Ich hab ja nichts zu verbergen

Aus der Kategorie »just links«

Malte Spitz stellt beim TED-Talk sein persönliches Vorratsdatenspeicherungs-Projekt vor.


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4 Reaktionen

Am 26.07.2012 um 20:08 Uhr sprach Andre:

Advocatus Diaboli: Aber das können die gerne wissen, das sagt doch gar nichts aus. Ich telefonier ja auch nur so selten und so.

Nach wie vor verlässt das Problem nicht einen elitären Personenkreis, wird da diskutiert, aber davon kommt bei 99% der Bevölkerung null an.


Am 26.07.2012 um 20:19 Uhr wusste Christian:

Kennst Du – außer dem Video – auch die im Video ja auch gezeigte Doku bei der Zeit?
Es ist schon spooky, was man aus Verbindungsdaten rauslesen kann.

Weiter: Woher weißt Du, dass die Daten beiden Telefon/IS-Providern bleiben? Wenn Du Dir zB anguckst, dass schon danach gescannt wird, wer im Flugzeug neben wem sitzt, der koscheres Essen bestellt …
Es werden ja beim systematischen Überwachen nur noch Cluster gebildet, die Ähnlichkeiten aufweisen – und wenn Deine Reisroute zB (die ja problemlos aus Deinen Handydaten herauszulesen ist) ein paar mal Punkte kreuzt, an denen irgendwelche “Verdächtige” sich aufgehalten haben?

Und wenn es Daten gibt, dann werden auch die Begehrlichkeiten geweckt, dass jemand die Daten auch zur Überwachung nutzen will – googel mal, was unser Innenministe so alles möchte. In den ersten VDS-Entwürfen wurde immer argumentiert, dass nur Daten herausgegeben werden sollten bei schweren Straftaten. Inzwischen wird bei jedem zweiten fahrraddiebstal herumgejammert, dass man den Täter ja ohne VDS nicht fassen kann.

Von daher – lnger Rede, kurzer Sinn – Du weisst heute gar nicht, was Du morgen vielleicht heute zu verbergen gehabt hättest.


Am 26.07.2012 um 22:04 Uhr meinte Andre:

Vielleicht hätte ich das deutlicher machen müssen – ich sehe das genauso wie du. Alle deine Argumente sind stichhaltig, was ich sagen wollte ist, dass diese außerhalb eines meinem Eindruck nach verschwindend kleinen Kreises gar keinen Impact haben.
Ich habe neulich einem Kollegen, der beruflich durchaus das Internet nutzt und auch privat dort einen Nutzen rauszieht, das Prinzip Ursula von der Leyen und die Stopp-Schilder erläutert. Der hatte davon, abseits der von vdL intendierten Message, nichts mitbekommen. Niente, Null! Das hat mich arg schockiert.
Die Frage wäre also, wie man mal aus diesem sich selbst bestärkenden Kreis einer Elite rauskommt und das Thema mal anderen nahebringt. Hierzu trägt das obige Video im Übrigen leider wohl wenig bei, deswegen dieser (etwas ketzerische) Einwurf.


Am 26.07.2012 um 22:40 Uhr schrieb Christian:

Ja. Hm. Schweres Thema. Weil: ich fürchte, Du hast da Rdcht, es ist schwer , das zu vermitteln. ich vermittel mir ja auch seit jahren einen Wolf :)

Trotzdem glaube ich dran, dass steter Tropfen da auch wirkt – wenn immer mal wieder hier und da und dort in den unterschiedlichsten Arten immer wieder das Thema aufkommt, dann verbiettet es sich auch so langsam durch die Gesellschaft.

Hoffe ich :)


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