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Icon zum ThemaSagt Hey! Sagt Ho!

Wer mir bei Twitter folgt (mich bei Twitter verfolgt? mich bei Twitter followoed? mir bei Twitter foll… ach egal), der hat es gestern mitgekriegt – ich war abends bei einem HipHop-Konzert /-Event / -Abend in einem der beiden Clubs, die sich hier in der Kleinstadt in den letzten Jahren gefunden haben.

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Tja, was soll ich sagen? Die Vorbedingungen waren eigentlich ok. Über endlich mal einen Ort zum Tanzen und Feiern hier in Menden freue ich mich natürlich eh. Und ich habe ja – wie schon öfter mal erwähnt – hier mal in einem Tonstudio geholfen und kriegte damals auch den HipHop etwas näher gebracht.

Ich hab die Musik eigentlich recht schnell auch ganz gerne gemocht. Vor allem, als ich so die verschiedenen Spielereien entdeckte, die sich da im Umfeld ergaben – egal ob sich die Fantastischen Vier mit den Megalomaniax trafen oder überall alte Jazz-Sachen rausgekramt wurden – da gab und gibt es doch viel schönes.
Was ich allerdings schon damals nicht so wirklich verstand, das waren die Live-Auftritte der Jungs.
In meinen Ohren klang das alles immer nach Mulm und Matsch. Dabei sollte es doch einfach sein: Wenn man eh vorgemischtes Material aus dem Sampler bekommt kann man doch eigentlich die Stimmen einfach darüber mischen. Konnte man aber meist nicht.
Die Crowd schien es nie zu stören, die rief „Hey!” und „Ho!” und sprang auf und ab.

Gestern Abend hab ich dann erlebt, dass weder sich für meine sicher laienhaften Ohren musikalisch noch für meine nicht ganz laienhaften Ohren vom Sound her irgendwas in der Musik getan hat.
Ich habe den ganzen Abend kein Wort verstanden, aber dafür jede Menge Bass (, Bass, wir brauchen Bass!) gehört. Selbst Stücke, die ich als Single aus dem Radio kannte habe ich frühestens in der dritten Strophe identifiziert.
Schade.

15.06.2008 :: 14:39 Uhr :: 0 Kommentare » ::

Icon zum ThemaHeißer Kinderzimmer-Scheiß

Ich hatte es vor knap einem Jahr schon mal erzählt – ich habe mal eine Zeit meines Lebens im näheren Umfeld einer damals ziemlich losgehenden Hip Hop – Szene verbracht.
Und – die geneigte Leserin weiß es – die letzten Jahre habe ich im Umfeld der lustigen early-adaptors verbracht, die später die Blogosphäre bildeten.

Heute morgen fügte sich das auf wundersame Art und Weise zusammen, als ich drüben bei Twitter las, dass Caro (ich vermeide gerade krampfhaft das Wort „Blogger-Urgestein, ehrlich) gerade auf dem Weg nach Dortmund war.

Wir schickten ein paar Nachrichten hin und her und im Endeffekt lande ich jetzt heute Abend auch auf dem Konzert, wegen dem sie unterwegs war: Kinderzimmer Productions geben im Dortmunder Konzerthaus ihr letztes Konzert.

Kinderzimmer Productions waren damals irgendwie recht heißer Scheiß und liefen eine Zeit lang im Nebenraum rauf und runter, wenn wir im großen Probenraum versuchten unseren eigenen Weg zwischen den Red Hot Chili Peppers und Rage against the Machine zu finden.
Was dann dazu führte dass auch eine hektische Suche bei den gängigen Musikplattformen kein einziges Stück ans Licht förderte, das mir auch nur irgendwie bekannt vorkam. Aber ne Menge Zeug, auf das ich mich freuen kann.

Ich find das Internet toll.

26.04.2008 :: 17:12 Uhr :: 0 Kommentare » ::

Icon zum ThemaAlles fliesst, alles fügt sich zusammen. Irgendwann.

Gestern Abend traf ich nach längerer Zeit einen der armen Ritter – der Mendener HipHop-Truppe, die ich damals mischenderweise ein kleines Stückchen ihres Weges begleitet habe – wieder. Und wir fanden endlich einmal die Zeit, uns ein wenig zu unterhalten.
War interessant – er war ja damals quasi einer derjenigen, die mir zeigten, dass HipHop mehr ist, als mit tiefhängenden Hosen möglichst laut einen auf dicke ebensolche machen. Dass es HipHop gab, der sich auf eine Kultur und auf musikalische Wurzeln bezog. Dass es es mal um ein Leben mit DJing, Rappen, Breaken und Sprühen ging. Der mich mit zu Jams nahm, wo Menschen sich auf einmal auf den Jazz bezogen, den ich auch hörte. Und mir damals meinen Horizont ein Stück weiter öffnete.
Und ich vielleicht ja auch seinen; die Jungs hingen immer hoch interessiert bei uns im Probenraum rum, wenn wir jammten und losimprovisierten und so aus dem nichts neue Musik schufen.
Ich habe es geliebt damals, dieses kreative Aufeinandertreffen zweier Welten.

Natürlich fiel gestern Abend schnell der Satz „Und? machst Du noch was?” Ist ja klar.
Er macht eigentlich nichst mehr. Hat mit dem HipHop quasi abgeschlossen – mit allem, was sich heute diesen Aufkleber gibt kann er genau so wenig anfangen wie ich. Dafür ist er zum audiophilen Extremist konvertiert, fragte mich nach Empfehlungen aus dem Jazz-Bereich und erzählte, wie er letztens noch gemerkt hatte, dass Child in Time eigentlich noch intensiver klingt, wenn man das Licht ausmacht.
HipHop hört er nicht mehr. Klingt schließlich alles scheisse, wenn man erstmal ne gute Anlage hat. Totkomprimiertes gesampletes Zeug. Sagt er.

Ich sag ja immer – irgendwann schließen sich alle Kreise.

30.09.2007 :: 14:06 Uhr :: 4 Kommentare » ::

Icon zum ThemaGuru’s Jazzmatazz - Guru’s Jazzmatazz Vol. 4

Die Zeit ist reif für einen neuen Guru. Denn jener von Gang Starr, der sich vor 14 Jahren aufmachte, Jazz und HipHop in einer glücklichen Ehe zu vereinen und aufregende Kooperationen wie N’Dea Davenport und Jazztrompeter Donald Byrd zusammenzubringen, hat mit dem Jazz scheinbar nur noch im Namen zu tun. Wie sonst ist es zu erklären, dass „Guru’s Jazzmatazz Vol. 4″ trotz der diesmal stattgefundenen Arbeit mit Koryphäen wie Solar, David Sanborn oder Bob James ein relativ glattes, HipHop-inspiriertes Album mit einer guten Portion Soul, aber gar keinem Jazz zustande kam?

(Web.de: Guru’s Jazzmatazz – Guru’s Jazzmatazz Vol. 4)

Na, das klingt ja nicht sonderlich begeistert.
Trotzdem mal reinhören, Nummer eins bis drei stehen ja schließlich auch hier und ich mag sie sehr.

5.06.2007 :: 08:49 Uhr :: 3 Kommentare » ::

Icon zum ThemaIch geh nich zum Arzt

Ich lebe ja – ich weiss gar nicht, ob ichs schon mal erwähnte – in einer Kleinstadt. Eine Kleinstadt aber, die zumindest in einer Hinsicht eingermassen was zu bieten hat: es gibt hier eine recht aktive HipHop-Szene.
Vorein paar Jahren kriegte ich noch direkt und quasi aus erster Hand eine Menge davon mit, denn – obwohl HipHop nie wirklich meine Szene war – sass und jobbte ich in dem Tonstudio, in dem sich das meiste abspielte.

Damals gab es in vielen Köpfen eine relativ klare Trennung – es gab die „echten Musiker” und die Jungs mit den Samplern, die dann auf den geklauten Beats rappten, weil sie nicht singen konnten.
In meinem nicht so. Ich hab die Armen Ritter (über die man erschreckend wenig im Internet findet) bei ihren frühen Auftritten als Mischer begleitet (der schöne Name „Fischer Mischer” stammt aus dieser Zeit und der Neigung der HipHop-Jungs, allem und jedem lustige akas zu geben).
Habe auf irgenwelchen obskuren Jams zum Glück mehr über diese Musik gelernt, als die echten und wahren Rocker (nur echt mit den echten Scheuklappen) im Fernsehen jemals sehen werden.
Und habe mit Spannung den ersten Major-Deal aus dem Fax flattern sehen und habe auch später mit großem Interesse immer eingeschaltet, wenn auf einmal welche von den Jungs, denen ich nur kurz vorher die Mikros gerichtet hatte bei MTV auftauchten.
Man könnte einfach zusammenfassen: ich hab mir das alles mit großem Interessen angeguckt und vieles richtig gerne gemocht.

Inzwischen hat sich die HipHop-Szene gewandelt. Mit Aggro Berlin und der sorgsam gepflegten Kultur des gegenseitigen Dissens kann ich wenig anfangen und die Namen, die ich damals kennengelernt habe sind oft wieder verschwunden.
Umso mehr hat es mich letzten Sommer gefreut, Dendemann im Vorprogramm der Helden wiederzusehen, umso mehr freut es mich, wenn der MCWinkel ihn als den derbsten unserer Zeit bezeichnet und umso mehr freut es mich, wenn ich gerade beim Referrer absurfen einen dezenten Hinweis auf Nico Suave finde.
Ich gönne ja eh jedem arbeitenden Musiker seinen Erfolg – aber den Jungs irgendwie noch ein bisschen mehr.

17.03.2007 :: 05:10 Uhr :: 2 Kommentare » ::

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