte, es wäre etwas ganz tolles passiert:

Spring.me hat sich mit Twoo zusammengeschlossen und hat jetzt 30% mehr Charme, 40% mehr Liebe und 70% mehr Großartigkeit.

Twoo schien mir, nach einer kurzen Recherche, eine Dating-Plattform zu sein, die schon öfter zum Beispiel durch den Versand von massenhaft Mails (A Year Of Spam: The Twoo Experience) an alle Kontakte seiner Mitglieder und ähnliches unangenehm aufgefallen war. Außerdem hatte sich mein „frag mich was“-Profil automatisch in eine „Date mich, ich suche heterosexuelle Frauen“-Profil gewandelt und ich wollte mich abmelden. Danke, ich hab schon.

Nach ein bisschen einer längeren Suche durch die Einstellungen und die FAQ sowie das Austricksen diverser Schein-Links und ein bisschen „URL-Hacking“ fand ich nach kaum einer Viertelstunde eine Möglichkeit, meinen Account zu löschen.
Ich sollte aber einen Grund angeben – ohne Grund keine Löschung. Leider stand die Auswahlmöglichkeit „sagt mal, habt Ihr sie noch alle“ nicht zur Verfügung, deswegen klappte der erste Anlauf nicht. Der zweite auch nicht, der dritte Aufruf des Formulars führte mich dann auf eine Seite, die mir sagte: „Nö, wir sind so super, wir lassen Dich nicht gehen.“ Statt dessen kriegte ich für eine beschränkte Zeit die Premium-Features freigeschaltet – und „beschränkt“ ist ein gutes Stichwort, denn: Habt Ihr sie noch alle?
Scheint aber auch nicht neu zu sein: Wie komme ich aus dem Netzwerk Twoo wieder raus? – Bitte dringend Hilfe!!!

Aber dafür krieg ich jetzt ständig meine heimlichen Partner angeboten. SecretOneEightSeven aus Duisburg zum Beispiel passt wie Faust aufs Auge zu mir. Wer hätte das gedacht?

Ich glaub, es hackt.

Und morgen erzähle ich Euch vielleicht die Geschichte von wer-weiss-was.


#LeFloid interviewt die Kanzlerin

Aus der Kategorie »just politics«

Ich richte diesen Text an ein „Dich“ bzw. ein „Ihr“. Ihr seid garantiert medienkompetent genug festzustellen, ob Ihr persönlich gemeint seid. Ich vertraue da fest auf Euch.

tl;dr: Die Reaktionen auf LeFloids Interview zeigen, dass die die fordern, man müsse beweglich sein und sich den neuen Medien anpassen, keine Lust haben beweglich zu sein und sich den neuen Medien azupassen, wenn die neuen Medien nicht so sind, wie sie es sich vorstellen.

LeFloid interviewt also die Kanzlerin und alle sind überrascht, dass er sie nicht dazu kriegt, die Verpartnerung abzuschaffen und die Ehe für alle zu öffnen oder Edward Snowden als Nationalhelden anzuerkennen.

Serious, folks?

Fangen wir mal vorne an. LeFloid ist einer von diesen YouTubern. Einer also, den ihr in Eurer Blase aus Gedanken wie „Blogs sind nicht tot, sie riechen vielleicht nur etwas muffig“, „Twitter rules, immerhin habe ich 983 Follower“ und den endlosen Diskussionen darüber, ob die Zeitungen jetzt hinter Paywalls oder nicht, ob sie auf facebook oder nicht publizieren sollten oder nicht, noch vor einem Jahr gar nicht kanntet.

LeFloid ist einer, der aus seinem Jugendzimmer in hektischen Schnitten News kommentiert. (Das ist doch immerhin besser als die Super-Unterhaltung Eurer Jugend, als Kristiane Backer zu hektischen Schnitten Musikvideos kommentierte, oder?)

Und YouTuber, Ihr erinnert Euch vielleicht, das waren die, die damals bei den ersten großen Netzpolitik-Demos die Leute auf die Straße gekriegt hatten. Weil sie dummerweise zwischen zehn und hundertmal mehr Reichweite haben als Ihr. Weil sie Fans haben und nicht Follower.

LeFloid habe ich außerhalb seiner Videos das erste Mal gesehen, als er in einer Sendung auf einem der ZDF-Digitalkanäle mit Oliver Kalkofe und einem Programmverantwortlichen des ZDF über die Zukunft des Fernsehens sprach. Und der auf den Satz „die Menschen werden immer lineares Fernsehen sehen“ mit dem überlegenn Lächeln desjenigen reagieren konnte, der normalerweise zehnmal so viele Zuschauer hat, wie diese Sendung im „richtigen“ Fernsehen. Mit dem Lächeln desjenigen, der nicht nur für seine 1500 facebook-Abonennten immer wieder mal fordert, dass Medien sich ändern müssen. Sondern der schon lange und erfolgreich was macht.

Natürlich war das Interview mit der Bundeskanzlerin nicht erhellend. LeFloid ist kein Journalist, er will auch keiner sein. Er hat quasi keine Übung in dem, was er da tat.
Frau Merkel wiederum ist, auch wenn man das in ihrer scheinbaren Purzeligkeit manchmal übersieht, so knallhart Medien-gecoached wie vermutlich sonst niemand in diesem Land und an ihr haben sich schon ganz andere, sogenannte gestandene Journalisten die Zähne ausgebissen.

Wenn ein Kanzlerduell uninteresant und nichtssagend ist, dann ist Frau Merkel schuld. Wenn LeFloids Interview nichtssagende Antworten hervorbringt, dann ist es der 27-jährige Student? Merkt doch mal was.

Vielleicht war es ja doch erhellend, vielleicht ist ja genau das die Botschaft, die übrig bleibt: Medien ändern sich – vielleicht nur nicht so und nicht da, wo wir es erwartet haben. Und vielleicht ist Frau Merkel das vollkommen egal, sie sitzt auch das aus.

Fangt endlich mal an, Eure scheiß ach-so-erwachsene „braucht kein Mensch“-Haltung abzulegen und zu begreifen, dass Eure Kinder durch LeFloid wenigstens mal was von Frau Merkel gehört haben. Und zwar vermutlich deutlich mehr, als Ihr mit 15 von Herrn Kohl gehört hattet.
Wenn sie aus dem Interview mitnehmen, dass unsere Kanzlerin LeFloid nicht ernst nimmt und mit den gleichen ausweichenden Phrasen abspeist, wie sie es immer befürchtet haben, dann haben sie schon etwas wichtiges gelernt.
Und ich möchte wetten, dass LeFloid niemand ist, der seinen Fans empfiehlt, als Lösung dieses Problems halt nicht mehr wählen zu gehen – wäre es so unpolitisch, hätte er da nicht gesessen.
Absolut.

Aber Ihr, passt auf Euch auf, sonst werdet seid Ihr nämlich exakt so, wie Ihr es gerade denen vorwerft, die 5 Jahre altmodischer sind als Ihr.


Christine?

Aus der Kategorie »just pix«

christine
Alle Bilder bei den smalltown snapshots.


Eines der Hauptprobleme mit automatiserter Überwachung …

Aus der Kategorie »just links«

… findet sich hier in einem sehr kurzen Eintrag im Techniktagebuch:

In Zeiten von NSA und Prism habe ich aber Angst, Wörter wie Anschlag, Boston, Koffer, Flugzeug und Ähnliches in das Facebook-Chatfenster einzugeben. Wer weiß, wer mitliest und was deswegen bei der Einreise so passieren könnte.

ellebil: Reiseparanoia im Techniktagebuch


Session im Hot Jazz Club Münster

Aus der Kategorie »just pix«

Fotos von der Session im Hot Jazz Club Münster am 6.7.2015Alle Bilder bei den smalltown-snapshots.


Gelesen: Girl In A Band

Aus der Kategorie »just read«

Kim Gordon: Girl in A Band (KiWi, 2015)
Übersetzt von Kathrin Bielfeldt und Jürgen Bürger

Auf der Suche nach etwas, was ich lesen mochte erinnerte ich mich dunkel, dass ich früher Künstler-Biografien mochte. Dann stieß ich irgendwo auf eine Besprechung von „Girl In A Band“ und der Rest war logisch.

Kim Gordon ist Künstlerin, Modedesignerin, Punk, Mutter und viele Jahre lang die Bassistin und eine Hälfte von Sonic Youth. Die wiederum waren zwar so wichtig, dass das Cover von Goo in bestimmt 2 x2 Meter Größe mein damaliges zweites Wohnzimmer – sprich, das berühmt berüchtigte Point One – schmückte, ich aber musikalisch irgendwie haarscharf an ihnen vorbeigeschrapt bin.
Dass sie aber wichtig für Nirvana und den Grunge waren, war klar, also: Her mit dem Buch.

Wer eine klassische Rockmusiker-Bio erwartet ist vermutlich enttäuscht. Kim schreibt das Buch am Ende ihrer Ehe, am Ende von Sonic Youth. Sie beginnt mit dem letzten Konzert und arbeitet sich dann teils chronologisch, teils an verschiedenen Alben orientiert durch die Zeit vor und mit Bandkollege und Ehemann Thurston.

Ich denke, dass Kim wie viele Künstlerinnen ewig auf der Suche ist – und für mich liest sich die Bio eben genau wie die Beschreibung ihrer langen Suche. Es gibt keinen Anfang, kein Ende, keinen Spannungsbogen – aber so wie im Roadmovie der Weg das Ziel ist, so kann ich das Buch auch ebenso lesen.
Fragmente, kleine Ausschnitte, Rückblicke und Erinnerungen ergeben zusammen ein Bild. Aber es ist das Bild einer Person, einer Künstlerin, eines Punks, einer Feministin auf der Suche nach ihrem Platz in Band, Familie, Ehe und Kunst – und nicht das Bild einer Band oder das Bild von Sonic Youth.

Ich hab das gemocht. Aber ich mag auch RoadMovies und Sonic Youth hatte ehrlich gesagt zwar einen Platz in meinem Kopf und keinen in meinem Herzen.

Und im Zuge des Buchstellen-Googelns bin ich dann auf dieses Video gestoßen: Kim singt bei der Aufnahme von Nirvana in die Rock’n’Roll-Hall of Fame Aneurysm. Ich denke, das ist die einzig angemessene Ehrung Kurt Cobains. Muss mich wohl doch mal mit Sonic Youth beschäftigen.

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