iTunes-Stöckchen

Aus der Kategorie »just jawl«

Jippie. Ein Stöckchen, das Musik, und Statistik verbindet. Gefunden bei Kiki.

Statistik
6696 Objekte (davon 63 TV-Serienfolgen und 4 Musikvideoclips. Kein Podcast.)
Das macht 20,3 Tage und 44,73 GB.

Kürzester und längster Track (ohne Hörbücher)
Ich ‚abe doch gar keine Hörbücher. Hörbücher find ich doof …
Wirklich kurz ist »Ja die, die Elbe« mit angezeigten 0:00. Ein Track, den ich jetzt letztens beim Theater gebraucht habe, der zählt also nicht richtig, Von daher:
»Let’s Dance (Interlude)« (0:08) von Janet Jackson dürfte das kürzeste echte Musikstück sein, »Bitches Brew« von Miles Davis das längste (27:00)

Wenigsten und meisten Titel pro Genre

Nur einen Titel habe ich von ..: »Top40«: »Independent Woman« von Destinys Child.

Die meisten Titel von ..:
Wie finde ich das denn raus?
Ich nehme an, dass sich Rock, Soul und Jazz die Top drei aufteilen.

Erster und letzter Track (Titelname)
»Abgesang« von Jan Reuter. Der ist ein ehemaliger Freund und der macht gute Musik.
»55555« von der Jazzkantine ist auch hier das letzte. Äh der letzte.

Erster und letzter Track (Hinzugefügt)
Da ich meine Mediathek letztens neu importieren musste gibts keinen ersten Track.
Zuletzt kam »Ich dachte schon« (Live aus den Docks) von Selig dazu.

Erster und letzter Interpret
– A.I. (mit »Artificial Intelligence«)
– 10.000 Maniacs (mit ihrer Version von »Because the night«)

Erstes und letztes Album (Titel)
– »A’schklar« von Stoppock
– »11000 Clicks« von Moloko *räusper* Ist das überhaupt ein Album? Oder ist das mein MP3-Export der Live-DVD? Ich denke letzteres.

Die fünf meistgespielten Tracks
Sagte ich schon, dass ich erst kürzlich meine Mediathek neu aufbauen musste und dementsprechend so eine Frage eher witzlos ist?
Vorne liegt »Ching ching ching« von Nikka Costa mit schlappen 25 mal. Dann dreimal Tine Dico mit »He doesn’t know«, »Get to know you« und »In love« mit je 12mal und dann nochmal Nikka mit »Prowhoa« (11).
Aussagekräftiger dürfte mein last.fm-Profil sein, das ist nämlich deutlich älter als die aktuelle Mediathek.

Fünf Songs im Partyshuffle
Partyshuffle? Kann man den aus iTunes rausschmeissen? Wenn ja, dann hab ich das wohl getan.

Suche nach folgenden Begriffen – wieviele Songs tauchen als Ergebnis auf?

Sex: 111. Großen Anteil haben die Chili Peppers mit dem Album »BloodSugarSexMagik«, auch Frau Kaas mit dem Album »Sexe fort« und Mr. Brown (»Sex Machine – the very best of James Brown«) machen mit.

Death: 2. Police mit »Deathwish« und »Death of a martian« von den Chili Peppers.

Love: 236. Die Lovekrauts ganz vorne (haha), Sting mit seinem »Sacred love« auch. bei den Titeln führt Sheryl Crow.

You: 534. Vorne liegen The Police und Roxette.

Home: 46

Boy: 44. »Space Cowboy«, Baby

Girl: 115. *räusper* Spice Girls.

Das alles ist nur sehr mittelprächtig repräsentativ, denn erwähnen muss ich neben dem kürzlich erfolgten Neuaufbau auch, dass auf einer anderen Platte noch 8GB mit Musik lagern, die nicht in der Mediathek sind. Irgendwann gegen Ende der Import-Orgie verließ mich die Lust etwas. Außerdem gibts da noch einen Meter Langspielplatten, ein paar Meter CDs und viele Meter Cassetten, aber danach war ja nicht gefragt …


Einfach nicht daran denken

Aus der Kategorie »just people«

Seit 2001 sind in Europa 247 Personen durch einen Anschlag ums Leben gekommen. (Quelle: untenstehender Film)

Seit 2001 hat es in Deutschland ca. 900 neue Lotto-/Toto-Millionäre gegeben. (Quelle)

Also? Don’t be frightened.

Doch einfach zu sagen, »Denk doch nicht daran« ist quasi unmöglich, denn unser Gehirn kann nicht nicht denken. Wenn ich jetzt hier zum Beispiel sage »Denk nicht an eine Banane« – na, woran hast Du gerade gedacht?
Und da wir ja gerade eher in Zeiten leben, in denen uns ständig gesagt wird, dass wir daran denken müssen ist das nicht leicht.
Aber zu wissen, wie unser Denken funktioniert hilft oft, zu sehen, wenn es manipuliert werden soll.

Und daher: Ich habe keine Angst.
Hätte ich welche, dann sollte ich dringend anfangen, Lotto zu spielen.


Vielen Dank für Deine eMail

Aus der Kategorie »just people«

Ich verstehe, dass Du diese PowerPoint-Präsentation die Du gerade bekommen hast sehr lustig fandest. Ist sie bestimmt auch. So lustig, dass Du sie sofort an alle Deine Bekannten (aka. „gesamtes Adressbuch“) weiterleiten wolltest. Verstehe ich.

Aber: Ich sitze jeden Tag am Web. Jeden. Jeden Tag zwischen zehn und fünfzehn Stunden. Oder mehr. Ich lebe „always on“. Die Chance, dass ich all die lustigen Bilder schon gesehen habe, die da jemand sorgsam in das am wenigsten geeignete Format zusammengestellt hat, diese Chance ist also sehr, sehr groß.

Apropos „groß“.
PowerPoint, wenn es von unkundigen bedient wird, hat die Eigenschaft, recht große Dateien zu produzieren. Natürlich habe ich – wie Du bestimmt schon ganz richtig vermutet hast – einen schnellen DSL-Anschluss, so das große eMails nicht mehr so ein Problem sind.
Da ich aber – wie gesagt – „always on“ bin, aber nicht den ganzen Tag an meinem Schreibtisch sitze, rufe ich eMails auch gerne mit meinem Handy oder über ein WLAN im nächsten McDonalds ab.
Da sind solche eMails schon wieder etwas anstrengender.

Apropos „anstrengend“.
Ich bekomme am Tag zwischen fünfzig und hundert Mails. Plus täglich mehrfache Lotto-Gewinnbenach­richtungen, Tipps, wie ich meine Geschlechtsorgane ins Unermessliche vegrößern kann, Tipps, wo ich am besten Geld anlege, Angebote, Uhren zu kaufen oder sogar vertrauliche Anfragen, Geld aus Nigeria hinaus zu transferieren. Und ein paar einige zig nie gewollte „Newsletter“.
Eine meiner Hauptaufgaben jeden Tag ist es also, gedanklich zu filtern. Innerhalb von Sekunden festzustellen, ob etwas unwichtig oder wichtig, privat, geschäftlich, von meinem Verein oder meiner Partei kommt, ob es jetzt!, jetzt, gleich, später, irgendwann einmal oder aber nie wichtig ist. Ob es archiviert werden muss oder aber beherzt sofort gelöscht werden kann.
Da wir beide ja befreundet sind bekommen Deine eMails da in der ersten Microsekunde einen Vertrauensvorschuss, der aber – wie Du vielleicht nach den schon genannten Punkten fast befürchtet hast – im nächsten Moment dann verpufft. Das ist doch schade. Ich könnte dann ja eventuell aus Versehen Deine nächste „echte“ eMail ungelesen löschen.

Apropos „befreundet“.
Wir beide kennen uns ja schon ein paar Tage. Ich habe auch ein paar Deiner anderen Freunde schon einmal kennen gelernt – aber: Ich kenne nicht Deinen ganzen Bekanntenkreis (aka. „gesamtes Adressbuch“). Und vielleicht hat das sogar an mancher Stelle auch gute Gründe, man weiß es ja nicht. Und deswegen möchte ich nicht, dass Deine ganzen Freunde und Bekannten als erstes von mir meine eMail-Adresse haben.

Du sagst, dass meine eMail-Adresse aber doch offen im Web steht? Ja, das ist die öffentliche. Menschen wie Du kennen eine andere Adresse, eine private. Die ist nicht Spam-verseucht und hat deswegen beim oben erwähnten gedanklichen Filtern ebenfalls einen Vertrauensvorschuss.
Wie Du vielleicht verstehen kannst, möchte ich nicht, dass diese private Adresse sich willkürlich verbreitet.

Außerdem sammeln viele eMail-Programm jede Adresse, derer sie habhaft werden können automatisch. Und wenn dann einer Deiner Bekannten demnächst eine PowerPoint-Präsentation auch lustig findet und sie an sein ganzes Adressbuch schickt, dann bekomme ich sie auch. Von einem mir unbekannten Menschen. Will ich das? Würdest Du das wollen?

Apopos „wollen“.
Falls Du das alles gar nicht lesen wolltest, Dir das alles schon wieder viel zu lang und zu kompliziert war und Du findest, ich soll mich nicht anstellen, dann kann ich das auch kürzer sagen:

Verschon mich mit Deinem PowerPoint-Scheiß und lerne endlich, BCC zu benutzen!


Red

Aus der Kategorie »just movies«

Trotzdem waren wir wieder im Kino. Red haben wir geguckt. Einen netten, belanglosen Abend nach einem anstrengenden Wochenende nach einer anstrengenden Woche hatten wir erwartet.

Und was soll ich sagen? Überrascht wurden wir. Weil uns die überdrehte Mischung irgendwo zwischen A-Team und Guy Ritchie, zwischen Ocean’s Eleven und Tarantino gefallen hat.
Nichts war neu, die Geschichte eines Ex-Agenten der überraschend überfallen wird, sich gegen eine scheinbare Übermacht durchsetzen muss und dazu erst sein altes Team wieder zusammensucht hat man so oder in Abwandlungen schon diverse Male gesehen.
Aber die Zusammensetzung stimmte eben, Tempo, Humor und Gefühl ebenfalls. Ein guter Wochenabschluss.

Und den Nachtsichtgerät-bewehrten Sheriffs war die letzte Vorstellung, die der Film noch gezeigt wurde auch keine Mühe wert. Man fühlt den Unterschied, ob man beobachtet wird oder nicht.


Überwachungs-Kino

Aus der Kategorie »just people«

Falls hier jemand mit juristischen Grundkenntnissen mitliest …

Nehmen wir mal an, jemand geht ins Kino. Kauft sich unten im Foyer seine Eintrittskarte und marschiert ca. eine halbe Stunde später hoch zum Kino.
Sieht dann beim Öffnen der Tür eher zufällig an der Innenseite der Kinotür, dass da ein »Raubkopierer sind Verbrecher … (sehr groß) … und deswegen überwachen wir diesen Raum mit Nachtsichtgeräten (recht klein)« – Plakat hängt.
Wird dann von einer sehr unfreundlichen Frau dazu gezwungen, sein Handy auszuschalten – nein, es geht nicht um lautlos, Sie können sonst den Film mitschneiden, Sie machen das aus sonst kommen Sie nicht rein.
(Wundert sich nach dem Film, dass das Plakat verschwunden ist)

Nehmen wir das also mal an …
Erstens: Ist das insgesamt rechtlich ok?
Und zweitens: Falls ja – das müsste doch schon unten an der Kasse angekündigt werden, oder?

Abgesehen davon: Liebe Filmindustrie, falls Ihr also gerade nach wirklich wirkungsvollen Möglichkeiten sucht, die Menschen aus den Kinos zu treiben – so geht’s.
Geht doch sterben.


so kann’s gehen

Aus der Kategorie »just people«

Als ich ihn kennen lernte, war er recht cool. Sah gut aus, war sportlich und klug. Spielte im angesagten örtlichen Sportverein und schaffte den Balanceakt bei Mitschülern und Lehrern gleichermaßen beliebt zu sein. Und sogar Mädchen, die in unsere Klasse hinein sitzenblieben fanden ihn interessant – und Ihr wisst, Mädchen interessieren sich nie! für jüngere Jungs.
Also wirklich recht cool. Die ideale Ergänzung zu mir.

Haha. Nein, im Ernst: Wir freundeten uns an, recht schnell recht gut sogar. Saßen schnell nebeneinander und begannen, nicht mehr die kleinen verschämt zusammengefalteten Zettelchen hin und her zu schieben, sondern nahmen lieber aus dem Collegeblock gerissene A4-Zettel, weil wir uns eh immer viel mehr zu erzählen hatten.
Und als ich mir überlegte, mit dem Tramper-Ticket mal das deutsche Bahnnetz zu erforschen war er der Partner der Wahl.

Gleichzeitig lernte er sie kennen. Sie war toll. In Amerika wäre sie vermutlich homecoming queen geworden – hierzulande reichte es nur für das Amt der Klassensprecherin. (Nebenbei hat sie mir damit mehr als einmal die Versetzug gerettet, indem sie die Anzahl meiner unentschuldigten Fehlstunden wieder in den Bereich des tolerierbaren korrigierte.)

Die beiden wurden das erste ernsthafte Paar unserer Klasse.
Ganz langsam veränderte er sich. Hörte auf, sich mit mir zu schreiben, sie sah das nicht so gerne. Trug die Haare kürzer, das mochte sie lieber. Trug richtige Schuhe und keine Sneaker – die damals noch Turnschuhe hießen – mehr. Reagierte seltsam, als meine Haare immer länger wurden.
Außerdem wurde er jähzornig. Bekam seltsame Ausbrüche und schmiss dann gerne mal etwas kaputt.

Sie zählte derweil für beide die nötigen Punkte fürs Abi und guckte komisch, als ich ihre Ratschläge, ich müsse mich jetzt einmal zusammennehmen nicht hören wollte.

Die Studienfahrt in der zwölf haben wir aus alter Gewohnheit noch in der selben Gastfamilie verbracht – aber da stellte er schon vorher die Forderung auf, wir würden aber »nicht die ganze Zeit über das Leben und so reden«

Und als sie auf einmal mit dem Typen mit den grünen Haaren durch die Stadt zog litt er, wie ich noch nie jemanden habe leiden sehen. Dauerte aber nur ein paar Wochen, dieses Intermezzo mit dem Typen mit den grünen Haaren.
Danach hat er nicht mehr mit seinen alten Freunde gesprochen, und stand nur noch bei ihrer Clique rum.

Vor ein paar Tagen habe ich die beiden im Supermarkt gesehen. Er sah aus, wie von Mama angezogen und ich habe sehr gehofft, dass ich genauso tiefunglücklich ausgesehen habe wie er. Denn dann könnte es einfach daran gelegen haben, dass es eben halb sieben an einem Freitag Abend im Supermarkt war.
Und nicht an irgendetwas, das tiefer saß.


Alles nur Theater?

Aus der Kategorie »just people«

Gestartet im Sommer. Bilder gemacht. Menschen begleitet. Freunde begleitet.
Intensiver im Herbst. Töne gemacht. Eine Freundin begleitet. Den Weg weiter gegangen.
Menschen getroffen. Bekannte und unbekannte.
Menschen lieben und welche verachten gelernt.

Mein Förmchen, Dein Förmchen, meiner ist der längste. Ich red nicht mit Dir, komm betteln und fragen. Schlüssel gibts nicht, Werkzeug gibts nicht, geht eh nich und vor allem nicht ohne mich.
Die ganzen alten Spielchen.
Ging aber doch.

Stöcke zwischen die Beine galore. Ignoranz, Desinteresse, geheucheltes Pseudoengagement. Dies geht so nicht und jenes nicht, dies ist wichtiger, und jenes auch. Geht eh alles nicht und vor allem nicht ohne mich.
Aufgestanden, aufgerappelt, weiter gegangen.
Ging nämlich doch.

Die Seele aus dem Leib gespielt oder aber stundenlang gewartet. Geflüstert, geschrieen, geweint, gelacht oder aber auch stundenlang nichts zu tun.
Menschen lieben gelernt. Dankbarkeit, dabei zu sein. Ich danke Euch.

Vier mal bewegte Menschen. Vier mal dankbare Blicke und Worte. Vier mal ehrlicher Beifall.

Heute in einer Stunde alles wieder abgebaut.

Alles nur Theater.


Richtung Süden flieh’n

Aus der Kategorie »just people«

Zieh‘ meine Jacke an – geh‘ durch die Stadt
Das Neonlicht glänzt und die Augen sind matt
Aggressives dumpfes Körpergefühl
Das Gesetz der Savanne regiert das Kaufhausgewühl

Die Sinne verschlossen, in Ketten gelegt
Den Blick auf die vermeintliche Freiheit gelenkt

Kalte November-Innenstadt – träume nur davon
Will mit den Vögeln Richtung Süden zieh’n
Dunkler Himmel über Deutschland
In meine eignen vier Wände flieh’n
Dunkler Himmel über Deutschland
Zieht den letzten Nerv, raubt Dir den Verstand
Abegfüllt, überfressen, ausgebrannt.

Will mit den Vögeln Richtung Süden zieh’n.

(Beckmann, schon 1994)