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Icon zum ThemaFlashback. In 32stel Triolen und geschuffled.

Ich hatte ja Anfang des Jahres schon einmal etwas darüber geschrieben, dass es in der allgemeinen Wahrnehmung meiner Meinung nach keine Gitarrenhelden mehr gibt.

Und gerade passierte folgendes:
Frau Serotonic und ich chatten nebenher so ein bisschen über die neue CD der Helden. Und stellen fest, dass das Gitarren”solo” am Anfang von „Soundso” nicht so recht zu den Helden passt.
Um mal eine These aufzustellen, die meinen Ruf als Musikkenner und intellektueller Schmock unterstützt, tippe ich also „ich sehe dieses kurze Solo als ironisches Zitat der Gitarrenhelden der späten 80er” in das Chatfensterchen und suche – wir leben ja zum Glück in den Zeiten der unendlichen Musikarchive – fix nach einem typischen Vertreter.
Und stoße auf Steve Vais „For The Love Of God” (YouTube-Link) vom Album „Passion And Warfare„. 1990, wenn ich mich recht entsinne.

Flashback.
Steve VaiZum einen habe ich mich erschrocken. So wie man sich eigentlich immer erschrickt, wenn man zum Beispiel Videos aus den berüchtigten 80ern sieht. Peinlich, peinlich.
Aber genau wegen solcher Menschen trug ich enge Lederhosen und weite Seidenhemden. Peinlich?
Nach den ersten Töne hingegen hab ich schon gemerkt, dass mir die Gitarre immer noch etwas sagt. Nee, erzählt. Mich berührt und mich mit auf einen Weg nimmt.
Passend dazu poppt in dem Moment im Chatfenster der Satz „der hat mir da grad eine Geschichte erzählt, der Mann” auf; es scheint also etwas zu haben, dieses Stück. Wenn man sich die Posen und die Hosen mal wegdenkt.
Das hat Herr Bohlen noch nie geschafft.

Ein sehr, sehr ambivalenter Flashback.
Ich geh mal die Cassette suchen.

(Nachtrag: Apropos intellektuelle Popmusik-Kritik: Schauens mal hier. Muss aber auch nicht.)

30.05.2007 :: 17:52 Uhr :: 1 Kommentar » ::

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