Kollateralschäden
- Guten Morgen, hier die Hotline von großer deutscher Hosting Provider, was kann ich für Sie tun?
- Fischer, guten Morgen, ich rufe an im Auftrag meines Kunden Max Musterkunde, die Kundennummer ist 123-456-78/9 und es geht um folgendes: Ich müsste das Webspace-Paket, das der Kunde hat upgraden, bekomme aber im Adminbereich die Meldung, es gäbe kein Paket, auf das ich upgraden kann. Da der Kunde die kleinste Visitenkarte hat, mag ich das nicht glauben.
- Ja, Moment (tipptippklickklickklicktipptipptipp), ah ja, ich sehe es schon. Das liegt daran, dass wir ja mit anderer goßer Provider fusioniert haben, das Paket Ihres Kunden gibt es eigentlich gar nicht mehr.
- Ja, äh, und was heisst das?
- Das tut mir leid, da müssen Sie kündigen und ein neues Paket bestellen
- Ich muss was?
- Kündigen und neu bestellen, es tut mir leid. Sie stellen dann bei der Bestellung sofort einen KK-Antrag auf Ihre eigene Domain.
- Ich muss was?
- Und ich gebe Ihnen jetzt eine Vorgangsnummer, wenn Sie die in der Kündigung angeben, dann haben Sie keine Kündigungsfrist. Es tut mir wirklich leid.
- Okeee…., dann vielen Dank…
Nicht, dass Ihr mich falsch versteht: Die gute war wirklich, wirklich freundlich.
Aber kann das sein, dass sich keine andere Möglichkeit findet, Kunden aus alten Verträgen rauszuholen, wenn man Firmenstrukturen ändert?

Ghettomaster
(11. Juni 2007 - 10:03 Uhr)
Wenn man ein Upgrade anbieten würde, wäre es natürlich sehr viel schwerer dem Kunden neue Vertragsbedingungen/AGBs unterzuschieben. Nicht zu vergessen die neu beginnende Mindestvertragslaufzeit.