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Kann mir das bitte mal wer erklären? An sich hatte ich immer das Gefühl, ich hätte das mit den Suchmaschinen, mit dem für ebendiese optimierten Content und auch mit dem Aufspringen auf die gerade hippen Themen so einigermaßen begriffen.
Aber das verstehe ich nicht:
- Am 28.2. habe ich einen Auszug aus einem Spon-Artikel zitiert. Darin ging es um SchülerVZ.
Es geschah nichts
- Anfang April bemerkte ich auf einmal ein paar hundert Besucher mehr als sonst. Die meisten kamen von Google und wurden mir vorbei geschickt, weil ich dort auf einmal als Ansprechpartner Nummer 2 für Schüler VZ gelistet war. Warum auch immer.
- Nachdem ich kurz nachgedacht hatte, schrieb ich nochmal ein paar Worte dazu. Und der ein oder andere Affiliate-Link mag mir auch in den Artikel geflossen sein (Wer jetzt „Verrat!” ruft, dem sei gesagt: Komm vorbei, ich teil’ die 2,50, die ich bis jetzt verdient habe gerne mit Dir.)
- Was jetzt wirklich seltsam ist: Die Besucher kommen in Wellen. Alle vier bis fünf Tage kommen mal wieder Scharen von Besuchern auf der Suche nach dem Schüler-Netzwerk vorbei. Dazwischen alles normal.
Ich versteh’s nicht. Kriegt alle 4 Tage irgendwo in Deutschland eine Klasse Hausaufgaben auf? Oder wie oder was?
20.04.2008 :: 17:53 Uhr ::
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Du suchst Informationen zu schülerVZ und Google hat Dich hier vorbeigeschickt?
Grundsätzliches: schülerVZ ist eine kostenlose Web-Plattform, die es Schülern ermöglicht, online ein eigenes Profil zu erstellen. Dann kann man sich mit anderen in Gruppen „treffen”, sich vernetzen, Nachrichten austauschen sowie Fotos hochladen und auch auf dem Fotos gegenseitige Beziehungen abbilden.
schülerVZ ist also quasi der kleine Bruder von studiVZ – der Plattform für Studenten im deutschsprachigen Raum – wer weder Schüler noch Student ist, der darf sich beim dritten im Bunde – meinVZ anmelden.
Mehr Infos: Wenn Du mehr über schülerVZ wissen möchtest findest Du in der Wikipedia einen ausführlichen Artikel über studiVZ, der sich auch mit Schüler VZ beschäftigt.
Vielleicht lesenswertes rund um schülerVZ und studiVZ:
- Eine grundsätzliche Beschreibung hat die c’t kürzlich in der Ausgabe 5/2008 veröffentlicht – ich zitiere den Einleitungstext: „So attraktiv das SchülerVZ auf Teenagers wirkt, so mysteriös erscheint es Eltern und Lehrern: Was lockt Millionen Kinder und Jugendliche, die Website zu besuchen, wann immer es geht? Ist SchülerVZ womöglich gefährlich? Ein eigenes Bild machen kann sich das Erziehungspersonal kaum, denn der Zutritt ist Schülern vorbehalten. Ein Ortstermin.”
Man kann den Artikel komplett online lesen: c’t 5/2008: Dabei sein ist alles – Das Phänomen SchülerVZ
Vor allem für Eltern interessant.
- Bücher über schülerVZ gibt es noch nicht wirklich – amazon schlägt mir stattdessen zu studiVZ Das Gruschelbuch vor.
„Mit seinem „Gruschelbuch” legt Steve Pzybilla das Tagebuch einer exzessiven studiVZ-Existenz vor: berichtet von seinen Interneterfahrungen mit fehlgeschlagenen Dates, zeigefreudigen Uni-Dozenten, schizophrenen Schülerinnen und anderen merkwürdigen Existenzen, von denen es im Studentenverzeichnis nur so zu wimmeln scheint. Humorvoll gehalten, ohne moralischen Zeigefinger oder pseudowissenschaftliche Erkenntnisse, liest sich das Buch sehr angenehm” meint „autofahrerfromhell” in der amazon-Rezension. Das klingt doch gar nicht so schlecht.
- Wer eher am kommerziellen Aspekt solcher sozialer Netzwerke interessiert ist, der findet hingegen vielleicht in
Jorit Ness’ Marketing – Potenziale von Community – Gruppen am Beispiel der Stundentenplattform studiVZ
oder in
Frank Mühlenbecks & Klemens Skibickis Community Marketing Management. Wie man Online-Communities im Internet-Zeitalter des Web 2.0 zum Erfolg führt
das was er sucht.
So, das wars, was ich auf die Schnelle zusammenstellen konnte. Regelmäßige Leserinnen auf der Suche nach der gewohnten Portion misanthopischer Alltags-Rants mögen mir diesen kleinen Exkurs verzeihen – aber im Moment laufen hier zu viele suchende Besucher auf, da fühlte ich mich gerade zu verpflichtet, ein kleines Infopaket zu schnüren. Und wenn ich damit reich und berühmt werden sollte mach ich ‘ne Party. Versprochen.
3.04.2008 :: 19:01 Uhr ::
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Platz zwei für die Google Suche nach Schüler VZ. Na denn kommt, Ihr Millionen, schaut Euch um und seid lieb. Merci.
3.04.2008 :: 07:21 Uhr ::
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(Wenn Du Infos zu Schüler VZ suchst: Hier habe ich etwas mehr als die folgende kleine Anekdote geschrieben)
Lustig:
SPIEGEL ONLINE: Wie viele der SchülerVZ-Mitglieder sind denn Erwachsene?
Riecke: Eigentlich keine.
SPIEGEL ONLINE: Wir kennen zwei.
… und ich die nächsten vier.
Weniger lustig:
SPIEGEL ONLINE: Konkret: Zu Ihnen kommt ein Staatsanwalt mit 30 Fotos aus StudiVZ-Profilen, die Leute anscheinend beim Kiffen zeigen. Er verlangt Klarnamen zu den Profilen und allen Kommentaren. Was machen Sie?
Riecke: Gott sei Dank dürfen wir bei Ermittlungsersuchen solche Daten nun herausgeben. Nutzungsdaten speichern wir bei allen Nutzern, die uns das erlaubt haben durch ihre Einwilligung.
Ich bezweifle, dass die alle wussten, was da bedeutet, was sie da abnicken. Dabei gibt es so viele andere schöne Communities.
(Beide Zitate: Spiegel online: „Gott sei Dank dürfen wir …”)
28.02.2008 :: 07:28 Uhr ::
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