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Icon zum ThemaUI-Design noch wichtiger als man denkt

Menschen benutzen Computer. Früher™ musste man dazu Befehle kennen, die man in die Tastatur tippte und auf die der Computer hoffentlich so reagierte, wie man das wollte.
Dann erfand jemand die graphische Benutzeroberfläche und angeblich wurde alles viel leichter. (Wer ein bisschen hinter dieser Oberfläche mal darüber nachdenken mag ob wirklich alles leichter wurde, dem kann ich nur noch einmal dieses Buch ans Herz legen.)

Wir hier – und mit diesem „Wir” meine ich alle Menschen, die täglich und auch gerne am Rechner sitzen, die sich einen Rechner gerne so einrichten, das sie ihn möglichst effektiv bedienen können – wissen irgendwie, dass eine Benutzeroberfläche nur … – eben eine Oberfläche ist. Dass Oberflächen sich ändern können.

In der Welt der Normal-User sieht das wohl eher so aus: Der eine hat sich ein eigenes Foto als Desktop-Hintergrund eingerichtet, der nächste hat das XP-Blau gegen das XP-Silber getauscht oder sogar ein anderes Theme eingerichtet. Die wenigsten spielen mit irgendwelchen Programmen, die das Aussehen komplett ändern. (Ich schon.)

Dass diese Spielereien wirklich verwirren können habe ich letztens wieder fast schmerzlich erfahren:
Ich ertrage ja das Standard XP-Aussehen nicht und so ist einer der ersten instinktiven Handlungen bei einer Neuinstallation ja zumindest mal der silberne Skin. Oder, wenn ich den Menschen mag und ihm was schönes antun will auch die Installation des Zune-Themes.
Letztens hatte ich mal wieder ein Laptop eingerichtet – aber da kam jetzt vom Besitzer die Rückmeldung, er fände sich nicht mehr zurecht. Das sei ja jetzt alles schwarz, da fände er die Sachen nicht mehr.

„Wieder was gelernt”, hab ich gedacht, habe geseufzt und wieder auf Bonbon-blau umgestellt. Das war dann richtig und ich wurde bedankt und durfte wieder gehen.

20.10.2007 :: 11:02 Uhr :: 0 Kommentare » ::

Icon zum ThemaComputer sind nichts für Menschen

Seit heute morgen steht ein Laptop neben mir, das nicht mehr starten will. Und dessen Besitzer leider nicht mehr weiter wusste, nachdem ihm die drei Möglichkeiten „normaler Start”, „abgesicherter Start” und „letzte bekannte Konfiguration” nicht weiter geholfen haben.
Wie auch?
Meine Knoppix-CD und die jetzt seit Stunden laufende Datenrettung kommt ihm schon wie Zauberei vor – und ich weiss wie ich mich fühlte, als ich mal einen Guru an einem FreeBSD-Rechner sitzen sah.

Da passt es doch ganz gut, dass mir die Tage mal wieder eines meiner Computer-Lieblingsbücher von einem meiner Lieblings-Autoren in die Hände fiel:
Die Diktatur des schönen Scheins von Neal Stephenson

Die Diktatur des schönen Scheins ist ein Manifest, eine Hommage an Freiheit, Offenheit und Wissen um die Computer, die unseren Alltag immer mehr bestimmen. Nur wenn wir die technischen Mittel kennen und verstehen, die unser Leben zunehmend planen und vernetzen, können wir auch entscheiden, ob uns die Optionen auf den bunten Bildschirmen genug zu bieten haben.

Dem bleibt eigentlich nichts hinzuzufügen.
„Lesebefehl!” würde ein anderer deutscher Blogger sagen.

26.09.2007 :: 14:40 Uhr :: 5 Kommentare » ::

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