
(Bild von Geert Vandepoele unter cc-by-sa-2.0)
* 16. April 1964; †14. Juni 2008
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(Bild von Geert Vandepoele unter cc-by-sa-2.0)
* 16. April 1964; †14. Juni 2008
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Gestern Abend: Fused im Henkelmann in Iserlohn.
Gestern Abend war das Instant Instabile Orchester im domicil.

„Spontaneous music collages and sophisticated big band arrangements of compositions by Django Bates, Frank Zappa and Andreas Ruhnke.”, so stand es im Programm.
Wer jetzt aus diesem illustren Trio den Andreas Ruhnke nicht kennt, dem sei diese kleine Vorstellung empfohlen. Ich glaube, der ist ein lustiger, der Andreas.
Der Abend fing Zappa-esk an, das hab ich sehr gemocht, dann gabs 80-er Jazz-Rock-Fusion und als ich vermeinte David Sanborn zu hören haben wir uns dann den Massen angeschlossen und haben den Saal verlassen. Aber ich nehme fast an, die haben den Raum noch komplett leer gespielt.
Dabei waren da teilweise sehr geile Leute und insgesamt eine tolle Besetzung auf der Bühne – im einzelnen: Andreas Ruhnke – director, effects, percussion / Vadim Laktionov – Trumpet / Christoph Damm, James Shaw – Trombone / Matthias Dornhege – Tuba / Karin Hatzel, Richard Ortmann – Alto sax / Marie-Christine Schröck, Peter Brand – Tenor sax / Thomas König – Baritone and Bass sax / Ludger Schmidt – Violoncello / Guido Schlösser – Keyboard, Organ / Andreas Wildenhain – Guitar / Eric Richards – Bass / Michael Peters – Drums.
Gerade Eric Richards am Bass zum Beispiel hat mir sehr viel Freude gemacht, und auch Ludger Schmidt am Violoncello, der teilweise für sehr schräge Gitarren-ähnliche Einlagen sorgte war geil. Dafür hielt sich meine Freunde darüber, endlich mal wieder die typisch klinisch toten Gitarrensounds der späten 80er-Jahre Jazz-Rock-Mucke zu hören ziemlich in Grenzen. Für Musiker: Der Gitarrist brauchte ein zweireihiges Bodentreter-Brett und ein kleines 19″-Rack für seinen Sound, der Cellist nur einen Orange-Amp. Das sagt eigentlich alles.
Alles zusammen wars nicht so meins.

Zum Glück hat das domicil ja unten eine wunderbare Kneipe, in der man dann noch sehr gut sitzen kann.
Die Zeit ist reif für einen neuen Guru. Denn jener von Gang Starr, der sich vor 14 Jahren aufmachte, Jazz und HipHop in einer glücklichen Ehe zu vereinen und aufregende Kooperationen wie N’Dea Davenport und Jazztrompeter Donald Byrd zusammenzubringen, hat mit dem Jazz scheinbar nur noch im Namen zu tun. Wie sonst ist es zu erklären, dass „Guru’s Jazzmatazz Vol. 4″ trotz der diesmal stattgefundenen Arbeit mit Koryphäen wie Solar, David Sanborn oder Bob James ein relativ glattes, HipHop-inspiriertes Album mit einer guten Portion Soul, aber gar keinem Jazz zustande kam?
(Web.de: Guru’s Jazzmatazz – Guru’s Jazzmatazz Vol. 4)
Na, das klingt ja nicht sonderlich begeistert.
Trotzdem mal reinhören, Nummer eins bis drei stehen ja schließlich auch hier und ich mag sie sehr.
Den Spruch für den Tag hat Anke im Radio gehört.
Wie wahr. Wie! Wahr!