Suchfeld und RSS-Schnellabo
zur Startseite jawl Titelbild

Icon zum ThemaMan will Hollywood sein und ist Köln-Ossendorf

Ein Bühnenbild, das den Namen nicht verdient. Eine Halle, die kaum auszuhalten ist, Coloneum heißt die Scheußlichkeit am Stadtrand, ist man einmal da, 17 km vom Zentrum entfernt, kommt man leider so leicht nicht mehr weg. Als wir kamen, lief die Veranstaltung schon etwa eine Stunde. Das sieht so aus, dass der Moderator Thomas Gottschalk über die Bühne schreitet und routiniert und ohne einen Funken von Witz oder Geist „Moderationen“ herunterhudelt, die er so oder anders schon tausendmal gemacht hat.
[…]
Wie jämmerlich die dargebotenen Produkte und Arbeiten in der Mehrzahl waren, wie jämmerlich unser Fernsehen ist, wie arm, wie verblödet, wie kulturlos, wie lächerlich. Wieso darf ein Simpel namens Atze Schröder da vorn seine Possen reißen? Wieso wird eine unterirdische Sendung wie „Deutschland sucht den Superstar“ zur Besten Unterhaltungssendung gekürt und gibt den Machern die Möglichkeit, frech zu sagen: Da seht ihr es, ihr intellektuellen Schreiberlinge, man liebt uns, und wir machen weiter?
[…]
Er ging nach ein paar lächerlichen, banalen und eher demütigenden Sätzen von Gottschalk, die wohl die Laudatio sein sollten, schwerfällig, gestützt, an das Rednerpult und war dann ganz der Gott des Donners und des Zorns, den wir an ihm kennen und lieben.

Danke, Frau Heidenreich. Aus tiefstem Herzen: Danke.

Kommentare

liljan98
(13. Oktober 2008 - 17:48 Uhr)

Ich hab den Artikel gestern auch schon gelesen (verlinkt von Stefan Niggemeier, glaube ich) und fühte mich wieder mal int der Meinung bestätigt, dass Elke Heidenreich eine der intelligentesten und geistreichsten Menschen der deutschen Medien-Landschaft ist.

Permalink: #1
Kommentieren

Für Kommentare mit kommerziellem, werbendem Inhalt (sog. Spam) berechne ich pro Kommentar & Monat 550,- €.


Blogroll

Will ich noch lesen


©2001 - 2009 Christian Fischer · Impressum · Kontakt