Ich bin Webworker

Aus der Kategorie »just people«

1. Was machst du beruflich?

Ich nenne es „Webdesigner und Internetconsultant”.

2. Was ist gut – was ist nicht so gut daran?

Ich verbringe den ganzen Tag mit meiner großen Liebe, dem Web. Ich schreibe rein, ich gestalte Zeugs dafür, ich erkläre es anderen Menschen, die sich darüber freuen, dass ich mich damit auskenne und manchmal schreibe ich auch darüber. Und selbst, wenn ich mich völlig hirnlos durch facebook prokrastiniere kann ich immer noch behaupten, dass ich gerade etwas recherchiere. (Das ist so ähnlich wie der Gitarrist, der nachmittags halbtrunken auf der Couch vor sich hinklimprt und natürlich „komponiert”, denke ich). Das alles ist echt ziemlich töfte, weil ich dieses Web wirklich liebe.

Nicht so prima ist es, dass viele Menschen nicht verstehen, was ich mache. Manchmal macht das in bestimmten sozialen Situationen etwas einsam. Wenn sie mich fragen, ob ich denn dann auch jemanden wüsste, der ihnen eine „Homepage macht”, nachdem ich erzählt habe, was ich tue. Oder wenn sie mir erklären, was ihr Windows 98-PC letzte Woche für seltsame Fehlermeldungen gemacht hat und ob ich die reparieren kann. Und erst recht, wenn dann plötzlich alle erzählen, was ihre Windows 98-PCs letzte Woche …

Und was auch manchmal gar nicht so einen Spaß macht: Wenn ich merke, dass Menschen mit ganz wenig Ahnung und viel Macht zwar einerseits für ihren eigenen Machterhalt am liebsten die Gehirne ihrer Bürger/Angestellten/Mitmenschen verkabeln und anzapfen würden – andererseits aber so eine Angst vorm Vernetzen haben, dass sie am liebsten das ganze Web kaputtsperren möchten.

3. Was wäre dein absoluter Traumberuf?

Trotz der zwei genannten „abers” – ich habe meinen Traumberuf.
Früher wäre ich gern auch mal Musiker geworden, ich denke, ich bin ein ganz passabler Bassist. An zwei Stellen, als ich darüber nachdenken musste, ob das eine ernsthafte Geschichte mit uns beiden, der Musik und mir werden könnte, habe ich aber gemerkt: Fummeln ja – aber nicht „Ja, ich will!”

4. Warum gerade dieser?

Sex. Drugs. Rock’n’Roll. Oder so. Und nachmittags halbtrunken auf der Couch vor sich hinklimpern und behaupten, man arbeite. Was man sich halt so vorstellt.

Via Anke, Isa, Percanta.


Und da fragen Sie sich, warum wir dieses Internet lieben?

Aus der Kategorie »just links«

 

Young me/me now


Die Ringrocker suchen den Superstar

Aus der Kategorie »just links«

 

Auch bei facebook.

Ich find’s lustig.


Parainformatik

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Während ich es normalerweise so kenne, dass man bei der Entwicklung von Software oder Websites versucht, das Verhalten des Benutzers vorherzusehen, beschäftige ich mich im Moment quasi mit dem Gegenteil.

Seit ein paar Tagen laufen sowohl hier als auch ein paar Büros weiter Testaufbauten, die nachstellen sollen, was bei einem Kunden in Weit-weit-weg passiert.
Dummerweise lässt sich der Fehler bei aller Mühe nicht reproduzieren und so haben wir gestern versucht, aus dem – für uns völlig unlogischen – Verhalten der Software das vorhergegeangene Verhalten des Benutzers quasi rückwärts zu verstehen.

Ich beantrage, diese Disziplin „Parainformatik” zu nennen. Mulder? Wo sind Sie?

(Es geht übrigens um etwas sonst so simples wie die Verbindung einer Mailbox mit einem Mailclient. Muß man auch mal erlebt haben.)


Apple kann in die Zukunft sehen

Aus der Kategorie »just people«

Screenshot vom 29.3.2010

Aber wer wird denn kleinlich sein?


Count to ten

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Ich versuche eigentlich, in meinem Leben möglichst wenig missionarisch zu wirken. Soll doch jeder so leben, wie er möchte.
Und ich habe es ja auch leicht: Wenn ich von etwas so begeistert bin, dass ich es aller Welt ständig und dauernd erzählen möchte habe ich ein Blog, in dem ich das dann „Empfehlen” nennen kann.

Voila: Die Empfehlung des Tages:

Im Moment bin ich – wieder einmal – total begeistert von Tina Dico. Als ich gerade die kleine, intime Version von „Count to ten” suchte, die sie bei „Inas Nacht” gesungen hat stieß ich dabei auf einen Auftritt beim Roskilde-Festival.
Einen größeren Kontrast als diese beiden Auftritte kann ich mir kaum vorstellen – und damit auch kaum einen besseren Beweis für die Qualität dieses Songs, der sowohl in der kleinen Kneipe als auch vor mehreren tausend Menschen funktioniert.

 

 


Digital native? Ja wie?

Aus der Kategorie »just people«

Natürlich habe ich solche Situationen wie die, die Mellcolm da gestern so wunderschön beschreibt, auch schon erlebt.
Natürlich begegnet auch mir regelmäßig eine Mischung aus Unglaube und Mißtrauen gegenüber „diesem Internet”. Und manchmal – so vermute ich – auch ein bisschen Neid, weil der andere das Gefühl hat, etwas zu verpassen.
Und einer meiner Leser wird nicht müde, immer wieder „Weiß ich schon! Hab’ ich gelesen!” zu rufen, wenn die Rede auf eine Situation kommt, die auch schon hier im jawl ihren Platz fand.

Letztens las ich irgendwo sinngemäß den Satz „Wenn ich nachts um vier aufwache checke ich meine eMails, das macht mich zum digital native”.
Was natürlich Quatsch ist, das ist höchstens ein Syptom. Noch dazu meiner Meinung nach ein eher ungesundes.

Wie so oft, wenn ein Phänomen unverständlich ist, dann reduziert man es aber erst einmal auf die Symptome, denn sie sind sicht- und greifbar. In diesem Fall sind das eben die benutzten Tools und wer nach facebook oder twitter, nach Forum, Wiki, Blog oder sonstwas, was gerade hip ist fragt, der ist eigentlich schon einen Schritt zu weit.

Denn eigentlich ist es doch ganz einfach: Wer nicht versteht, warum man im Web einen Teil seines Alltags teilt, der sollte einfach den Nachbarn am Gartenzaun zuhören.
Wenn sich ein Tool dafür eignet, dann wird es benutzt. So war das schon immer – Rauchzeichen waren töfte, bis die Telegraphen kamen und die waren ziemlich schnell abgemeldet, als Telefone aufkamen.
Gartenzaun- und Wartzimmerplaudereien waren schon immer hip und genauso ist facebook klasse, Buzz nicht ganz so und Beepworld-Gästebücher irgendwie von gestern.

Weil: Eigentlich ist es noch einfacher: Wir machen gar nichts anders, als „die analogen”. Wir leben nur hier.

Nein, stop, noch simpler: Wir leben nur und nutzen das hier dazu.


This day officially sux

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Die Migräne (von griech. ἡμικρανίον, hemikranion, hemikrania „halber Schädel“) ist eine neurologische Erkrankung, unter der etwa 10 % der Bevölkerung leiden. Sie tritt bei Frauen etwa dreimal häufiger auf als bei Männern und hat ein vielgestaltiges Krankheitsbild. Dieses ist bei Erwachsenen typischerweise durch einen periodisch wiederkehrenden, anfallartigen, pulsierenden und halbseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet, der von zusätzlichen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) begleitet werden kann.

… sagt die Wikipedia.

Ich sage: Die Liebste hatte mir eine Konzertkarte geschenkt und ich sollte exakt jetzt in Berlin sitzen und Herrn Gabriel bei der Vorstellung seiner neuen Lieder zuhören. Die Migräne, mit der ich heute Morgen aufwachte und die mir Fahrt und Konzert unmöglich machten waren da anderer Meinung.

Wie gesagt: This day officially sux