Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

2 kleine Geschichten

#1 geht so:
Wie schon gelegentlich erwähnt läuft mein jetziger Leasing-Vertrag aus. Genauer: Morgen bringe ich den Golf weg. Sagt die Liebste doch am frühen Abend: „Lass uns doch als letzte Fahrt noch eben in Dortmund das Dings abholen?!“
Also fuhren wir los.
Gerade in Dortmund angekommen merke ich: Die Kiste zieht doch nach links? Ich fahre also rechts ran und sehe: Ich hab einen Platten. Wie überflüssig, so am letzten Abend.
Da der Platte Reifen ums Verrecken nicht vom Wagen loswollte bin ich dann jetzt auch Mitglied im ADAC. Wir haben auch nur etwas über zwei Stunden gewartet.
Naja.

#2 geht so:
Wenn man abends aus irgendwelchen Gründen mehrere Stunden in Dortmund an einer Straßenkreuzung rumsteht, dann verlangt es das Klischee, das ein paar besorgte Mercedes-Fahrer die Scheibe zwei Centimeter herunterlassen und Hilfe anbieten, die aber zu spät kommt, weil die südländischen Jugendlichen einen schon um Handy und Bargeld erleichtert haben.

Ja scheiss auf die Klischees.

Es fuhren an uns vorbei:
Fünf mal die Polizei.
Zehn Taxen.
Viele, viele Mercedes mit älteren Herrschaften drin.

Es hielten an, um uns Hilfe anzubieten:
Vier Wagen mit türkischen Jugendlichen.
Ein echt unglaublich prolliger Ford Mustang mit lautester Musik und Fuchsschwanz.

Ich finds toll, wenn sich so üble Klischees nicht bewahrheiten.

4 Antworten zu “2 kleine Geschichten”

  1. Nessy sagt:

    Beschriebener Herr im Mercedes stellte sich auch schon neben mich, hielt bewundernd inne, beobachtete mich beim Reifenwechsel und meinte dann: „Erstaunlich, was junge Frauen heutzutage alles können.“ Auf meine Bitte, er möge doch helfen, erwiderte er: „Wieso? Sie kriegen das doch ganz gut hin.“ Und zog von dannen.

    Fünf Minuten später hielten hingegen Wander-Handwerker aus dem Säschsischen an, schubsten mich fast vom Wagen weg, erledigten die restlichen Arbeiten und wollten nicht mal einen Dank.

  2. Dave-Kay sagt:

    Tage, die man besser daheim verbringt.

  3. Steffen sagt:

    Solche Deppen gibts leider immer wieder, am besten einfach ignorieren…

  4. Christian sagt:

    @Steffen: äh, wwelche Deppen?

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