Filme im April 2012

Aus der Kategorie »just movies«

Alle Filme – egal ob im Kino, auf DVD oder im Fernsehen im April 2012:

  • Pippi Långstrump (Pippi Langstrumpf) (IMDB)
    Ostermonntags-Nachmittags-Programm! Jippie!
    Pippi Langstrumpf wohnt in der Villa Kunterbunt und … ich muss das jetzt hier nicht erzählen, oder?
    Ich habe begesistert festgestellt, dass der Film auch über 40 Jahre nach dem Erscheinen und vermutlich um die 30 – 35 Jahre nachdem ich ihn das erste Mal gesehen habe immer noch total Spaß macht.
    Ich war in Schweden mal in ein paar der Orte, die Astrid Lindgren inspiriert haben, so habe ich den hohlen Baum und das Örtchen, was als Vorbild für Bullerbü gedient hat gesehen. Und den Hof, auf dem Michel gedreht wurde. Und ich gleite hier total ab.
    Egal, Pippi ist immer noch allerfeinste Montagnachmittag-Unterhaltung.
    Bechdel-Test: Na aber hallo.
    ★★★★★★★★☆☆

  • Angels & Demons (Illuminati) (IMDB)
    Ostermonntags-Abends-Programm.
    Die Illuminati haben vier Kardinäle entführt und drohen erst die vier zu töten und dann den Vatikan mit etwas geklauter Antimaterie in die Luft zu sprengen. Anstatt das Gelände zu räumen und dieses äußerst sinnvolle Treiben zu unterstützen wird Tom Hanks geholt, der sich nämlich auskennt: Mit Kirchengeschichte, mit den Illuminati und überhaupt mit allem. Und deswegen findet er auch unter totalem Zeitdruck immer die richtigen Zeichen, die irgendwer anders vor Jahrhunderten mal versteckt hat. Das Higgs Boson und das Cern spielen auch mit, trotzdem hätte Sheldon einiges auszusetzen gehabt.
    Ich fands auch zwar durchaus halbwegs unterhaltsam, aber an vielen Stellen doch arg … äh … äh arg dings. Sie wissen schon, dings: Wenn in der letzten Sekunde der Held doch noch das fehlende Puzzlestückchen findet. Naja, Dan Brown meets Tom Hanks – wen überrascht’s?
    Bechdel-Test: Nö. Aber das ist in der Kirche wohl so.
    ★★★★★★☆☆☆☆
  • Percy Jackson & the Olympians: The Lightning Thief (Percy Jackson – Diebe im Olymp ) (IMDB)
    Ein Sonntag-Abend vor dem Fernseher
    Percy ist ein halbwegs normaler HighSchool-Schüler, der eine Tages etwas überraschend erfährt, dass er der Sohn des Poseidon ist, der vor ein paar Jahren seine Mutter gepimpert hat. Somit ist er ein Halbgott und mittendrin in einem alten Zoff zwischen Poseidon, Athene und Hades – schon weil irgendwie der halbe Olymp der Meinung sind, Percy hätte da von Papa Zeus den Blitz geklaut.
    Das klingt alles ziemlich bescheuert, ist aber von Chris Columbus – der immerhin auch für drei Harry Potter-Filme verantwortlich war – solide, unterhaltsam und immer wieder ziemlich lustig umgesetzt. Die Portierung der griechischen Gottheiten und ihrer altmodischen Steitigkeiten ins moderne Amerika klappt irgendwie gar nicht und Dank guter Effekte aber auch irgendwie sehr und das alles ist genau so überdeht und blöd wie es klingt und ich hab’s ziemlich gemocht. Außerdem ist Uma eine sehr hübsche Medusa.
    Bechdel-Test: Nein. Die Tochter von Pallas Athene darf sidekicken und sonst nix.
    ★★★★★★★☆☆☆
  • Wickie und die starken Männer (IMDB)
    Ein Samstag-Abend vor dem Fernseher
    Wickie ist der Sohn des Wikinger-Chefs Halvar. Zum Leidwesen seines Vaters ist er weder laut noch stark noch mutig. Trotzdem oder gerade deswegen kann er die anderen Kinder retten, die entführt worden – aber das muß ich nicht erzählen, oder?
    Wickie als Anime war damals, als es noch nur drei Fernsehprogramme gab, eines der Highlights meiner Woche. Nicht nur meiner, vermute ich. Und Billy Herbig hat sich 2009 an eine Real-Verfilmung getraut und hat das zwar gelegentlich etwas klamaukig, aber trotzdem gar nicht so übel gemacht.
    Und ich war in der Schule mal kurzfristig der Held, weil ich Wickie und Halvar und Tjure und Faxe und das Schiff malen konnte.
    Bechdel-Test: Nope. Wickinger waren nicht so dolle emanzipiert, auch wenn Ylva, Wickies Mutter sich ziemlich Mühe gibt.
    ★★★★★☆☆☆☆☆
  • Hancock (IMDB)
    Hurra. Action-Klamauk am Sonntagabend im Fernsehen
    Hancock ist ein Superheld. Dummerweise nicht so ein beliebter Strahlemann wie Superman, sondern ein versoffener, grummeliger Looser – und so mögen ihn die Leute nicht so besonders. Dann rettet er Ray Embrey das leben – der ist P.R.-Berater und macht sich daran, Hancocks Image zu polieren.
    Will Smiths Darstellung des notorisch schlechtgelaunten Helden macht Spaß, Charlize zuzugucken macht ebenso Spaß und ich erinnere mich, dass ich im Kino mit offenem Mund vor der unerwarteten Wendung saß – und die Liebste mich auslachte, weil ich’s nicht schon nach 10 Minuten begriffen hatte. Nun ja.
    Hat mir trotzdem auch im Fernsehen Spaß gemacht.
    Bechdel-Test: Nope. Mary spricht mit oder über Hancock und ihren Mann, andere Frauen sind Staffage.
    ★★★★★★★★☆☆
  • American Beauty (IMDB)
    Frau serotonics Empfehlung gefolgt, bei iTunes ausgeliehen und nicht bereut.
    Lester Burnham führt ein sehr, sehr durchschnittliches Leben und hat die Nase voll. Seine Frau ist eine einzige Fassade, seine Ehe eh, seine Tochter hasst ihn und der Job ist zum Kotzen. Er bricht also aus und zerstört damit alle Fassaden um ihn herum gleich mit. Er schmeisst seinen Job hin, verknallt sich in die Freundin seiner Tochter und probiert nach vielen Jahren mal wieder Drogen. Parallel dazu beginnt seine Frau, ihm fremdzugehen und seine Tochter verliebt sich in den Sohn der Nachbarn.
    Eine Menge Geschichten also und die sind alle so wunderbar liebevoll und ruhig erzählt und es ist eh ganz schön doof von mir, diesen unglaublichen Film erst dreizehn Jahre zu spät mit der ihm angemessenen Ruhe anzuschauen. Deswegen sag ich also nichts mehr und verteile einfach viele, viele Sternchen.
    Bechdel-Test: Nö, das nicht.
    ★★★★★★★★★★
  • The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe (Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia) (IMDB)
    Ein Samstagabend vor dem Fernseher
    Vier Kinder flüchten vor dem zweiten Weltkrieg aufs Land, gehen dort in einen Schrank und in dem Schrank ist Narnia. Narnia ist ein Land, in dem die Tiere sprechen und Fabelwesen leben und es wird unrechtmäßig von einer weißen Hexe beherrscht. Aber es gibt eine alte Prophezeiung, nach der irgendwann vier Menschenkinder das Land befreien werden. Na, was ein Zufall.
    Ja, es ist ein Märchen, es gibt große Bilder, große Gesten, große Worte und eine große Schlacht und alles ist sehr bedeutungsvoll und an sich mag ich das gelegentlich ja ganz gerne aber als sich der Löwe opferte kriegte ich leichte Bibel-Assoziationen und die find ich ja eher über.
    Aber trotzdem irgendwie ganz schön.
    Bechdel-Test: Ich weiß nicht genau, ich glaube eher nicht.
    ★★★★★☆☆☆☆☆
  • The Bounty Hunter (Der Kautions-Cop) (IMDB)
    Ein Sonntagabend vor dem Fernseher
    Der ehemalige Polizist Boyd arbeitet als Kopfgeldjäger. Seine Ex-Frau Nicole, eine Journalistin recherchiert gerade an einem angeblichen Selbstmord. Als sie einen Gerichtstermin wegen einer Ordnungswidrigkeit hat, bekommt sie einen Anruf mit Informationen zu dem Fall. Sie lässt die Verhandlung platzen, woraufhin die Richterin einen Haftbefehl erlässt. Ausgerechnet Milo bekommt den Auftrag, Nicole der Polizei zu übergeben.
    Ja, ich habe mich noch einmal an einen Jennifer Aniston-Film gewagt, I got a little crush, ich bekenne mich schuldig. Und trotz der Nominierung für die goldene Himbeere fand ich den Film nicht übel, weder allgemein und erst recht nicht im Verhältnis aller Aniston-Filme. Die beiden schenken sich auf eine recht unterhaltsame Art und Weise nichts, sie lieben und sie schlagen sich und es macht Spaß, ihnen dabei zuzugucken.
    Bechdel-Test: Nope.
    ★★★★★★☆☆☆☆


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