Fernweh.
Ich würd gern mal wieder wo hinfahren. Also nicht zum Einkaufen, sondern so richtig weg.
Würde gerne Luft, Wasser und Diesel kontrollieren und in den frühen Morgenstunden die Stadt verlassen.
Die Müdigkeit, die nach ein paar Stunden durch die Knochen gekrochen käme würde ich an einer Raststätte in die Sonne blinzelnd mit einem Milchkaffee bekämpfen.
Auf der Autobahn würde ich mich den Rhythmen der anderen anpassen – den hektischen Berufspendlern und den nicht minder eiligen Lieferanten danach. Dann eine Verschnaufspause, die es mir erlaubte, wieder etwas entspannter vorwärts zu kommen. Und später all den anderen, deren kurze, alltägliche Strecken ich auf meinem Weg kurz begleiten dürfte.
Das Essen unterwegs wäre schlecht, teuer und unfreundlich serviert, aber das gehört dazu. Nur manchmal bekäme ich ein Lächeln in einem unbekannten Gesicht gratis zum Kaffee.
Und am Ziel wäre Ungewissheit, wie denn Zimmer, Bett und Frühstück wohl sein werden – hauptsächlich aber die Freude am Meer angekommen zu sein.
Aber, aber, es sieht schlecht aus damit. Ich geh jetzt wohl mal die Spülmaschine ausräumen.

joerg
(23. Mai 2008 - 00:27 Uhr)
Mach doch einfach.