Woanders

Aus der Kategorie »just links«

Kaum ein Jahr später mach ich mit dieser Reihe weiter, als wäre nichts passiert. Was ist unter guten Freunden schon ein Jahr?

Peter Gabriel sagte einmal in einem Interview sinngemäß etwas wie:„The problem begins, when we begin to tell apart »us« and »them«. And the smaller »us« gets, the bigger gets »them« and then it’s easy to live in fear.“
Traurigerweise sammeln sich dieser Tage ja die Beispiele dafür, dass es Menschen so verzweifelt wichtig ist, Unterschiede zu machen – meist, um sich abzuheben. Um vermeintlich etwas besseres zu sein.

Beginnen wir mit einer Computer und ihren Kolleginnen. Ja, der Satz ist richtig, oder sagen wir: Er war einmal richtig, denn die ersten Computer waren Frauen. Zu computen war nämlich Drecksarbeit und außerdem war Krieg, da kann man sogar einmal Frauen an die Arbeit bekommen. So muss es in den Köpfen der Herren damals wohl abgegangen sein – was sie aber nicht daran hinderte, die Frauen ganz fix beiseite zu schieben, als ihr kleines Projekt dann ein bisschen Ruhm abbekam. Die Rolle der Frauen war auf einen Schlag wie ausgelöscht. Nachträglich: Great job, meine Herren. Wie erbärmlich.

Springen wir ins Jetzt. Wir haben ja natürlich ein / natürlich kein Rassismus-Problem in Deutschland, je nach Sichtweise. Politiker und solche die es gerne wären sitzen allsonntäglich in den Talkshows und dürfen darüber sprechen. Möchten darüber bestimmen. Besetzen mit ihren wichtigen Sätzen die Deutungshoheit und die ist: Wir sind alle nicht rassisistisch hier in Deutschland. Es mag Einzelfälle geben. (Je nach Ausrichtung folgt dann ein „aber“). Ich finds ja immer ganz schön, mal nicht über Menschen zu reden, sondern mit ihnen, oder sie in anderer Form einfach mal selbst zu Wort kommen zu lassen. Sie erzählen zu lassen, wie sich die Hebamme gefreut hat, dass Kind aber gar nicht ganz so dunkel ist. Great job, gute Frau. Ziemlich erbärmlich.

Wen man auch mal gut zu Wort kommen lassen kann ist jemand, der Tag für Tag mit den Flüchtlingen, die im Moment nach Deutschland kommen zu tun hat. Also so richtig vor Ort mit Menschen, nicht nur in Form von Formularen und Statistiken. Und die auch mit den Menschen zu tun hat, die helfen wollen und sich trotzdem mal eine Frage stellen, sich aber nicht mehr trauen. Und auf einmal fügt sich ein großes Bild zusammen und der Rahmen heißt: Fehlende Auseinandersetzung. Fehlende Aufarbeitung. Tabuisierung statt Diskussion. Das gesamte Spektrum zwischen Unsicherheit über Angst bis hin zur offenen Feindseligkeit geht nicht davon weg, dass man Anne Jauch oder Maybritt Will und den Kameras fix erklärt, das nicht ist, was nicht sein soll.
Great job, Deutschland. So erbärmlich.

OffTopic: Besonders schön finde ich übrigens, dass die Hälfte der Kommentare unter dem zuletzt verlinkten Text die fehlenden Großbuchstaben und die zu kleine Schriftgröße zum Thema haben. Ich denke, es geht uns eigentlich ganz super.


Ich war am Donnerstag bei Tina Dico …

Aus der Kategorie »just music«

… und ich habe natürlich auch etwas drüber geschrieben:

IMG_4658 10.48.52Auf meinem iPhone ist eine kleine App, die mir immer sagt, was ich letztes, vorletztes und vor 3, 4 und 5 Jahren am heutigen Tag gemacht habe. Morgens schaue ich immer einmal kurz drauf und erinnere mich.
Am Donnerstag Morgen sehe ich, dass ich exakt 5 Jahre vorher bei meinem ersten Konzert von Tina war. Na, wenn das mal kein gutes Zeichen ist.

Das Konzert damals war in Dortmund im Konzerthaus und Tina hat mich damals endgültig zum Fan gemacht. Aber das Publikum da war so lahm, dass ich – wenn immer es geht – lieber woanders hin fahre. Nach Köln zum Beispiel immer sehr gerne, so wie heute.

Wir sind zu dritt, als wir gegen halb acht am Gloria ankommen, außerdem treffen wir noch die beiden Gewinner der Tickets für Köln. Nachdem wir noch kurz geschnackt haben, gehen wir rein, bringen die Jacken weg und stellen dann fest: Oh, keine festen Plätze – und der Raum ist natürlich schon fast komplett voll.
Naja, sitzen wir eben nicht alle beieinander. Und eben weiter hinten. Dann gibts eben keine Fotos, aber egal, das wird schon passen.

Ziemlich pünktlich kommt Mads Langer auf die Bühne … weiter gehts drüben bei tinadicofan.de: Wie immer: Danke Köln!


WMDEDGT Oktober 2015

Aus der Kategorie »just people«

WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag“ und ist eine Idee der hochgeschätzten Frau Brüllen. Und ich will seit Monaten mal mitmachen, verpasse es aber immer. Hurra, heute nicht. Wie ging das nochmal, dieses Tagebuchbloggen?

Ach ja.

Der Tag fing mit einem großen Schreck an, ich wachte auf und die typischen „die Liebste rödelt hier rum“-Geräusche fehlten. Statt dessen schlief sie noch und ich konnte mich ca. 2mm vor einem hektischen „Schatz Du hast verschlafen“-Überfall zum Glück gerade noch daran erinnern, dass sie ja seit heute Herbstferien hat.

Also besser leise aufstehen, Tee, Toast, dem Katz den Katzenzoll geben und dann langsam ins Büro hoch.

Da überfiel mich dummereise sofort die große Hektik; vor allem musste ich mir mal auf die Schnelle ein Gewinnspiel aus den Fingern saugen, weil im Vorfeld weder die beteiligte Künstlerin noch ich das so richtig durchdacht hatten. Ich merkte das aber erst beim Formulieren …
Wer also gerne noch auf die fast vollständig ausverkaufte Tour von Tina Dico möchte, darf gerne sein Glück versuchen.

Dann klingelte Skype. Montags arbeite ich immer mit der weltbesten Serotonic zusammen. Wir machen Skype an und arbeiten an einem gemeinsamen Projekt. Es ist eigentlich meist ziemlich großartige Arbeit. Zum einen arbeite ich einfach unglaublich gerne mit ihr zusammen, denn wir haben in langjährigen Versuchen die optimale Mischung aus größtmöglichem Spaß und größtmöglicher Effizienz erreicht. Das Projekt ist über ein paar Jahre gewachsen und es ist inzwischen ganz schön komplex und die grauen Zellen sind danach richtig wach. Oder das erste mal für die Woche müde. Richtig geil.

Während wir noch arbeiteten ziepte es wieder unüberfühlbar im rechten Oberkiefer. Also spontan auf zum Zahnarzt. Wie bekannt sein könnte, habe ich da eine recht solide Panik und so waren die nächsten Stunden leicht anstrengend. Und mit dem Ergebnis „Da ist absolut gar nichts zu erkennen“ könnte ich eigentlich ganz froh sein, aber ich traue dem Braten noch nicht.

Wieder zu Hause fiel meiner Körpermitte auf, dass sie kein Mittagessen bekommen hatte, also gabs fix Salat, bevor meinem Hirn auffiel, wie müde es war und ich dringend ein halbes Stündchen die Augen zu machen musste.

Danach bin ich dann noch einmal hoch ins Büro. Da ich im Moment die Proben zu „Antigone“ im kleinen Theaterverein fotografisch begleite, brauchte meine Fotoseite einen passwortgeschützten Bereich. Den hat sie jetzt.
Und ich hatte spontan arbeitsbegleitend noch einen netten Schwatz mit der weltbesten Serotonic, die nämlich auch noch spät im Büro saß. Skype ist so super.

Gegen neun dann runter und der Liebsten erzählt, dass Serotonic begonnen hatte, Akte X mal von ganz vorne an zu gucken. Haben wir dann gleich mal nachgemacht. Nachdem ich sowohl Buffy als auch Twin Peaks im Jahr 2015 gar nicht mehr so dolle gefunden hatte, war ich erst skeptisch, aber nach den ersten paar Minuten kann ich sagen: Super Idee.

Dann ins Bett und beim letzten Blick aufs Laptop Pias WMDEDGT-Eintrag entdeckt, mich erinnert und noch schnell augerafft.


Twitter-♥ im August und im September 2015

Aus der Kategorie »just twittered«

Ich hab da einen Monat geschlampt. Ihr müsst mir das bitte nachsehen.


Mantra, heutiges

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Habt Ihr mal irgendeine Casting-Show geguckt? Ach kommt, irgendeine habt Ihr mal gesehen. Möchtegern-Models, Möchtegern-Sänger, Möchtegern-Tänzer, hm? Oder das Dschungelcamp?

Ihr erinnert Euch an die Model-WG? Das Bandhaus? Hübsche, Spa-bewehrte Villen mit fetten Küchen, netten Schlafzimmern für alle und einem guten Geist, der täglich frisches Obst und Gemüse vorbeibringt?
Wisst ihr noch, wie trotzdem schon nach zwei bis drei Tagen alle aufeinander losgegangen sind? Wie ein falscher Blick, eine Begegnung auf der Sonnenterasse oder am Pool für Stimmungs-Explosionen sorgen konnten?
Klar, wenn man so aufeinander hängt. Wer schon mal mit Freunden im Urlaub war kennt das.

Dabei waren die doch alle freiwillig da. Wussten, dass ihnen am Ende die Chance auf eine Band, ein Album, eine Tour winkten. Oder dass sie im Dschungel sogar für jeden Tag vier- bis fünfstellige Beträge bekamen. Und sie hatten vielleicht mal zu zweit ein Zimmer; im Dschungel wars zugegebenermaßen etwas weniger privat, aber Platz war da eigentlich auch.

Die aktuellen Flüchtlingsheime sind übrigens meist vollkommen überbelegt. Die Heime, in denen ich war, nutzen eine durchschnittliche Kinderzimmergröße für sechs bis acht Betten. Wer geflohen ist hat kein Geld, darf nicht arbeiten und darf die Stadt nicht verlassen. Die wenigsten Heime die ich sah, liegen super zentral – also hängt man halt den ganzen Tag da rum. Wie auch wegkommen ohne Geld und ohne Ziel?

Und ein Album gibts am Ende auch nicht.

Und wer sich wundert, warum es in Flüchtlingsheimen öfter knallt als sonstwo, der liest jetzt alles noch mal.


Überschuldung am Arsch

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Da hatte ich doch heute Morgen einen Brief im Briefkasten:

Ich übersetz das mal eben, ja?

Lieber Kunde, kommense doch am besten mit allen Ihren kleinen dummen Finanzkäufen zu uns. Erstens verdienen wir dann an Ihnen und nicht die Konkurrenz (die einfach schneller war, als die Medien-Märkte der Umgebung Finanzpartner suchten).
Und zweitens sind Ihre Kredit-Verpflichtungen bei eben diesen Banken wieder genullt und Sie können sich die neue Playsi wieder auf Pump kaufen.

Gerade in Zeiten, wo immer mehr Menschen durch diese vielfältigen Verlockungen in die Überschuldung geraten finde ich das doch ein äußerst verlockendes Angebot.


Jalousien?

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Ich so: Stehe an der Farb-Misch-Theke im Baumarkt und warte auf die Farb-Misch-Frau, die mir einer ihrer Kollegen hergerufen hat.
(Ich trage Jeans und einen blauen Sweater. Alle Baumarkt-Leute tragen komplett von oben bis unten firmen-rot)

Er so (relativ undeutlich): Sagen se mal, ich brauche ne Jalousie und ich hab mir die da hinten schon angeguckt und ich weiß aber …

Ich so: Sorry, wenn ich Sie unterbreche, aber ich arbeite nicht hier nd kenne mich mit den Jalousien nicht aus. Ich warte hier auch nur.

Er so: (ohne ein Zeichen des Verstehens) … nicht genau, wie ich die jetzt anbringen soll und die die ich mir angeguckt hatte, da kann ich nicht erkennen, ob ich die an meiner Wand …

Ich so: Wirklich sorry, aber: Ich. Arbeite. Hier. Nicht. Keine Ahnung.

Er so: Hä?

Ich so: Ich bin Kunde hier wie sie, ich kenne mich nicht mit Jalousien aus, ich kann Ihnen leider nicht helfen.

Er so: (leicht aggro) Sind Ihre Kollegen alle im Urlaub oder was?

Ich so: Es sind nicht meine Kollegen, ich weiß es nicht.

Er so: (mehr aggro) Wo sind denn die alle?

Ich so: Ich weiß nicht.

Er so: (ziemlich aggro) Soll ich jetzt etwa zur Info laufen und da Ihre Kollegin fragen?

Ich so: Ist nicht meine Kollegin, aber die kann Ihnen ebstimmt helfen.

Er dampft ab.

Ich pendle ein bisschen den Gang auf und ab, um „meine“ Mitarbeiterin nicht zu verpassen und höre von der Info sein Gemaule. Und dann die Mitarbeiterin: Ja, die Kollegin kommt gleich, die muss dann nur erst jemanden bei den Farben bedienen. Ich grinse.

Er mault: Sind die alle im Urlaub oder was?

Dann rennt er quer durch die Gänge los und triff exakt gleichzeitig mit einer Mitarbeiterin und mir wieder am Farb-Misch-Tisch ein. baut sich groß direkt vor ihr auf und …

Er so: Sagen se mal, ich brauche ne Jalousie und ich hab mir die da hinten schon angeguckt und ich weiß aber …

Sie so: Sorry, der Herr war vor Ihnen und da muss ich jetzt erst eine Farbe anmischen.

Er so: (ohne ein Zeichen des Verstehens) … nicht genau, wie ich die jetzt anbringen soll und die die ich mir angeguckt hatte, da kann ich nicht erkennen, ob ich die an meiner Wand …

Sie so: Entschuldigung, der Herr war vor Ihnen.

Er so: (guckt mich an) Welcher Herr?
Und zieht maulend ab.

Regie? Danke, war schön.


Über Fremdenfeindlichkeit und Veränderungen

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Ich könnte Frau Herrmans Worte verstehen, wenn ich mir vorstellte, Kultur sei etwas statisches. Wenn ich dächte, dass alles exakt so, wie JETZT in diesem Moment – oder vielleicht vor zehn Jahren (als alles noch viel besser war) – richtig und gut, abendländisch und deutsch ist, dann ist diese, meine kleine Vorstellung von Kultur und Leben natürlich in Gefahr.
Wenn ich dann noch fest daran glaubte, dass es verschieden wertige Kulturen gib… – ach nee, das darf man ja nicht mehr sagen – wenn ich also glaube, dass meine Kultur die beste unter lauter gleichwertigen Kulturen ist, dann ist diese, meine kleine Vorstellung von Kultur und Leben natürlich erst recht in Gefahr.

Und ich glaube, da liegt einer der Schlüssel. Denn natürlich war das noch nie so, ist nicht so und wird auch vermutlich nie so sein.

Die sogenannte Kultur eines Landes, eines Landstriches, einer Ortschaft ändert sich ja schon, wenn jemand aus dem anderen Dorf in meines zieht. Wer – wie ich – auf dem Dorf groß geworden ist, der weiß zwar, dass auch das manchmal schwierig sein kann, aber schon wenn das eine Dorf „Küchenmesser“ zum Küchenmesser sagt und das andere „Hümmelken“, dann ändert sich ein ganz winzigkleines bisschen Kultur. Und ein paar Generationen später kennen beide Dörfer beide Begriffe.

Und so hat sich auch in unserem Deutschland eine wilde Mischung aus den vielen irgendwann zu Deutschland zusammengefassten Herzogtümern, aus bayrischer Gemütlichkeit und nordischer Kargheit zu etwas zusammengefunden, was wir deutsch nennen. (Ja, ich weiß, dass sich der Deutsche noch immer mehr regional als national definiert) Wir parken die 2 (arabische Zahlen) SUVs (englische Abkürzung) in französichen Garagen. Usw.

Und nur wenn ich glaube, dass exakt diese Mischung zum exakt jetzigen Zeitpunkt der einzig mögliche Zustand ist, dann muss es mir Angst machen. Dann bleibt mir nichts anderes, als dahinter eine böse Absicht, perfide Pläne geheimer Organisationen oder Kreisgtreiberei zu vermuten. Weil ich mir nichts anderes vorstellen kann.

Aber: Things change. Schon immer. Und das ist auch gut so, denn sonst würden wir noch immer ängstlich aus dem Wasser heraus auf die Bäume schielen. Und statt endlich drauf und später wieder runter zu steigen, würden wir überlegen, wie wir uns vor diesen bedrohlichen Dingern verteidigen können.

Ist aber zB Frau Hermanns Blick auf Kultur so eng, dann hat sie – in ihrer Welt – Recht: Die Kultur wie sie sie jetzt kennt wird sich ändern, wird am Ende nicht mehr so, evtl nicht mehr da sein. So wie sie sich schon seit Jahren ändert, so wie die gutbürgerlichen Gaststuben weniger geworden sind und es dafür Döner- und Burgerläden gibt. So wie tante Emma-Läden weniger werden, so wie es kaum noch Hufschmiede, Korbflechter und Kutschenbauer gibt.
Oder wie es Rom – in der Form wie es mal war – zum Beispiel auch nicht mehr gibt.

Veränderung eben.

Aber warum so Angst vor der Veränderung?
Ich denke, die eine Hälfte hat Angst vor Veränderung, weil Veränderung für sie einen Abstieg bedeuten würde. Bin ich Bürgermeister in einem traditionell deutschen, konservativen Dorf, dann bedeuten Ausländer, „Gutmenschen“, andersdenkende, Freigeister für mich vielleicht weniger Wähler, sie greifen meine Privilegien an. Vielleicht bin ich nach der nächsten Wahl nicht mehr Bürgermeister, wenn zu viele von denen kommen.
(Das führt einen ja ganz am Rande zu einem etwas größeren Gedanken: Bin ich Bundeskanzlerin, dann bedeutet sowieso jede Veränderung einen Abstieg.)

Die andere Hälfte hat Angst vor Veränderung, weil bisher in ihrem Leben jede Veränderung eine Verschlimmerung bedeutete. Neue Schule? Es wurde schwerer. Schule zu Ende? Arbeitslos. Neue Hartz4-Gesetze? Strengere Regeln. Alles wird teurer, alles anstrengender.

Und die dritte Hälfte, die hat vielleicht Angst, weil sie meint, Veränderung bedeute einen Abstieg. Die hat sich vielleicht gerade so viel erarbeitet, dass sie das Gefühl hat, es geschafft zu haben und das soll jetzt so bleiben.

Und ich glaube, diese Angst der Mitte, die ist auch menschlich. Nicht jeder von uns ist ein Amerika-Entdecker, der aufs Geradewohl nach Westen fährt ohne zu wissen, ob da noch was kommt.

Aber zwischen nicht nach Westen-segeln und alles Fremde anzünden ist ja viel, viel, viel Platz.