Freistil
Gestern endlich mal im (gar nicht mehr so) neuen domicil gewesen. Gepflegte Abendunterhaltung, wie man sie sich vorstellt: Kurz rüberfahren in die menschenleere Stadt, feststellen, dass das domicil räumlich einen Quantensprung nach vorne getan hat (wer den alten Schuhlkarton im Keller kannte, weiss was ich meine) zwei nette Menschen treffen, ein bisschen quatschen und dann mit offenem Mund rückwärts an die Wand gespielt worden.
6 Leute auf der Bühne, die tierisch nach vorne abgingen – leider weiss ich keine Namen, keine Links – die domicil-Site ist da nicht so auskunftsfreudig.
Ein geiler Drummer mit guten Beats und geilen Fills und dazu ein grooviger aber nicht selbstverliebter Bassist, der an seinem Drummer klebte. So mag ichs.
Der Keyboarder hatte ein Fender Rhodes, eine alte Korg und irgendein Synth-Ding auf der Bühne stehen und spielte schöne Flächen und lustiges Fender-Rhodes-Zeugs. Fein.
Und der Gitarrist war … Boah. Endlich mal wieder einer der Menschen, die die Grenzen des Instrumentes ausloten und auch mal neu setzen. Einerseits unglaublich lässig hingerotzte Rhythmus-Riffs mit kleinen Fills, die in ihrer Beiläufigkeit an Prince erinnerten.
Und dann Soli, bei denen eben die Grenzen der 6 Saiten verschwanden. Irgendein altes Jazzmaster-Kopie-Brett mit einem Duncan-Blade-Humbucker am Hals (…), alle 10 Finger, Pick, ein PickUp-Schalter, zwei Potis, zwei Bodentreter und zwei Ringe an den Händen waren die Hilfsmittel, um abzugehen. Dabei war das alles zwar ständig im Einsatz, aber seine Soli waren nie selbstverliebtes Wixen, sondern blieben immer wunderbar im Song, trieben den nach vorne und traten einem nochmal so richtig in den Arsch.
Sollte ich raten, würde ich sagen Prince und Stevie Ray Vaughan stehen oben in seiner Liste. Keine schlechte Mischung.
Dazu eine geile Sängerin und ein Rapper.
Äh, ja. Es war ziemlich geil.

Und einen als Start ins Wochenende - just another weblog
(23. März 2007 - 08:17 Uhr)
[…] Ich hab ja am Mittwoch die gute Rockgitarre wiederentdeckt - hier ist Jose Feliciano mit seiner Version von Purple Haze. […]