Im jawl:

Christian Fischer

Christian Fischer? Webworker und Blogger.
Hobby-Musiker und Hobby-Fotograf.

Seit 2001 schreibe ich hier dieses Blog.
Hier findest Du paar Worte über mich und hier mehr über dieses Blog.

Und sonst:


Die letzten Artikel …

20

Aus der Kategorie »just people«

Sie so: Den Film hab ich ja auch noch nie gesehen.
Er so: Den hab ich auf Video, den liebe ich sehr, lass uns den gucken.

Die beiden kennen sich schon ewig vom Sehen, wie man sich in der Kleinstadt so kennt, ein bisschen mehr, seit sie einmal im Jahr zusammen arbeiten, ganz gut, seit sie einen Abend mit Alkohol und gemeinsamen Weltleid verbracht haben. Und richtig gut, seit sie sich vor circa einem Jahr angefreundet haben. Und richtig, richtig gut, seit …, aber das wissen sie noch nicht wirklich.
Sie Single, er in den Endwehen einer mehrjährigen Beziehung.
Sie strebsam und geradeaus unterwegs, er verläuft sich gerade in den Windungen des Lebens.

Im Film geht es um zwei gute Freunde; sie strebsam, er verläuft sich gerade in den Windungen des Lebens und natürlich begreifen beide am Ende, wie sehr sie sich lieben, schließlich ist das hier Hollywood und kein kleines Häppchen Realität.

Vor dem Fernseher sitzen zwei Freunde, die beide ohne den geringsten Argwohn in den Kinogenuss eingestiegen sind und während des Guckens irgendwie merken dass die beiden in dem Film da … nun ja.

Und dann ist der Film zu Ende, der Fernseher schwarz und beide gucken möglichst unbeteiligt in entgegengesetzte Ecken des Raums und sie fragt: „Kneipe“ und er sagt „Auf jeden Fall“ und beide rennen in die Stadt weil sie beide absolut nicht ready sind for this sort of thing.

Und in der Kneipe will er ihr unbedingt immer diese eine Strähne wieder hinters Ohr schieben und dann laufen sie noch bis nachts um zwei durch die Straßen und dann fährt er irgendwann nach Hause in die Nachbarstadt.

Den nächsten Tag macht er eine Cassette, das machen Jungs damals noch.

„These seconds when I’m shakin’
Leave me shudderin’ for days” She says
And I’m not ready for this sort of thing

… sagt das Eröffnungslied. Nicht wirklich eine Liebes-Cassette also.

Heute ist das 20 Jahre her und ich sag Euch: Damals war besseres Wetter.


#WMDEDGT August 2017

Aus der Kategorie »just jawl«

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

5:00 Uhr
Ich wache das erste mal auf. Das ist ein deutlicher Fortschritt, denn in den letzten Tagen war ich zum einen so absolut am Ende und zum anderen von einem Job so angestrengt, dass ich selten nach vier aufwachte. Außerdem funktionierte das Großhirn heute schon so gut, dass der erste Gedanke war: „ich hab Urlaub“, so dass ich tatsächlich nochmal einschlafen konnte.

6:00 Uhr
Siehe 5:00 Uhr.

7:00 Uhr
Nachdem ich gerade noch mit Karla Paul an der Nordsee Kafee getrunken hatte war ich etwas verwirrt ob meines dunklen Schlafzimmers. Dann: „Ich hab Urlaub“, dann aber die Erkenntnis: Schlaf ist trotzdem vorbei; also aufstehen.
Das Katz fand das auch super, schließlich war ihr letztes Essen jetzt schon gute siebeneinhalb Stunden her und im Moment frisst sie sich alle Pfunde wieder an, die sie vor dem Einpendeln auf die richtige Medikation heruntergehungert hatte. Was mich nicht überraschenderweise sehr, sehr glücklich macht.

Oh, ein paar Nieselregentropfen, wenn ich jetzt noch einen leeren Marktplatz finde könnte das schöne trostlose Fotomotive geben. 3 Minuten später saß ich im Auto.
Exkurs: Ja, ich kann total super so kaltstarten. Jedenfalls solange niemand mit mir reden will.

Ca. 5 Minuten später war aus dem Nieselregen ein sehr, sehr, sehr veritabler Gussregen geworden, dem ich weder die Kamera noch mich aussetzen wollte. Aber wo ich schon unterwegs war hab ich noch fix Brötchen geholt und dann zu Hause einen netten Frühstückstisch fertig gemacht.
Und dann das Katz zur Frau geschickt, sie aufzuwecken.

9:30 Uhr
Das war ja auch alles schon sehr anstrengend und schließlich habe ich ja Urlaub. Folgerichtig bin ich noch mal schlafen gegangen.

11:30
[insert langezogenes wohliges Aufwachgeräusch]

13:00 Uhr
Huch, wo issen die Zeit hin? Keinen Schimmer, was ich gemacht habe; ich war doch nur kurz duschen?

14:00 Uhr
Beim sinnlosen Blättern im Lightroom ein altes Bild gefunden, das die Liebste mal gemacht hat, als wir in Norddeich Mole die Fähre gerade noch rausfahren sahen und uns eine Stunde am Anleger vertreiben mussten. Nebelig wars, ich hab noch ein bisschen die Farben raus gedreht und es in Instagram geworfen.
Nebel über der Nordsee

Jetzt gammeln wir rum und überlegen gleich ins Kino zu fahren. Und ich blogge und stelle dabei fest, dass der letzte Beitrag exakt einen Monat her ist. Muss wohl doch mal über das alles hier nachdenken. Auch wenn ich die Befürchtung hege, dass „das Internet“ dabei nicht gut wegkommt und dieses kleine, liebevoll über 16 Jahre gehegte Blog dabei an seiner Daseinsberechtigung gerüttelt bekommt. LALALALALALALALALA …

17:13 Uhr
Wir kommen am Kino an. Die Liebste steigt schon mal aus, ich suche einen Parkplatz.

17:35 Uhr
Ich habe einen Parkplatz gefunden und renne los. Gut dass 17:30 meint: Werbung, Vorschau, Eis und dann irgendwann den Film, sonst wäre ich nämlich jetzt schon fünf Minuten zu spät.

Welcher Film? Ach ja.

Eine wunderbare Mischung aus frnzöischem Film und ein bisschen Hangover-Humor, wir hatten sehr viel Spaß.

19:35 Uhr
Die Fußballfans unter Euch wissen es, wir wussten es nicht: Heute spielen BVB und Bayern München in Dortmund um den Supercup. Wie gesagt, wir wussten es nicht, deswegen verbrachten wir erst mal eine halbe Stunde im Stau zum Stadion, weil wir durch Dortmund mussten.
Seit ich in Dortmund gewohnt habe und mal zufällig im „Wir feiern irgendeinen Sieg“-Autokorso feststeckte – und vor allem als ich in jenem Autokorso Prügel angedroht und Tritte vor die Stoßstange bekam, weil ich nicht fröhlich genug feierte – habe ich euphemistisch gesagt zwiespältige Gefühle in einem Stau rund ums Dortmunder Stadion. Naja, vielleicht war ich auch damals selbst Schuld, was will ich auch pünktlich zur Arbeit?

20:15 Uhr
Wir sind zu Hause und machen und noch ein bisschen lustfeindliches dröges veganes Essen.
Und gucken das Fußballspiel, haha.


#WMDEDGT Juli 2017

Aus der Kategorie »just people«

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

7:00 Uhr
Der Wecker klingelt früh. Also früh für meine Verhältnisse, bitte kein Neid.
Grund: Um Acht muss ich bei der Tierärztin sein und die gute Malzpaste kaufen, damit das Katz seine Haare besser wieder aus dem Magen rausbekommt. Außerdem zum Fressnapf, um noch mehr von dem besten (aktuell besten jedenfalls, Katzenbesitzer kennen das, dass Futter immer nur saisonal gern genommen wird) zu kaufen.
Und das muss alles vor neun sein, denn da beginnt die Telko mit @serotonic. „Ist die nicht immer Donnerstags?“ höre ich Sie fragen. Sehr gut aufgepasst, aber aus Gründen haben wir die verschoben. Ich komme drauf zurück.

8:00 Uhr
Ich stehe beim Tierarzt und merke, dass Autofahren schon ganz gut ging, sprechen aber noch nicht. Was steh ich auch so früh auf??

8:25 Uhr
Ich stehe vor dem Fressnapf und muss über mich selber lachen. Wie konnte ich nur denken, irgendein Laden in diesem Kaff hätte vor neun Uhr schon auf?

9:00 – 12:00 Uhr
Telko und Arbeit mit @serotonic. Heute bedeutet das: Ich mache mir Gedanken. Also genauer: ich konzeptioniere daran herum, wie ich mehrere 1000 Dokumente, die in einem Qualitätsmanagementsystem angelegt sind filtern und durchsuchen kann.
Damit das ganze so richtig Spaß macht, erfreut uns zuerst eine Schwalbe vor @serotonics Fenster, die schon auf ihrer Seite schrill klingt. Skype verzerrt das Ganze zu einem Gehirnzereissenden Fiepen. Nachdem sie das Fenster geschlossen hat, beginnt Skype mit digitalen Verzerrungen, nachdem wir aufgelegt haben, beginnt der Nachbar was zu mit der Kreissäge zu sägen.
Keine Ahnung, warum Lärm zum Foltern benutzt wird.

11:40 Uhr
Frau Dico schreibt und ich erfahre, wann Morgen der Soundcheck zu Helgi Jonssons Konzert beginnt. Was wichtig ist, weil ich dort sein darf und mal wieder fotografieren werde.
Irgendwie zwischendurch schreibe ich mir noch mit der Gewinnerin des letzten Gewinnspiels das ich organisiert hatte – damit auch sie weiß, wo und wann sie morgen ihre gewonnenen Tickets bekommt. Sie freut sich arg und ich erinnere mich, dass das einer der Hauptgründe für mich ist, diese kleine Fanpage zu betreiben: Die Freude und Dankbarkeit der Leute. Das Web ist ein guter Platz, wenn wir es dazu machen.

12:00 Uhr
„Auflegen“, schnell was essen, denn ich arbeite auch gerade für eine Agentur, die diese Woche gleich zwei Websites launchen will. We call it double fun. Das ist ein Fachbegriff.

Beide Sites sind aber schon relativ weit, so dass wir heute nur noch ein paar Korrekturen erledigen müssen. Dann guckt schnell der Kunde, dann kommen noch ein paar letzte Korrekturen, dann gehts kurz zum Kunden, dann …

16:38 Uhr
Eine SMS: Wir können online gehen. Wen’s interesiert: Einmal im Jahr bringen wir eine neue Ausgabe eines Kundenmagazins online. Hier kann man es sich ansehen. Die Gestaltung kommt von der Agentur, ich bin für die Programmierung zuständig.
Die andere Website ist noch zur Ansicht beim Kunden, vielleicht gibts Freitag noch letzte Korrekturen.

17:30 Uhr
Wir sind online und ich fahre ein Stündchen ans Wasser. Mal was anderes sehen als Bildschirme.

18:30 Uhr
Feta, Melone die wilden 70er und ein bisschen Bloggen. Außerdem liegen hier noch ein paar Interviewfragen rum, die ich dringend beantworten möchte.
Mal sehen, ob ich früh schlafen kann; ich bin ehrlich gesagt ein wenig aufgeregt vor Morgen. Ich hoffe aber auch, das sich das nie ändert.


Horch, wer könnt’ mein Feindbild sein?

Aus der Kategorie »just people«

Die ein oder andere mag es mitbekommen haben: Seit Freitag habe ich ein neues Auto.
Und schon in diesen zwei Tagen habe ich einiges erlebt.

Vorwegschicken muss ich:
Der neue ist ein Audi A3.
Davor hatte ich einen anderen Audi A3, davor ebenfalls einen Audi A3, davor 2 Golf Kombi*.
Davor verschiedenes, was der Gebrauchtwagenmarkt an der örtlichen Tankstelle so hergab.

Irgendwann im Laufe des Umstiegs von Golf auf A3 habe ich das Wort „Überholprestige“ gelernt.
Eine schöne Defintion liefert die Zeit in einem ziemlich alten Artikel.

Das Wort entstammt der Tuner-Sprache. Tuner sind Leute, die an Motoren herumfummeln, um die Autos schneller zu machen. Danach zupfen und zerren sie so lange an der Karosserie herum, bis die Autos auch schnell aussehen. Denn für den Herrscher über mehrere hundert PS gibt es kaum etwas Schlimmeres, als auf der Straße nicht ernst genommen zu werden. […] Die Voraussetzung für den Respekt aber ist ein ordentliches Überholprestige: […] Wie wirke ich beziehungsweise mein Auto auf den von meiner Spur zu Scheuchenden?
www.zeit.de/1999…

Ein Audi A3 hat ein relativ hohes Überholprestige.
Mir ist das ziemlich vollkommen wumpe, denn ich drängle nicht, ich rase nicht, ich fahre Audi weil ich die Autos mag und sie mich sehr bequem und sehr sicher dahin bringen, wo ich hin will.
 Autoherstellern ist es vermutlich, auch wenn sie es nie so sagen würden, nicht so wumpe; zumindest nicht allen.

Aber auch darüber hinaus haben Autos und Automarken ein Image; bei vielen Wagen hat man doch sofort eine Vorstellung, wer drinsitzt. Glaubt Ihr nicht?
Ok, dann ordnet doch mal folgende Klischee-Besitzer den nachfolgenden Autos zu:

Die Autos:

  1. Tiefergelegter BMW mit Spoilern und der Buchstabenkombi „CY“ auf dem Kennzeichen

  2. schwarzer Porsche- oder Audi-SUV vor der Schule

  3. Grauer Audi-Kombi mit Firmenaufkleber

Die Insassen:

  1. gebotoxte Zahnarztgattin, die ihre Kiste immer quer auf zwei Parkplätzen parkt

  2. Vertreter mit chronischer Eile der plötzlich mit Lichthupe bei 160 Km/h 1,5m hinter Dir im Rückspiegel auftaucht
  3. Türkischer junger Mann mit lauter Musik an der Eisdiele vorbei cruisend


Seht Ihr? Geht.

Dummerweise für mich fahre ich also einen dunklen Audi Kombi Sportback mit agressiv dynamisch gestalteten Frontpartie und stelle fest: Ich büße wohl für alle Sünden meiner Automarkenkollegen.

Schon beim letzten A3 lernte ich: Reißverschlussverfahren hin oder her – mich lässt man nicht rein. Mir blinkt niemand freundlich zu, wenn sich bei rechts-vor-links vier Autos begegnen. Mich kann man auch mal prima auf der Autobahn ein paar Mal ausbremsen und mir dann hinterher hinterher winken. Oder mich an der Ampel stehenlassen und – bei wieder gelb noch schnell losjagend – mit dem Mittelfinger wedeln.

Gestern aber, das war die bisherige Krönung. Der neue A3 ist von Audi noch etwas agressiver dynamischer gestaltet und von mir mit ein paar Spoilern dynamischen Extras ausgestattet worden. Aber auch mit einem Tempomaten und einem automatischen Abstand-Halter. Beide zusammen nutze ich gern, um ohne weitere Anstrengungen und ohne zu schnell zu sein im Verkehr mit zu schwimmen.

Nun fuhr ich gestern über eine Landstraße. Abwechselnd 70 oder 100 Km/h waren erlaubt und ich weiß: Allgemein fährt dort jeder schneller. Ein paar Kreuze am Straßenrand beweisen aber auch: Man sollte das nicht tun.
Hinter mir drängelte ein kleiner Seat. Blieb so dicht hinter mir, dass ich das Kennzeichen im Rückspiegel nicht mehr sah, kam bei jedem Wechsel auf 70 noch etwas dichter drauf – schaffte es aber auch nicht, zu überholen.

So ging das gute zehn Minuten, dann bogen wir beide ab. Vor mir jemand der so richtig langsam fuhr und dann hörte ich einen kleinen Seat-Motor aufheulen und endlich überholte er.
Ich überlegte auch kurz, aber dann kam mir wer entgegen und ich liess es und blieb hinter dem langsamen Wagen. Ein Toast auf den Abstandhalter!

Im nächsten Ort ist ein kleiner Kreisverkehr, davor gibts keine Möglichkeit abzubiegen. Am Kreisverkehr wartete der Seat. Liess mich vorbei und hängte sich wieder an meine Stoßstange. Und begann, mich mimisch zu beschimpfen.

Das war … äh … neu.

Noch ein paar Bemerkungen: Ja, ich kenne den Dunning-Kruger-Effekt und weiß, dass man sein eigenes Verhalten meist falsch einschätzt. Ich berufe mich daher auf Rückmeldungen von Beifahrerinnen und sage: Ja, ich fahre sehr vorsichtig. Ja, ich halte mich meist „nahezu übertrieben“ an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Ja, ich halte albern viel Abstand. Ja, ich fahre nur schnell, wenn die Bahn frei ist. Ja, seit dem ersten Audi passieren so Anfeindungen wirklich häufiger.




*) Ich fahre Autos immer nur 3 oder 4 Jahre. Geschäftswagen, u know? Deswegen sinds so viele.


Nett ist die große Schwester von freundlich

Aus der Kategorie »just people«

Die ein oder andere mag es mitbekommen haben: Anfang des Monats war ich für 2 Nächte in Dänemark; in Århus genauer. Ich war eingeladen gewesen, einem kleinen Konzert in einem kleinem Club beizuwohnen und auch wenn ich exakt das dann während der 2 Tage nicht getan habe – das ist eine andere Geschichte und gehört nicht erzählt – haben mir diese 48 Stunden in Dänemark einiges zum Nachdenken gegeben.
Und während das noch gärte, schrieb die hoch geschätzte Meike Winnemuth eine Kolumne über das Nett-sein und auf Twitter passierte „Get to know me

Ja, das hat alles etwas miteinander zu tun:
Mein erstes Gefühl, nachdem ich montags die Grenze nach Norden hinter mir gelassen und den ersten Kontakt zu den Einheimischen gehabt hatte: Mein Gott, sind die nett. An der Tankstelle. An der Hotelrezeption. An der Museumskasse. Im McDonalds. An der Supermarktkasse. Im schlimmsten Berufsverkehr.
Gut, ich war ja nun auch etwas euphorisiert, so eine Einladung bekommt man nicht jeden Tag und aus Gründen habe ich seit etwa zehn Jahren keine einzige Nacht mehr in einem fremden Bett verbracht – da war ich ja vielleicht auch etwas aufgeregt. Außerdem wissen wir alle, dass für mich gilt: je Norden, desto gut und vielleicht lags ja auch an der Landschaft und den Möwen?
Aber dann fuhr ich wieder zurück und bekam etwa sieben Sekunden hinter der Grenze emotional einen satten Klaps in den Nacken, dem dann in der ersten deutschen Raststätte ein satter Schlag in die Magengrube folgte.

Ich erzähl mal exemplarisch zwei Geschichten – wohlwissend, dass exemplarische Geschichten eben immer nur – Überraschung: exemplarisch sind. Aber sie erzählen meine schwer fassbaren Gefühle einfach zu gut.

Nummer 1. Ort: Ein McDonalds in der Nähe von Grenå.
Ich hatte Hunger und eine Pommes vor der Autobahn schien eine gute Idee zu sein. Also parken und rein.
Vorbemerkung eins: Ich übersetz mal alles zurück, was ich hier erzähle.
Vorbemerkung zwei: Wenn ich irgendwem zugestehe, nicht vor Dienstleistungsfreude überzuschäumen, dann sind es Arbeitnehmer in Fast-Food-Franchise-Unternehmen.

Er: Hej!
Ich: Hej! Do you speak English?
Er: Klar! Was kann ich für Dich tun?
Ich: Habt Ihr vegetarische Burger?
Er: Äh? Klar, ich kann Dir jeden Burger vegetarisch machen …?!
Ich: Jeden? Uff, das überfordert mich, dann muss ich erst gucken, was Ihr denn überhaupt so habt …
Er: Gerade neu den da, aber extra Bacon ist ja bestimmt doof für Dich, wie wärs mit dem? Wieso überfordert Dich die Auswahl denn?
Ich: Naja, in Deutschland gibts exakt einen Veggie-Burger und Sonderwünsche gibts bei uns nicht …
Er (wechselt ins Deutsche): Oh, aus Deutschland? Ich auch spreche eine wenige Deutsch! Möchten Du lieber Deutsch rede?
Ich: Nee, voll nett, aber Englisch ist supi.
Er: Und wieso können die das bei Euch nicht?
Ich: *schulterzuck*

Mein Burger dauerte dann einen Moment und in der Zeit bediente er die nächsten. Und ich schwöre, ich habe noch nie jemanden so entzückend mit einer ca 10-jährigen, etwas schüchternen Kundin umgehen sehen wie ihn.

Geschichte Nummer 2. Ort: Eine Raststätte irgendwo bei Hamburg.
Mit der Mopo in der Hand, die ich der Liebsten mitbringen wollte marschierte ich zur Kasse.
Vor mir ein kleiner Trucker, den ich an der Betonung des „Hej!“ zur Kassiererin leicht als Dänen identifizieren konnte. Am „Do you speak English?“ danach auch.
Sie (sagt nix)
Er (erklärt – ich habs sachlich nicht ganz genau verstanden aber das ist egal – er habe da einen Coupon und man habe ihm gesagt, er könne den hier einlösen. Seven Euros?)
Sie (nimmt ihm den Bon aus der Hand, guckt drauf und sagt laut): Zu! Spät!
Er (hat das überraschenderweise nicht verstanden und wundert sich vermutlich ebenso wie ich über die unangemessene Lautstärke und fragt nochmal freundlich nach)
Sie (reißt ihm den Bon aus der Hand. Nimmt einen Stift, kreist damit irgendetwas ein (ehrlich!) ) Das! Ist! Zu! Spät!
Dann zerreißt sie den Zettel.

Er guckt groß und schleicht weg. Sie stützt die Hände in die Hüften und guckt sich stolz um. Sie hat gerade immerhin einen Betrüger entlarvt und abgesaut.

Während der Geschichte ruht mein Blick auf dem Zettel neben ihr: Sagen Sie uns ihre Meinung, wir wollen Deutschlands freundlichste Tankstelle werden!
Danach bin ich dann wieder in den dreispurigen Kleinkrieg auf der Straße eingeschwenkt.

Ja, das sind beides nur Schnappschüsse ohne Zusammenhang aber sie stehen wirklich exemplarisch für ein tiefes Gefühl während der Fahrt.

Ein paar Tage später entdeckte ich bei @mellcolm, dass sie gerade nummeriert irgendwelche random facts über sich in Twitter hineinschrieb; ich entdeckte „Get to know me“ und fand das schön und machte auch mit.
Fix belehrte mich meine Timeline, dass ich das besser sein lassen solle: ich ginge damit allen auf den Geist. Ob zu selbstverliebt oder zu spät dran (immerhin lief dieses Meme schon einen ganzen Tag!) – meine Tweets nervten. Mein Spaß an der kleinen Geschichte erlosch quasi sofort; ich war traurig.

Ja, ich weiß, wir haben alle in teuren Coaching- oder Therapiesitzungen gelernt, auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und sie zu formulieren. Wir wissen, dass es wichtig ist, sich selber auch mal durchzusetzen – jetzt nicht so sehr durch wie Herr Lindner, aber schon ein wenig durch. Ich fürchte, wir haben auch in vielen Jahren Twitter gelernt, dass man quasi Narrenfreiheit hat und absauen kann wen man möchte, so lange man auch nur halbwegs genug Follower hinter sich weiß und ein wenig zynisch oder ironisch oder wenigstens sonstwie lustig formulieren kann. Und wenn man „Leute, die…“ an den Anfang eines Tweets setzt, dann darf man eh alles.

Ich war nicht traurig, weil ich noch unbedingt die nächsten 27 Belanglosigkeiten über mich ins Netz hätte blasen wollen – ich schreib’ seit 16 Jahren ins Netz, habe vermutlich eigentlich alles unwichtige und wichtige längst gesagt und kann auch ohne. Nein, ich war traurig, weil das nicht nett war. Weil es nett gewesen wäre, den Menschen und mir, einfach mal kurz ihren Spaß zu lassen.
Schon vor Jahren habe ich die These vertreten, dass es nicht medienkompetent ist, zu überlegen, was ich ins Netz schreibe, sondern zu überlegen, was ich lese. Ich mag heute anfügen: Netter ist es auch.
Natürlich kann so ein Meme nerven. So wie der ESC zum Beispiel garantiert auch, bei dem wir uns alle abends spät angetrunken in den virtuellen Armen liegen und beteuern wie schön das wieder war. Wie die republica und so wie jedes Fussballspiel, so wie jede Konferenz der Piraten so wie alles, was kurz aufflammt und auf einmal trendet.

Nett sein bedeutet Großzügigkeit im Wissen, dass man selbst oft genug auf Großzügigkeit und Barmherzigkeit angewiesen war. Nett sein bedeutet, ganz prinzipiell an mildernden Umständen bei der Beurteilung anderer interessiert zu sein.

Und dann wurde die Kolumne von Frau Winnemuth durch meine Timeline geliebt: Weil man ja mal wieder nett sein könnte und sie das so schön auf den Punkt bringt.

Ja, genau.


Embrace

Aus der Kategorie »just movies«

Gestern Abend waren wir im Kino.

Und obwohl ich offensichtlich in einer ganz ok-en Filterbubble unterwegs bin und für mich weder die Fakten noch die getätigten Aussagen neu waren: Das war schon ein intensiver Film. Eineinhalb Stunden noch einmal die gesamte Macht vorgeführt zu bekommen, mit der Euch Frauen ein Idealbild vorgegaukelt wird, das nicht erreichbar ist – das war schwere Kost. Und auch: Mit der uns Männern dieses Idealbild vorgegaukelt wird. Eines, das dann den dummen unter uns ihrer eigenen Meinung nach den Freibrief dafür gibt, Frauen nach Aussehen und Gewicht zu beurteilen. Egal ob abschätzig auf der Straße oder bei der Auswahl von Jobs bis hin zu Filmrolle oder Magazincover.

Ein kurzer Rückblick darein, wie ich aufgewachsen bin: Männer waren eben dick. Das war zwar jeweils bei dem einen gesellschaftlichen Event des Jahres – wenn der Anzug vom Vorjahr nicht mehr passte – mal Thema aber sonst voll egal. Männer mit Bauch und nacktem Oberkörper, die im Garten gruben waren ein absolut normaler Anblick.
Und als die Mens Health auf den Markt kam und mir damit das erste Mal an der Supermarktkasse die Notwendigkeit eines Waschbrettbauchs dargelegt wurde war ich Mitte zwanzig und hatte vor allem die gefährlich beeinflussbaren Pubertätsjahre hinter mir.
Trotzdem gab und gibt es Zeiten, in denen ich mein Aussehen und vor allem meinen Bauch hasse.

Und ich weiss, wie sehr im Vorteil ich da im Vergleich zu vielen, vielen, vielen Mädchen und Frauen bin, die über die Formulierung „es gab Zeiten“ nur höhnisch lachen können, weil diese Gedanken bei ihnen der Alltag sind. Und das ist unendlich traurig. Der Versuch, mir vorzustellen, dass meine schlchten Tage Alltag sein könnten ist traurig und macht mich wütend.

Im Film fiel der Satz: Oft benötigen Menschen eine der vier großen Krisen (Krankheit, Kündigung, Trennung, Tod eines nahen Menschen), um zu bemerken, dass es andere Werte im Leben gibt, als die bisher von außen übernommenen äußerlichen. Und der Film soll diese Erkenntnis ermöglichen, ohne dafür eine dieser Krisen zu benötigen. Und deswegen ist das ein guter Film.

Schaut ihn Euch an, wenn ihr ihm begegnet. Kauft oder streamt ihn bei der Plattform Eurer Wahl, wenn er da ankommt. Kommt heute Abend in den Facebook-Live-Chat.

Und dann noch ein persönlicher kleiner Tipp fürs sich-selbst-mögen, gespeist rein aus meiner persönlichen Erfahrung: Ich habe irgendwann begonnen, jeden Tag ein Foto von mir zu machen. Das erste habe ich gehasst, so wie ich bis dahin jedes Foto von mir gehasst habe. Auf allen Bilder war ich immer Chandler. Das zweite habe ich genauso gehasst, das dritte und vierte und fünfte … naja und so weiter. Das war nicht schön, aber ich bin dran geblieben.
Und irgendwann gings. Und irgendwann gefiel mir eins. Und irgendwann fand ich eins gut und konnte das sogar andere Menschen zeigen (was ich vorher natürlich! nie getan hatte). Und irgendwann sogar mehrere und irgendwann konnte ich in einen Spiegel schauen und fands gut und irgendwann konnte ich sogar auf Fotos, die andere gemacht hatten ok ausehen.
Denn: Unser Gehirn ist gar nicht so klug, wie wir gerne denken. Wir können uns selbst neu programmieren. Und so kann man auch den Speicherplatz, der mit der Info „ich bin nicht so schön wie die Magazincovermädchen“ beschrieben ist überschreiben. Dazu muss man sich nur wenigstens halbwegs so oft selbst sehen, wie die Mädels auf der Cosmo.


Der Xaver, die Reichsbürger, schlechte Musik und wir

Aus der Kategorie »just people«

Gerade lese ich, dass Radio Bremen eine Kooperation mit Xavier Naidoo zurückzieht. Und schon vorher tauchten in meiner Timeline immer wieder Artikel über den Mannheimer Sänger und seine neuen Lieder auf.
Ich möchte an dieser Stelle nicht über das Lied oder über den Sänger sprechen, das wird an anderer Stelle mal gut, mal nicht so gut getan.

Worüber ich kurz sprechen möchte: Geschätzte 90% der Postings, die ich las folgten diesem simplen Muster:
Dieses Gejaule/diese Stimme fand ich schon immer unerträglich. Und dann folgte schon der Link zu irgendeinem Artikel.

Oder in anderen Worten: Persönlicher Geschmack und eine gesellschaftliche/politische Stellungnahme wurden verknüpft:
– ich mag seine Stimme nicht, …
– ich mag seine Lieder nicht, …
– der hat schon immer komische Texte geschrieben …
… da wundert mich nicht, wenn der politisch fragwürdig ist.

Diese beiden Dinge dürfen aber nichts miteinander zu tun haben. Musikgeschmack und Ablehnung reichsbürgerischer oder anderer verfassungsfeindlicher Äußerungen haben nichts in einem Topf zu tun. Nicht einmal auf einem Herd oder in einer Küche.
Das eine ist vollkommene Geschmacksache, das andere politische und gesellschaftliche Haltung.

Warum mich das so stört?
Einfach: Wenn ich mich einmal darauf einlasse, Musikgeschmack und Politik so in einem Topf zuzulassen, dann ergeben sich schnell eine Menge gefährlicher Umkehrschlüsse:
– Xy singt so schöne Lieder, der kann kein schlechter Mensch sein
– Du magst die Musik von Xavier – bist Du auch einer dieser Reichsbürger?
– Du magst keine Musik von (beliebiger, korrekter Künstler) – bist Du dann Reichsbürger?

Glaubt Ihr nicht?
Stenne wir uns doch mal vor, es gäbe einen erfolgreichen und anerkannten Filmregiesseur der uns ein paar echter Klassiker gebracht hat. Nehmen wir weiter an, der würde des Missbrauchs einer Minderjährigen beschuldigt – glaubt ihr, die öffentliche Meinung wäre ganz klar: „Anzeige und Gericht“ oder eher „ach, da kann man ja auch mal das Gras drüber lassen“?


#WMDEDGT Mai 2017

Aus der Kategorie »just people«

#WMDEDGT ist eine Idee von Frau Brüllen zur Förderung der Kultur des Tagebuchbloggens.

0:00.
Der Tag fängt super an. Der komische grippale Dings, der sich letzte Woche überraschend im Hals eingenistet hat ist zwar quasi weg – nach einer Woche wie sich das gehört und nicht nach einem Monat wie Weihnachten – aber wenn ich abends von senkrecht zu waagerecht wechsle, will der Hals noch ein bisschen rumhusten. Ich stecke also seit ca. 22:00 in einem Kreislauf: Einnickern – husten müssen – hochschrecken – irgendwie wieder möglichst aufrecht an die Kissen lehnen – müder werden – einnickern – husten müssen – hochschrecken und so weiter und so weiter und meine Laune ist unterirdisch.
Dafür habe ich von einer amerikanischen TV-Doku gelernt, dass ich noch ’ne Menge aus meinem Studium weiß. Sinn der Doku war zwar, mir zu zeigen, wo mich meine Wahrnehmung so alles täuscht, aber da war nix Neues bei. Und ich zähle auch die korrekte Zahl an „F“ in diesem Text.

1:45
Immer noch wach aber viel genervter. Autofahren macht mich manchmal müde – also fahr ich doch mal ’ne Runde die Ländereien kontrollieren.

2:45
Die Ländereien sind besichtigt, ich bin immer noch wach as hell. Der Husten hingegen beginnt wieder weh zu tun. Netflix, here I come.

3:25
Na super. Ausgerechnet jetzt kommen ein paar schwache Folgen Voyager. Ich guck ja gerade alle Folgen der Reihe nach durch so vie vorher schon alle Folgen TNG.
TNG habe ich damals sehr geliebt und so ab Staffel 5 konnte ich mich auch erinnern, warum. Davor musste ich doch gelegentlich über die Plastikfelsen lachen.
Voyager habe ich damals nie geguckt, auch der Hype um SevenOfNine unter meinen Freunden ging an mir vorbei. Jetzt häng ich gerade irgendwo in der dritten Staffel und hab immer noch das Gefühl, nicht richtig reinzukommen.

6:30
So ab vier hab ich dann geschlafen. (Ein wenig monothematisch hier heute? Sorry. Ich hoffe so sehr wie Ihr: das ändert sich). Die Liebste muss trotzdem pünktlich aufstehen. Da sie übers Wochenende ans Meer fährt will ich trotz allgemeiner Morgenmuffeligkeit schon noch einen Moment mit ihr zusammensitzen, verschwinde aber dann schnellstmöglich nochmal im Bett.

10:00
Regelmäßige Leserinnen dieser kleinen Kolumne wissen: Ich arbeite regelmäßig mit der weltbesten Serotonic zusammen – ich nannte es einmal eine jahrelang erprobte Mischung aus höchster Effizienz und größtmöglichem Spaß. Um zehn sind wir verabredet und dafür steh ich doch dann gerne auf *gähn*

13:20
Hach, war das ein schönes Arbeiten. Ich glaube, es war irgendwo in „weniger schlecht programmieren“ wo stand, dass man manchmal am Ende eines Programmierertages nur eine einzige Zeile da stehen haben kann. Das wirkt, wenn man wirklich nur die einzelne Zeile sieht, extrem uneffizient. Aber die Arbeit eines Programmierers ist eben die, diese eine richtige Zeile zu finden. Irgendwo bei einer der letzten Arbeits-Sessions, bei der Herleitung dieser Zeile quasi, sprachen Serotonic und ich darüber, wie unfassbar lebendig sich dieser Moment anfühlte – weil unsere Köpfe so arg gefordert waren und wir gerade gemeinsam im Flow arbeiteten. Besser gehts kaum.
Heute tippte ich dann übrigens die eine Zeile.

Zwischendurch hübsch war der Reiher, der sich erst auf den Schornstein gegenüber und dann im Garten auf einen Baum setzte. Naja, auf dem Baum war er eher damit beschäftigt das Gleichgewicht zu halten ohne höchst unelegant bei uns im Kompost bruchzulanden. Da war er dann auch schnell wieder weg.

14:30
Hurra, eine neue Folge „Big Bang Theory“. Ja, ich gucke das noch, obwohl ich eigentlich zugene muss, dass sie den Shark schon vor ein paar Staffeln nicht gejumped, sondern irgendwie komplett verloren haben. Aber ich mag die alle einfach so gerne. Gerne genug für Staffelpässe übrigens.

17:20
Wenn man davon absieht, dass der Tag ja irgendwie jetzt rum ist, dann ist jetzt alles ganz prima. Ich bin ziemlich ausgeschlafen und frisch geduscht. Naja, ich glaube insgesamt kann ich diesen fünften fünften wohl einfach abhaken – obwohl ich heute die eine Zeile schrieb. Kommt heute Abend wenigstens was auf Netflix?
Nein, Sense8 geht nicht, weil die Liebste ja nicht da ist.

19:30
Hustensaft gekauft. Honigbonbons gekauft. Katzenfutter gekauft. Das Auto von den Beweisen dafür, dass ich unter einem Schlafbaum geparkt hatte beseitigen lassen.
Vollkommen außer Puste. Jetzt Couch und nie wieder hier weg.
Zum Glück begegnet die Voyager gerade ein paar Borg und schon wirds interessant.

22:15
Luke die Schule und ich. Mehr bleibt zum Abschluss des Tages nicht zu sagen.

Wenn ich gesunder bin, passiert an meinen Tagen übrigens interessanteres.