Für mich immer noch richtig geil

Aus der Kategorie »just music«

„Wie wars denn?” fragte mich gestern Abend noch jemand bei facebook, als ich brav meinen Status auf „Zurück vom Fanta Vier-Konzert” aktualisiert hatte. Und ich merkte: Ich eier’ so ein bisschen rum.

Warum eigentlich? Das war ein wirklich gutes Konzert – wie der Westen zum Beispiel auch schreibt.
Ich mag die neue CD nach den ersten drei-mal-hören schon recht gern (ist halt an manchen Stellen etwas sperriger), das „neue” FZW ist total schön, die Stimmung in der Halle war gut, die Vier waren so gut drauf, wie man am Tourauftaktabend nur gut drauf sein kann und fandens selbst wohl auch ganz gut
Nur ich, ich weiss nich sooo, wenn man mich fragt. Wieso eigentlich?

Fanta Vier im FZW

Ok. Neben mir standen ein paar Honks, die ihren Popo nur bewegten, um sich weiter vor mich zu schieben. Das ist halt doof.
Aber ich glaube, das größere Problem ist: Ich hab schon zu viele gute FantaVier-Konzerte gesehen. War in der Höhle beim Unplugged dabei, hab mal einen Geheimgig unter falschem Namen und mit aufregenden gefälschten vor der Halle spontan gekauften Tickets erlebt, ich war vor drei Jahren bei dem unglaublichen Touropener in Eupen (Smudo wird sich nicht erinnern, dass er mich begrüßt hat. Ich schon).

Also nochmal anders: Die Vier haben ein richtig geiles Konzert gegeben. Die Stimmung war geil, die Songs sind klasse. Nur ich bin ein alter, mäkelnder Sack.

Danke, Ihr Vier! War geil.


Nippiflippihellyeah!

Aus der Kategorie »just jawl«

(Alle – und das sind fast alle – die jetzt nicht angesprochen sind: Entschuldigt. Ich muss mich hier mal eben völlig zum FanBoy-Affen machen. Besten Dank fürs Verständnis)

In den Zeiten unserer allseits geliebten Social-Dingsbumse hat es sich ja eingebürgert, die vorgeschlagene Torte bei facebook anzuklicken, etwas mehr oder minder sinnvolles dazuzuschreiben – und schon hat man bei den social-Web-Freunden seine Geburtstagspflicht und Schuldigkeit getan. (Auch wenn man, wie wir ja lernen durften, Torten nicht mögen kann.)

Heute hat aber wer Geburtstag, dem möchte ich gerne hier gratulieren.

Ich habe mal geschrieben, dass ich so bloggen (und trinken) können möchte wie sie. Und daran hat sich nichts geändert.
Ich liebe ihre Rants, ihren Blick auf die Welt, immer wieder ihre Rotzigkeit. Ich freue mich immer wieder über den ganzen Kram, den sie im Web entdeckt und ich könnte immer noch vor Respekt umkommen, dass sie einfach ihr Blogdings zugemacht hat, als die Zeitung sie entdeckte.
Und ich weiß noch genau wie froh ich war, als ich das Nachfolge-Blog entdeckt hab.

Letztens sagte sie, sie würde weniger bloggen weil Gott will, dass sie ein Buch schreibt. Ich schließe mich Gott da ausnahmsweise an.

Gratuliere Dir!


Apfelkisten, Bastelkisten. Und so.

Aus der Kategorie »just tools«

Eine Sache, die mich immer wieder erstaunt: Wenn erwachsene Menschen beginnen, über das von ihnen verwendete Betriebssystem zu diskutieren.
Eine Sache, die andere immer wieder erstaunt: Mir ist es halbwegs egal, auf was für einem Betriebssystem ich arbeite.

Ich sitze jetzt seit ca 15 Jahren ziemlich regelmäßig am Rechner. Ich habe mir Computer selbst aus selbst ausgesuchten Einzelteilen zusammengeschraubt, ich hab unter DOS die ersten Batch-Dateien geschrieben, Basic programmiert, unter allen möglichen Windows-Versionen gearbeitet, mir meine Office-Umgebungen mit Word-Basic und VBA angepasst und scheue auch einen Blick in die Registry nicht.
Seit ein paar Jahren werfe ich auch immer mal wieder einen Blick auf aktuelle Linux-Versionen und ebenfalls seit ein paar Jahren werkeln hier im Haus ein paar Apple-Rechner.
Und wisst Ihr was? Es ist eigentlich fast egal.
Das neuste Spielzeug ist ein MacBookPro – und eines der ersten Dinge, die ich gemacht habe war, eine Parallels-Umgebung einzurichten, weil ich ein paar Programme unter Windows mehr mag. Und ein paar auf dem Mac.

Seien wir doch ehrlich: Inzwischen laufen auf allen Plattformen Programme für quasi alle Arbeitssituationen in guter Qualität. Alle OS-Flame-Wars sind doch reiner Blubb, der hart am Rumtrollen vorbeischrabbt. Das Leben ist doch nicht das heise-Forum.

Spannend wird es doch erst, wenn man sich mal wirklich neue Konzepte anguckt. Also Betriebssysteme, die nicht primär auf Tastatur und Maus angewiesen sind zum Beispiel. Guckt Euch zum Beispiel mal „Iron man II” an. Der Film ist eher mäßig, aber das UserInterface, mit dem der Ironman herumspielt, das ist sexy.


Eure Dummheit kotzt mich an

Aus der Kategorie »just music«

Vor ein paar Jahren begann auch in diesem unserem Lande das Phänomen der Casting-Shows um sich zu greifen. Schon vorher hatten es in anderen Ländern ein paar Bands, Sängerinnen und Sänger geschafft, abseits des „wir sind alles beste Freunde und machen nur deswegen zusammen Musik”-Mythos kleine und mittlere Achtungserfolge zu haben.

Trotzdem war den wahren Musikkennern …
Moment. Kleiner Exkurs.
Ist einer der Anwesenden hier kein echter Musikkenner? Handheben, bitte! Aha. Alles echte Kenner, wir sind also unter uns. Ist ja wie beim Autofahren, wir fahren ja auch alle, alle, alle besser als die anderen Idioten da draußen. (Mathematiker anwesend, die dieses Pardoxon erklären möchten? Danke.)
Exkurs Ende und weiter im Text:

Trotzdem war den echten Musikkennern natürlich klar, dass dieser amerikanische Quatsch Abschaum aus den Abwasserröhren der hinterletzen Hölle war, denn: Es war ja eben keine Musik, sondern Casting-Band-Müll. Und es war Casting-Band-Müll, weil es eben keine Musik war. Logisch.

Als die Deutschen dann aber auch begannen, nach diversen farianesken Vertuschungsversuchen etwas offener mit dem Phänomen umzugehen war die Meinung der Kenner klar: Schrott für 13-jährige, die es nicht besser wissen.

Wir machen jetzt einen kurzen Schlenker in das Phänomen der Selffullfilling Prophecy. Was in diesem Fall sagt, dass die Qualität der deutschen Casting-Show-Gewinner immer übler wurde, weil niemand Qualität erwartete, weil schon vorher feststand, dass es keine sein würde.
Als das auch die Macher mitkriegten und schnell viel mehr Kohle aus den Entgleisungen cholerischer Tanzbären und näselnder Verbal-Fäkalisten zogen als aus den ausgesuchten Künstlern war das Ende besiegelt, bevor es richtig losgehen konnte.
Menschen mit einem wirklichen künstlerischen Anspruch fanden sich schnell nicht einmal mehr unter den Kandidaten – und wenn wir ehrlich sind wissen wir auch warum: Ohne das Auto-Absolution-erteilende Umfeld der Kameraüberwachung bis in die Toilette würden sowohl Herr Soost als auch Herr Bohlen in the wild vermutlich für jeden zweiten ihrer Sprüche einfach eins aufs Maul bekommen. Und es würde vermutlich nicht einmal sie selbst überraschen.

Szenenwechsel.
Interessanterweise gibt es ja im deutschen Privatfernsehen noch jemanden, der zwar auch meisterlich die Provokationstastatur bedienen kann, der aber ganz nebenbei hinter seiner großen Klappe eine Menge Substanz bietet. Musikalische Substanz zum Beispiel. Der veranstaltet seit Jahren immer mal wieder etwas, was man eigentlich als „echte” Castingshow bezeichnen müsste, wenn das Wort von all den anderen Formaten nicht so zerdellt wäre.

Trotzdem halten sich Max Mutzke und Stefanie Heinzmann jetzt schon länger sowohl im allgemeinen Bewusstsein als auch immer mal wieder auf nachhaltigen mittleren Chartplatzierungen als die letzten 5 DSDS-Gewinner zusammen.
Beides sind übrigens Persönlichkeiten, die von BohlenSoost schon in der ersten Sendung niedergemacht worden wären – wenn sie es denn an den sicher sehr fachkundigen Praktikanten Mitarbeitern, die die Vorauswahlen treffen vorbei geschafft hätten.

Und so freute sich das ganze Land vor ein paar Wochen über eine bezaubernde 18-jährige, die in den #usfo-Castings alle anderen mit ihrem Charme an die Wand sang. Das ganze Land? Nein. Natürlich nicht. Eine bezaubernde 18-jährige mit der Bürde, 28 Jahre nach Nicole den GrandPrix endlich wieder einmal heim ins Reich zu holen zu gewinnen reicht da doch nicht aus.
Für so etwas wie ein positives Gefühl über das ganze Land, da brauchen wir schon eine Fußball-WM im eigenen Land. Und ein paar anheizende Humpta-Lieder von den Sportfreunden. Sportfreunde übrigens, die so sehr an die ganze Sache glaubten, dass sie die Single für den wir-sind-doch-nicht-Weltmeister-Fall schon fertig gepresst da liegen hatten. Wenn das mal nicht echte, rückhaltlose Euphorie ist. Aber ich schweife ab.

Charme, Talent, Ausstrahlung und Präsenz – das waren Werte, für die Lena gelobt wurde. Alles doch sehr wackelige Gesellen, die mit ein bisschen desinteresiertem Gottschalk-Geblubber und paar Bildchen und Artikeln in Deutschlands größter Boulevard-Zeitung sowie mit einer kleinen Ochsentour durch die Beliebigkeits-Sendungen zwischen FrühstücksTV und Exklusiv doch sicher zu zerstören sein müsten.

Charme und Ausstrahlung sind eben keine deutschen Werte – jedenfalls nicht, wenn man erst einmal die fehlende Rückung und die minderwertige Komposition kritisieren darf.

Als ich Lena die Tage bei TV Total gesehen habe war ich erschrocken, wie müde sie aussah. Ich gönne ihr jeden Erfolg, ich drücke ihr alle Daumen und ich liebe ihre Platte. Aber ich fürchte, ihre Chancen auf Erfolg in Oslo sinken.
Aber ich weiß, wer dann – neben den üblichen Verdächtigen wie Raab, der fehlenden Rückung und der Ostblock-Grand-Prix-Mafia – wirklich schuld daran ist.


Gaga? Gaga.

Aus der Kategorie »just music«

Bei Franzi entdeckt und für super befunden:


pwned

Aus der Kategorie »just links«

We ♥ Apple


Es ist alles ein Mißverständnis

Aus der Kategorie »just tools«

Computer können gar nicht rechnen.

Äh?


ach?

Aus der Kategorie »just people«

Sie so: Ich hab ja heute den Wahlomaten gemacht. X (ihr Mann) hat ja auch geagt, ich soll den mal machen, ich wär bestimmt überrascht.

Ich so: Ja? Und was ist passiert?

Sie so: Ja, ich war überrascht; ich weiß jetzt: Ich bin rechtsradikal.

Ich so: Bitte?

Sie so: Ich weiß auch nicht, ich hab halt angekreuzt, dass Ehe und Familie das höchste Gut im Staat sein sollten und dass ich eben gegen Muhezzin und so bin. Kann ich doch nicht wissen, dass das dann rechts ist? Ob ich die jetzt wähle?

Wer solche Bekannten hat, der braucht auch keine Feinde mehr.