05.06.2011
02.06.2011
Aus der Kategorie »just linked«
Um zu verstehen wieso dieser Mensch so aus Musik bestand, sollte man sein Buch lesen und anschließend hört man von allem mehr. Mehr Schmerz, mehr Lebensfreude, mehr Gefühl. Und so.
Jakob Merten im Rahmen der Vorstellung seiner 5 Bücher über Miles Davis.
29.05.2011
Aus der Kategorie »just people«
Erinnert sich noch jemand daran, wie t-online vor ein paar Jahren Promis den Slogan »Ich leb’ online« in den Mund legte, um damit für ihre Internetzugänge zu werben?
Das klang damals irgendwie sehr zukunftsträchtig – aber nicht mehr so albern science-fiction-angehaucht wie »Cyberspace« oder gar »Datenautobahn« – nein, das klang eigentlich sehr abgeklärt und schon reichlich selbstverständlich.
Eigentlich wäre es eine ganz schöne Kampagne gewesen, wenn nicht … ja, wenn ich ihnen nicht unterstellen würde, dass sie damals keinen Schimmer davon hatten, was es bedeutet, online zu leben. Oder »always on« zu sein, wie es heute meiner Meinung nach noch etwas passender heißt.
Denn es bedeutet, dass ich keine Zeitung mehr lese, weil nichts drinsteht, was ich nicht schon weiß und von dem ich bei Interesse nicht auch schon Hintergrundinfos oder eine zweite Sichtweise bekommen habe.
Es bedeutet, dass ich immer weiß, dass ich »es« nachschlagen kann. Jetzt, auf der Stelle, nicht, wenn ich zu Hause bin. Was auch immer »es« ist.
Es bedeutet, dass ich nicht mehr nachvollziehen kann, wenn jemand seine Meinung daraus bildet, dass jemand anders ihm abends eine Viertelstunde lang eine Auswahl der Tagesereignisse vorsetzt.
Es bedeutet, dass ich zu jedem Problem jemanden finde, der darüber schon etwas geschrieben hat; und wahrscheinlich auch jemand zweites, der eine andere Meinung dazu hat.
Es bedeutet auch, dass ich nicht mehr verstehe, wie jemand seine Unterhaltung danach richtet, wann ein Fernsehsender geruht, etwas anzubieten.
Es bedeutet, das ich tausendmal mehr Musik hören kann, als im streng definierten Formatradio morgens zwischen zehn und zwölf für meine Altersgruppe vorgesehen ist.
Und es bedeutet, dass ich über die Musiker, die Songs und Alben etwas erfahren kann, wenn ich es möchte und nicht nur abends um elf im Nischenprogramm.
Und dass ich die Lieder, die mir gefallen, ein paar Minuten später mit mir herumtrage.
Auf der anderen Seite befürchte ich dass es bedeutet, dass die Menschen, die die fünfzehn Minuten Nachrichten, die eine Sichtweise, die eine Bedeutung und die eine Antwort bisher serviert haben – aber auch die, die den einen Musikstil und die hippe Serie früher für mich ausgewählt haben, dass diese Menschen eine wahnsinnige Angst davor haben, es könnten sich mehr Menschen daran gewöhnen, always on zu sein. Denn dann würde allen auffallen, wie lieb- und respektlos sie seit Jahren ihren Job gemacht haben. Dann wüsten alle, wie gnadenlos sie ausgenutzt haben, dass sie niemand kontrollieren konnte und dass wir alle ihnen ausgeliefert waren. Und sie wären arbeits- und bedeutungslos.
Always on bedeutet aber auch, dass ich großartige Menschen um mich herum habe, die mir mit ihrem Wissen, ihrem Humor, ihrer Anteilnahme oder ihrer Hilfsbereitschaft den Tag bereichern – und die dankbar, aber nie unkritisch annehmen, was ich zu sagen habe.
Es bedeutet dass ich wunderbare Menschen kennengelernt habe – Menschen, von denen ich oft nicht weiß, wie sie aussehen und denen es egal ist, wie ich aussehe.
Überhaupt habe ich Menschen kennen gelernt, die ich offline nie getroffen hätte, sei es weil uns räumliche Entfernungen oder vermeintliche Statusunterschiede nie hätten aufeinander treffen lassen.
Und es bedeutet, dass mich diese Menschen vermissen, wenn ich einmal nicht »on« bin und dass wir uns freuen, wenn wir »offline« aufeinandertreffen.
Und ich weiß: Es bedeutet, das wir Angst vor denen haben, die bisher für uns ausgesucht, vor-gedacht und mit angeblicher Bedeutung gefüllt haben. Weil wir ihren Todeskampf beobachten, ihre hilf- aber leider nicht kraftlosen Versuche den Status Quo zu bewahren sehen – und weil wir nie, nie, nie wieder dahin zurückwollen.
28.05.2011
Aus der Kategorie »just linked«
Vielleicht erinnert sich die ein oder andere Leserin, dass ich im Dezember über Saja Seus schrieb, die mich im Rahmen ihres Diplom-Arbeit-Projektes besucht und fotografiert hatte.
Hier gibt es sehr hörenswerten einen Podcast mit ihr, in dem sie über die Arbeit erzählt.
27.05.2011
Aus der Kategorie »just people«
Nach nunmehr fast exakt 14 Tagen Grippe ist mein Horizont logischerweise ziemlich klein geworden, soziale Kontakte gibt’s einfach nicht mehr.
S. hingegen saß den ganzen Abend neben mir und SMSte fröhlich hin und her, da sie gleich das Haus verläßt, um den weiteren Abend beim Bingo mit Ricardo M. zu verbringen (was ich übrigens eh jedem und den Hamburger Leserinnen erst Recht empfehlen würde).
Als sie dann begann den mauscheligen »Wer wird Millionär«-Abend aufzulösen um sich ausgehfertig zu machen pingte wieder einmal der iPhone-SMS-Ton durchs Haus.
Aufgeregt rief sie von oben: »Liest Du mal?! Hat sich noch was geändert?«
Ich: »Das war meins«
Sie (gespielt empört): »Wie? Deins? Kaum geh ich aus dem Haus…?!«
Ich: »Ach Schatz, ich hab doch gar keine Freunde mehr.«
Sie: »Und? Und wer schreibt Dir dann abends um halb neun?«
Dabei war die Lösung so einfach. Ich hatte gewusst dass Bernd Mayländer das Safety Car fährt, beim SMS-Spiel mitgemacht und von RTL die Bestätigung erhalten, das das wohl richtig sei.
Wie gesagt: Echte soziale Kontakte gibt’s nicht mehr.
26.05.2011
Aus der Kategorie »just listen«
Sie sehen mich beeindruckt.* Schatz, ich will ein iPad haben! Schatz?
*) … und immer noch krank, deswegen fehlt’s hier an gehaltvollerem
24.05.2011
Aus der Kategorie »just people«
Two and a half men
The big bang theory
Talk talk talk
TV Total (unruhiger Schlaf)
Talk talk talk (unruhiger Schlaf)
Talk talk talk (unruhiger Schlaf)
Stargate Atlantis (dabei ein bisschen mehr eingeschlafen)
Hör mal wer da hämmert
Hör mal wer da hämmert
Malcolm mittendrin
Malcolm mittendrin
The big bang theory
The big bang theory
How I met your mother
How I met your mother
Scrubs
Scrubs
Scrubs
Eureka
Malcolm mittendrin
Malcolm mittendrin
The big bang theory
The big bang theory
How I met your mother
Zwei bei Kallwass
Star Trek TNG
Andromeda
Smallville
Stargate
Big Brother
Tagesschau
Wer wird Millionär
Big Brother
Kurz eingeschlafen
Switch reloaded
Wenn man keine Ansprüche hat (Fieber!) und das Internet zu anstrengend ist (Fieber!), kann man durchaus 24 Stunden fernsehen.
Diskussionen um Ursache (Fieber/24 Stunden Fernsehen) und Wirkung (Fieber/24 Stunden Fernsehen) bitte nicht hier …