Twitter-♥ im Mai 2014

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Anne sammelt wieder alle ♥-Tweet-Sammlungen überall

Und dann war da noch dieser Musikwettbewerb:


Mimimimi, die zweite

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Es ist genug der Worte gewechselt, lasst uns endlich Bilder sehen.

Danke Euch, es war wieder voll schön.

mimimimi

gunnarsohn hat auch Fotos gemacht. Johannes auch. Menschen twitterten über die Lesung. Und auch 4xmi sammeln die Veranstalter weitere Reaktionen.

(Die Isa hat Recht: Mikro im Gesicht ist immer doof. Gut, dass schöne Menschen nicht entstellen kann.)


Doof? Kann ich manchmal ganz gut.

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Vor ein paar Monaten stellte ich in einer klaren Winternacht endlich einmal das geerbte Teleskop auf die Dachterasse und richtete es auf den Mond. Google hin, Fernsehen her war das ziemlich mindblowing und ich kann es jeder nur empfehlen.

Ich habe zwei Kurzfilmchen und ein Langfilmchen über den Weltraum und unser kleines, fragiles Raumschiffchen gesehen, habe noch ein bisschen rumgegoogelt und hatte irgendwann das dringende Bedürfnis, die ISS mal zu spotten.

Aber auch das macht uns das Internet leicht: Es gibt von der NASA die Seite Spot the station. Man gibt ein, wo man wohnt und bekommt die nächsten Möglichkeiten aufgelistet, die ISS im Überflug zu sehen.
Auch ein RSS-Feed für den eigenen Ort ist vorhanden.

Seitdem habe ich diesen Feed abonniert und schaue regelmäßig rein. Und klicke genervt alles weg – die Zeiten sind meist vollkommen undiskutabel. Immer mitten in der Nacht oder ganz, ganz früh morgens.

Jetzt hab ich mal kurz nachgedacht, warum das wohl so ist.


Woanders

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Fangen wir wieder mit Politik an. Nee, oder auch nicht. Wir finden zwar hier einen Brief an unsere Kanzlerin, einen Brief mit vielen offenen Fragen – aber es geht in dem Brief eben genau darum, dass der „Abhörskandal” nicht irgendwie ein abgehobenes politisches Thema ist, sondern eines, wo wir darüber entscheiden, wie unsere Gesellschaft aussehen soll. Der zweite Brief von Juli Zeh an Angela Merkel, nachdem sie auf ihren ersten vor etwa einem halben Jahr keinerlei Reaktion bekommen hatte. Ein bemerkenswerter Brief.

Auch bei der re:publica geht es ja irgendwie um diese Netzthemen, da trifft sich diese Netzgemeinde, da unterhält man sich über dieses second, Verzeihung über dieses virtuelle Leben. Denken zumindest viele. Aber ist das so? Hier ein Rückblick, der das Wörtchen Netzgemeinde mit Inhalt füllt und der erklärt, was denn diese re:publica so besonders macht.

Und andere Konferenzen? Die laufen ja oft so ab, dass oben ein paar Herren sitzen und sich unterhalten und wir unten zusehen dürfen. Ja, meist sind es Männer. Dass das ein Problem sein könnte, wo es doch rechnerisch etwa zur Hälfte Männer und Frauen in unserem Lande gibt, ist zumindest so weit in die Köpfe der Veranstalter gedrungen, dass sie dann oft sagen, sie hätte ja gesucht, aber es wäre halt so schwer, passende Frauen zu suchen. Anatol Stefanowitsch hat etwas, was man sonst selten findet: Eine ziemlich einfache Antwort.

Kommen wir nochmal zurück zu gute Berichten, da ist der Gedankensprung zu guten Journalisten ja nicht weit. Wir wünschen sie uns ja immer, diese guten Journalisten. Wir klicken in unserem Web herum, lesen hier, bookmarken da, teilen dort und wenn wir gelegentlich so eine Papierzeitung in den Händen haben – vor allem eine der kleineren – dann fühlt sich das manchmal arg altbacken an. Aber die, die gerade ausgebildt werden, der Nachwuchs, der wird doch im Web zu Hause sein, oder?

Ausbildung, überhaupt immer ein schwieriges Thema. Vor der Berufsausbildung steht die Schulausbildung und eines der schwierigsten Themen dort ist die Inklusion. Was das ist? Das Wort dafür, behinderte Kinder nicht mehr unter dem Deckmäntelchen, dass „ihnen dort ja viel besser geholfen werden kann” in spezielle Schulen abzuschieben und sie statt dessen mit allen anderen zusammen zu unterrichten. (Ja, ich hab da eine klare Meinung). Der baden-württembergische Kultusminister hat da gerade eine echt doofe einzel-Entscheidung getroffen.

Kommen wir zum Service-Teil, diesmal für die Benutzer des Firefox. Zum einen hat das letzte Firefox-Update die AddOn-Leiste entfernt. Und diese Erweiterung bringt sie uns wieder.

Diese Erweiterung hingegen ist etwas für Grafiker und Fotografen – sie ermöglicht mit einem Mausklick die Abfrage bei mehreren großen Bild-Suchmaschinen und heißt selbsterklärend Who stole my pictures? Kann man ja vielleicht mal brauchen.

Noch was hübsches zum Schluss? Gerne. Frau Auge möchte nicht heiraten. Aber sie möchte ein Brautkleid tragen. Wieso auch nicht? Einen Tag geht sie dann mit ihrem Brautkleid in die Stadt und guckt, wie die Leute so gucken. Eine durchaus spannende Geschichte über die Reaktionen auf ein sehr spezielles, sehr überhöhtes Kleidungsstück.


nebelig wars heute Morgen

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Nebel


Switch im Home-Office. Von Windows 7 zum Mac. Nachtrag 2: Allerlei Tipps und Tricks.

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Da hier inzwischen gelegentlich mal jemand von der Suchmaschine ihrer Wahl rübergeschickt wird und Fragen zum Umstieg von Windows auf den Mac hat, sammele ich hier mal die Fragen, die Menschen so hier rüber treibt und beantworte sie, wenn ich kann.

Wie kann ich die Finder-Fenster in einer bestimmten Größe und mit bestimmten Vorgaben (Ansicht/Sortierung…) öffnen?
Zieh und bastele Dir Dein Finder-Fenster so zurecht, wie Du es haben möchtest; stell Dir also Deine Lieblingsansicht zusammen. Halte dann die CTRL-Taste gedrückt und schließe das Fenster mit einem Klick auf den roten Button. Fenster, die Du mit ⌘-N öffnest werden sich daran halten, Fenster die Du mit Doppelklick auf ein Desktop-Icon öffnest leider nicht.

Wenn ich den grünen Button klicke, maximiert sich das Fenster gar nicht wie von Windows gewohnt. Kann ich das Ändern?
Ja. Hier gibts Right Zoom. Runterladen, aktivieren und glücklich sein.

Windows hatte an der Taskleiste eine Vorschau des Programmfensters, wenn ich mit der Maus über das Icon ging. Kann ich so etwas auch beim Mac haben?
Ja. HyperDock kann das. Und auch das automatische Maximieren eines Fensters, wenn man es an den Bildschirmrand schiebt. Und noch ein paar nette Dinge mehr. Das MacBook hat allerdings ein Problem und kriegt ein paar Programme nicht mehr gestartet und ich komme prima ohne klar.

Ich kann ein heruntergeladenes Programm nicht öffnen, weil es nicht von einem zertifizierten Entwickler stammt. Was kann ich tun?
Das Programm rechtsklicken und im Kontextmenu „öffnen” wählen. Kurz nachdenken, ob Du das gerade wirklich willst, dann die Warnung bestätigen und ab dann gehts.

Wie kann ich Sonderzeichen eingeben?
Viel mehr als unter Windows kannst Du Sonderzeichen über die Tastatur erreichen. Unter Systemeinstellungen ⇒ Tastatur ⇒ Tastatur kannst Du ein Häkchen bei „Tastatur- und Zeichenübersichten in der Menüleiste anzeigen” setzen. Dann hast Du oben neben der Uhr ein neues Icon. Klick drauf, dann auf „Tastaturübersicht einblenden” und es erscheint eine Abbild Deiner Tastatur. Drückst Du auf Deiner echten Tastatur ⌘ oder Alt, ändern sich auf der Darstellung die Beschriftungen und Du kannst sehen, welches Zeichen sich wo versteckt.
Noch mehr Zeichen (zum Kopieren und Einfügen) bekommst Du, wenn Du am Icon in der Menüleiste „Zeichenübersicht einblenden” anklickst.

Wie kann ich sehen, welche Shortcuts es in einem Programm gibt?
Dank Matthias Mees nutze ich dazu CheatSheet.

Wie kann ich einen Ordner, der im Netzwerk freigegeben ist Einbinden? Am besten automatisch beim Start?
Prinzipiell machst Du das mit ⌘-K und der Eingabe der Adresse; dann taucht der Ordner als Volume auf dem Desktop auf.
Soll die Verbindung – zB die zu einem NAS – beim Start automagisch hergestellt werden, findet man viele Möglichkeiten im Web, ich bevorzuge nach längerem Ausprobieren diese:
Ich habe im AppleScript-Editor ein neues Script angelegt und folgendes hineingeschrieben:

mount volume "afp://name_meines_nas/freigabe"
mount volume "afp://name_meines_nas/andere_freigabe"

mountthemallBrauchst Du aus irgendeinem Grund eine Samba-Freigabe, ersetzt Du „afp://” durch „smb://”, hat Dein NAS keinen Namen tut es auch die IP-Adresse.
Das ganze habe ich gespeichert, und zwar (Achtung!) nicht als Script, sondern als Programm und habe das Programm in die Startobjekte aufgenommen. C’est ça.
Will man später etwas ändern, kann man das Programm auch wieder mit dem Script-Editor öffnen.

Wie kann ich die Schriftgröße im Finder ändern?
Du öffnest ein Finder-Fenster und drückst ⌘-J, dann gehen die Anzeigeeinstellungen auf und Du kannst unter anderem die Schriftgröße in Finder-Fenstern ändern.

Wie kann ich die Schriftgröße auf dem Desktop ändern?
Du klickst auf den leeren Desktop und rufst mit ⌘-J die Anzeigeeinstellungen für den Desktop auf. Da finden sich auch Symbolgröße und Symbolabstand.

Wie kann ich die Schriftgröße in der Seitenleiste in Finder-Fenstern ändern?
Die wiederum findest Du in Systemeinstellungen⇒Allgemein.

Wie kann ich überhaupt überall die Schriftgröße ändern?
Hier findest Du TinkerTool. Have fun. Es gibt auch einen Reset-all-Button :)


Woanders

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„Linke Kriminalität nimmt zu!”, so konnte man lesen. Als ein Mensch, der seine Werte auch eher links als rechts findet, irritierte mich diese Meldung des Bundesinnenministeriums. Schaut man genauer hin, ist das wieder mal nicht so besonders schön: Denn zum einen muss man schauen, was überhaupt eine „links motivierte” Straftat ist. Setzt man sich zum Beispiel mit ein paar flüchtigen Bekannten auf eine Straße weil auf dieser Straße eine Nazi-Demo laufen will, dann begegnet die Polizei dem gerne mit dem Versammlungsgesetz. Oder, wie es beim Kraftfuttermischwerk so schön steht: „Wenn Oma Müller nämlich auf einer Sitzblockade gegen Nazis weggetragen wird, zählt das hier als »von links motivierte Straftat«.”
Dazu kommt, dass unsere Justiz immer wieder in solchen Zusammenhängen klar eine politische Inspiration erkennen, am anderen Rand des Spektrums jedoch größere Probleme hat.

Wo wie gerade dabei sind mag ich übrigens einwerfen, das es sich unter ähnlichen Aspekten sehr lohnt, sich Statistiken über Ausländer- / Asylbewerber-Kriminalität gründlich anzusehen. Wie ich schon vor längerem mal schrieb, hat Deutschland ein beispiellos scharfes Asylgesetz, in dem zum Beispiel das Grundrecht der Freizügigkeit beschnitten wird. Asylbewerber begehen daher gern einmal Straftaten, die andere Menschen erst gar nicht begehen können; die fließen dann aber trotzdem in die Statistiken ein. (Äpfel, Birnen, bla).

Übrigens soll das noch verschärft werden. Ich würde mich an dieser Stelle gerne übergeben vor hilfloser Wut.

Apropos „Hilflose Wut”: Sascha Lobos Vortrag habt Ihr alle gesehen, oder? DemdiedasNufs ihre Antwort auch? Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, denke ich; Sascha hat gleichzeitig total Recht. Wer hier flattrt oder Werbung bucht, spendet damit ab sofort quasi an irgendeinen besseren Zweck als meine Geldbörse. Ich schreib das jeweils dran. Ja, da gibt es Zusammenhänge.
t3n hat übrigens ein paar digitale Initiativen zusammengestellt, falls Ihr auch wollt.

Aber wo wir schon bei der republica-Nachlese sind möchte ich noch kurz auf Jens verweisen, der einen, wie ich finde, unfassbar interessanten Vortrag über ein unfassbar brisantes Thema gebracht hat. Leider, (sorry lieber Jens!) wirkt er auf mich arg nervös (was ich verstehen kann) und die Brisanz des ganzen geht dadurch etwas unter. Was ich mag ist die Schlussfolgerung, selbst einen Gegenentwurf auf die Beine zu stellen.

Selbst etwas auf die Beine zu stellen ist ja eh oft eine gute Idee – auch wenn es einem an überraschenden Stellen schwer gemacht wird. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie möchten den Kram, der bei Firmen tagtäglich weggeworfen wird (weil zum Beispiel, oh Graus, das Etikett schief sitzt) an Menschen verteilen, die sich die Sachen nicht leisten können. Ein wie ich finde ebenso logischer wie ehrenwerter Gedanke. Dem aber das deutsche Steuerrecht erstmal mit Karacho eine kräftige Latte zwischen die Beine wirft. Man schüttelt den Kopf und guckt ein bisschen blöd. Also ich.

Wo wir schon beim Spenden sind, wenden wir unseren Blick doch noch mal schnell in Richtung der klassischen Spendenziele, Sie wissen schon: traurige schwarze Kinder, die uns von schräg rechts unten mit großen Augen hungrig anguck…STOP. Erst gehen wir bei den rustyradiator-awards vorbei und gucken uns das launige Filmchen an.

Puh. Das war lots of heavy stuff bis hier her.
Hab ich doch letzte Woche noch behauptet, ich wollte hier schönes und gutes verlinken, um aus dem Web einen schöneren Ort zu machen.
Wie schön, dass ich da wenigstens noch auf Liebe und Salz verweisen kann. Ein kleines Projekt, was genau das tut: Geschichten sammeln. Geschichten aus dem Alltag, Geschichten von Paaren, garniert mit wunderhübschen Fotos. Und ohne Salz ist das Leben nicht süß. Und eine Beziehung auch nicht.


Musik am Freitag

Aus der Kategorie »just music«

Mir wurde auf facebook vorgeworfen, ich wäre etwas eindimensional in meinen Musiktipps.
Deswegen hier mal wer anderes:

Julie Slick habe gar nicht ich entdeckt, die hat der Herr Mennigmann entdeckt. Ich erzählte ja schon, wie er sie dann ins Sauerland geholt hat und mit ihr eine Platte machte.
Aber auch neben ihrem unfassbaren Mut, sich in die unzivilisierten Teile Deutschlands zu begeben ohne die Sicherheit zu haben, dort überhaupt Strom für ihr Instrument zu finden, gucke ich mir seitdem sehr interessiert an, was sie so macht mit ihrem Bass.

Mit ihrem Bass und einigen Effektgeräten und Samplern hat sie zum Beispiel dieses hübsche kleine Dings gemacht. Ziemlich impressive, wie ich finde.



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