Filme im Mai 2012

Aus der Kategorie »just movies«

Alle Filme – egal ob im Kino, auf DVD oder im Fernsehen im Mai 2012:

  • Mord ist mein Geschäft, Liebling (IMDB)
    Die Frau ist krank und darf das Fernsehprogramm bestimmen
    Der ehemalige Mafioso Puzzo möchte gerne aus seinen Memoiren Geld zu schlagen – das gefällt aber logischerweise dem Paten Marino nicht, er beauftragt den Killer Ricardelli, Puzzo aus dem Weg zu räumen. Ricardelli verliebt sich – welch Zufall – in Puzzos Auftraggeberin, die Verlagsangestellte Julia Steffens. Da die ihm nicht glaubt, dass Puzzo tot ist, nimmt Ricardelli die Identität des Autors an. Da der Pate aber wiederum nicht glaubt, dass Puzzo noch lebt, schickt er gleich eine ganze Horde Killer los.
    Das Ganze ist der Versuch einer deutschen Screwball-Kommödie (sagt die Wikipedia), Bud Spencer und Franco Nero spielen mit und ich mag deutsche Filme einfach nur sehr, sehr selten. Ein paar ganz lustige Szenen reichen für ein paar Gnadensternchen, aber dieser deutsche Kram ist immer so eindimensional, so flach und vorhersehbar klamaukig – nee, nee.
    Bechdel-Test: Nora Tschirner darf sich schon in ihrer ersten Szene so zum Affen machen, dass es egal wäre, wenn sie noch mit anderen Frauen hätte sprechen dürfen. Aber sie ist ja eh nur niedlicher Sidekick.
    ★★★☆☆☆☆☆☆☆
  • Hoodwinked (Die Rotkäppchen-Verschwörung) (IMDB)
    Ein Fernsehabend. Immerhin arte, jaha. Oder war’s 3sat?
    Nach den allseits bekannten Vorkommnisssen im Haus der Großmutter übernimmt der Frosch Nicky Flippers die Ermittlungen. Rotkäppchen, Wolf, Großmutter und Holzfäller erzählen jeweils ihre ureigenste Version der Geschichte.
    Der Film ist von 2005, er ist auch irgendwie genauso animiert und ich stelle fest, dass es offensichtlich eine Zeit gibt, in der ich Animationstechnik nicht mochte. 2005 nämlich. Und bei aller Liebe zu Frau Kuttner ging mir auch Rotkäppchens Stimme auf den Senkel. Und dieses schlecht bis gar nicht animierte Gesicht. Und … Die Geschichte bietet ganz lustige Ansätze, aber irgendwie … Naja, ich hatte auch wirklich schlechte Laune an dem Abend, ich berücksichtige das mal.
    Bechdel-Test: Ich glaube ja.
    ★★★☆☆☆☆☆☆☆
  • Sherlock Holmes: A Game of Shadows (Sherlock Holmes – Spiel im Schatten) (IMDB)
    VOD. Fuckyeah.
    Der zweite Teil mit Jude Law und Robert Downey Jr. Sherlock Holmes misst sich quer durch Europa mit seinem stärksten Gegner, Professor Moriaty.
    Das ist schnell, witzig, actionreich und immer mal wieder (bis zur allerletzten Minute!) überraschend inszeniert und macht unglaublich Spaß; wer den ersten Sherlock Holmes-Film gesehen hat, weiß, was ihn erwartet. Nur besser.
    Ich habe irgendwann mal alle Sherlock Holmes-Bücher gelesen und hatte nicht das Gefühl, dass Guy Ritchie sich allzu sehr mit Werkstreue aufgehalten hat, aber: Egal.
    Bechdel-Test: Nope. Frauen sind bei Doyle nur Sidekicks.
    ★★★★★★★★★☆
  • LOL (Laughing Out Loud) (IMDB)
    Samstagsabends-Heimkino.
    Lola ist 16 und damit ist schon alles gesagt. Denn hier geht es um eine 16-jährige, die von ihrem Freund betrogen wurde, die sich neu verliebt, deren Eltern geschieden sind und die in der Schule Ärger hat und die ganz simpel erwachsen wird in diesem ganzen Chaos.
    Das wunderbare an dem Film ist, dass er sich genau so anfühlt, wie sich La Boum im Jahre 2008 (oder heute, das passt schon) anfühlen müsste. Denn eigentlich ist es ja nur alles Alltag, aber der ist so wunderbar liebevoll, so herrlich französisch leicht verfilmt, dass ich beim Gucken nur verliebt war. Dass Sophie Marceau, die Vic aus La Boum damals, jetzt hier die Mutter spielt ist natürlich bestimmt reiner Zufall. Aber »sich verliebt fühlen« und Sophie Marceau widersprechen sich ja auch nicht.
    Hach.
    Bechdel-Test: Hm, schwer. Es reden zwar ständig zwei, drei, vier Frauen miteinander, aber es geht eben auch sehr viel um die Typen, denn sowohl Lola als auch die Mutter haben arge Beziehungsprobleme. Ich fürchte, es geht um wenig mehr.
    ★★★★★★★★★☆
  • Transporter 3 (IMDB)
    Vatertags*räusper*-Fernsehabend
    Frank Martin hat seinen Job als Kurier an den Nagel gehängt und tut nichts und angelt gelegentlich mit Inspector Tarconi. Doch dann kracht ein Audi mit seinem Job-Nachfolger in sein Wohnzimmer und eine Truppe Krimineller zwingt ihn dazu, noch einmal einen Job zu übernehmen.
    Transporter 1 war überraschend trocken, hart und unterhaltsam. Die Verfolgungsjagden sind wieder auf den Punkt choreografiert, die Schlägereien wunderbar over-the-top aber: Der Überraschungsfaktor ist raus, Teil 3 leidet unter dem Sequel-Syndrom und bekommt deswegen ein bisschen Abzug. Hat aber trotzdem immer noch Spaß gemacht.
    Bechdel-Test: Haha. Nein.
    ★★★★★★☆☆☆☆
  • Puss in Boots (Der gestiefelte Kater) (IMDB)
    Unitymedia VOD
    Der gestiefelte Kater macht sich mit seinem alten Freund, Humpty Dumpty, und mit Kitty Samtpfote auf die Suche nach den Zauberbohnen, um dann das Schloß des Riesen und die Gans, die goldene Eier legt zu finden. Aber kann er Humpty Dumpty trauen?
    Der Kater tauchte zuerst in Shrek 2 auf und war an vielen Stellen deutlich unterhaltsamer als der Oger – und so bekam er seinen eigenen Film. Die Story vermischt ziemlich unterhaltsam allerlei Märchen-Zeugs und die Animation ist wirklich unglaublich geil; wir haben uns die HD-Version gegönnt und das hat sich auch gelohnt.
    Besonders Spaß haben mir die abrupten Wechsel zwischen Degen-schwingendem Zorro-Verschnitt und Lichtpunkt-jagendem Kätzchen gefallen.
    Naja, und dass ich diese Beat-unterlegten letzten drei Mitsing-Minuten hasse, die in modernen Hollywood-Filmen so gerne eingesetzt werden, damit die Zuschauer merken, dass gleich Schluß ist – das ist vielleicht mein Problem.
    Bechdel-Test: Nope. Aber die Miezen werden vom Kater heiß umgarnt.
    ★★★★★★★☆☆☆
  • Johnny Mnemonic (Vernetzt – Johnny Mnemonic) (IMDB)
    Mitternachts-Fernsehen
    Johnny ist Kurier; Kurier für Informationen. Dafür hat er seinen Teil seines Gehirns gegen Speicher austauschen lassen, in dem er Daten transportieren kann. Doch dieses Mal haben die Auftraggeber den Speicher überladen und er muss die Daten schleunigst wieder herunterladen, wenn er nicht sterben will – dummerweise wird er aber von einem der (Pharma-)Konzerne, die die Welt beherrschen, verfolgt.
    Es stellt sich heraus, dass er in seinem Kopf die Formel zur Heilung einer Krankheit trägt, die die ganze Welt beherrscht und sein Kopf so für diesen Pharmakonzern zukunftsbestimmend ist.
    Der Film basiert auf der Geschichte »Der mnemonische Johnny« von William Gibson; die wiederum ist quasi ein Vorläufer für den »Neuromancer« und der wiederum ist eines meiner all time-Lieblingsbücher.
    Der Film hatte es also schwer. Zum einen wünsche ich mir seit Jahren, dass mal jemand eine vernünftige Neuromancer-Verfilmung macht und freute mich über die Gestalten im Sprawl. Zum anderen hat der Film sich – wie ich lesen musste – arg von Williams’ Vorlage entfernt und das erklärt vermutlich meinen dauernden Unwillen, dieser relativ platte Hollywood-Geschichte zu folgen.
    Bechdel-Test: Nein. Es gibt zwar diverse Leibwächterinnen, die vermutlich die Figur der Molly im Neuromancer vorbereiten, aber geprochen haben die wenig.
    ★★★★☆☆☆☆☆☆
  • The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (Per Anhalter durch die Galaxis) (IMDB)
    Feiertags-Fernsehen
    Arthur Dent lebt ein ganz durchschnittliches Leben, bis eines Tages ein par Bagger sein Haus abreißen wollen, weil es eine Umgehungsstraße im Weg steht. Die werden aber von ein paar Vogonen gestört, die die Erde abreißen wollen, weil sie einer Umgehungsstraße im Weg ist. Arthur wird gerettet, weil sein Kumpel Ford Prefect ein Außerirdischer ist und ihn mitnimmt. Zusammen mit dem zweiköpfigen Zaphod Beeblebrox und der zufällig auch geretteten Trillian erleben die beiden ein paar Abenteuer.
    Diese Kurzfassung wird den unglaublich schrägen Romanen von Douglas Adams natürlich gar nicht gerecht, aber was soll man machen.
    Tja, gleich noch so ein Kultdings. Ich liebe den Anhalter. Ich habe ihn wegen seines Wortwitzes geliebt, als ich ihn das erste Mal damals unterm Tisch in Mathe las und ich liebe ihn heute noch, weil Douglas Adams zwischen all dieser Schrägheit so viel Liebe für unsere Welt unterbringt, dass es kaum zu fassen ist.
    Wie bei allen Kultbüchern kann es wohl nur lieben oder hassen, wie bei allen Kult-Buch-Verfilmungen kann man den Film wohl nur lieben oder hassen. Ich finde ihn schon recht gelungen, auch wenn meine Vorstellungen alle, also wirklich alle komplett anders aussahen.
    Bechdel-Test: Nope. Es wurde ja nur eine Frau gerettet, bei allen anderen Geschöpfen ist man sich über das Geschlecht nicht so sicher. Schade.
    ★★★★★★★★☆☆

Was ist eigentlich dieser Bechdel-Test? Guckstu hier.



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