Schöne Dinge am Freitagabend

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Bei Sven gefunden


Fünf von vielen

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4 von meinen 5

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache:

Wenn Sie wissen möchten, was ich so für Bücher lese, dann können Sie sich hier auf die sträflichst vernachlässigte Rubrik „just read” verlassen oder einen Blick auf die wunderbare Website 5 Bücher werfen. Die ist erstens eh sehr lesenswert und zweitens freue ich mich sehr, dass auch ich dort „meine” 5 Bücher vorstellen durfte.


Von einem der auszog, einen künstlichen See zu fotografieren und in einer Entenfütterung landete

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Entenfütterung am Phoenixsee

Die ganze Aktion war generalstabsmäßig geplant: Die beiden Familien schwammen D-Day-würdig aufs Ufer zu, die eine große sicherte das Wasser, die andere sprang raus und checkte den Weg und die Wiese, schnatterte einmal, alle hüpften raus, kreuzten den Weg, stürmten auf die Wise und grasten los. Beide großen sicherten die Umgebung, dann ein „Quak!” und alle hetzten wieder ins Wasser. Das alles hat keine 5 Minuten gedauert.


Woanders

Aus der Kategorie »just links«

„Bauer sucht Frau”, „Schwiegersohn gesucht”, „Beauty und Nerd”, „Model und Freak” – es gibt so viel schönes da draußen im Fernsehen. Und ja, natürlich nennen wir das alle ironisch „Unterschichtenfernsehen” aber gelegentlich schalten wir dann auch gerne mal rein. Wie soll man auch sonst sarkastisch darüber twittern? Frau HilliKnixBix macht einen kleinen gedanklichen Schlenker und erklärt erschreckend plausibel, was diese Sendungen mit Inklusion zu tun haben.

Überhaupt Inklusion: Wer dagegen ist, malt ja gern wahre Schreckens-Szenarien an die Wand, bei jauch saß eine freundliche junge Frau mit Trisomie 21, vom „Rain Man” wissen wir alle, wie Autismus geht … Stop, halt, falsch. Behinderungen sind so vielfältig wie der Rest des Lebens auch und gerade deswegen finde ich es wichtig, dass immer und immer mehr Menschen mit irgendwelchen Behinderungen zu Wort kommen. Immer und immer wieder. So wie Denise Linke.

Denn auch wenn viele Argumente gegen Inklusion viel damit zu tun haben, das Menschen ungern ihre Privilegien aufgeben, so haben auch viele Ängste davor erstmal mit purer Unkenntnis zu tun. Und was hilft gegen Unkenntnis? Wissen. Kennenlernen. Problematisch sind nur die, die meinen, dass sie schon genug wissen. Oder sogar etwas mehr als die anderen.
Was wir übrigens quasi alle tun – nicht nur beim Fußball oder beim Autofahren. Was man dagegen tun kann? Auch da hilft: Wissen. Bildung. Sonst nichts.

Aber apropos „Nicht wissen”: Wissen Sie eigentlich, was Ihre Kinder im Netz machen? (Nein, hier folgt jetzt kein Link auf eine neue Porno-Meta-Suchmaschine). Wir haben ja früher MTV geguckt und unsere Eltern haben es nicht verstanden. MTV gibts irgendwie nicht mehr so richtig – folgerichtig gucken unsere Kinder etwas anderes. Haben andere Stars, andere Events. Wenn Sie zufällig mit Marketing zu tun haben, dann lohnt sich da sicherlich mal ein Blick.

Ich selber folge aus Gründen seit einiger Zeit einer dieser YouTube-Stars und finde es äußerst faszinierend, wie die das Web so ganz anders nutzen als ich. Und dass sie dafür ca. 8362423 mal mehr Follower hat als ich.
Aber im Ernst: Auch diese kleine Bubble „Internet” ist schon seit einiger Zeit deutlich vielfältiger, als man im Alltag so glaubt. Instagram zum Beispiel – wir erinnern uns: Das Foto-Netzwerk zum Posten von Füßen am Strand und Essen in Restaurants – Instagram also kann man auch ganz anders nutzen, als gedacht.

Mein Lieblingslied in der letzten Woche war dieses hier:


Cafe

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Cafe


Twitter-♥ im August 2014

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Anne sammelt wieder alle Twitter-♥.


Warum die #ice bucket challenge […] ist.

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… cool …
Weil mit einer ziemlich simplen Idee eine bis dahin eher unbekannte Krankheit viel Aufmerksamkeit bekam. Viel Aufmerksamkeit bedeutet oft und auch in diesem Falle ebenfalls viel Geld für die, die an der Krankheit forschen. Obwohl gerade sie es sein sollten sind Pharmaunternehmen nämlich gar keine Gutmenschen und so forschen sie genau da am intensivsten, wo sie am meisten Geld verdienen können. Seltene Krankheiten ohne Lobby haben es da schwer.
In sofern ist die #ice bucket challenge: Cool.

… uncool …
Wenn etwas durchs Netz, durch die Medien oder sonst woher schwappt, dann gibt es einen Punkt, wo es aber-echt-jetzt auch mal gut ist. Im Bereich der Popmusik gilt das gleiche Prinzip: So lange nur wenige Menschen eine Band mögen, ist es ok sie zu mögen. Ist sie dann bekannt, muss man sie als wahrer Musik-Fan hassen. (Auch bekannt als „die alten Sachen fand ich ja ganz gut, die neuen nicht”-Syndrom).
Inzwischen hat sich vermutlich jeder dritte Internet-Anschluss-Inhaber einen Kübel Eiswasser über den Kopf gekippt und deswegen nervts, aber ganz gehörig.
In sofern ist die #ice bucket challenge: Uncool.

… verwerflich …
Pamela Anderson war die erste, von der ich las, dass sie sich der Challenge verweigerte. Warum? Weil die ALS-Forschung mit Hilfe von Tierversuchen forscht.; inzwischen haben sich auch Verbände wie z.B. die Ärzte gegen Tierversuche positioniert. Tierversuche sind natürlich absolut indiskutabel und es ist gut, dass dieses schlimme Treiben an die Öffentlichkeit kam.
In sofern ist die #ice bucket challenge: Moralisch verwerflich.

… peinlich …
Wie gesagt hat geschätzt jeder dritte Internet-Anschluss-Inhaber inzwischen den Eimer geschwungen und wer auch nur ein bisschen Mathematik kann, der weiß: In dieser Menge befinden sich auch diverse D- bis Z-Promis. Je nach Veranlagung nutzen die die Challenge, um im engen weißen oder gleich gar keinem T-Shirt dem Eiswasser zu trotzen und außerdem mit den Nominierungen dezent einfließen zu lassen, wen sie denn alles wichtiges kennen. Voll der Hoffnung natürlich, so ihren Buchstaben-Rang eins nach oben zu korrigieren.
Und in sofern ist die #ice bucket challenge natürlich: Megapeinlich.

… hip …
Für den echten Hipster ist das Leben ja recht einfach: Er macht alles anders als die anderen. Da die Grundstimmung inzwischen gegen die Challenge kippt, findet sie der Hipster, der sie erst mochte und dann verachtete, inzwischen wieder richtig gut. Oder auch nicht, aber das ist dann ironisch.
In sofern ist die #ice bucket challenge: Hip.

… asozial …
Es gibt so viele andere schlimme Krankheiten die weder so prominente Opfer wie Stephen Hawking noch Promis in nassen T-Shirts als Lobby hinter sich stehen haben. Jetzt haben wieder alle ihren jährlichen Gutes-Gewissen-Scheck ausgefüllt und die anderen gehen leer aus.
In sofern ist die #ice bucket-challenge: Asozial.

… Ein gutes Zeichen dafür, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt …
Ja, das alles, was ich bis hierhin schrieb ist irgendwie wahr. Naja, bis auf den Hipster-Teil, der war ironisch. Aber im Ernst: Wo man sich selber sieht, das ist eher eine Frage der eigenen Präferenzen als einer absoluten Wahrheit.
Und deswegen sind die – wie üblich im Web – erbittert geführten Grabenkriege zwischen Challenge-Gegnern und -Befürwortern inzwischen für mich vor allem ein Symptom das zeigt: Alle sehnen sich so furchtbar nach simplen Wahrheiten. Nach schwarz und weiß, gut und böse, nach klaren Linien. Und müssen das mit Klauen und Zähen verteidigen, wenn jemand anderer Meinung ist.
Aber dafür ist das Leben zu komplex.
In sofern ist die #ice bucket challenge: Spannend.

Und nu? Ach, ich wollt’s nur mal laut gedacht haben.
Aber dass ich da drei Tage für gebraucht habe, mag ein gutes Zeichen dafür sein, dass es sich lohnen kann, erst einmal drüber zu schlafen. Nahezu immer.
Kleiner Tipp am Rande: Das gilt auch, wenn Du jetzt schon die Finger auf der Tastatur liegen hast, um mir einen geharnischten Kommentar zu schreiben, weil ich hier etwas für oder gegen die Challenge oder Deinen Lieblingspromi oder sogar Dich geschrieben habe ;)


Woanders

Aus der Kategorie »just links«

„Empört Euch!” stand früher mal an Wänden, da schien so ein Aufruf noch nötig gewesen zu sein. Heute empört sich jeder – nein falsch – der Durchschnittskommentator empört sich nicht, er explodiert geradezu, wen er etwas liest, was ihm nicht passt. Ob das gut und richtig so ist? Wir hatten das Thema ja in der letzten Folge unserer kleinen Linksammlung schon, aber es scheint wichtig zu bleiben. Don Dahlmann schreibt lang und ausführlich dazu und spannt den ein oder anderen interessanten Bogen von der Filter- zur Empörungsbubble und es lohnt, sich einen Moment Zeit dafür zu nehmen.

Abzugrenzen von den Empörungskommentatoren sind im Web ja die sog. Trolle. Die nämlich regen sich nicht kurzfristig auf, die sticheln nur herum – allerdings aus der reinen Lust am Sticheln. Die merken ganz schnell, was das gegenüber wohl so richig reizen könnte und genau da legen sie dann los. Ob sie das ernst meinen ist unklar.
Deswegen finde ich auch die Überschrift „Die Trolle von der Polizei” nicht so passend – der Rest des Artikels hingegen erinnert uns an einige wichtige Wahrheiten, die in einer angeblichen „Sicherheits”-Debatte zu oft unter den Tisch fallen.

„Ja, aber …” höre ich es aus der Ecke, „Ja aber wenn es doch unserer Sicherheit dient?” Und abgesehen davon, dass einem „ja aber” irgendwie selten ein gutes Argument folgt: Nein. Überwachung dient nicht unserer Sicherheit. Überwachung produziert mehr Verdächtige und insgesamt ein Klima der Unsicherheit. Viel wirkungsvoller wäre es, einmal dorthin zu gucken, wo ermittelt wird und wie ermittelt wird. Im Falle der NSU zum Beispiel unter aller Sau, das war ja irgendwie schon bekannt. Der Untersuchungsausschuss hat jetzt aber noch mehr herausgefunden. Und das ist nicht schön, da könnte man mal ansetzen, bevor man ein ganzes Land unter Generalverdacht stellt.

Aber wenn wir uns schon in der unschönen rechten Ecke herumtreiben, dann beenden wir unsere kleine Sammlung doch mit einem schönen Moment. Mit einem Städtchen, dass in einer sicher nicht einfachen Situation einfach mal etwas hatte, was an anderer Stelle oft fehlt: Eine Haltung nämlich.

Apropos „Haltung”: In eigener Sache möchte ich ganz zumm Schluss noch auf einen Artikel bei der GLS-Bank hinweisen – die hat nämlich Blogger gesucht, die für sie die von ihnen unterstützten Projekte besuchen und darüber berichten. Das jawl und ich hatten uns beworben und ich freue mich sehr, eines unter achtzehn tollen Blogs zu sein. Und ebenso, dann bald ein (noch nicht feststehendes) Projekt zu besuchen und darüber hier an dieser Stelle zu berichten.