Die Links der Woche (II)
Aus der Kategorie »just linked«
- Der Journalist Bernd Gäbler hat die gängigen TV-Highlights daraufhin untersucht, was für Werte vermittelt werden: Überraschung, es kommt wenig Gutes dabei heraus – wenn man nicht zufällig auf ein angepasstes Leben in einer Dikatatur steht. Dummerweise liest keiner die Studie. Zu wenig Nachrichtenwert vermutlich?
Medientagebuch ǀ Eine TV-Studie wird ignoriert (www.freitag.de)
»Klum und Bohlen spielen nicht Monarchie. Sie spielen Diktatur. Der Totalitarismus feiert im Fernsehen fröhlich Urständ, und eine ganze Generation will unbedingt dabei sein.« - Themenwechsel: Schule. Alle haben es schon immer geahnt, die Witze kursieren seit Ewigkeiten durch On- und Offline-Gespräche und es ist auch untersucht worden: Schüler rechnen aus der Anzahl der Kartoffeln und der Farbe des Treckers das Alter der Bäuerin aus. Why the fuck? Ich erinnere mich, so einen Mist nie gerechnet zu haben, ich habe in Mathe immer Fragen gestellt, bis ich dann mit einer soliden fünf kaltgestellt wurde und verstummte. Vielleicht war das gar nicht die Ausnahme?
Schulmathematik absurd: 26 Schafe + 10 Ziegen = 36 Jahre (www.spiegel.de)
»Im Unterricht werden Textaufgaben intensiv geübt. Die Texte selbst sind meist belanglos und haben mit dem tatsächlichen Leben der Kinder wenig zu tun. Wozu sollen sie die Aufgabe dann genau lesen, wenn sie ja immer wieder nur Zahlen in eine Gleichung einsetzen? In der Regel ist bei den Textaufgaben zudem jene Rechenoperation gefragt, die gerade im Unterricht besprochen wurde.
Und in den Aufgaben wird nicht nach dem Sinn gefragt, sondern nach einer Zahl. Das haben die Schüler im Unterricht schnell verinnerlicht.
Die Kinder verhalten sich so, wie es von ihnen erwartet wird. Wenn sie merken, dass bei der Aufgabe etwas nicht stimmen kann, rechnen sie trotzdem weiter und geben die Schuld dann dem Aufgabensteller« - »Aber muß man denn sein ganzes Leben im Internet ausbreiten?« – die Frage kennt wahrscheinlich jeder hier. Meike gibt eine mögliche Antwort: Offenheit macht bulletproof. Erinnert mich an Robbie Williams, der bei Raab mal reinkam, die Hose runterzog, der Welt seinen Hintern zeigte, sich setzte und erklärte: Jetzt könne ihm ja nichts mehr passieren.
Ich glaube: Es sind die scheuen, aber schönen Seelen, die gut mit so etwas fahren. Tina Dico hat übrigens ein Lied mit dem Titel »You Wanna Teach Me To Dance« auf ihrem neuen Album. Guckt das Video und wisset, warum ich es hier erwähne.
Die Evolution meiner Offenheit (www.fraumeike.de)
»Ich gehe nackt und ohne Waffen durch mein Leben und wenn mich tatsächlich jemand verletzen will, dann sagt das mehr über ihn als über mich aus. Er gibt sich der Lächerlichkeit preis, nicht mich.« - Und zum Schluß eine ganz wunderbare Liebesgeschichte. Funktioniert nur, wenn man beide Teile liest.
Woher hätte ich wissen sollen… (kreuzundquerbeet.wordpress.com)
»Cool, jetzt weiß ich ihren Namen. Geschickt gemacht. Ich bin gut.«
und
Wir beide stimmen. (kreuzundquerbeet.wordpress.com)
»Es ist jetzt fünf. Ich muss noch eineinhalb Stunden warten. Immerhin. Um drei Uhr war es noch länger.«
