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	<title>just another weblog :: fine bloggin&#039; since 2001 &#187; everyday People</title>
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		<title>Digital Gap: Der Aufwand ist zu hoch.</title>
		<link>http://www.jawl.net/digital-gap-der-aufwand-ist-zu-hoch/2012-01-23/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 09:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Das Web an sich]]></category>
		<category><![CDATA[DAU-Time]]></category>
		<category><![CDATA[facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Software]]></category>
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		<description><![CDATA[Johnny hat sich bei Spreeblick Gedanken dar&#252;ber gemacht, ob der Schritt in die digitale Welt etwas mit Glauben zu tun hat, mit dem Glauben an das Digitale, an die Vorteile oder aber eben auch dem Glauben, das alles w&#228;re nicht gut f&#252;r uns (Stark vereinfacht, geht einfach r&#252;ber und lest selbst). Das regt mich nat&#252;rlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Johnny hat sich bei Spreeblick <a href="http://www.spreeblick.com/2012/01/20/do-you-believe-in-the-net-world/">Gedanken dar&#252;ber gemacht</a>, ob der Schritt in die digitale Welt etwas mit Glauben zu tun hat, mit dem Glauben an das Digitale, an die Vorteile oder aber eben auch dem Glauben, das alles w&#228;re nicht gut f&#252;r uns (Stark vereinfacht, geht einfach r&#252;ber und lest selbst).<br />
Das regt mich nat&#252;rlich auch mal wieder zum Denken an.</p>
<p>Am Anfang schufen die Milit&#228;rs das Arpa-Net. Dann schuf der Lee den Webserver und das Html und es war gut.<br />
Es war gut? Denkste. Es war Nerdkram. Um die ersten Websites zu erstellen, musste man mindestens Konstrukte wie</p>
<p><code>&lt;html&gt;&lt;head&gt;&lt;title&gt;Hallo Welt&lt;/title&gt;&lt;/head&lt;body&gt;&lt;p&gt;Hallo Welt&lt;/p&gt;&lt;/body&gt;&lt;/html&gt;</code><br />
lernen, um eine simples &#8222;Hallo Welt&#8221; in schwarzer Times New Roman auf einen dreckig-grauen Hintergrund zu zaubern. Nerdkram eben.<br />
Klar, alle, die schon einmal programmiert haben erkennen die Logik. Alle echten Programmierer wissen, dass man viel mehr Anstrengung f&#252;r so eine simple erste Ausgabe betreiben kann, wenn man sich nur die richtige Programmiersprache aussucht. Und wir alle wissen, dass Html eh keine Programmier-, sondern eine Auszeichnungssprache ist.<br />
Was aber bleibt: Es ist viel zu kompliziert f&#252;r den Normaluser.<br />
(Von dem Abenteuer, Anfang der 90er auf einem Windows 3.1-PC eine DF&#220;-Verbindung einzurichten, wollen wir mal gar nicht reden.)</p>
<p>Jetzt h&#246;re ich schon die Einw&#228;nde, das alles sei aber doch viel benutzerfreundlicher geworden. Und es m&#252;sse ja niemand Websites erstellen. Und f&#252;r die, die das wollten g&#228;be es ja Blog-Software, die mit dem ber&#252;hmten &#8222;One-Click-Publishing&#8221; von Blogger &#252;berhaupt diese ganze Mitmach-Web-Welle erst ins Rollen gebracht h&#228;tte.</p>
<p>Ja. Schon. Aber wir sind ja nicht bei den M&#246;glichkeiten von damals stehen geblieben.</p>
<p>Nehmen wir ein sch&#246;nes Beispiel. Eine mir nahestehende Person hat seit neustem ein iPad im Besitz. Jenes Ger&#228;t also, das mit seiner Einfachheit, Bedienerfreundlichkeit und auch seiner Sch&#246;nheit alle jubeln l&#228;sst.</p>
<p>Die Person wollte jetzt gerne die Dinge, die sie im Web so liest auch &#8222;in sch&#246;n&#8221; auf dem iPad lesen.<br />
Versuch eins: Im App-Store nach Apps suchen.<br />
Entt&#228;uschung eins: Die g&#228;ngigen Zeitungen/Zeitschriften hatten eher selten eine eigene App.<br />
Entt&#228;uschung eins Punkt eins: Manchmal gab es iPhone-Apps die man dann hochskalieren konnte. Sch&#246;nheit ade.</p>
<p>An dieser Stelle lie&#223; ich das Wort &#8222;RSS-Reader&#8221; fallen.<br />
Nein, ein RSS-Reader sollte es nicht sein. Die Anzeige ungelesener Artikel mache Druck &#8211; ein Argument das ich vollkommen nachvollziehen kann. Und sch&#246;n sei das ja nun auch nicht; ok, die Sch&#246;nheit des Reeders erschlie&#223;t sich vielleicht auch nicht jedem.</p>
<p>Ich dachte kurz nach und lie&#223; das Wort &#8222;Flipboard&#8221; fallen.<br />
Uneingeschr&#228;nkte Begeisterung.</p>
<p>Jetzt ist die uns allen bekannte Person durch das Zusammenleben mit mir ja auch schon etwas nerdifizieret, daher besitzt sie einen Evernote-Account, in dem sie bzw. <a href="http://www.jawl.net/nudeldicke-deern-2/2011-11-01/">wir Rezepte sammeln</a>. Aus dem Browser heraus kann man prima Notizen in Richtung Evernote schieben: Man klickt das Bookmarklet an (von dem sie wahrnimmt, dass es ein &#8222;Button&#8221; ist) und voila.<br />
Ist der Unterschied zwischen einen &#8222;Bookmarklet&#8221; und einen &#8222;Button&#8221; wichtig? Wir werden sehen.</p>
<p>&#8222;Wo ist denn hier der Evernote-Button?&#8221;, fragte sie also, als sie beim flipboarden von Ankes Blog auf das erste merkenswerte Rezept stie&#223;.<br />
&#8222;&#196;h, das ist ein Button, das ist kein Bookmarklet &#8230;&#8221; &#8211; &#8222;Ein was?&#8221; &#8211; &#8222;&#8230; und das gibts in Flipboard nicht.&#8221; &#8211; &#8222;Wie doof&#8221;<br />
*&#220;berleg*<br />
&#8222;Du kannst jetzt auf &#8216;Im Safari &#246;ffnen&#8217; klicken, dann da den Artikel und den URL markieren/kopieren und jeweils per Doppelklick auf den Homebutton in die Multitaskingleiste des iPad wechseln und so zwischen des Tasks hin- und herschalten und den Artikel als Notiz in Evernote einf&#252;&#8230;&#8221; Ihr k&#246;nnt Euch vorstellen, wie sie &#8211; zu Recht! &#8211; guckte.</p>
<p><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2012/01/2012-01-23-ifttt.jpg" alt="" title="IFTTT" width="742" height="212" /></p>
<p>Ich dachte also weiter nach und kam auf die L&#246;sung: <a href="http://ifttt.com/">IFTTT</a> kann starred items aus dem GoogleReader erkennen und kann ebenso in Evernote Notizen einf&#252;gen. Und in Flipboard kann man Artikel mit Sternchen versehen &#8211; ich hatte also eine Ein-Klick-L&#246;sung im Kopf. Eine L&#246;sung die nur noch eingerichtet werden musste.<br />
Zum Gl&#252;ck konnte ich sie dann &#252;berzeugen, dass die L&#246;sung im Anlegen zwar recht umst&#228;ndlich wirke, aber in der Benutzung hinterher super simpel sein w&#252;rde.</p>
<p>Aber: Wer kommt denn schon darauf? Wir alle (unterstelle ich mal) lieben an diesem Web die Verzahnung. Die M&#246;glichkeit eben schnell und bequem etwas hier gelesenes hier zu teilen, dort zu merken, nach irgendwo zu schicken. Weil das eben alle tun entstehen erst die wunderbaren facebook-Timelines, die tollen twitter-Streams, die interessanten <a href="http://e13.de/tag/gebookmarked/">Links des Tages</a>-Blogpostings, die unsere Welt so viel gr&#246;&#223;er und gleichzeitig fassbarer gemacht haben.<br />
Erst durch das Teilen und Verteilen  entsteht der Mehrwert.<br />
Wie aber soll ich einem Offliner das alles erkl&#228;ren, wenn es so kompliziert ist?</p>
<p>Es ist zwar jetzt nicht mehr kompliziert ins Web zu kommen &#8211; unsere Ger&#228;te sind ja meist schon online, bevor wir es wissen &#8211; aber kurz danach wird es dann doch wieder kompliziert. Das, was wir als Nutzen aus dem Social Web ziehen, das l&#228;sst sich seltenst mit zwei drei Mausklicks machen. Man mus es mindestens einrichten, gerne braucht man auch noch das Wissen um die richtigen Wege und M&#246;glichkeiten. Warum <a href="http://www.jawl.net/sharing-pinboard-rss-ifttt/2011-12-22/">schreiben Menschen</a> denn <a href="http://wirres.net/article/articleview/6018/1/6/">lange Blogartikel</a> dar&#252;ber, wie sie mittels solcher Dienste wie IFTTT oder Pinboard Informationen von hier nach da weiter geben, ohne dabei Stunden zu brauchen? Eben, weil es nicht so einfach ist.<br />
(Und habt Ihr mal dar&#252;ber nachgedacht, wie gerade diese beiden Seiten auf Offliner wirken? Nicht bunt, nicht voll, also gar nicht so, wie sie das alles kennen. Und unbekanntes erzeugt gerne erst einmal Misstrauen.)</p>
<p>Hohe H&#252;rden also, auch wenn alles angeblich so einfach geworden ist. Sie haben sich nur verschoben.</p>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/digital-gap-der-aufwand-ist-zu-hoch/2012-01-23/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/digital-gap-der-aufwand-ist-zu-hoch/2012-01-23/&t=Digital Gap: Der Aufwand ist zu hoch.">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2012.</p>]]></content:encoded>
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		<title>30 Jahre Quattro</title>
		<link>http://www.jawl.net/30-jahre-quattro/2012-01-19/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 20:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Autos]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Lustigerweise hatte Anke heute Nachmittag einen Werbespot verlinkt, einen aktuellen Quattro-Spot. Und nachdem ich ja heute Nachmittag auch schon ein Quattro-Filmchen hatte muss ich das nat&#252;rlich hier erg&#228;nzen. &#220;brigens eine sch&#246;ne Idee, wie ich finde. Like it? Dann gerne Artikel Twittern, bei facebook teilen oder sonstwie weiterverteilen. © Christian Fischer im jawl, 2012.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lustigerweise hatte Anke heute Nachmittag einen Werbespot verlinkt, einen aktuellen Quattro-Spot. Und nachdem ich ja heute Nachmittag auch schon ein Quattro-Filmchen hatte muss ich das nat&#252;rlich hier erg&#228;nzen.</p>
<p>&#220;brigens eine sch&#246;ne Idee, wie ich finde.</p>
<div class="video"><iframe width="718" height="395" src="http://www.youtube.com/embed/IGmCKxTgSrI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/30-jahre-quattro/2012-01-19/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/30-jahre-quattro/2012-01-19/&t=30 Jahre Quattro">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2012.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Der kurze Quattro</title>
		<link>http://www.jawl.net/der-kurze-quattro/2012-01-19/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 11:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Autos]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wei&#223; gar nicht, ob ich es schon einmal erw&#228;hnt hatte? Ich bin ja auf dem Dorf aufgewachsen. Und wir hatten ja nichts. Also war man als Junge in den fr&#252;hen Achtzigern darauf angewiesen zu nehmen was man kriegen konnte &#8211; f&#252;r geschlechterneutrale Erziehung oder so war da kein Platz. Also mochte ich Autos. Matchbox-Autos, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wei&#223; gar nicht, ob ich es schon einmal erw&#228;hnt hatte? Ich bin ja auf dem Dorf aufgewachsen. Und wir hatten ja nichts. Also war man als Junge in den fr&#252;hen Achtzigern darauf angewiesen zu nehmen was man kriegen konnte &#8211; f&#252;r geschlechterneutrale Erziehung oder so war da kein Platz.<br />
Also mochte ich Autos. Matchbox-Autos, Playmobil-Autos, echte Autos. Autos auf den Stra&#223;en, Rennwagen, Ralleywagen.<br />
Die Konstrukteure von Ralleywagen hatte in den fr&#252;hen achtzigern gerade erlebt, dass ihr beschauliches Leben durch eine deutsche Firma kr&#228;ftig durcheinander ger&#252;ttelt worden war. Oder &#8211; wie es eine qualitativ hochwertige Dokumentation auf DMAX mal sagte: »Es gab Ralleywagen vor dem Audi Quattro und dann gab es lange nichts mehr au&#223;er dem Audi Quattro«</p>
<p>Ich hatte dann also auch folgerichtig ein von Walter R&#246;hrl handsigniertes Poster im Zimmer h&#228;ngen und konnte ebenso folgerichtig nicht widerstehen, als ich <a href="http://helmschrott.de/blog/mit-walter-roehrl-rallye-cockpit">bei Helmi</a> einen Blogartikel mit Video fand, daraus einen eigenen Beitrag zu schreiben. Mit Video (die spinnen doch, diese Leute da am Stra&#223;enrand):</p>
<div class="video"><iframe width="718" height="517" src="http://www.youtube.com/embed/wdy8CG09rSU" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/der-kurze-quattro/2012-01-19/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/der-kurze-quattro/2012-01-19/&t=Der kurze Quattro">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2012.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Doku: Spiel mit dem Tod</title>
		<link>http://www.jawl.net/doku-spiel-mit-dem-tod/2012-01-13/</link>
		<comments>http://www.jawl.net/doku-spiel-mit-dem-tod/2012-01-13/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 11:52:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[Oleg sucht den ultimativen Kick, das Spiel mit dem eigenen Leben. In einer verlassenen Kaserne treffen sich ein paar Maenner, um wie in einer Kriegssituation mit scharfen Waffen aufeinander zu schiessen. Sehr … &#228;h … sehenswert. Like it? Dann gerne Artikel Twittern, bei facebook teilen oder sonstwie weiterverteilen. © Christian Fischer im jawl, 2012.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oleg sucht den ultimativen Kick, das Spiel mit dem eigenen Leben. In einer verlassenen Kaserne treffen sich ein paar Maenner, um wie in einer Kriegssituation mit scharfen Waffen aufeinander zu schiessen. Sehr … &#228;h … sehenswert.</p>
<div class="video"><iframe width="718" height="517" src="http://www.youtube.com/embed/hHO6a1kMe1Q" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/doku-spiel-mit-dem-tod/2012-01-13/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/doku-spiel-mit-dem-tod/2012-01-13/&t=Doku: Spiel mit dem Tod">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2012.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Have yourself a merry little christmas</title>
		<link>http://www.jawl.net/have-yourself-a-merry-little-christmas/2011-12-24/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Dec 2011 16:01:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Befindlichkeitsbloggen]]></category>

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		<description><![CDATA[Macht’s Euch sch&#246;n, woll?! Like it? Dann gerne Artikel Twittern, bei facebook teilen oder sonstwie weiterverteilen. © Christian Fischer im jawl, 2011.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="video"><iframe width="718" height="395" src="http://www.youtube.com/embed/ayvL-r5vykY#t=0m39s" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Macht’s Euch sch&#246;n, woll?!</p>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/have-yourself-a-merry-little-christmas/2011-12-24/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/have-yourself-a-merry-little-christmas/2011-12-24/&t=Have yourself a merry little christmas">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Wahrheit. Die einzige Wahrheit und nichts als die Wahrheit.</title>
		<link>http://www.jawl.net/die-wahrheit-die-einzige-wahrheit-und-nichts-als-die-wahrheit/2011-12-23/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 10:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innerhalb des Irrenhauses]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>

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		<description><![CDATA[(Beim kotzenden Einhorn gefunden) Like it? Dann gerne Artikel Twittern, bei facebook teilen oder sonstwie weiterverteilen. © Christian Fischer im jawl, 2011.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="video"><iframe width="718" height="365" src="http://www.youtube.com/embed/iwOYSIqZl94" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></div>
<p><small>(Beim <a href="http://www.kotzendes-einhorn.de/blog/2011-12/nicht-tauschen-lassen/">kotzenden Einhorn</a> gefunden)</small></p>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/die-wahrheit-die-einzige-wahrheit-und-nichts-als-die-wahrheit/2011-12-23/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/die-wahrheit-die-einzige-wahrheit-und-nichts-als-die-wahrheit/2011-12-23/&t=Die Wahrheit. Die einzige Wahrheit und nichts als die Wahrheit.">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ab 18</title>
		<link>http://www.jawl.net/ab-18/2011-12-20/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 21:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innerhalb des Irrenhauses]]></category>
		<category><![CDATA[Kino Video DVD]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Oh Du goldene Weihnachtszeit. Menschen bestellen Geschenke f&#252;r andere, andere bestellen Geschenke f&#252;r sich selbst. (Noch andere besuchen die Innenst&#228;dte und kaufen dort ein, aber von denen soll jetzt nicht die Rede sein) Ich habe mir zum Beispiel letztens zur Vervollst&#228;ndigung meiner Patricia Kaas-Sammlung die DVD »carnets de scène« bestellt. Beim letzten Schritt vor dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oh Du goldene Weihnachtszeit. Menschen bestellen Geschenke f&#252;r andere, andere bestellen Geschenke f&#252;r sich selbst. (Noch andere besuchen die Innenst&#228;dte und kaufen dort ein, aber von denen soll jetzt nicht die Rede sein)</p>
<p>Ich habe mir zum Beispiel letztens zur Vervollst&#228;ndigung meiner Patricia Kaas-Sammlung die DVD »carnets de scène« bestellt. Beim letzten Schritt vor dem Bestellen &#8211; Ihr wisst schon, diesem »Kontrollieren der Angaben«, was nat&#252;rlich vollkommen &#252;berfl&#252;ssig ist, weil man ja nicht zum ersten Mal bei amazon einkauft &#8211; bei diesem letzten Schritt also machte mich ein kleiner Text darauf aufmerksam, dass nur ich pers&#246;nlich das Paket annehmen d&#252;rfe. Weil n&#228;mlich mindestens einer der Artikel erst ab 18 freigegeben sei.<br />
Eine Konzert-DVD? Ab 18? Interessant. Ach nee, doch nicht &#8211; die DVD gab es n&#228;mlich in Deutschland damals nicht, dementsprechend gab es auch keine FSK-Freigabe. So hab ich mir das jedenfalls zusammengereimt.</p>
<p>Heute kam dann die Post und der Adressaufkleber, der das DHL-M&#228;nnchen auf die gew&#252;nschte Ausweiskontrolle hinweisen sollte, war dann auch angenehm dezent.</p>
<p><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/12/Foto.jpg" alt="Foto des Aufklebers" title="Ab 18" width="742" height="172" /></p>
<p><small style="line-height: 120%;">(Sagt mal, amazon, jeder Schweinskram-Versandhandel wirbt mit der neutralen Verpackung seit ich unter der Schulbank den ersten Beate Uhse-Katalog sah. Also &#8211; was soll denn bitte  DER Schei&#223;?)</small></p>
<p>Das DHL-M&#228;nnchen fragte dann also brav nach dem Ausweis und guckte dabei aber etwas seltsam. Und weil wir ja eh Zeit hatten, erkl&#228;rte ich ihm, was in dem P&#228;ckchen sei: Eine DVD. Aus Frankreich. Ohne FSK-Freigabe, weil in Deutschland nicht erschienen.<br />
Hier merkte ich dann, dass das noch nicht so ganz entlastend war und f&#252;gte hinzu: »Ein Konzertfilm«</p>
<p>Das M&#228;nnchen stutzte und guckte mich entr&#252;stet an: »Dann lohnt der Schei&#223; hier ja nicht mal!?«</p>
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<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Liebe Menschen</title>
		<link>http://www.jawl.net/liebe-menschen/2011-12-10/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 21:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>

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		<description><![CDATA[… ich muss Euch etwas sagen: Unser Kalender &#8211; also der, der uns sagt, dass am 31.12. das Jahr zu Ende ist &#8211; der ist nur einer von vielen. Man kann die Zeit auch nach Mondphasen, nach dem Sirius und vermutlich auch nach den Ausscheidungen des bevorzugten Haustieres berechnen. Es ist also purer Zufall, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… ich muss Euch etwas sagen:<br />
Unser Kalender &#8211; also der, der uns sagt, dass am 31.12. das Jahr zu Ende ist &#8211; der ist nur einer von vielen. Man kann die Zeit auch nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lunarkalender">Mondphasen</a>, nach dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptischer_Kalender">Sirius</a> und vermutlich auch nach den Ausscheidungen des bevorzugten Haustieres berechnen.<br />
Es ist also purer Zufall, dass das Jahr bald zu Ende ist. Und deswegen w&#228;re es auch purer Zufall, wenn am 1.1.2012 um 0:01Uhr die Welt aufh&#246;ren w&#252;rde, sich zu drehen.</p>
<p>Und deswegen: Ehrlich, Ihr m&#252;sst nicht am Rad drehen. »Es« muss nicht vor Weihnachten fertig sein &#8211; was auch immer »es« ist. Ehrlich nicht. Dinge, die zum Beispiel schon seit Monaten liegen, Dinge auf die ich schon seit Jahren warte, die m&#252;ssen jetzt nicht in den n&#228;chsten zwei Wochen erledigt werden. Ehrlich nicht.</p>
<p>Ich h&#228;tte eventuell noch was anderes zu tun. Mal wieder was bloggen. Oder mal wieder was leben.</p>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/liebe-menschen/2011-12-10/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/liebe-menschen/2011-12-10/&t=Liebe Menschen">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
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<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Herr Martenstein hat da was gelesen</title>
		<link>http://www.jawl.net/herr-martenstein-hat-da-was-gelesen/2011-11-27/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 16:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innerhalb des Irrenhauses]]></category>

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		<description><![CDATA[Normalerweise bekomme ich nicht mit, was der Herr Martenstein so schreibt, aber letztens stie&#223; ich bei facebook an diversen Stellen auf einen Link zu dieser Kolumne: »Die Kinder h&#246;ren einen Satz und schreiben: &#8216;Die Schul&#228; fenkt an.&#8217;« Die Links hatten eher einen »Oh mein Gott, die armen Kinder«-Tonfall &#8211; wenn man als einzige Info den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Normalerweise bekomme ich nicht mit, was der Herr Martenstein so schreibt, aber letztens stie&#223; ich bei facebook an diversen Stellen auf einen Link zu dieser Kolumne: <a href="http://www.zeit.de/2011/48/Martenstein">»Die Kinder h&#246;ren einen Satz und schreiben: &#8216;Die Schul&#228; fenkt an.&#8217;«</a></p>
<p>Die Links hatten eher einen »Oh mein Gott, die armen Kinder«-Tonfall &#8211; wenn man als einzige Info den Martenstein-Artikel hat kann ich das auch zun&#228;chst verstehen.</p>
<p>An einer Stelle habe ich mich dummerweise auf eine Diskussion eingelassen, eine Diskussion aus der ich mich dann irgendwann aus Gr&#252;nden auch wieder ausklinken musste. Trotzdem denke ich seitdem ein paar Dinge im Kreis, die ich &#8211; wozu hat man denn ein Blog? &#8211; hier jetzt einmal sortieren muss.</p>
<p>Zun&#228;chste einmal finde ich Martensteins Ansatz</p>
<blockquote><p>Ich war &#252;berrascht, als ich in der Zeitung las, wie Kinder heutzutage das Schreiben lernen.</p></blockquote>
<p>mutig. Wenn der sich durchsetzt, dann fahre ich demn&#228;chst nach Genf zum <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Large_Hadron_Collider">LHC</a>, ich hab n&#228;mlich letztens Galileo geguckt, das sollte dann doch reichen, oder?</p>
<p>Aber im Ernst: Die hier im Haus lebende Lehrerin warf einen Blick auf die Kolumne, sch&#252;ttelte den Kopf und grummelte was von »Unsinn, nat&#252;rlich werden Kinder korrigiert, natt&#252;rlich verbietet ihnen niemand, richtig zu schreiben«. Und zu dem Teil mit dem seelischen Schaden hat sie dann noch mit den Augen gerollt.<br />
Ich kenne von ihr die Methode mit der Anlautabelle auch viel mehr als eine M&#246;glichkeit, zum einen das Geh&#246;r zu schulen und zum anderen sehr, sehr fr&#252;h einen gro&#223;en Spa&#223; am Schreiben zu entwickeln.<br />
Wer erinnert sich nicht noch begeistert an Reihen voller »<em>Lilo will Salat.</em>«,  »<em>Umi am Ast.</em>«, »<em>Umi will Ast.</em>« und &#228;hnlich sinnvoller S&#228;tze? Da haben wir doch alle unsere sp&#228;tere Schriftsteller-Karriere klar vor Augen gesehen, oder?</p>
<p>Aber eigentlich haben sich meine &#220;berlegungen l&#228;ngst an eine andere Stelle bewegt. An mehreren Stellen der Diskussion meldeten sich Menschen zu Wort, die berichteten, auch die Lehrer ihrer Kinder h&#228;tten Dinge gefordert, die sie selbst dann aber als unsinnig abgetan h&#228;tten &#8211; und denen sie dann auch nicht nachgekommen w&#228;ren.</p>
<p>Jetzt stellt sich mir die Frage: Mir gibt also ein ausgebildeter Fachmann, jemand der diverse Semester studiert und vermutlich in den meisten F&#228;llen dazu noch ein paar Jahre Berufserfahrung hat, einen Rat. Sagt mir, dass er oder sie f&#252;r die Ausbildung meines Kindes einen bestimmten Weg gew&#228;hlt hat &#8211; und wie ich diesen Weg unterst&#252;tzen kann. Wie zum Teufel komme ich dann auf die Idee, diesen Weg zu unterlaufen, mein Kind zu verwirren, ihm im schlimmsten Fall also entweder das Vertrauen in die Lehrerin oder das Vertrauen in die eigene Kompetenz zu nehmen? Dass es eines der wichtigsten Grundprinzipien der Erziehung ist, konsequent zu sein, an einem Strang zu ziehen und keine widerspr&#252;chlichen Signale zu senden, das sollte doch bitte jedem inzwischen klar sein, der sich auch nur einmal mit dem Thema befasst hat.</p>
<p>Trotzdem sind Eltern stolz, dass sie sich den Anforderungen der Lehrer widersetzen und genau all das tun.<br />
Warum? Weil sie mit jahrelanger Erfahrung als Kolumnist, als Werbetexter, als wasauchimmer den totalen Durchblick &#252;ber P&#228;dagogik haben? Oder weil »P&#228;dagoge« irgendwann in den achtzigern ein Schimpfwort f&#252;r fusselb&#228;rtige Birkenstocktr&#228;ger wurde, die man eh nicht ernstnehmen kann? </p>
<p>Oder etwa weil fr&#252;her alles besser war? Weil au&#223;erhalb unserer kleinen text-affinen und wort-verliebten Blase alle so super fit im Gebrauch der deutschen Sprache sind? Weil wir seit vielen Jahren in den Pisa-Test so super abschneiden?<br />
Soll Schule also so sein wie sie immer war? Wie denn bitte? So wie 1930, so wie 1960, so wie 1980? Ich sa&#223; 1982 zu Beginn des Gymnasiums mit 41 anderen in einem Klassenraum der aus Platzgr&#252;nden nur strikten Frontalunterricht (das Wort erkl&#228;rt sich von selbst, oder?) zulie&#223;. Ich habe nicht wegen des Unterrichts, sondern trotzdem gelernt.<br />
Sollen Kinder heute wirklich noch so lernen? Tja. Nicht nur Klassenraumgr&#246;&#223;en, auch andere Dinge haben sich in den letzten 30 Jahren ge&#228;ndert.</p>
<p>Wer mich kennt, der wei&#223;, dass ich generell eher dazu neige, wenig von deutschen Lehrern zu halten. Und ich bin mir auch dessen bewusst, dass vermutlich jeder, der eigene Kinder hat oder jemanden mit Kindern kennt auch gleich eine Geschichte parat hat, die mit den Worten »Bei X in der Schule hat die Lehrerin letzten ja auch …” beginnt. Pars pro toto-Argumente sind nur nie so sonderlich zielf&#252;hrend.<br />
Denn jeder kennt immer Einzelf&#228;lle. Und jeder kennt immer eine Geschichte, die man nicht so richtig verstanden hat. Das geht mir &#252;brigens bei quasi jedem anderen Berufsstand auch so.<br />
Aber w&#228;re es nicht einmal eine kluge Sache, einen Schritt zur&#252;ck zu gehen und darauf zu vertrauen, dass sich da ein paar Fachleute ein paar Gedanken gemacht haben?</p>
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<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bonjour Tristesse</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 10:39:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Das Web an sich]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie man an verschiedenen Stellen in diesem unserem Internet ja erfahren konnte, fand am Samstag Abend die 375ste Ausgabe der Hamburger Blogger-Herbst-Lesung »Bonjour Tristesse, Du alte Hackfresse« statt. Da ich zum einen schon auf der letzten Fr&#252;hlingslesung war und der Liebsten entsprechend vorgeschw&#228;rmt hatte, weil weiterhin sicher war, dass dort nette Menschen lesen, moderieren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie man an <a href="http://www.isabelbogdan.de/2011/11/07/nicht-vergessen-2/">verschiedenen Stellen</a> in diesem unserem Internet ja erfahren konnte, fand am Samstag Abend die 375ste Ausgabe der Hamburger Blogger-Herbst-Lesung <em>»Bonjour Tristesse, Du alte Hackfresse«</em> statt. Da ich zum einen schon auf der letzten Fr&#252;hlingslesung war und der Liebsten entsprechend vorgeschw&#228;rmt hatte, weil weiterhin sicher war, dass dort nette Menschen lesen, moderieren und zuh&#246;ren w&#252;rden wollten wir dort gerne hinfahren.<br />
Andererseits wissen ja nun die geneigten Leserinnen dieses Blogs, dass ich nie irgendwo hinfahre, wenn ich mir das vornehme; vor allem nicht, wenn andere Blogger, oder Blog-Veranstaltungen involviert sind (geeignete Stichworte zur Suche f&#252;r die nicht so geneigte und damit unwissende Leserinn w&#228;ren &#8222;bonjour tristesse 2010&#8243;, &#8222;republica 2010&#8243; oder &#8222;republica 2011&#8243;. Oder &#8222;Berlin&#8221;)</p>
<p>Also haben wir das ganz tricky gemacht: Wir haben einfach niemand gesagt, dass wir kommen. Na gut, je n&#228;her der Termin kam, desto eher haben wir an der ein oder anderen Stelle mal eine Bemerkung fallen lassen, aber nun ja …</p>
<p>Samstag Mittag sind wir jedenfalls ins Auto gestiegen, haben den Bug nach Norden gedreht, kamen irgendwann nachmittags in der Schatzstadt an, fuhren &#252;ber die ungewohnt leere K&#246;hlbrandbr&#252;cke in die Stadt rein, parkten, haben dann die g&#228;ngigen Sexshops auf der Reeperbahn leergekauft, noch etwas gebummelt und einen Kaffee getrunken und sind dann irgendwann kalt gefroren in der &#8222;Le Kaschemme&#8221; eingekehrt. (Im letzten Satz versteckt sich eine L&#252;ge).</p>
<p>Dann trudelten so nach und nach die Herzdame und der Merlix, die Isa und Mann, Frau Hammwanich  und Begleitung, die Kiki und die Jamie und diverse andere Menschen, die ich aber nicht kannte ein. Kid37 (den ich vorher nicht kannte) las drei kleine Dings, Isa las etwas aus Wacken, Frau Dragana machte Musik, Herr Merlix las etwas &#252;ber Knie und Philtrum und das war alles ganz voll sch&#246;n.</p>
<p><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/11/2011-11-14-bonjour-tristess.jpg" alt="" title="Kid37 und Zuh&#246;rerinnen" width="748" height="272" class="aligncenter" /><br />
<small style="margin:-15px 0 15px 0; color: #aaa; display: block; text-align: center">Herr Kid37 und einige Zuh&#246;rerinnen</small></p>
<p>Und auch wenn alle nicht verstanden haben, dass ich &#252;berhaupt keine Probleme damit hatte, nachts um 12 dann ins Auto zu steigen und zur&#252;ck zu fahren (Ihr Lieben: Wenn ich irgendwo h&#228;tte &#252;bernachten wollen h&#228;tte ich mich ank&#252;ndigen m&#252;ssen und dann h&#228;tte ich &#8211; Erfahrungswert! &#8211; absagen m&#252;ssen. Aber Eure Sorge r&#252;hrt mich sehr), auch wenn es <s>leicht</s> <s>etwas</s> <s>mittel</s> <s>sehr</s> grauenhaft nebelig war und in einer Baustelle bei Tempo 115 ein Trucker versuchte, mit mir Spielbergs <a href="https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Duell_%28Film%29">Duell</a> nachzuspielen &#8211; wir fuhren dann zur&#252;ck und es war alles voll sch&#246;n.<br />
Und wer nicht da war, weil er entweder nicht so gerne Auto f&#228;hrt oder wegen sontwas, der kann <a href="http://tirili.posterous.com/">hier &#252;brigens alles nachh&#246;ren</a>. Lohnt.</p>
<p>Was ich jetzt leider immer noch nicht begriffen habe: Wer ist jetzt eigenlich dieser Herr Tristesse? Ich habe mich umgesehen &#8211; da waren keine Hackfressen im Raum. Nun ja, fahr ich eben zur n&#228;chsten Lesung wieder nicht nicht hin und guck&#8217; noch mal.</p>
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<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Nudeldicke Deern</title>
		<link>http://www.jawl.net/nudeldicke-deern-2/2011-11-01/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 10:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Befindlichkeitsbloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innerhalb des Irrenhauses]]></category>
		<category><![CDATA[nabelschau]]></category>

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		<description><![CDATA[(Einer von den Eintr&#228;gen, die schon l&#228;nger im Hinterkopf rumliegen) In meiner Grundschulklasse h&#228;tte man wahrscheinlich prima irgendwelche sozialkritischen sp&#228;t-70er-Jahre Kinderprogramme &#252;ber Randgruppen und den korrekten Umgang mit ihnen drehen k&#246;nnen; wir hatten alle. Den dummen, der auch bald zur Sonderschule verschwand, die Rotzg&#246;re, die schon beim &#220;bergang zur zweiten sitzengeblieben war, den Quotenitaliener und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small>(Einer von den Eintr&#228;gen, die schon l&#228;nger im Hinterkopf rumliegen)</small></p>
<p>In meiner Grundschulklasse h&#228;tte man wahrscheinlich prima irgendwelche sozialkritischen sp&#228;t-70er-Jahre Kinderprogramme &#252;ber Randgruppen und den korrekten Umgang mit ihnen drehen k&#246;nnen; wir hatten alle. Den dummen, der auch bald zur Sonderschule verschwand, die Rotzg&#246;re, die schon beim &#220;bergang zur zweiten sitzengeblieben war, den Quotenitaliener und eine &#8222;Zigeunerin&#8221;, die 5 Bauernjungs vom Dorf, den Sohn vom Tankwart, der nur da war, um genug zu lernen, um auch Tankwart zu werden, aber auch den arroganten Sohn des &#246;rtlichen Gro&#223;industriellen. Und den Dicken.<br />
Von den meisten erfuhr ich erst im Laufe der Zeit, welche Besonderheit oder welchen vermeintlichen Makel sie mit sich rumschleppten und warum man also mit ihnen nicht spielen durfte &#8211; aber dass Hartmut jetzt vier Jahre lang der dicke Hartmut sein w&#252;rde, dass wusste ich vom ersten Moment an.</p>
<p>Ich frage mich, warum.<br />
Woher wusste ich, dass man mit dem Dicken nicht spielt? Meine Eltern haben mich &#8211; soweit ich mich erinnere &#8211; nie so erzogen. Mein Vater war dick, meine Mutter nicht. So war das eben. Ich war d&#252;rr und musste mehr essen und Multi Sanostol nehmen. Auch das war eben so.<br />
Aber in dieser Grundschulklasse 1978 in der kleinen Stadt im Sauerland war das eben so. Man hinterfragte es auch besser nicht.</p>
<p>Irgendwann in der n&#228;chsten Schule war ich nicht mehr d&#252;rr, a&#223; aber immer noch viel und als wir dann ein halbes Jahr Schulschwimmen hatten war ich der dicke Christian. Zu meinem Gl&#252;ck hatten wir nur ein halbes Jahr Schulschwimmen und ebenfalls zu meinem Gl&#252;ck war ich nur in Badehose der dicke Christian. In Jeans Und T-Shirt gings.<br />
(R&#252;ckblickend l&#228;&#223;t sich also vermuten, dass ich gar nicht dick war, sondern nur nicht so d&#252;rr wie die anderen)<br />
Und Max war eh noch etwas dicker als ich.</p>
<p>Unsere Lehrer waren korrekte 70er-Jahre-P&#228;dagogen, unsere Eltern auch vermutlich dem Zeitgeist entsprechend eher korrekt, wir hatten Verf&#252;gungsstunden und Kummerkasten aber &#252;ber Dicke wurde trotzdem gelacht, das war klar.</p>
<p>Und &#228;hnlich wie Anke schreibt …</p>
<blockquote><p>Wenn ich mich kurz vorstellen darf? Ich bin Anke Gr&#246;ner, Jahrgang 1969, Werbetexterin, in Hamburg lebend, Mac-Userin, Serienjunkie, Vielleserin, Bahnfahrerin, dunkelblond, vergeben, Internet-s&#252;chtig und dick. Und wegen dieses letzten, kleinen, unschuldigen Adjektivs, das nur einen winzigen Teil von mir beschreibt, habe ich mich gesch&#228;tzt 25 Jahre lang so richtig mies gef&#252;hlt.</p></blockquote>
<p>… war in den besch&#228;menden Momenten in der Schwimmhalle klar: Ich war nicht mehr der gr&#246;&#223;te in der Klasse, ich war nicht der mit den tollen Aufs&#228;tzen und nicht der, der alleine aus dem seltsamen Dorf kam. Ich war nicht mehr der Gewinner im Vorlesewettbewerb und nicht mehr der gemochte Tischnachbar. Ich war dick.</p>
<p><em>(Vor der Deern)</em><br />
Inzwischen ist das alles lange her und ich esse immer noch viel. Und gerne. Und oft. Ich f&#252;hle mich zu dick, habe keine wirkliche Ahnung, wieviel ich wiege (wei&#223; aber: Es liegt &#252;ber Ideal- oder Normalgewicht und auch &#252;ber dem hochheiligen guten BMI). Meine geliebte Lederhose passt so &#252;berhaupt nicht mehr, dass ich zum Gl&#252;ck gar nicht dar&#252;ber nachdenken muss, ob ich &#252;berhaupt noch Lederhosen tragen m&#246;chte. Aber den f&#252;r M&#228;nner klassische Vergleichspunkt, den Hochzeitsanzug, den bekomme ich auch nicht mehr so richtig gut zu.<br />
Mir ist vollkommen klar, dass ich es als Mann da noch relativ leicht habe und m&#246;chte mir &#252;berhaupt nicht vorstellen, wie sich der Druck, den ich schon zwischen Markus Schenkenberg und Men&#8217;s Health empfinde anf&#252;hlt, wenn er durch die restlichen 10m Zeitschriftenregal potenziert wird.<br />
Ich w&#246;ge gerne weniger. Also so irgendwie, ich habe aber keine Energie f&#252;r eine Di&#228;t und glaube auch eigentlich gar nicht daran. Ich mag auch nicht wirklich weniger essen, ich mag keine Energie f&#252;r Einkaufen, Zubereiten, Kochen aufbringen.<br />
Ehrlich gesagt hasse ich sogar die ganzen tollen Rezepte in den ganzen Blogs, sie machen mir ein schlechtes Gewissen, ich kann nicht mitreden, ich habe nicht die Energie, nicht die Lust, es ist alles zu gro&#223;, sofort zu viel Anspruch.</p>
<p>Ich lese immer gerne Ankes Blog, weiss nat&#252;rlich fr&#252;h von ihrem Buch und sitze irgendwann im Sommer 2011 an ihrem Esstisch, esse phantastischen und sicher &#252;berhaupt nicht im geringsten kalorienbewussten oder gesunden Kuchen und spreche &#252;ber das Buch. Ich baue die Website zum Buch und freue mich wie bl&#246;de, als ich endlich mein Exemplar im Briefkasten habe.</p>
<p><em>(Nach der Deern)</em><br />
Seit ein paar Monaten kochen wir hier zusammen. Wir haben uns das nicht vorgenommen, es ist einfach so passiert. Es ist auch nicht so ganz wirklich nur das Lesen des Buchs, es liegt eher daran, dass sich in meiner Peergroup (das seid Ihr da in diesem Web, ja genau) auf einmal alle irgendwie &#252;ber Essen unterhalten. Aber eben so wenig sophisticated, eher so nachdenklich. Und wir dann damit auch.</p>
<p>Wir teilen uns ein Evernote-Notzibuch und sammeln dort Rezepte, und es w&#228;chst schneller als wir kochen k&#246;nnen. Ich lese Koch-Blog-Eintr&#228;ge, in denen sich jemand freut, wenn er oder sie etwas entdeckt hat und ich lese sie nicht mehr so, dass derjenige mir erz&#228;hlen will, was er alles tolles kann.</p>
<p>Ich habe immer Lebensmittel gehasst, die nicht in einer Folie, Dose oder sonstwie verpackt dahergekommen sind, es hat mich immer an den Dreck erinnert, den mein Vater mir ungefragt ins Gesicht hielt, wenn er stolz seine verfickten drei Kartoffeln in seinem Pseudogarten erntete. Letztens waren wir zusammen im t&#252;rkischen Supermarkt hier im St&#228;dtchen &#8211; dort gibt es viel mehr und viel geileres Gem&#252;se als im Allkauf. Auch ohne k&#252;nstlich warmes Licht.<br />
Letztens stand ich im Netto und konnte nichts mehr kaufen, wirklich gar nichts. Es hat mich in seiner zur Schau gestellten Billigkeit alles angeekelt.<br />
Ganz offensichtlich lerne ich gerade, zu kochen.</p>
<p>Bis auf zwei Menschen k&#246;nnen jetzt ab hier mal alle weglesen, denn der n&#228;chste Satz, so kurz er ist geht eigentlich nur an <a href="http://deern.ankegroener.de/">Anke</a> und &#252;ber Umwege auch irgendwie an <a href="http://derbe.blogger.de/">Lu</a>:<br />
Danke.<br />
Ich habe keine Ahnung, wie lange das anh&#228;lt. Aber weil wir ja keinen Anspruch haben, sondern nur Spa&#223; daran, wie es ist, ist das auch total egal. Und im Moment ist es geil wie nichts.</p>
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<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bekenntnis eines digital natives</title>
		<link>http://www.jawl.net/bekenntnis-eines-digital-natives/2011-10-10/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 07:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Das Web an sich]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innerhalb des Irrenhauses]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich nutze die Cloud nicht. Jetzt ist es raus. Also, konkret: Ich habe keine Daten (nur) in der Cloud. Und wichtiges eh nicht. Meine Bookmarks habe ich im Browser gespeichert. Im delicious-Account liegen haupts&#228;chlich Links, die ich via Twitter oder facebook oder via Blog1 weiter verbreiten wollte. Au&#223;erdem habe ich eine lokale Kopie aller Links. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich nutze die Cloud nicht. Jetzt ist es raus.</p>
<p>Also, konkret: Ich habe keine Daten (nur) in der Cloud. Und wichtiges eh nicht.<br />
Meine Bookmarks habe ich im Browser gespeichert. Im delicious-Account liegen haupts&#228;chlich Links, die ich via Twitter oder facebook oder via Blog<sup>1</sup> weiter verbreiten wollte.<br />
Au&#223;erdem habe ich eine lokale Kopie aller Links.<br />
Mein Kalender heisst Outlook, mein Adressbuch auch.<br />
Meine eMail-Adresse endet nicht auf gmail, sondern auf c-fischer.com.<br />
Und auch mein RSS-Reader synchronisiert sich nur mit dem beliebten GoogleReader, aber arbeitet lokal.<br />
Mein Arbeitsserver steht unter dem Schreibtisch und nicht in den USA.<br />
In meiner dropbox liegen nur Kopien von Daten, die noch an anderer Stelle gespeichert sind &#8211; und die Daten, die dort liegen, kann von mir aus jeder sehen.</p>
<p>Und dass Kundendaten nichts auf einem fremden Server zu suchen haben versteht sich in meiner Welt quasi von selbst.</p>
<p>Versteht mich nicht falsch: Ich liebe »die Cloud«.<br />
Ich liebe es, wenn sich das Wissen vieler dort potenziert. Ich liebe es, wenn kluge Dienste (wie zum Beispiel mein aktuelles Lieblingsspielzeug <a href="http://ifttt.com/">ifttt</a>) mir Arbeit abnehmen. Ich liebe es, wenn meine RSS-Reader auf allen Endger&#228;ten immer den gleichen Stand haben.<br />
Das alles &#8211; und noch viel mehr &#8211; ist toll und ich liebe alle diese Bequemlichkeiten.<br />
Aber ich bin nicht von ihnen abh&#228;ngig.</p>
<p>Ich muss nicht aufh&#246;ren zu arbeiten, wenn ein Konzern in den USA seine Nutzungsbedingungen &#228;ndert. Oder wenn er von einem Kollektiv anonymer Aktivisten ins Visier genommen wird und <em>the service temporarily unavailable</em> ist. Ich muss auch nicht zitern, weil meine Daten auf einmal dann doch eine Schnittstelle zum Geheimdienst eines anderen Landes bekommen haben.</p>
<p>Es ist sch&#246;n, wenn selbst T-Online auf einmal damit wirbt, dass man alles in die cloud legen soll. Aber wer einmal im Konfigurationsmenu der Business-Accounts versucht hat, seine Website einzurichten, der kann dem einfach nicht trauen. Wer jemals monatelang ohne Telefon und Internet war, weil irgendwer in magenta ein H&#228;kchen falsch gesetzt hatte auch nicht.</p>
<p>Wir beschweren uns, dass die Regierungen das Web nicht verstehen, wir schauen Politikern zu, wie sie aus dem WorldWideWeb ein schleswig-holsteinisches machen wollen &#8211; und lagern unsere Daten auf einem Server in den USA, dem Land der unbegrenzten Geheimdienste?</p>
<p>Och n&#246;.<br />
Wenn meine Daten mal weg sind m&#246;chte ich lieber selbst daf&#252;r verantwortlich sein, als dass ich dar&#252;ber nachdenke, wo ich doch vielleicht die AGBs h&#228;tte lesen und verstehen sollen.</p>
<p><small style="display: block; border-top: 1px dotted #cfcfcf">1) »Via Blog« ist schon ein sch&#246;nes aktuelles Beispiel, das funktioniert n&#228;mlich im Moment nicht, weil da eine Firma den Besitzer gewechselt hat.</small></p>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/bekenntnis-eines-digital-natives/2011-10-10/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/bekenntnis-eines-digital-natives/2011-10-10/&t=Bekenntnis eines digital natives">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
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<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Aus dem Takt</title>
		<link>http://www.jawl.net/aus-dem-takt/2011-09-24/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Sep 2011 20:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Befindlichkeitsbloggen]]></category>
		<category><![CDATA[nabelschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor ca. 7 Jahren sa&#223; ich nachmittags im B&#252;ro. Ich hatte einen eher anstrengenden Sommer hinter mir, so langsam h&#246;rte der Stress auf und ich versuchte, wieder so etwas wie einen Rhythmus zu bekommen. Rhythmus ist &#252;berhaupt ein gutes Stichwort, denn auf einmal bemerkte ich, wie mein Herz aufh&#246;rte eben diesen zu haben. So ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ca. 7 Jahren sa&#223; ich nachmittags im B&#252;ro. Ich hatte einen eher anstrengenden Sommer hinter mir, so langsam h&#246;rte der Stress auf und ich versuchte, wieder so etwas wie einen Rhythmus zu bekommen.</p>
<p>Rhythmus ist &#252;berhaupt ein gutes Stichwort, denn auf einmal bemerkte ich, wie mein Herz aufh&#246;rte eben diesen zu haben.<br />
So ein regelm&#228;&#223;iger Herzschlag ist ja eine seltsame Sache: Man merkt ihn ja nicht. Gelegentlich, wenn man oben am Berg vom Rad absteigt, sp&#252;rt man sein Herz schlagen. Oder wenn man SIE wieder sieht &#8211; das eine ist so mittelsch&#246;n, das zweite sehr. Aber im allgemeinen merkt man sein Herz nicht. Deswegen ist es dann auch sehr irritierend, wenn man es auf einmal sp&#252;rt.</p>
<p>Und ich sp&#252;rte es. Au&#223;erdem war mir irgendwie &#252;bel, mein linker Arm tat weh, mein Hemd war auf einmal zu eng, ich hatte kalten Schwei&#223; auf der Stirn und sehr schnell sehr gro&#223;e Angst.<br />
Um die Geschichte abzuk&#252;rzen: Ich hatte keinen Herzinfarkt. Daf&#252;r begann an disem Tag eine gut halbj&#228;hrige Irrfahrt zwischen Kardiologe, Allgemeinmediziner und regelm&#228;&#223;igen Besuchen in der Apotheke beim Blutdruckmessen. Der Kardiologe machte mit mir einen Termin in acht Wochen, das war das schnellste, was er anbieten konnte. Na gut, ein 24h-EKG auch schon vorher. Und wenn etwas w&#228;re d&#252;rfe ich auch unangemeldet reinkommen. Die Allgemeinmedizinerin ma&#223; meinen Blutdruck, verschrieb mir sicherheitshalber niedrig dosierte BetaBlocker und verbot mir das Radfahren. Die Apotherkerinnen ma&#223;en allerlei zwischen besorgniserregend hoch und ziemlich niedrig und manchmal auch gar nix, weil das Ger&#228;t nicht mit dem fehlenden Rhythmus klarkam. Beim unangemeldeten Arztbesuch war immer alles ok. Ich begann, mich wie ein Simulant zu f&#252;hlen.<br />
Ich begann, die Apotheken zu wechseln, um nicht zu oft in einer aufzutauchen (Den Kauf eines eigenen  Mess-Ger&#228;ts hatten die Docs und ich zusammen verworfen. Ich h&#228;tte dann alle 5 Minuten gemessen und w&#228;re in Wahnsinn und Hysterie gestorben). Ich traute mich kaum noch, mich wieder beim Arzt zu melden. Es war ja nie was.</p>
<p>Das 24h-EKG war auch bestens; die Helferin guckte drauf und meinte was von &#8222;eine Kurve wie gemalt&#8221; und dass sie sich melden wollten, wenn Herr Doktor noch was entdeckte. Sie meldeten sich nicht.<br />
Bei der Untersuchung (endlich!) haben die Helferin und ich dann beim Belastungs-EKG ausprobiert, ob denn wenigstens was auff&#228;lliges passiert, wenn ich &#252;ber den &#252;blichen Umfang weit hinaus ging &#8211; wir erinnern uns: Ich fuhr damals regelm&#228;&#223;ig Rad und war recht fit. N&#246;, da passierte nix.<br />
Und der Doc guckte in seinen Ultraschallapparat und <a href="http://archiv.jawl.net/entry.php?id=01846">attestierte</a> mir ein tolles Herz.</p>
<p>Das war alles irgendwie beruhigend, aber irgendwie auch sehr be&#228;ngstigend. Denn auch wenn mir alle erz&#228;hlten, dass ich gesund sei, auch wenn ich die BetaBlocker wieder absetzen durfte, so merkte ich doch regelm&#228;&#223;ig, dass da irgendetwas nicht stimmte. Das Gef&#252;hl ist schwer zu beschreiben &#8211; letztens fiel mir nach langen jahren ein halbwegs brauchbarer Vergleich ein: Kennt Ihr den Moment vor dem Einschlafen, wenn ihr den Boden verliert und fallt? Genauso, nur irgendwie st&#228;ndig.<br />
Eigenlich ist das auch logisch: Wir haben da eine Beatbox im K&#246;rper, die uns st&#228;ndig einen Rhythmus gibt und wenn der nicht stimmt, dann ist man aus dem Takt, dann fehlt die Grundkonstante.</p>
<p>Im Ergebnis zog ich mich ziemlich zur&#252;ck. Ich merkte, da war irgendetwas, aber alle &#196;rzte sagten &#8222;Da ist nix&#8221;. Man beginnt an sich selbst zu zweifeln. Simulant? Hypochonder? Man beginnt an den &#196;rzten zu zweifeln. Aber was bedeutet das im Ergebnis? Ich erinnere mich an einen Urlaub auf meiner geliebten Insel, den ich mit dem durchg&#228;ngigen Gef&#252;hl verbrachte, all das zum letzten Mal zu sehen. Es war keine sch&#246;ne Zeit.</p>
<p>An meinem dreiunddrei&#223;igsten Geburtstag war es mal wieder ganz schlimm und wir fuhren in die Notaufnahme. Ich bekam von den beiden Docs die bekannten Dinger auf die Brust geklebt. Sie guckten auf den Bildschirm und wurden hektisch, w&#228;hrend ich &#252;berlegte, was f&#252;r eine Schei&#223;idee es wohl war, ausgerechnet am Geburtstag zu sterben. Andererseits war ich fast erleichtert, da schien ja endlich etwas sichtbares zu sein.<br />
W&#228;hrend Doc 1 losrannte, um die Haus-Kardiologin zu holen, redete der andere beruhigend auf mich ein, guckte noch einmal auf den Bildschirm und sagte sowas wie &#8222;H&#246;h?&#8221;. Denn da war eine Kurve, &#8222;wie gemalt&#8221;.</p>
<p>W&#228;hrend er sich noch wunderte und ich wieder besser Luft bekam, kam die Kardiologin rein. Guckte auf mich, versuchte mit mir zu sprechen w&#228;hrend er auf sie einredete und ihr den Streifen Papier zeigte, der aus dem EKG-Ger&#228;t gekommen war seit ich da lag.<br />
Und dann lachte sie und sagte zu mir: &#8222;Erst einmal: Es ist alles ok, und den Rest erkl&#228;r ich Ihnen gleich&#8221;.</p>
<p>Kurzfassung: Sie erkl&#228;rte, ich habe einen zweiten Taktgeber an der Herzwand. Halbwegs laienhaft erkl&#228;rt gibt es wohl einen (Nerven-)Punkt, der die Bewegung des Herzmuskels ausl&#246;st. Ich habe zwei. So lange die beiden im gleichen Takt laufen ist alles prima. F&#228;ngt aber einer an, das Tempo zu &#228;ndern, dann wird das ein haltloses Stolpern &#8211; so lange bis beide dann quasi gegentaktig laufen und sich mein Puls verdoppelt. Dann stolpern sie wieder rum, bis sie wieder im Takt sind.</p>
<p>Ich werde nie den Satz &#8222;Das ist h&#246;llisch unangenehm, aber total ungef&#228;hrlich&#8221; vergessen, den sie sagte. H&#246;llisch unangenehm, weil der K&#246;rper &#8211; der ist ja auch nicht doof &#8211; merkt, das was nicht stimmt und erstmal sein Herzinfarkt-Reaktions-Szenarium losl&#228;sst. Adrenalin galore, Enge im Brustkorb, und so weiter. Kann er ja auch nicht f&#252;r, der arme K&#246;rper, dass ihm da nichts anderes einf&#228;llt.</p>
<p>Man kann das &#8211; wenn man m&#246;chte &#8211; operieren. Die OP ist eine Try-and-error-OP, denn man kann den Punkt nicht anders lokalisieren, als sich per Katheter in die Leiste rein und dann zum Herzen hoch zu arbeiten und dann an der Herzwand verschiedene Punkte zu reizen und zu gucken, ob es eine Reaktion gibt. Dummerweise ist der einzige, der messen kann, ob es eine Reaktion gibt man selbst, weswegen man bei der ganzen Sache bei Bewusstsein sein muss. Ich kenne inzwischen einen Menschen, der &#8211; wenn ich mich richtig erinnere &#8211; f&#252;nf Stunden so verbracht hat und danach von den Freuden unbet&#228;ubter Wurzelbehandlungen schw&#228;rmte. Wenn ich mich richtig erinnere war auch die Formulierung &#8222;schlimmste 5 Stunden meines Lebens&#8221; im Gespr&#228;ch. Ich habe mich gegen die OP entschieden und jahrelang Ruhe gehabt.</p>
<p>Warum ich das alles jetzt hier und heute aufschreibe?<br />
Zum einen weil ich gerade &#8211; die ein oder andere Leserin wird es sich schon gedacht haben &#8211; innerlich arg rumstolpere. Und weil das Aufschreiben der Geschichte, weil das Erinnern mir hilft, mich wirklich an den Satz &#8222;h&#246;llisch unangenehm, aber total ungef&#228;hrlich&#8221; zu erinnern. Es ist n&#228;mlich nicht immer so einfach, nur mit der Vernunft gegen sein Gef&#252;hl anzukommen. Vor allem, wenn man nachts um drei stolpernd aufwacht, der Serotoninspiegel im Keller ist und sich Stimmung und Zuversicht gleich mit genommen hat, dann ist das schon mal nur so mittel-einfach.</p>
<p>Und zu anderen, weil das alles bei vielen &#196;rzten wohl vollkommen unbekannt ist. Jeder Arzt, mit dem ich danach dar&#252;ber sprach reagierte erst einmal mit einem herzhaften &#8222;H&#246;h?&#8221;. Und ich hatte damals wohl auch nur wirklich sehr viel Gl&#252;ck, dass es in meinem Krankenhaus eine OP-Schwester  mit dem gleichen Herzfehler gab. Die Kardiologin erz&#228;hlte, sie habe diese Schwester mal im OP-Saal erwischt, wie sie sich gerade den Pulsmesser an den Finger geklemmt hatte und stolz &#8222;Boah: 220&#8243; verk&#252;ndete. Da war sie dann gerade genau gegentaktig und hatte eh gerade eine anstrengende OP hinter sich.</p>
<p>Und weil ich ja <a href="http://www.jawl.net/medienkompetenz-im-wandel/2011-08-26/">letztens</a> noch lauthals gefordert habe, jemand m&#252;sse ja alles ins Netz reinschreiben, damit andere ales finden: Voila.<br />
Las ich doch letztens noch bei einer hei&#223;geliebten Bloggerkolegin ihre Krankheitsgeschichte, und dass sie sich so alleine damit f&#252;hle, seltsame Krankheiten zu haben. Bist Du nicht.<br />
Aber ehrlich gesagt schon auch, damit ich gleich schlafen kann.</p>
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		<title>9 Jahre?</title>
		<link>http://www.jawl.net/9-jahre/2011-09-12/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Sep 2011 14:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Das Web an sich]]></category>
		<category><![CDATA[nabelschau]]></category>

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		<description><![CDATA[Als mein kleines jawl nicht mehr ganz klein war und wir beide gemerkt hatten, dass es noch andere Blogs da drau&#223;en gab, da begannen in der Blogosph&#228;re zum ersten Mal ein paar von den Spielchen, die uns alle dann noch ein paar Jahre lang begleiten sollten. Zum Beispiel gab es den ersten CD-Swap, den, wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als mein kleines jawl nicht mehr ganz klein war und wir beide gemerkt hatten, dass es noch andere Blogs da drau&#223;en gab, da begannen in der Blogosph&#228;re zum ersten Mal ein paar von den Spielchen, die uns alle dann noch ein paar Jahre lang  begleiten sollten. Zum Beispiel gab es den ersten CD-Swap, den, wenn ich mich richtig erinnere, ein schon vor langen Jahren <a href="http://samui-samui.de/">nach Thailand ausgewanderter Blogger</a> organisierte.<br />
Ich erhielt damals eine sehr gelbe CD von einer Frau die ich nicht kannte und deren Blog ich ehrlich gesagt dann erst auf die CD hin zu lesen begann &#8211; aber daf&#252;r sind so Spielchen ja da: Man lernt mal was neues kennen.</p>
<p>Das Blog war dann von einem auf den anderen Tag weg und ich habs auch nicht wieder gefunden, obwohl ich normalerweise bei der Suche nach solchen Zweit- oder Geheimblogs nicht soo doof bin.<br />
Schade war das.</p>
<p>Ein paar Jahre sp&#228;ter stiess ich auf die <a href="http://www.daily-pia.de/">dailyPia</a>. Die fand ich interessant, las mich fest und fester, las t&#228;glich, kommentierte irgendwann wohl mal, sie kommentierte zur&#252;ck und irgendwann &#8211; ich meine, es m&#252;sste so 6 Jahre her sein &#8211; haben wir dann mal gechattet. Und stellten fest: Die CD war von ihr gewesen. Gro&#223;e Freude! (So erinnere ich mich jedenfalls, korrigiere mich ruhig, wenn&#8217;s anders war).</p>
<p>Wir beschlossen, die <a href="http://archiv.jawl.net/entry.php?id=02601">X-Blogger</a> <a href="http://www.daily-pia.de/2005/11/x-blogger/">ins Leben zu rufen</a> (eine Gruppe von Bloggern, die sich nicht einer Gruppe zugeh&#246;rig f&#252;hlten, Haha!), wir chatteten &#246;fter mal, wir trafen uns mal, wir lernten zusammen neue Freunde kennen, sie fuhr Opel und ich habs fotografiert (die Liebste denkt beim Gebrauch ihrer schicken IXUS immer noch gerne an diese Aktion), wir gr&#252;ndeten zusammen ein Blog, das uns beide schon nach kurzer Zeit gnadenlos &#252;berforderte und schnell wieder weg war, ich entdeckte ihr geheimes und auch l&#228;ngst wieder geschlossenes Zweitblog<br />
<img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/09/2011-09-12-dailipia.gif" alt="" title="dailipia" width="202" height="243" class="alignleft size-full wp-image-2689" />(wie gesagt, eigentlich bin ich da ganz gut, h&#246;h&#246;), sie schrieb eine Kurzgeschichte, ich las eine Kurzgeschichte, sie schrieb ein Buch, ich las ein Buch, ich <a href="http://www.daily-pia.de/2007/06/ich-bins-nur/">feudelte ihr Blog</a> und wir beide gingen auf ein <a href="http://www.daily-pia.de/2007/05/tokio-hotel-konzert-the-day-after/">Konzert</a>.</p>
<p>Und eigentlich treffen wir uns einmal im Jahr zum Grillen bei mir im Garten (eine Veranstaltung, die traditionsgem&#228;&#223; nicht in unserem Garten stattfindet) &#8211; nur dieses Jahr konnte ich nicht.</p>
<p>Sie bloggt gar nicht mehr so daily wie fr&#252;her, ich ja auch nicht, aber trotzdem landet sie in jedem neuen Netzwerk immer in der Gruppe »Freunde« und ich freue mich sehr auf das n&#228;chste Grillen in unserem Garten.</p>
<p>Ach ja, was ich eigentlich sagen wollte: Happy Birthday, liebste Pia!</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich kauf mir ne Wired (Kleinstadtleben)</title>
		<link>http://www.jawl.net/ich-kauf-mir-ne-wired-kleinstadtleben/2011-09-08/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 09:22:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Innerhalb des Irrenhauses]]></category>
		<category><![CDATA[meine kleine Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Ort: Eine Tanke in Menden. Sie: Die sieben? Ich: Jep. Und: Haben Sie die neue GQ? Sie: Die was? Ich: GQ. Da ist heute die erste deutsche Wired drin. Heute rausgekommen. Sie: Die was? Ich: *Guckt hilflos* Sie: Wie heisst die? Ich: GQ. Und Wired. Sie: Kenn ich nich. Computerzeitung? (Ich sch&#252;ttel den Kopf) Was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ort: Eine Tanke in Menden.</p>
<p>Sie: Die sieben?</p>
<p>Ich: Jep. Und: Haben Sie die neue GQ?</p>
<p>Sie: Die was?</p>
<p>Ich: GQ. Da ist heute die erste deutsche Wired drin. Heute rausgekommen.</p>
<p>Sie: Die was?</p>
<p>Ich: *Guckt hilflos*</p>
<p>Sie: Wie heisst die?</p>
<p>Ich: GQ. Und Wired.</p>
<p>Sie: Kenn ich nich. Computerzeitung? (Ich sch&#252;ttel den Kopf) Was denn dann?</p>
<p>Ich: Lag fr&#252;her gerne in der Ecke bei der FHM &#8230;</p>
<p>Sie: Bei der was?</p>
<p>Kollege von rechts: Eff Ha Emm.</p>
<p>Sie: Ach, die Eff Ha Emm.</p>
<p>Ich: Und ich suche die Gee Kuu. Mit der Waiad.</p>
<p>Sie: Ach so, die ist ja heute erst reingekommen, die liegt noch hinten.</p>
<p>Ich: K&#246;nnten Sie mir eine bringen?</p>
<p>Sie: Nee.</p>
<p>Ich: Die sieben bitte.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Biste ber&#252;hmt, l&#228;sste andere f&#252;r Dich bloggen …</title>
		<link>http://www.jawl.net/biste-beruhmt-lasste-andere-fur-dich-bloggen/2011-09-02/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 13:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[jawl on the road]]></category>
		<category><![CDATA[live on stage]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[… liegste krank auf der Couch, am besten auch. Ich bin nicht ber&#252;hmt, lieg aber krank auf der Couch und w&#252;rde daher darum bitten, dass Ihr alle mal r&#252;ber zur Isa geht, die hat n&#228;mlich eigentlich alles wichtige schon geschrieben. Also &#252;ber den Mittwoch Abend, wo wir alle zusammen auf einem ganz wunderbaren Konzert waren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>… liegste krank auf der Couch, am besten auch.</p>
<p>Ich bin nicht ber&#252;hmt, lieg aber krank auf der Couch und w&#252;rde daher darum bitten, dass Ihr alle mal <a href="http://www.isabelbogdan.de/2011/09/01/katzenjammer-zaz/">r&#252;ber zur Isa</a> geht, die hat n&#228;mlich eigentlich alles wichtige schon geschrieben. Also &#252;ber den Mittwoch Abend, wo wir alle zusammen auf einem ganz wunderbaren Konzert waren.</p>
<p>Je veux de l&#8217;amour, de la joie, de la bonne humeur!</p>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/biste-beruhmt-lasste-andere-fur-dich-bloggen/2011-09-02/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/biste-beruhmt-lasste-andere-fur-dich-bloggen/2011-09-02/&t=Biste ber&#252;hmt, l&#228;sste andere f&#252;r Dich bloggen …">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Medienkompetenz im Wandel</title>
		<link>http://www.jawl.net/medienkompetenz-im-wandel/2011-08-26/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 20:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Das Web an sich]]></category>
		<category><![CDATA[DAU-Time]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Innerhalb des Irrenhauses]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkompetenz]]></category>

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		<description><![CDATA[… schrieb ich letztens bei twitter. Und wie so oft g&#228;rt dieser launig dahingeschriebene Tweet noch nach, st&#246;&#223;t auf andere Dinge und wird auf einmal blogreif. Der Ausl&#246;ser war ein Treffen mit einer Gruppe von absoluten Social-Web-Skeptikern. Ich sa&#223; zwar eigentlich nett mit ihnen zusammen, stellte aber nach dem Abend fest, dass ich wirklich einigerma&#223;en [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-26-alles.png" alt="" title="Alles? Alles!" width="563" height="152" class="aligncenter" /></p>
<p>… <a href="https://twitter.com/#!/jawl/status/103753105442750464">schrieb ich letztens</a> bei twitter.</p>
<p>Und wie so oft g&#228;rt dieser launig dahingeschriebene Tweet noch nach, st&#246;&#223;t auf andere Dinge und wird auf einmal blogreif.</p>
<p>Der Ausl&#246;ser war ein Treffen mit einer Gruppe von absoluten Social-Web-Skeptikern. Ich sa&#223; zwar eigentlich nett mit ihnen zusammen, stellte aber nach dem Abend fest, dass ich wirklich einigerma&#223;en genervt davon war, mich f&#252;r alles was ich, Ihr, facebook, Google oder sonstwer im Web so tut rechtfertigen zu m&#252;ssen.</p>
<p>Gleichzeitig war aber genau diese Gruppe ein Musterbeispiel f&#252;r die Menschen, die andererseits unglaublich begeistert davon sind, was mal so alles im Web findet. F&#252;r jedes Problem in InDesign eine L&#246;sung, f&#252;r jedes Hakeln im Betriebssystem ein Forum &#8211; wie unglaublich toll!</p>
<p>So kam ich auf den Tweet.</p>
<p>Denn &#8211; und das werfe ich der Runde an jedem Abend vor &#8211; da geh&#246;rt der Blick mal wieder &#252;ber den eigenen Tellerrand gehoben.</p>
<p>Einigkeit herrschte am Tisch &#8211; und vermutlich nicht nur da &#8211; &#252;ber eins:<br />
Es ist einfach supernett, wenn man ein Problem hat und ein fixes Googlen einem Hilfe bringt. Und genauso klar ist es nervig, wenn man beim Scrollen in der alphabetischen Forenliste auf dem Weg zum Apple-Forum auch an den Analfissuren vorbei kommt. Oder wenn man sich f&#252;r die Listenerstellung im Quark erst durch den Liebeskummer w&#252;hlen, f&#252;r Fragen zu Google Plus durch die Nachbarschaft zur Gonorrhoe vorbeifinden muss.</p>
<p>Aber: Haben deswegen Liebeskummer und Verletzungen an der Hintert&#252;r nichts im Web zu suchen? Falls man gerade Liebesummer oder aber Blut im Stuhl hat mag man das anders sehen. Wen interessieren schon soziale Netzwerke, wenn es im Schritt juckt?</p>
<p>Jeder von uns kennt die klasische Geschichte vom Personalchef, der erst einmal den neuen Bewerber googelt und dann auch auf Dinge st&#246;&#223;t, die <em>man ja besser auch nicht ins Netz geschrieben h&#228;tte</em>. H&#228;tte er ja wissen k&#246;nnen, der dumme Bewerber.<br />
Man nennt das dann gerne Medienkompetenz, zu wissen, was <em>man so tut</em>.</p>
<p>Aber: Wer bestimmt denn, was man ins Web stellt und was nicht? Wer bestimmt, was irgendwann f&#252;r irgendjemand n&#252;tzlich sein k&#246;nnte und was nicht? Warum ist ein Problem im InDesign wichtiger als ein gebrochens Herz?</p>
<p>Ist es also Medienkompetenz, voraus zu ahnen, was irgendwann irgendwen einmal st&#246;ren k&#246;nnte? Dann machen wir das Web am besten jetzt und sofort zu, denn f&#252;r alles, was man sagen oder denken kann findet sich auch jemand, den es st&#246;rt.</p>
<p>Das wunderbare an diesem Web ist doch, dass eben jeder sich darin wiederfinden kann. Dass sich &#252;ber jedes m&#246;gliche und unm&#246;gliche Problem schon mal jemand Gedanken gemacht hat. Es ist ja schlie&#223;lich Platz genug.<br />
Wenn aber alles drinstehn kann in diesem Web, dann ist es Medienkompetenz, es auch da stehen zu lassen. Dann ist es Medienkompetenz, &#252;ber Dinge hinweg lesen zu k&#246;nnen, die einen st&#246;ren. </p>
<p>Dann ist die neue Medienkompetenz nicht mehr, Dinge nicht zu schreiben, sondern Dinge nicht zu lesen.</p>
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<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Amsterdam</title>
		<link>http://www.jawl.net/amsterdam/2011-08-21/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 09:49:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[jawl]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir mussten mal hier raus. »Hier raus« bedeutet ja normalerweise f&#252;r uns, ans Meer zu fahren und so fuhren wir gestern morgen in dem festen Glauben los, wir w&#252;rden am sp&#228;ten Vormittag in Zandvoort am Strand stehen. Kurz vor dem Amsterdamer Ring fingen wir aber an zu &#252;berlegen, wie lange wir eigentlich nicht mehr in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir mussten mal hier raus. »Hier raus« bedeutet ja normalerweise f&#252;r uns, ans Meer zu fahren und so fuhren wir gestern morgen in dem festen Glauben los, wir w&#252;rden am sp&#228;ten Vormittag in <a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/archive/c/cc/20090125183912!Bungalows-am-Strand-von-Zandvoort.JPG">Zandvoort am Strand</a> stehen.</p>
<p>Kurz vor dem Amsterdamer Ring fingen wir aber an zu &#252;berlegen, wie lange wir eigentlich nicht mehr in Amsterdam gewesen waren, ein Wort gab das andere und kurz danach bekam Uschi &#8211; so nennt der Offliner immer mein Navi und dummerweise hab ich das irgendwie &#252;bernommen &#8211; ein neues Ziel mitgeteilt: <a href="http://maps.google.de/maps?q=Waterlooplein,+Amsterdam,+Nederland&#038;hl=de&#038;ll=52.366691,4.898872&#038;spn=0.035219,0.095701&#038;sll=51.151786,10.415039&#038;sspn=18.565316,48.999023&#038;vpsrc=6&#038;z=14">Parking Waterlooplein, Amsterdam</a>. Mittendrin also.</p>
<p><a rel="amsterdam" class="zoom" href="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam1.jpg"><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam1-150x150.jpg" alt="" title="Flohmarkt am Waterlooplein" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2561" /></a>Das Ziel war etwas ironisch gew&#228;hlt, denn mit dem Waterlooplein verbinden uns beide, unabh&#228;ngig voneinander viele Erinnerungen. Erinnerungen an eine Zeit, als die Haare noch lang und die Hosen noch bunt waren.</p>
<p>Damals &#8211; so ab achtzehn &#8211; sa&#223;en wir n&#228;mlich beide hier in der Kleinstadt und bewunderten die Kleinstadthippies mit ihren au&#223;ergew&#246;hnlichen Klamotten. Die trugen Sachen, die es hier bei C&#038;A oder auch in der n&#228;chsten Stadt bei H&#038;M nicht gab &#8211; bunte, gebatikte, aus Flicken zusammengeschneiderte Hosen, Oberteile, die mit ihren Stickereien und Spiegelpailetten an Indien erinnerten, grob gestrickte Kapuzenoberteile und unglaublich an Herrn Morrison erinnernde Lederjacken. Wir waren etwas neidisch damals.</p>
<p><a rel="amsterdam" class="zoom" href="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam2.jpg"><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam2-150x150.jpg" alt="" title="Flohmarkt am Waterlooplein" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-2563" /></a>Aber dann hatte irgendwer von irgendwem geh&#246;rt, dass der jemanden kannte, der immer nach Amsterdam zu Flohmarkt fuhr und dort einkaufte. Dort sollte es alle diese Dinge geben &#8211; und sogar in gro&#223;er Auswahl. Au&#223;erdem <em>total gute gebrauchte 501 und total lustige T-Shirts</em>.<br />
Es musste also der Himmel sein und irgendwann trauten wir uns auch, setzten uns zu f&#252;nft in den Golf des Offliners (ja, den kannte ich damals schon) und fuhren auch los.</p>
<p>Amsterdam ist echt gro&#223; und war au&#223;erdem gerade hier in der Kleinstadt nicht unbedingt f&#252;r Mode bekannt. Eher daf&#252;r, das es dort nichts anderes als Coffeshops gab in den man kiffen musste, dass es dort Frauen gab, die in den Schaufenstern sitzend den Vorbeigehenden ihre Liebesdienste aufdr&#228;ngten und dass man eh an jeder Stra&#223;enecke &#252;berfallen und ausgeraubt wenn nicht sogar bestohlen wurde.</p>
<p>Wir waren also entsprechend aufgeregt, damals.</p>
<p>Trotzdem war der Flohmarkt, den wir nach l&#228;ngerer Irrfahrt mit Auto und Ubahn durch den Gro&#223;stadtmoloch dann fanden, tats&#228;chlich der Himmel. Die St&#228;nde waren aufregend bunt, es roch fremd (sp&#228;ter lernten wir den Geruch als Mischung aus Patchouli, R&#228;ucherst&#228;bchen und Moder zu identifizieren) und wir verstanden quasi keine einzige der vielen verschiedenen Sprachen, die die Menschen um uns herum so sprachen.</p>
<p><a rel="amsterdam" class="zoom" href="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam3.jpg"><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam3-150x150.jpg" alt="" title="Flohmarkt am Waterlooplein" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-2571" /></a>Wir brauchten den gesamten Tag, um jeden der St&#228;nde ausf&#252;hrlich kennen zu lernen, um jedes bunte Shirt anzuprobieren, um &#252;ber die Vorteile von verschiedeen Flickenanordnungen zu diskutieren und irgendwann m&#252;de aber gl&#252;cklich Besitzer von ein paar neuen muffigen Kleidungsst&#252;cken zu sein.<br />
Wir fuhren von da an &#246;fter, wir lernten in englischer Sprache zu handeln, wir konnten die guten ( also die Klamotten-) von den doofen (also den Tr&#246;del)-St&#228;nden zu unterscheiden. Ich verliebte mich in eine Lederhose auf die ich dann eineinhalb Jahre sparte, wir campten irgendwann auch mal in der Stadt (gruselig, nur betrunkene Kiffer) und vor der Stadt (ganz ok), wir verlie&#223;en auch mal den Tr&#246;del und wanderten irgendwann sogar 500m weiter bis in die Fu&#223;g&#228;ngerzone &#8211; denn da gab es wirklich gute gebrqauchte 501!</p>
<p>Ich wurde nie beklaut, ich hatte nie Sex hinter einer zugezogenen Gardine in einem Schaufenster und gekifft habe ich eh nie.</p>
<p><a rel="amsterdam" class="zoom" href="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam4.jpg"><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam4-150x150.jpg" alt="" title="Blick auf eine Gracht in Amsterdam" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-2575" /></a>Aber als ich irgendwann mit einem neuen Bekannten losfuhr und 500m vor der Grenze nach Holland seine Hasch-Vor&#228;te aus dem Handschuhfach heraus in den Gr&#252;nstreifen bef&#246;rdern musste weil Reinschmuggeln ja wirklich doof w&#228;re wo er doch was einkaufen und rausschuggeln wollte &#8211; da beschlo&#223; ich, dass diese Zeit wohl vorbei war.</p>
<p>Kaum 15 Jahre sp&#228;ter war die Wahl des Ziels also recht ironisch angehaucht, ich sagte es ja schon.</p>
<p>Wir landeten ohne gro&#223;en Stau im Parkhaus und standen nach wenigen Schritten auf einem bezaubernden kleinen Flohmarkt. Es gab allerlei lustigen Tr&#246;del, M&#246;bel, Deko-Kram, allerlei Zeugs was wahrscheinlich mal irgendwo vom Laster gefallen war oder dem indonesiche Kinder mit ihren flinken Fingern die Logos aufgestickt hatten &#8211; und dazwischen ein paar Klamottenst&#228;nde. Bei denen gab es dann eine bunte Mischung aus Hippie-Zeugs und dem Kram den in den Frauenzeitschriften die sogenannten Stilikonen tragen und dann auf Nachfrage sagen &#8222;das hab ich auf einem ganz bezaubernden kleinen Tr&#246;del in Paris/New York/Amsterdam gefunden&#8221;.</p>
<p>Ich glaube, wir hatten damals einen arg selektiven Blick.</p>
<p><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-21-amsterdam5.jpg" alt="" title="Gracht in Amsterdam" width="742" height="189"  /></p>
<p>Wir liefen durch die Stadt, sahen in den paar Stunden die wir hatten, den Dam, den Bahnhof, die laute Tour-Fu&#223;g&#228;ngerzone und die ruhigere andere, wir sahen Grachten, Grachten, Grachten, ein lustiges Horrido vor dem Dam und eins auf irgendeinem anderen Platz, Frikandel aus dem Automaten, viele Menschen auf den gro&#223;en Stra&#223;en und keine in den kleinen Gassen, die an die Winkelgasse erinnerten &#8211; und Grachten, Grachten, Grachten.</p>
<p>Und obwohl wir vermutlich nur den innersten Innenstadtkern gestreift haben, obwohl wir insgesamt fast nur in den Touri-Stra&#223;en waren und wir f&#252;r zwei lustig chemisch-bunte Berliner mit Cremef&#252;llung 7 Euro bezahlten war es ganz, ganz wunderbar. Viele Menschen, viele Sprachen, viele Eindr&#252;cke. Und vor allem viel positive Stimmung. Irgendwann erinnerten wir uns daran, dass wir ebenfalls samstags nachmittags mal in der Hohen Stra&#223;e in K&#246;ln gestrandet waren. Einem Ort also, den man eigentlich durchaus vergleichen k&#246;nnte, wenn &#8211; ja wenn nicht der eine, der in K&#246;ln n&#228;mlich, die Vorh&#246;lle auf Erden w&#228;re. (Und wir m&#246;gen K&#246;ln wirklich gern.)</p>
<p>Ich glaube, wir hatten damals einen arg selektiven Blick.<br />
Schei&#223;e ist diese Stadt sch&#246;n.</p>
<p>Ach ja: Unter <a href="http://www.waterloopleinmarkt.nl/">waterloopleinmarkt.nl</a> gibt es eine &#8211; ganz bezaubernd schlecht auch ins deutsche &#252;bersetzte Seite &#8211; &#252;ber den Flohmarkt. Ich hab nach Lesen des deutschen Texte quasi keinerlei Ahnung, was sie mir sagen wollen &#8211; es ist toll!</p>
<p><small>Da ich selbst keine Bilder gemacht habe danke ich <a href="https://secure.flickr.com/photos/miguelagullo/416752449/">m.agullo</a> f&#252;r sein <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC</a>-Bild, <a href="https://secure.flickr.com/photos/boojee/3358498384/">Shira Golding</a> f&#252;r ihr <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">CC</a>-Bild, <a href="https://secure.flickr.com/photos/8725928@N02/3016654349/">janwillemsen</a> f&#252;r sein <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC</a>-Bild, <a href="https://secure.flickr.com/photos/sfreimark/2901848672/">sfreimark</a> f&#252;r sein <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC</a>-Bild und noch einmal <a href="https://secure.flickr.com/photos/sfreimark/2901002595/">sfreimark</a> f&#252;r noch ein <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC</a>-Bild!</small></p>
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<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Herr Walter</title>
		<link>http://www.jawl.net/herr-walter/2011-08-16/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 07:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[jawl on the road]]></category>
		<category><![CDATA[meine kleine Stadt]]></category>

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		<description><![CDATA[Social Web hin, social Web her, hin und wieder muss man mal Menschen treffen. Gestern Abend traf sich ein Stammtisch einer Mailingliste, der ich seit ein paar Jahren schreibend, lesend und stammtisch-end angeh&#246;re. Meist sitzen wir in einem Konferenzraum, weil wir meist ein bisschen arbeiten und dazu Beamer und &#228;hnliches brauchen, gestern haben wir uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Social Web hin, social Web her, hin und wieder muss man mal Menschen treffen. Gestern Abend traf sich ein Stammtisch einer Mailingliste, der ich seit ein paar Jahren schreibend, lesend und stammtisch-end angeh&#246;re.<br />
Meist sitzen wir in einem Konferenzraum, weil wir meist ein bisschen arbeiten und dazu Beamer und &#228;hnliches brauchen, gestern haben wir uns &#8222;nur so&#8221; getroffen und uns dazu einen netten Ort gesucht:</p>
<blockquote><p>„Herr Walter“ ist ein Sch&#252;ttg&#252;terschiff, das bereits 1901 in Rathenow an der Havel vom Stapel lief und viele Jahrzehnte &#8211; zun&#228;chst als Schleppkahn &#8211; auf europ&#228;ischen Fl&#252;ssen und Kan&#228;len mit Sch&#252;ttg&#252;tern unterwegs war. Nach seinem Umbau zum Motorschiff in den 60er und einer Verl&#228;ngerung des Schiffsrumpfs um 14 Meter in den 70er Jahren erhielt das Schiff sein heutiges Aussehen.</p></blockquote>
<p>… wei&#223; die <a href="http://www.herr-walter.de/">Website von Herrn Walter</a> zu berichten.</p>
<p><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/08/2011-08-16-herrwalter.jpg" alt="" title="Rundumblick auf der Br&#252;cke von Herrn Walter" width="742" height="109"  /></p>
<p>Kommt man bei Herrn Walter an l&#228;uft man erst einmal durch ein St&#252;ckchen Strandbar, so mit Korb-Sesseln und Lounge-Strand-Feeling, das kennt man ja schon (und das ist ja auch schon sehr nett).<br />
Auf dem Schiff selbst stehen oben Tische, man hat den Blick &#252;ber ein St&#252;ck Hafen und in der Ferne sieht man Florian und das U, ein St&#252;ckchen weiter f&#228;hrt einer von diesen riesigen Hafenkr&#228;nen hin und her und nebenan suchen die Dortmunder Hafenm&#246;wen ihren Schlafplatz.</p>
<p>Unter Deck ist eher so loungy Club-Atmosph&#228;re mit einer Theke, an der man auch etwas zu essen und die obligatorische Bionade bekommen kann. Und: Es riecht so richtig geil nach Schiff!</p>
<p>Das Essen fand in der Runde nicht so den riesigen Anklang; wir hatten aber auch das Pech, das die Fischk&#252;che geschlossen war und wir so nur in den Genuss eines Drittels der Speisekarte kommen konnten. Muss man also vielleicht selber ausprobieren.</p>
<p>Zus&#228;tzlich gabs gestern Abend noch sch&#246;ne Licht-Installations-Dings &#8211; sollte wohl Kunst sein, aber man konnte es ja auch einfach nur h&#252;bsch finden.</p>
<p>Ich war gestern Abend hier im Regen losgefahren und hatte missmutig &#252;berlegt, ob das wohl die d&#252;mmst-anzunehmende Idee des Tages w&#228;re, mich im Regen nach drau&#223;en aufs Wasser zu setzen. Angekommen konnte ich mein Gesicht aber noch in die Abendsonne halten und so fand ich das alles sehr, sehr h&#252;bsch.<br />
Kann man echt mal machen.</p>
<p><small style="display: block; text-align: center">Herr Walter • Speicherstrasse 90 • 44147 Dortmund<br />
Bei sch&#246;nem Wetter immer ab 14:00 Uhr • sonst jeden Mi.- Sa. ab 17:00 Uhr • So. ab 14:00 Uhr<br />
<a href="http://www.herr-walter.de/">www.herr-walter.de</a></small></p>
<p><small>Like it? Dann gerne <a href="http://twitter.com/home?status=Lese gerade im jawl: http://www.jawl.net/herr-walter/2011-08-16/">Artikel Twittern</a>, <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http://www.jawl.net/herr-walter/2011-08-16/&t=Herr Walter">bei facebook teilen</a> oder sonstwie weiterverteilen.</small></p>
<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Simples Gem&#252;t</title>
		<link>http://www.jawl.net/simples-gemuet/2011-07-19/</link>
		<comments>http://www.jawl.net/simples-gemuet/2011-07-19/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Jul 2011 12:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[everyday People]]></category>
		<category><![CDATA[Befindlichkeitsbloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Innerhalb des Irrenhauses]]></category>
		<category><![CDATA[nabelschau]]></category>
		<category><![CDATA[Windows]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.jawl.net/?p=2505</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin ja manchmal etwas sp&#228;ter dran &#8211; so zum Beispiel mit meinem Umstieg von Windows Vista auf Windows 7 vor knapp 2 Wochen. Und wisst Ihr, was mich mit am meisten begeistert? Ich kann endlich die Taskleiste mit der Maus umsortieren. Wo ich also fr&#252;her die Programme in der richtigen Reihenfolge starten musste reicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ja manchmal etwas sp&#228;ter dran &#8211; so zum Beispiel mit meinem Umstieg von Windows Vista auf Windows 7 vor knapp 2 Wochen.<br />
Und wisst Ihr, was mich mit am meisten begeistert?<br />
Ich kann endlich die Taskleiste mit der Maus umsortieren. Wo ich also fr&#252;her die Programme in der richtigen Reihenfolge starten musste reicht jetzt ein kleines Drag&#8217;n'Drop.</p>
<p><img src="http://www.jawl.net/wp-content/uploads/2011/07/2011-07-19-win7.jpg" alt="" title="Windows7-Taskleiste" width="332" height="56" class="aligncenter size-full wp-image-2506" /></p>
<p>Ehrlich. So etwas erfreut mich.</p>
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<hr />
<p><small>© Christian Fischer im <a href="http://www.jawl.net">jawl</a>, 2011.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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