Prokrastination? Nee.
Wer hier oder bei Twitter mitliest, der weiss, dass ich gerne mal prokrastiniere.
Dachte ich jedenfalls bis gerade. Die Wahrheit aber ist: Ich bin einfach zu doof. Ich will etwas arbeiten, dann lenkt mich etwas ab und dann habe ich vergessen was ich wollte. Das ist etwas ganz anderes, als die Arbeit aufzuschieben.
Beweis gefällig?
Es passiert mir auch bei angenehmen Dingen (wenn ich alle Arbeit jetzt der Einfachheit halber mal in die Schublade „unangenehm” stecke, was nicht so ist. Aber für den Augenblick langts.)
Gerade wollte ich mein neues Office, was gestern gekommen ist installieren. Darauf freute ich mich, seit gestern das Päckchen kam.
Ich denk also: „Da war doch noch was!?”, freue mich und laufe runter, um die CD zu holen.
Auf dem Weg begegnet mir Joschka; Joschka teilt mir mit, sie wollte nochmal raus.
Auf dem Weg Joschka rauszulassen fallen mir die Blumen ein, die ich dann draussen gleich giessen könnte.
Beim Weg mit der Giesskanne in die Küche sehe ich das dortige Chaos und beginne, die Spülmaschine einzuräumen.
Joschka reisst mich zum Glück da raus und ich gehe mit Giesskanne und Katz nach draussen.
Giesse die Blumen, sehe den Postboten, hole die Post rein und gehe mit der Post wieder hoch.
Hier oben ist mir dann die Office-CD wieder eingefallen.
Und jetzt, wo ich das alle gebloggt habe gehe ich mal eben runter und mach die Spülmaschine wieder zu.
Mit Aufschieben hat das nichts zu tun – ich bin einfach zu doof.

hinterlektuelles
(3. Juli 2008 - 09:26 Uhr)
Jetzt wo Sie es schreiben: Ich bin auch einfach nur zur doof! Tolle Erkenntnis! ;) Und in dem Lebensmotto “Perfecting the art of procrastination” liegt die Betonung auf “art”, dessen war ich mir bislang auch nicht bewusst. Grandios.