Neulich im Meeting
Chef:
»So mein Kleiner, jetzt schau mal zu wie es die Meister machen. Wir machen jetzt mal zielgruppengerechtes Wording auf Produktverpackungen.
Schau hier, eine Flasche Shampoo, da schreiben wir:
„Kräftigendes Pflegeshampoo + Creme-Spülung”, das ist gut, Frauen finden immer, sie hätten zu dünnes Haar, „kräftigend” ist da gut. Und „Creme-Spülung” auch, das klingt sofort nach milder Pflege.
Und dann darunter „Aktiv-Frucht-Konzentrat”, das ist super, Früchte haben ja sofort so eine gesunde Assoziation, das ist toll.
Und dann listen wir alle Inhaltssoffe auf, die wir haben: „Fructose + Glucose, Vitamine B3 + B6, AHA Fruchtwirkstoffe, die rekonstruierenden Lipide” und natürlich – setzt das bitte fett – die „pflegenden Micro-Fruchtöle”
Ja, ich denke, dann haben wir alle an Assoziationen für die weibliche Zielgruppe drin: gesund, frisch, pflegend, fast schon biologisch, das ist ja auch total in.«
Praktikant (beeindruckt):
»Toll. Aber, äh Chef? Wir brauchen noch Texte für das Männer-Shampoo? Was müssen wir denn bei denen für Assoziationen auslösen? Worüber denken die nach«
Chef:
»Männer? Äh Männer, die… äh… Männer, also… also am besten Ficken und Bier…«
Praktikant:
»Ficken? Nackte Frauen? Mehr nicht?«
Chef:
»Quatsch, das muß subtiler, eher so … Potenz, Manneskraft, irgendwie so, mach es simpel. Du machst das schon!«
(zwei Tage später)

mona_lisa
(16. Mai 2008 - 20:02 Uhr)
Ich hab ganz aufmerksam gelesen (ähnliches kennt man ja auch vom Knüwer) und mußte schmunzeln, aber beim Betrachten des Bildes bin ich gerade in schallendes Gelächter ausgebrochen… “Stand und Volumen”, ganz großes Kino. ;)