Woanders

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Die Nerds betrachteten es schon lange mit Kopfschütteln: Ein eher zweifelhafter Dienst (Whatsapp) wird zum quasi-Standard im Messenger-Markt. Und erst als der an den meistgehassliebten Internetdienst (facebook) verkauft wird, posten alle bei eben facebook an ihre Chronik, dass sie aber nun nicht mehr bei WhatsApp bleiben können. Wahlweise – weil es ja cool ist dagegen zu sein – dass sie jetzt erst Recht zu WhatsApp gehen. Oder dass ihnen das alles egal ist. Hauptsache man hat bei facebook seine Meinung gesagt. Aber: Was wäre denn sicher?

Apropos „sicher”. Denkt man an Hacker, denkt man meist an Jungs in Hoodies, die, nur vom Bildschirmflimmern beleuchtet, nachts zwischen leeren Pizzakartons Passwörter entschlüsseln und Firewalls niederringen. Und da muss man sich als Normalbürger ja nun wirklich nicht drum kümmern. Aber vielleicht war ja auch der nette neue Kollege gestern ein Hacker und Sie haben ihm beim ersten Plausch an der Kaffeemaschine den Firmenserver geöffnet? Kann man mal drüber nachdenken.

Keine Überleitung. Kalle Krawinkel ist tot und das ist schade, wie immer wenn jemand stirbt, der mal irgendwie präsent und gefühlt wichtig war. Auch wenn man es erst Jahrzehnte später merkt. Ich hatte zum Beispiel mal eine gewidmete Autogrammkarte von Trio, weil ein Freund auf dem Weg aus dem Urlaub an Großenkneten vorbei kam und einfach geklingelt hatte. Damals nicht zu schätzen gewusst, verklüngelt. Doof.

Von Trios Dadaismus zu meinem dieswöchigen Lieblingswort ist es nicht weit. Von Trios Dadaismus zur Geschichte, um die es da geht ebenso wenig. Das Wort ist „kokolorösesten” und es geht darum, dass die Hamburger ein Geräusch gegen ein anderes ersetzt haben, weil die Menschen das Geräusch immer falsch gedeutet haben. Das neue werden sie bestimmt dann jetzt wie vorgesehen deuten.

Naja, die Menschen tun ja eh meist alles anderes, als man sich das in den Meetings so ausdenkt. Trotzdem (Webdesign-Link), kann man ja wenigstens versuchen, ihnen entgegen zu kommen.

Mein Lieblingslied in der letzten Woche war „Gift with a golden gun”. (officially alter Sack)


Now, what you hear is not a test – I’m rappin’ to the beat

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Bitte werfen Sie doch für anderthalb Minuten den Blick auf dieses Meisterwerk der geschickten Auswahl geigneter Schipsel und der taktgenauen Schnittkunst:


Empty Streets

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Empty Streets


Wie klingt eigentlich eine Zeitung?

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Das fragt sich im Moment die WP, die Westfalenpost; die Zeitung, die hier noch übrig geblieben ist. Eine Zeitlang gehörte sie zu „der Westen”, aber das hat sich auch alles wieder erledigt.

Die WP hätte gerne ein Soundlogo. Auf den ersten Blick weckt das ja Hoffnung, man könnte ja denken, dass sich dort ein Schritt in eine „crossmediale” Zukunft abzeichnet.

Jetzt ist ein Soundlogo eine nicht ganz einfache Sache. Denkt man an das sicherlich bekannteste Soundlogo, das Da-Da-Da-Di-Dam der Telekom oder aber auch an andere Sounds, die man im Werbefernsehen jeden Abend hört, dann weiß man: Soundlogos sind kurz, man hat ja nicht viel Zeit. Trotzdem müssen sie unglaublich prägnant sein. Sie sollten prägnant, einfach und unglaublich catchy sein, damit im besten Fall schon beim zweiten Hören ein Wiedererkennungseffekt auftritt. Das ist keine einfache Sache.

Ein klarer Fall also für einen Profi. Profis sind aber teuer.

Was also tun? Man könnte zum Beispiel einen Wettbewerb ausschreiben. Eine Mitmach-Aktion. Im günstigsten Fall machen dann da viele, viele Musiker, Bands, Produzenten mit und man hat hinterher eine nette Auswahl.
Man kann sich aussuchen, was man will und kürt einen Gewinner. Dem winkt man dann mit einem Gewinn, den man selbst locker aus der Portokasse abzweigen kann, der aber für unwissende supertoll klingt. Vielleicht tausend Euro! Hurra.

In den AGB, die liest ja eh keiner, versteckt man dann, dass der Gewinner für diese tausend Euro sämtliche Rechte an dem von ihm komponierten Logo abtritt.
Die Mitmach-Aktion-Veranstalter dürfen das Soundlogo wo und wann auch immer sie wollen abspielen, sie dürfen es weiter bearbeiten, sie dürfen es sogar weitergeben und sie sind auf immer und ewig die einzigen die das alles dürfen. Schicke Sache, so für tausend Euro. Glaubt mir: das ist ziemlich günstig.

Und Gewinner? Der Gewinner hat also eigentlich gar nicht so richtig gewonnen. Der hat sich hochprofessionelle Arbeit gemacht, hat ein besseres Taschengeld bekommen und sein Bild war in der Zeitung, in der morgen dann der Fisch eingewickelt wird.

Wer aber noch viel weniger gewonnen hat, das sind die anderen Mitmach-Aktion-Mitmacher. Die haben sich nämlich exakt so viel Arbeit gemacht wie der Gewinner. Sie bekommen diese Arbeit nur leider nicht bezahlt. Tja.

Ich glaube, wenn ich demnächst eine neue Küche haben möchte, dann schreibe ich auch einen Mitmach-Wettbewerb aus. Dann lasse ich mir einfach so viele Küchen planen und einbauen, bis mir eine richtig gut gefällt. Und dem Gewinner, dem stecke ich dann auch 1000,- zu und verspreche ihm, dass ich sein Bild ein halbes Jahr am Kühlschrank hängen lasse.

Schade, liebe WP. Meine Hoffnung ist ja nur, dass jemand, der für Arbeit nicht bezahlen möchte auch nur das bekommt, was er bezahlt.


Judith Holofernes rockt „Willkommen Österreich”

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Am Montag war ich zu Gast in der wunderbaren Sendung “Willkommen Österreich,” ausgerichtet von den feinen Herren Grissemann und Stermann […]
Judith Holofernes in ihrem Blog


Threema

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ThreemaGestern Abend machte die Nachricht die Runde, dass facebook den Nachrichtendienst WhatsApp gekauft hat. WhatsApp war erst vor zwei Tagen wieder mal bei der Waz gründlich verisssen worden und auch facebook polarisiert ja gerade unter Datenschutz-Gesichtspunkten sehr.

Und auch wenn gerade in Deutschland eine sehr eigene Sichtweise auf facebook verbreitet ist (Daniel Fine hat da letztens ein paar sehr schöne Worte zu geschrieben) – ich vermute, dass beides zusammen vielleicht doch den ein oder anderen User nach einer Alternative zu WhatsApp nachdenken lässt.

Meine Filterblase scheint gerade geschlossen zu Threema zu wechseln. Also mal gucken:

Threema ist eine Kurznachrichten-App mit einem besonderen Fokus auf Sicherheit. Echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung garantiert, dass niemand ausser dem vorgesehenen Empfänger eine Nachricht lesen kann. Im Unterschied zu anderen populären Messaging-Apps (einschliesslich derer, die Verschlüsselung einsetzen), hat bei Threema selbst der Serverbetreiber absolut keine Möglichkeit, die Nachrichten mitzulesen.

sagt Threema selbst. Das klingt doch erst einmal gut.

Ich habe Threema jetzt gerade installiert, habe die ID 9D3SW9UJ und werde es mir einmal anschauen.

Threema kostet 1,79 und ist im AppStore* oder bei GooglePlay erhältlich.

Wozu ist der QR-Code gut?
Habe ich zum Beispiel mein Adressbuch mit der Threema-App abgeglichen, sehe ich, dass die Kontakte dort ein kleines Icon, eine Art Ampel haben. Dieses Icon zeigt erst einmal zwei orangene Punkte zu sehen sind.
Ein pinzipielles Problem bei verschlüsselter Kommunikation ist, dass man sich erst einmal sicher sein muss, dass man wirklich mit der richtigen Person kommuniziert. Threema will diese Vertrauenswürdigkeit mit diesem Icon darstellen:
Das Icon zeigt, wie sicher man sich sein kann, dass sich hinter dem Namen auch die Person verbirgt, die man meint. Stimmen zB Handynummer oder eMail-Adresse überein, dann bekommt der Kontakt schon einmal zwei von drei möglichen Punkten.
Aber auch das lässt sich noch verbessern: Tippe ich unten in der App auf „meine ID”, sehe ich einen QR-Code. Treffe ich jetzt mit einer anderen Person zusammen, die Threema auch benutzt und möchte sie meinen Kontakten hinzufügen, dann kann die andere mit ihrer Threema-App diesen QR-Code von meinem Handy scannen. Damit bestätige ich, dass die Person wirklich der gewünschte Kontakt ist. Denn in dem Moment kann man ja sicher sein: Ich stehe hier vor jemandem und füge ihn hinzu – das wird also stimmen.

Thomas zum Beispiel hat seinen QR-Code auch auf seiner Website veröffentlicht. Eine nette Sache, aber nur, wenn man daran glaubt, dass das auch Thomas selber war – je nach Grad der eigenen Vorsicht ist das natürlich überhaupt kein Beweis :)

In den FAQ bei Threema ist das alles noch genauer erklärt.
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ReadKit als Ersatz für Reeder?

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readkit-iconAls im Juli 2013 der GoogleReader seinen Dienst einstellte waren zum einen die Nutzer der Weboberfläche enttäuscht. Zum anderen standen auch Menschen wie ich, die den GoogleReader als Synchronisations-Basis für lokale RSS-Programme genutzt haben vor einem Problem.

Die meisten User und auch die meisten Tools wechselten recht schnell zu feedly, nur mein Lieblings-Reader auf dem Mac „Reeder”, der befindet sich immer noch im Entwicklungsstadium. Schade.

Vor ein paar Tagen stieß ich auf ReadKit, einen lokal installierten RSS-Reader für den Mac, der eine Alternative sein könnte. Ich werfe mal einen Blick auf das Programm:

Oberfläche ReadKit RSS-ReaderProgrammoberfläche:
Die Programmoberfläche sieht sehr ähnlich aus: Drei Spalten mit – von links nach rechts:

  1. Feeds-/Ordner-Liste
  2. der Liste der Artikel
  3. der Einzelanzeige

Die Artikelanzeige kann nach Belieben an die Lieblingsschrift, die -Zeilenlänge und den -Zeilenabstand angepasst werden; die Länge der Vorschau in der Artikelliste kann ebenfalls verändert werden und vier verschiedene Farbschemata sorgen für Abwechslung.
Der reeder war etwas „perfekter” gestaltet, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Die Bedienung ist wie gewohnt: Ein Klick auf den Feed oder auf einen Ordner links zeigt die Liste der Artikel in der Mitte an. Der Klick auf eine Vorschau in dieser Artikelliste zeigt den Artikel dann rechts an; ein Doppelklick öffnet ihn im Standardbrowser.
Klick auf die Headline in der Artikelansicht öffnet den internen Browser im rechten Fenster. Alles also so, wie gewohnt.

Abonieren / Sychronisieren
Will man ReadKit nur als stand-alone RSS-Reader nutzen, kann man wie gewohnt Feeds abonnieren, Ordner anlegen oder OPML-Dateien importieren.
Ich möchte gerne auch auf dem iPhone Feeds lesen und brauche daher Feedly als Synchronisations-Dienst. Ich habe daher zuerst meinen Feedly-Account angelegt und so werden immer auf allen Geräten neue und ungelesene Feeds sowie als „starred”- oder „read later”-markierte Feeds synchronisiert.

Überhaupt Accounts: Neben Feedly kann ReadKit auch mit Instapaper, Pocket, Readability, Fever, NewsBlur, Feed Wrangler und Feedbin; außerdem als Bookmark-Tool mit Pinboard and Delicious. Aktiv nutze ich davon bis jetzt nur PinBoard, aber ich glaube, diese reichhaltige Auswahl ist einmalig.

Sharing im ReadKit RSS-ReaderSharing
Um Artikel an die geschätzte Social Web-Gemeinde, die eMail- oder Messenger-Freunde zu verteilen stehen verschiedenste Dienste (siehe Bild) zur Verfügung, da sollte alles dabei sein, was man so braucht. Die Sharing-Dienste erreicht man über einen Drop-Down-Button rechts oben – das finde ich sogar schöner als beim reeder, wo die Button-Reihe doch schnell unübersichtlich wurde.

Zwischenfazit:
Nicht ganz so designt, dafür aber deutlich vielseitiger als reeder. Bisher: Daumen hoch.

Smart Folder:
Sehr hübsch finde ich die Möglichkeit, „Smart Folders”, also „intelligente Ordner” anzulegen. Das sind quasi definierte Suchregeln, deren Ergebnisse dann in einem eigenen Ordner angezeigt werden – unabhängig davon ob, und in welchem Ordner die Feeds ursprünglich liegen. Mit einem einfachen Regelassistenten kann man aus verschiedensten Kriterien auswählen. Auch mehrfach verschachtelte Regeln sind möglich. Wer z.B. im Thunderbird schon einmal einen „virtuellen Ordner” angelegt hat, findet sich schnell zurecht.

SmartFolder im ReadKit RSS-ReaderEin Klick auf das kleine Plus hinten fügt eine neue Regel ein, hält man dabei die ALT-Taste fest, kann man die schicken verschachtelten Order-Regeln anlegen. Die Regeln lassen sich per Drag&Drop sortieren.

Ich habe mir zum Beispiel einen Smart Folder angelegt, der meine Feeds nach dem Wörtchen „jawl” durchsucht – einfach weil ich neugierig bin, ob jemand über mich schreibt. Oder für Tage an denen Ihr mir alle auf den Sack geht an denen ich echt wenig Zeit habe, könnte ich mir eine Liste der absoluten Lieblingsmenschen anlegen und alle andere ignorieren …

Und jetzt ein „Aber”:
Mir fehlen die Maus-/Touchpad-Gesten. Ich begreife nicht, warum ausgerechnet „J” und „K” irgendetwas mit dem Blättern zu tun haben sollen und den Reader konnte ich komplett mit Wischgesten bedienen. Gerade für das lätschig-faule Lesen morgens vor dem ersten klar artikulierten Wort beim Frühstück ist Touchpad-Wischen die einzig angemessene Bewegung.

Aber nun denn: Der Reeder scheint ja noch nicht fertig zu sein und so freue ich mich, einen fast perfekten Ersatz gefunden zu haben.

ReadKit gibts im AppStore (affiliate-Link) und ich finde, er ist seine 6.99 wert.

Nachtrag: Tim hat in einem Kommentar erklärt, wie die von mir als unfassbar blöd empfundene Tastenbelegung zu Stande gekommen ist. Exakt so etwas liebe ich ja am Internet – Danke dafür!
Außerdem wollte jemand per eMail wissen, wie ich denn jetzt Feeds auf dem iPhone lese. Dazu benutze ich immer noch froh und glücklich den Reeder, die iOs-Variante ist nämlich zum Glück irgendwann fertig geworden und synchronisiert auch mit Feedly.


Twitter-♥ von letztens bis jetzt

Aus der Kategorie »just twittered«

Irgendwie erfreuen taten mich in letzter Zeit diese Tweets (Anne hat schließlich auch schon):