Simfy & Spotify

Aus der Kategorie »just music«

Die geneigte Leserin weiß: Der Herr jawl hört Musik. Ständig, dauernd, beim Arbeiten, beim Autofahren und in den fünf Minuten dazwischen auch.

Ganz früher hatte ich Cassetten, dann LPs, dann CDs und dann MP3s. Es waren immer viele, denn wenn es eine durchgehende große Liebe in meinem Leben gibt, dann ist es die Musik. Und vor fast genau eineinhalb Jahren schloß ich einen Vertrag mit simfy, um ab sofort meine Musik von da zu beziehen. Deswegen fand ich es zuerst auch ziemlich uninteressant, dass im März diesen Jahres spotify endlich in Deutschland seine Pforten legalerweise eröffnete.
Das Modell der beiden Dienste schien mir doch sehr gleich zu sein, beide hatten quasi identische Preise, ein schneller Blick ins das Angebot von spotify zeigte auch keine nennenswerten Unterschiede im Musikangebot.

Aber: Things are a-changing.
Am Wochenende habe ich mich noch einmal ausführlicher mit spotify auseinander gesetzt. Auslöser war, dass unsere heißgeliebte WDLive-Streaming-Box seit dem letzten oder vorletzten Update einen neuen Menupunkt namens spotify anzeigte. Die Idee, über diese kleine Kiste ab sofort auch im Wohnzimmer ohne einen doofen Computer dazwischen alle Musik zu haben war zu verführerisch.

Und was soll ich sagen? Ich habe dann mal beherzt auf das 30-Tage-Test-Angebot geklickt und nutze gerade den Premium-Dienst – habe also die gleichen Features, die ich auch bei simfy habe. Nein, das ist – leider, denn ich habe die Fahne für simfy immer hoch gehalten – eine Beleidigung; es sind zwar die gleichen Features, aber sie sind so unfassbar besser verpackt, dass meine Entscheidung zum Wechsel fest steht.
Sorry simfy, Ihr wisst, ich hab’s ehrlich probiert. Wir sind hier zwei Personen mit Premium-Account im Haus; und ich habe bei facebook mit Euch diskutiert und ich habe mich in die Untiefen der User-Foren gewagt.

Dafür habe ich ein Jahr darauf gewartet, meine Playlist anders als alphabetisch zu sortieren, dafür warte ich dann vermutlich noch einmal ein Jahr auf die Möglichkeit Ordner für die Playlists anzulegen? Dafür habe ich nie eine Antwort darauf bekommen, ob eine Zusammenarbeit mit WD oder anderen Streaming-Boxen wenigstens angedacht ist. Und dafür habe ich eine – sorry: reichlich bescheidene iPhone-App.

Leute: Guckt Euch doch bitte mal den spotify-Player an. Sowohl den auf Win oder Mac als erst recht den auf dem iPhone. So geht das heute. Sorry, aber ich denke, ich werde gleich mal auf ‘kündigen’ klicken.


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Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

9 Reaktionen

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Am 06.08.2012 um 12:49 Uhr meinte Jamie:

Danke, das ist genau die Antwort auf die Frage, die ich vor ein paar Monaten gestellt habe. Ich nutze mittlerweile selbst Spotify, weil es sich damals eben anbot (Premiumtester? mach’sch!) und bin begeistert. Schade, ich mag Underdogs.


Am 06.08.2012 um 12:53 Uhr ergänzte Jürgen:

Auch ich wechsle nun von Simfy zu Spotify.
Warum:
+ iPad Version ist kaum zu benutzen
+ keine Ordner/Unterordner
+ Support schlecht
+ Weiterentwicklung schlecht

Schade … ich hätte gerne die Kölner Firma weiter unterstützt … aber ich sehe kein Land in Sicht


Am 06.08.2012 um 21:10 Uhr schrieb Andre:

Die Funktion des Abspielens über WD … finde ich ansprechend. Sicher kann man das auch ohne eingeschalteten Fernseher betreiben, oder? Ich kenn mich da leider nur bedingt aus, aber wahrscheinlich geht man per HDMI zum AV-Receiver und hört dann den Ton, oder gibt den Ton per optischem Kabel an die Anlage?.? Bedienbarkeit müsste dann ja ohne Fernseher über die Fernbedienung möglich sein.


Am 06.08.2012 um 21:20 Uhr meinte Christian:

Ja, ich habe heute ein optisches Kabel zwischen WD und Verstärker gesteckt und danach eine halbe Stunde breit grinsend im Stereodreieck verbracht :)

Die Bedienung ist noch nicht optimal, es gibt zwar sowohl eine Fernebdeinung als auch eine Remote-App fürs iPhone, aber die reichen nur für die Grundfunktionen wie Play/Stop/Lautstärke.
Um zB eine Playlist auszuwählen braucht man den Bildschirm.


Am 06.08.2012 um 21:32 Uhr sagte Andre:

Danke für die schnelle Antwort. Das fände ich so zumindest okay, doof wär erstmal nur die Notwendigkeit ständigen Betriebs.


Am 06.08.2012 um 21:35 Uhr sagte Christian:

Seh ich erstmal auch so. Vielleicht reagiert spotify ja schneller auf Feedback – der Idealfall wäre ja, wenn die spotify-App erkennen würde, dass im Netz noch eine weitere Spotify-App läuft und die als Abspielstation anbietet. UPNP kann sowas ja schon ewig …


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