Mantra, heutiges

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Habt Ihr mal irgendeine Casting-Show geguckt? Ach kommt, irgendeine habt Ihr mal gesehen. Möchtegern-Models, Möchtegern-Sänger, Möchtegern-Tänzer, hm? Oder das Dschungelcamp?

Ihr erinnert Euch an die Model-WG? Das Bandhaus? Hübsche, Spa-bewehrte Villen mit fetten Küchen, netten Schlafzimmern für alle und einem guten Geist, der täglich frisches Obst und Gemüse vorbeibringt?
Wisst ihr noch, wie trotzdem schon nach zwei bis drei Tagen alle aufeinander losgegangen sind? Wie ein falscher Blick, eine Begegnung auf der Sonnenterasse oder am Pool für Stimmungs-Explosionen sorgen konnten?
Klar, wenn man so aufeinander hängt. Wer schon mal mit Freunden im Urlaub war kennt das.

Dabei waren die doch alle freiwillig da. Wussten, dass ihnen am Ende die Chance auf eine Band, ein Album, eine Tour winkten. Oder dass sie im Dschungel sogar für jeden Tag vier- bis fünfstellige Beträge bekamen. Und sie hatten vielleicht mal zu zweit ein Zimmer; im Dschungel wars zugegebenermaßen etwas weniger privat, aber Platz war da eigentlich auch.

Die aktuellen Flüchtlingsheime sind übrigens meist vollkommen überbelegt. Die Heime, in denen ich war, nutzen eine durchschnittliche Kinderzimmergröße für sechs bis acht Betten. Wer geflohen ist hat kein Geld, darf nicht arbeiten und darf die Stadt nicht verlassen. Die wenigsten Heime die ich sah, liegen super zentral – also hängt man halt den ganzen Tag da rum. Wie auch wegkommen ohne Geld und ohne Ziel?

Und ein Album gibts am Ende auch nicht.

Und wer sich wundert, warum es in Flüchtlingsheimen öfter knallt als sonstwo, der liest jetzt alles noch mal.


Überschuldung am Arsch

Aus der Kategorie »just people«

Da hatte ich doch heute Morgen einen Brief im Briefkasten:

Ich übersetz das mal eben, ja?

Lieber Kunde, kommense doch am besten mit allen Ihren kleinen dummen Finanzkäufen zu uns. Erstens verdienen wir dann an Ihnen und nicht die Konkurrenz (die einfach schneller war, als die Medien-Märkte der Umgebung Finanzpartner suchten).
Und zweitens sind Ihre Kredit-Verpflichtungen bei eben diesen Banken wieder genullt und Sie können sich die neue Playsi wieder auf Pump kaufen.

Gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen durch diese vielfältigen Verlockungen in die Überschuldung geraten finde ich das doch ein äußerst verlockendes Angebot.


Jalousien?

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Ich so: Stehe an der Farb-Misch-Theke im Baumarkt und warte auf die Farb-Misch-Frau, die mir einer ihrer Kollegen hergerufen hat.
(Ich trage Jeans und einen blauen Sweater. Alle Baumarkt-Leute tragen komplett von oben bis unten firmen-rot)

Er so (relativ undeutlich): Sagen se mal, ich brauche ne Jalousie und ich hab mir die da hinten schon angeguckt und ich weiß aber …

Ich so: Sorry, wenn ich Sie unterbreche, aber ich arbeite nicht hier nd kenne mich mit den Jalousien nicht aus. Ich warte hier auch nur.

Er so: (ohne ein Zeichen des Verstehens) … nicht genau, wie ich die jetzt anbringen soll und die die ich mir angeguckt hatte, da kann ich nicht erkennen, ob ich die an meiner Wand …

Ich so: Wirklich sorry, aber: Ich. Arbeite. Hier. Nicht. Keine Ahnung.

Er so: Hä?

Ich so: Ich bin Kunde hier wie sie, ich kenne mich nicht mit Jalousien aus, ich kann Ihnen leider nicht helfen.

Er so: (leicht aggro) Sind Ihre Kollegen alle im Urlaub oder was?

Ich so: Es sind nicht meine Kollegen, ich weiß es nicht.

Er so: (mehr aggro) Wo sind denn die alle?

Ich so: Ich weiß nicht.

Er so: (ziemlich aggro) Soll ich jetzt etwa zur Info laufen und da Ihre Kollegin fragen?

Ich so: Ist nicht meine Kollegin, aber die kann Ihnen ebstimmt helfen.

Er dampft ab.

Ich pendle ein bisschen den Gang auf und ab, um „meine“ Mitarbeiterin nicht zu verpassen und höre von der Info sein Gemaule. Und dann die Mitarbeiterin: Ja, die Kollegin kommt gleich, die muss dann nur erst jemanden bei den Farben bedienen. Ich grinse.

Er mault: Sind die alle im Urlaub oder was?

Dann rennt er quer durch die Gänge los und triff exakt gleichzeitig mit einer Mitarbeiterin und mir wieder am Farb-Misch-Tisch ein. baut sich groß direkt vor ihr auf und …

Er so: Sagen se mal, ich brauche ne Jalousie und ich hab mir die da hinten schon angeguckt und ich weiß aber …

Sie so: Sorry, der Herr war vor Ihnen und da muss ich jetzt erst eine Farbe anmischen.

Er so: (ohne ein Zeichen des Verstehens) … nicht genau, wie ich die jetzt anbringen soll und die die ich mir angeguckt hatte, da kann ich nicht erkennen, ob ich die an meiner Wand …

Sie so: Entschuldigung, der Herr war vor Ihnen.

Er so: (guckt mich an) Welcher Herr?
Und zieht maulend ab.

Regie? Danke, war schön.


Über Fremdenfeindlichkeit und Veränderungen

Aus der Kategorie »just people«

Ich könnte Frau Herrmans Worte verstehen, wenn ich mir vorstellte, Kultur sei etwas statisches. Wenn ich dächte, dass alles exakt so, wie JETZT in diesem Moment – oder vielleicht vor zehn Jahren (als alles noch viel besser war) – richtig und gut, abendländisch und deutsch ist, dann ist diese, meine kleine Vorstellung von Kultur und Leben natürlich in Gefahr.
Wenn ich dann noch fest daran glaubte, dass es verschieden wertige Kulturen gib… – ach nee, das darf man ja nicht mehr sagen – wenn ich also glaube, dass meine Kultur die beste unter lauter gleichwertigen Kulturen ist, dann ist diese, meine kleine Vorstellung von Kultur und Leben natürlich erst recht in Gefahr.

Und ich glaube, da liegt einer der Schlüssel. Denn natürlich war das noch nie so, ist nicht so und wird auch vermutlich nie so sein.

Die sogenannte Kultur eines Landes, eines Landstriches, einer Ortschaft ändert sich ja schon, wenn jemand aus dem anderen Dorf in meines zieht. Wer – wie ich – auf dem Dorf groß geworden ist, der weiß zwar, dass auch das manchmal schwierig sein kann, aber schon wenn das eine Dorf „Küchenmesser“ zum Küchenmesser sagt und das andere „Hümmelken“, dann ändert sich ein ganz winzigkleines bisschen Kultur. Und ein paar Generationen später kennen beide Dörfer beide Begriffe.

Und so hat sich auch in unserem Deutschland eine wilde Mischung aus den vielen irgendwann zu Deutschland zusammengefassten Herzogtümern, aus bayrischer Gemütlichkeit und nordischer Kargheit zu etwas zusammengefunden, was wir deutsch nennen. (Ja, ich weiß, dass sich der Deutsche noch immer mehr regional als national definiert) Wir parken die 2 (arabische Zahlen) SUVs (englische Abkürzung) in französichen Garagen. Usw.

Und nur wenn ich glaube, dass exakt diese Mischung zum exakt jetzigen Zeitpunkt der einzig mögliche Zustand ist, dann muss es mir Angst machen. Dann bleibt mir nichts anderes, als dahinter eine böse Absicht, perfide Pläne geheimer Organisationen oder Kreisgtreiberei zu vermuten. Weil ich mir nichts anderes vorstellen kann.

Aber: Things change. Schon immer. Und das ist auch gut so, denn sonst würden wir noch immer ängstlich aus dem Wasser heraus auf die Bäume schielen. Und statt endlich drauf und später wieder runter zu steigen, würden wir überlegen, wie wir uns vor diesen bedrohlichen Dingern verteidigen können.

Ist aber zB Frau Hermanns Blick auf Kultur so eng, dann hat sie – in ihrer Welt – Recht: Die Kultur wie sie sie jetzt kennt wird sich ändern, wird am Ende nicht mehr so, evtl nicht mehr da sein. So wie sie sich schon seit Jahren ändert, so wie die gutbürgerlichen Gaststuben weniger geworden sind und es dafür Döner- und Burgerläden gibt. So wie tante Emma-Läden weniger werden, so wie es kaum noch Hufschmiede, Korbflechter und Kutschenbauer gibt.
Oder wie es Rom – in der Form wie es mal war – zum Beispiel auch nicht mehr gibt.

Veränderung eben.

Aber warum so Angst vor der Veränderung?
Ich denke, die eine Hälfte hat Angst vor Veränderung, weil Veränderung für sie einen Abstieg bedeuten würde. Bin ich Bürgermeister in einem traditionell deutschen, konservativen Dorf, dann bedeuten Ausländer, „Gutmenschen“, andersdenkende, Freigeister für mich vielleicht weniger Wähler, sie greifen meine Privilegien an. Vielleicht bin ich nach der nächsten Wahl nicht mehr Bürgermeister, wenn zu viele von denen kommen.
(Das führt einen ja ganz am Rande zu einem etwas größeren Gedanken: Bin ich Bundeskanzlerin, dann bedeutet sowieso jede Veränderung einen Abstieg.)

Die andere Hälfte hat Angst vor Veränderung, weil bisher in ihrem Leben jede Veränderung eine Verschlimmerung bedeutete. Neue Schule? Es wurde schwerer. Schule zu Ende? Arbeitslos. Neue Hartz4-Gesetze? Strengere Regeln. Alles wird teurer, alles anstrengender.

Und die dritte Hälfte, die hat vielleicht Angst, weil sie meint, Veränderung bedeute einen Abstieg. Die hat sich vielleicht gerade so viel erarbeitet, dass sie das Gefühl hat, es geschafft zu haben und das soll jetzt so bleiben.

Und ich glaube, diese Angst der Mitte, die ist auch menschlich. Nicht jeder von uns ist ein Amerika-Entdecker, der aufs Geradewohl nach Westen fährt ohne zu wissen, ob da noch was kommt.

Aber zwischen nicht nach Westen-segeln und alles Fremde anzünden ist ja viel, viel, viel Platz.


Wie wohnt denn der Christian so?

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Gebts zu, Ihr wolltet das schon immer wissen. Dummerweise hat MTV ganz offensichtlich meine Adresse falsch in ihrer Datenbank, denn die Einladung zu Cribs ist immer noch nicht angekommen.

Aber das Internet wäre ja nicht das Internet, wenn es nicht gleich etwas viel besseres gäbe: Stefan macht schon länger den Podcast „Homestories“ und diesmal hat er mich besucht und wir haben über unser Haus gesprochen. Und über geschätzte 20.000 Bücher.

Na? Neugierig? Dann rüber zum Podcast. Dauert ca 30 Minuten und füllt etwa 120 Bohrlöcher.


Veröffentlichung Ihrer Daten (eine „äusserst fragwürdige Webseite“)

Aus der Kategorie »just people«

Heute erhielt ich diese eMail:

Guten Tag!

Wir möchten Sie hiermit davon in Kenntnis setzen, dass wir aufgrund unserer journalistischen Tätigkeit die komplette Datenbank einer äusserst fragwürdigen Webseite zugespielt bekommen haben.

Auch IHR Datensatz ist hier enthalten (u.a. Klarname, Pseudonym, E-Mail-Adresse und Bank/-Adressdaten).
Die Datenbank wird aufgrund der journalistischen und rechtlichen Brisanz in den nächsten Tagen auf unserem Blog

http://antiabzockenet.blogspot.de

veröffentlicht.

Sollten Sie nun mit dem Gedanken spielen, rechtlichen Schritte gegen uns einzuleiten, lassen Sie sich gesagt sein: Dies ist mit unserem Partner Google abgesprochen. Sie werden es nicht verhindern können. Passend dazu empfehlen wir Ihnen vorab die Lektüre folgender URL:

https://support.google.com/blogger/answer/76315?hl=de

Wie Sie wissen arbeiten wir ehrenamtlich. Eine „Spende“ zur Unterstützung unserer Arbeit ist jederzeit willkommen. Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung um über „individuelle Möglichkeiten“ für Sie zu sprechen.

Hochachtungssvoll
O. Forseti & Google Germany GmbH

—–
Verantwortlich für diese E-Mail:

[Adresse Google Deutschland]

Kurze Bemerkung für ganz eilige: Nein, diese Mail ist weder von Google noch von den Betreibern des genannten Blogs. Löscht sie einfach.

Jetzt bekomme ich natürlich wie vermutlich jeder andere auch täglich Spam- oder Phishing-Mails.
Die hier finde ich aber interessant genug, um mal kurz ein paar Worte zu verlieren.

Zuerst ging ich davon aus, dass es sich um einen relativ simplen Erpressungsversuch handeln würde – das Wörtchen „Spende“ ließ das vermuten. Die Veröffentlichung privater Daten im Zusammenhang mit einer „äusserst fragwürdigen Webseite“ ist etwas, was garantiert bei den meisten Empfängern dieser Mail die Alarmglocken schrillen lässt – denn das will ja niemand.
Gleichzeitig war es für mich aber das erste Indiz, dass die Mail nicht echt ist – die Formulierung ist einfach zu dumm.

Ein KLick auf die erste Adresse zeigte mir dann ein Blog, das offensiv gegen Abzocker und Abofallen im Web vorgeht. Warum sollten die geklaute Adressen veröffentlichen?

Der zweite Link führt zu einer Hilfe-Seite von Google, bei der man unter anderem auch unangemessene Blogs melden kann. Diesen Link habe ich beim ersten Lesen nicht verstanden.

Eine kleine Diskussion bei Facebook aber machte auch diesen Link schnell logisch. Denn wir waren uns dort alle recht schnell einig, dass der Zweck der Mail folgender ist:

  • Der Empfänger (also ich) bekommt einen Schreck. Jeder von uns war schon mal auf fragwürdigen Seiten aber die meisten von uns möchten, dass das niemand weiß.
  • Im nächsten Absatz soll mein Kampfeswille geweckt werden. Wenn mir jemand sagt, ich könne eh nichts dagegen machen, dann denke ich doch „jetzt erst Recht“ …
  • … vor allem, wenn mir mit dem nächsten Link so nett ein Werkzeug dazu an die Hand gegeben wird. Denn auf dieser Google Seite kann ich den vermeintlichen Absender der Mail ja melden. Ganz simpel mit zwei, drei KLicks.

Wir vermuteten also, dass es dem Absender genau darum ging. Vielleicht ist der Absender jemand, der in dem Anti-Abzocker-Blog schon einmal selbst als Täter aufgeführt wurde und der so dieses Blog aus dem Netz löschen möchte.

Fazit: Ziemlich raffiniert gemacht.

Ich empfehle ja inzwischen gerne die Website minikama, bei facebook auch unter dem schönen Namen Zuerst denken, dann klicken bekannt – dort findet man in den meisten Fällen Infos rund um solche und ähnliche Mails. Oder man kann dort nachfragen.
Und man hat immer! genug Zeit, sich kurz zu informieren, bevor man was blödes anklickt.

Darüber hinaus: Klickt nicht auf alles, was in der Mailbox oder im facebook-Stream landet. Denkt erst nach. Wer kein Konto bei der Sparkasse hat, der bekommt auch keine Mails von der Sparkasse. Es gibt keine Meerjungfrauen und niemand verschenkt iPads.

Und: Kommt runter. Jeder guckt mal fragwürdige Webseiten an. Jeder. Ich habe lange Jahre für Menschen Computer repariert und Daten gesichert – glaubt mir: Jeder. Ist ja auch ok, das Internet ist dafür gemacht.


Warum ich Apple Music …

Aus der Kategorie »just tools«

Zuerst kurz was zu meinem Musik-Hör-Verhalten:
Hier in diesem Haus stehen ein paar hundert CDs, ein paar hundert Kassetten und ein paar hundert LPs. Und auch, wenn sich darunter ein paar obskure Fehlkäufe befinden (wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Patsy Kensit in „Leathal Weapon II“ zwar eine mein jugendliches Hirn arg verwirrende Liebes-Szene hatte aber wirklich gar nicht singen konnte?) … – wenn es darunter also auch ein paar Fehlkäufe gibt, so mag ich das meiste davon sehr gerne. Die Kassetten habe ich irgendwann sicher eingelagert, das Tapedeck (was ein anachronistisches Wort) steht aber noch neben meinem Schreibtisch, ebenso wie der Plattenspieler.
Aber zum täglichen Hören nutze ich natürlich den Computer, im Auto und beim Spazieren das iPhone und im Wohnzimmer iPhone und AppleTV. Dazu habe ich alle CDs digitalisiert natürlich auch immer wieder mal was in iTunes gekauft und irgendwann im Spotify begonnen, Playlists mit den alten LPs und Kassetten anzulegen.
Ein großes Durcheinander also.
Außerdem mag ich selbst zusammen gestellte Playlists, quasi die heutigen Mixtapes. Ich pflege zum Beispiel mit großer Hingabe eine Liste mit seltsamen Cover-Versionen, die Ihr alle auch auf Spotify hättet abonnieren können. Pöh.

Warum ich Apple Music liebe:
Weil es dieses Durcheinander auflöst. Ich habe das erste mal seit vielen Jahren alle Musik an einem „Ort“. Wenn ich für eine längere Autofahrt das iPhone betanke, muss ich mich nicht mehr zwischen Spotify und iTunes entscheiden.

Weil ich Interpreten, von denen ich schon ein paar Alben in irgendeiner Form besitze jetzt bequem vervollständigen kann. (Also: Ohne überlegen zu müssen, ob das erste Album von XY jetzt eine Spotify-Playlist oder eine digitalisierte CD im iTunes ist)

Weil ich also endlich wieder so etwas wie eine Musiksammlung habe.

Weil die von Apple kuratierten Playlists erstaunlich gut zum nebenher-Hören oder auch zum Entdecken neuer Musik sind.

Warum ich Apple Music hasse
Weil die Helden der Benutzeroberflächen die Entwicklung von iTunes und Apple Music irgendwie an eine Pratikanten-Abteilung bei GIMP ausgelagert haben. Es ist die Hölle.
Ich habe Stunden damit verbracht, herauszufinden, wie ich Musik aus der Cloud in eine Playlist bekomme. (Musik in Apple Musik suchen. Klick auf die drei Punkte. Im Kontextmenu „zu meiner Musik hinzufügen“ wählen. Irgendwas zwischen 3 und 30 Sekunden warten. Nochmal die drei Punkte anklicken und feststellen: Das Menu hat sich verändert! Jetzt „Hinzufügen“ anklicken und die gewünschte Playlist auswählen.)

Weil Apple keine fehlertolerante Suche hinbekommt. Schon ein Vertipper zeigt mir statt der gewohnten „meinten Sie …?“-Vorschläge einfach eine leere Seite.

Weil ich die ganze Zeit Angst habe, dass sie es vergeigen und wieder einstellen und ich meine mühsam zusammengestellten Playlists jetzt in stundenlanger Arbeit umsonst umgezogen habe.
Weil ich Angst habe, dass dann alles weg ist. Und weil ich sowohl Spotify als auch Apple Musik nur über Screenshots „sichern“ kann.

Fazit:
Für mich überwiegen die Vorteile. Einrichten muss man so etwas nur einmal und wenn man Wege zur Bedienung gefunden hat, dann gehts ja auch irgendwie (wenigstens etwas, was ich aus 17 Jahren Windows gelernt habe).

Und/aber: Schon während meiner Simfy- und Spotify-Nutzung hatte ich ständig ein ungutes Gefühl. Das hat sich jetzt potenziert und so nutze ich Apple Music manchmal genervt aber an sich recht begeistert und kaufe mir alles, was ich wirklich haben will wieder auf CD oder Vinyl.


Twitter-♥ im Juli 2015

Aus der Kategorie »just twittered«

Anne sammelt wieder alle Twitter- ♥

Irgendwie wird das hier immer mehr zur Multimedia-Veranstaltung. Ob das was über das Web sagt?