Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Dandylion: Images under construction III

Ich erwähnte es ja: Aus Gründen habe ich diese Woche zur Dandylion-Woche erklärt.

Im Oktober schaffte es Marianne dann, den dritten Teil ihrer Trilogie fertig zu stellen – ich nehme an, dass sie heimlich einen Harry-Potter-Zeitumkehrer besitzt, denn ich hatte das Gefühl, sie wäre in der Zeit davon hauptsächlich damit beschäftigt gewesen, sämtliche Bühnen der Welt zu rocken. Aber vielleicht braucht sie ja keinen Schlaf.

Teil drei also mit fünf neuen Songs: »Never look down«, »Close to you«, »Supposed to have wept«, »Don’t have me dancing« & »Mama bear« Fünf Songs, die zusammen führen, was auf den ersten beiden Teilen begonnen wurde. Stille Momente mit Ukulele und Stimme, große Momente mit viel Post-Production, dann mal ein fetter Synth-Bass – und über allem immer ihre wunderbare, ebenfalls sehr abwechslungsreiche Stimme.

Ich habe im Vorfeld zu dieser kleinen Reihe ein paar Mal mit ihr hin- und hergechattet und sie hat mir freundlicherweise sowohl ein MP3 zur Verfügung gestellt, das ich hier veröffentlichen darf, als auch ein paar Fragen beantwortet.

Hier also erstmal »Never look down« und dann mein kleines Kurz-Interview:

Player wird geladen …

Natürlich musste ich mit der Frage nach dem Namen ihres Projekts beginnen – wer je ein Katzenjammer-Interview mit einem deutschen Moderator gesehen hat, weiß, warum …

I’d like to know what the name „dandylion“ means? Google tells me somethings about a flower dandelion …?

Dandelion is my favorite flower. It’s a weed with the ability to be airborne. It’s beautiful and ugly at the same time, and strong enough to force itself through asphalt. And the different stages and diversity it possesses reminds me of my way of approaching music.

Photo: Kristoffer Drivdal Skjæringsrud
Graphich design: Catrin Welz-Stein

You play a lot of instruments – what is ‚your‘ favorite one, what’s the first instrument to begin a song with?

It variates. Right now my favorite is the omnichord (Hier angucken). I often write songs playing the piano, but usually, it’s allready there in my head, and my voice is the most important instrument when I create music.

When you write a song – what’s first? A melody, a groove, a few words?

Chords and melody at the same time.

„IUC“ really has a very wide range of musical-styles put together. What are your influences, what kind of music do you listen to?

My influences are endless and take turns. And what ever may be the current one depends on where I find my self in life.

With Katzenjammer you played big gigs, big festivals – how does it feel to go back to the small clubs? Can you tell what’s different, can you tell what’s better?

I prefer the smaller clubs. Always have. It’s a pleasure to go back to the venues that let me really interact with an audience.

Vielen Dank auch hier noch einmal an Marianne Sveen – wer jetzt auch mag: Hier sind die deutschen Tour-Termine:

Dandylion: Images under construction II

Wie gesagt: Aus Gründen habe ich diese Woche zur Dandylion-Woche erklärt.

Fünf Monate nach Teil eins erschienen im Mai 2012 die nächsten 6 Songs: »You must be shittin‘ me«, »Don’t weigh your head«, »The Passenger«, »Fall out«, »Help me forbid«, »The ballade of the Dandelion«.

Der Opener wirkt, als wäre er nur mit Tamburin und ein paar angetrunkenen Freunden während einer fröhlichen Party aufgenommen worden, danach geht’s erst richtig los.
Vier der fünf restlichen Songs sind rotzig, rockig, manchmal mit Soul-Anklängen und manchmal Punkrock. »Fall out« ist ein Cover der allerersten, eher unbekannten, Police-Single von 1977 und Marianne singt fast durchgehend in ihrer tiefen Stimme. Wer sie mit Katzenjammer mal auf der Bühne gesehen hat, der weiß, dass sie ein ziemliches Organ hat – darauf angesprochen meinte sie in einem Interview mal, sie hätte halt zwei Singstimmen: Die hohe, liebliche und die tiefe mit »more balls«. (Zur Veranschaulichung empfehle ich dieses Video.)
Erst der letzte Titel, die Ballade schließt ein bisschen an Teil eins der Trilogie an und holt den Hörer mit ruhigen Klavierklängen wieder runter.

Alles in allem ein überraschender Kontrast zum ersten Teil der Trilogie, aber: Eine sehr gelungene Fortsetzung des Konzeptalbums. Eine Fortsetzung die mich, der ich bei diesem Teil im Sommer eingestiegen bin sehr neugierig gemacht hat, was denn wohl auf Teil drei für Musik zu finden sein würde.

Kommt wer mit zum Konzert?

Dandylion: Images under construction I

Aus Gründen habe ich diese Woche zur Dandylion-Woche erklärt.

Marianne Sveen ist – wie ich letztens schon erklärte – ein Viertel der von mir sehr geschätzten Katzenjammer. Als ich mich auf facebook als Katzenjammer-Fan outete bekam ich auch ihr zweites Projekt »Dandylion« vogestellt. Danke dafür, liebes Internet.
Dandylion ist nächstes Jahr auch in Deutschland auf Tour – und das ist Grund genug für mich, ihre Triologie »Images under construction« mal genauer zu besprechen.

Teil eins der Trilogie enthält die 5 Titel »The Monster«, »Bring magic Back«, »Significant other«, »Don’t let it bring you down« & »The End«.
Alle fünf wirken eher wie Collagen als dass sie klassischen Song-Strukturen mit Strophe-Refrain-Strophe-Bridge-Refrain folgen; alle spielen sehr mit dem Gegensatz von erst sehr sparsamer Instrumentierung und auf einmal dem ganz großen Auftritt.
Oft hört man erst einmal nur Mariannes Stimme und ein ganz wunderbar angestaubtes Klavier oder ein paar kleine Saitenklänge bevor plötzlich Streicher und viele Stimmen aus der kleinen Collage den ganz großen Sound holen.

Viel wichtiger aber: Die 5 Stücke sind zusammen nur 18 Minuten lang, aber mir ist es jetzt schon ein paar Mal passiert, dass ich diese 18 Minuten vollkommen veträumt nur der Musik zugehört habe – mit Bildern von kleinen nordischen Feen vor Augen, die vor einer Kulisse aus harten Fjord-Fels-Kanten über eine Blumenwiese schweben.
Schöne Bilder, schöne, manchmal ein bisschen schwermütige Musik. Mir geht das direkt alles ins Herz und ich bin sehr verliebt in die Platte.

Wer Marianne nur als wilde Sängerin mit Perücke und Rock’n’Roll-Tanzeinlagen kennt, der wird hier eine ganz andere Seite kennen lernen. Eine sehr kennenlernenswerte Seite.

Dandylion – Don’t Weigh Your Head

Dass ich Katzenjammer mag dürfte die geneigte Leserin inzwischen mitbekommen haben. Wem es ähnlich geht, der darf sein Auge jetzt mal auf Dandylion richten. Denn das ist – und ich habe keinerlei Ahnung, wie sie’s macht, wo Katzenjammer doch ständig auf Tour sind – Marianne Sveen, ein Viertel der Truppe. Wirklich großartige Musikerinnen, die vier.

Enjoy.

Von Katzenjammer selbst gibt’s übrigens seit ein paar Tagen eine Live CD/DVD. Kommt eigentlich wer mit nach Köln? Tanzbrunnen, Sommerabend und die vier auf der Bühne – das wird ganz groß!

I live by the river! (Katzenjammer – The Gearbox Sessions)

Ich habe schon mal erzählt, wie ich Katzenjammer kennen lernte: Sehr zufällig, als wir eigentlich bei Zaz waren. (Zaz? Wer war nochmal Zaz? Entschuldigung.)

Ich habe die vier danach sehr aufmerksam und voller Liebe beobachtet und wann immer möglich live gesehen, denn nahezu nichts geht so sehr ab, wie ein Katzenjammer-Konzert.
Und die nebenbei solo fleißige Marianne Sveen hat es zu einer eigenen Dandylion-Woche hier im jawl gebracht – mit Rezensionen ihrer drei EPs und einem kleinen Interview am Ende. Igjen mange takk for det!

Und dann geschah Ende letzten Jahres auf einmal alles auf einmal. Zum einen kamen die vier noch einmal auf Tour und wir bekamen noch eine Entschädigung dafür, dass wir sie im Sommer irgendwie verpasst hatten. Zum ersten mal sahen wir ein Hallenkonzert mit Lightshow und allem und das hat auch wieder sehr gerockt. Außerdem hörte ich dort zum ersten mal, wie Turid (in die ich mich sowieso ein wenig verliebt hatte) „London Calling“ sang und das hat meine alte Punkseele sehr berührt.
Dann warfen die vier ein unfassbares Projekt in pledgemusic.com rein und ich kaufte mir für eine nicht genannte Summe Geldes eine Vinyl-Platte. Gut, es ist eine Vinyl-Patte, auf der ich in den Special Thanx erwähnt werde – da gibt man schon mal mehr aus, als für einen iTunes-Download.
Und dann erklärte uns Marianne auf facebook, sie würde die Band verlassen.

Ich und tausend andere erklärten ihr in den Comments, sie sei mutig wie nichts gutes und dass wir ihr alles Glück der Welt wünschen würden. Und natürlich jeden Ton kaufen würden, den sie irgendwann und irgendwo veröffentlicht.
Trotzdem: Uff.

katzenjammerAber zurück zum Pledge-Dings.
Sorry, ich muss jetzt etwas technisch werden, aber lest es Euch bitte durch, um zu verstehen, wie geil dieses neue Album ist. Wenn Ihr normalerweise im Radio irgendwo Musik hört, dann ist die folgendermaßen aufgenommen worden: Die Musiker haben ihre Songs geschrieben, (hoffentlich) geprobt und sind dann ins Studio gegangen. Dort haben sie nacheinander ihre Parts eingespielt. Haben sie dabei einen Fehler gemacht, konnten sie von vorne anfangen. Als Aufnahmemedium dient normalerweise (Überraschung!) ein Computer.
Sind alle Parts eingespielt, kann man mit dem Computer noch hier was schneiden, da aus mehreren Parts einen zusammensetzen, hier ein bisschen Bass mehr reindrehen, dort ein wenig Hall hinzufügen, dort den leichten Kiekser in der Stimme wegmachen, vielleicht noch ein paar Instrumente hinzufügen und überhaupt alles machen, was das Herz begehrt. Ihr könnt Euch vorstellen was alles, wenn Ihr mal irgendeinen DSDS-Gewinner live habt singen hören. Oder Madonna. Sorry.

In den Gearbox-Studios macht man das anders. Dort stellt man sich in einen Raum und spielt. Aufgenommen wird zwar auch mit modernsten Mikros aber der Ton aller zusammen geht nicht auf einen Computer, sondern auf den Rohling einer Vinyl-Platte. Keine Möglichkeit zur Korrektur; absolut gar keinen. Hat die Bassistin bei der Aufnahme lauter gespielt als beim proben, kann man nicht mal den Bass leiser drehen.

Und exakt das hat Katzenjammer uns zum Ende der Dekade in dieser Besetzung geschenkt. Acht Titel direkt aus dem Aufnahmeraum in den Wachs.

Heute kam der Download und ich sitze hier und verdrücke mir das ein oder andere Tränchen. So eine direkte Aufnahmemethode hat nämlich nicht nur die für uns volldigitale Menschen auf den ersten Blick offensichtliche Nachteile, sondern – im Gegenteil – sie macht etwas mit den Musikern. Live zu spielen ist etwas anderes, hat eine andere Energie und wenn man sich gut kennt auch eine andere Magie als die eher technischen Aufnahmen im Studio. Und so habe ich zwar jetzt schon den ein oder anderen kleinen Fehler gehört, musste ich schon grinsen, als Sol sich mal räuspert, aber dafür klingt das alles, als ständen die vier hier im Zimmer.

Außerdem ist „London Calling“ drauf und – wie gesagt: Mein altes Punkherz bumpert dolle.

Tusen takk. Jeg elsker dere alle.

Woanders

Es hat sich ja eingebürgert, diese kleine (fast) wöchentliche Kolumne mit etwas Politik zu beginnen. Diesmal allerdings mit Politik aus einem anderen Land. Dem Land, das vor ein paar Jahren als erstes über die Klinge sprang, als die Banker unsere Weltwirtschaft vor die Wand gekachelt hatten. Ein Land, das ich bis vor kurzem darüber hinaus nur durch den Ausbruch eine Vulkans mit einem absolut unaussprechlichen Namen und als Wohnort meiner Lieblingsmusikerin kannte. Nun aber auch daher, dass sie sich in ihrer Hauptstadt etwas getraut haben. Nämlich alte Zöpfe in der Politik abzuschneiden. Mehr Punk, weniger Hölle. Klingt sympathisch, dieses Ländchen.

Hierzulande geht es deutlich weniger punkig, dafür – ich zitiere: Bananerepublikiger her. Da es keine Dokumente und keine Zeugen gibt, kann der Generalbundesanwalt leider nicht herausfinden, ob und in welchem Umfang amerikanische und englische Geheimdienste (illegal) in Deutschland operieren. Und ich habe Udo Vetter noch nie so die Fassung verlieren sehen. Äh Fassung verlieren hören. Äh … lesen. Äh …
Naja, wir haben ja alle nichts zu verbergen. Nicht.

Nichts zu verbergen haben übrigens wirklich die Rumänen und Bulgarier, die nach Deutschland kommen. Wir erinnern uns: „Armutsmigration” oder „Sozialmissbrauch” und der kaum afd-iger zu formulierende Wahlkampf-Slogan „Wer betrügt, der fliegt” machten Stimmung, als die Wahlen vor der Tür standen.
Eine Anfrage der Grünen ergab jetzt, dass es in der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik für 2012 lediglich 112 Fälle von Verdacht auf Sozialleistungsbetrug durch Bürger aus Rumänien (74) und Bulgarien (38) gab.
Und die Brand Eins weiß, dass aus den beiden Ländern im Vergleich zu Deutschland überdurchschnittlich viele Akademiker einwandern.
Aber erstmal Stimmung machen, Ihr Deppen und sich dann wundern, wenn es rechts außen sprießt und blüht.

Kommen wir zu einem anderen meiner Lieblingsthemen: Lehrer, genauer: Lehrer und Social Media. Nicht nur meiner Erfahrung nach immer eine super Kombi. Alle Lehrer? Nein, ein kleines gallisches Dorf kleiner Kreis von open-minded Lehrerinnen und Lehrern tut sein bestes. Einer von Ihnen hat seine Kolleginnen und Kollegen jetzt mal unter einer reißerischen Überschrift in Gruppen eingeordnet. Mein Lieblingssatz:

Neue Methoden, Medien und Kommunikationswege sind nicht nutzlos, weil sie neu – genau so wenig wie die alten aufgrund automatisch überholt sind. Neue Wege auszuprobieren und über alte nachzudenken ist aber weder in der Schule noch sonstwo falsch.

Kommen wir zu den schönen Themen. Liebe und Sex in diesem Fall. Was zuerst? Ok, die Liebe.
Saja Seus hat mal wieder ein Pärchen getroffen und wie immer ganz wunderbare Fotos gemacht. Fotos von Jasi und Paul, die sich selber langweilig finden. Kinder, merkt auf: Langeweile kann ganz schön super sein. Jedenfalls, wenn the world drumherum is running down.

Und jetzt endlich zum Sex. Unsere Gesellschaft ist ja nun doch sehr auf Monogamie, im besten Falle vielleicht noch serielle Monogamie ausgerichtet. Andere Entwürfe aber können an ganz unerwarteten Stellen a) ungeahnte Vorteile mit sich bringen und b) vielleicht sogar genau deswegen nicht erwünscht sein. Ein interessanter Gedanke.

Mein Lieblingslied in der vergangenen Woche war „The Monster” von Frau Dandylion aka Marianne Sveen von Katzenjammer.

Die Jahres-Charts 2013

Dank last.fm kann ich ja genau nachhalten, was für Musik ich in diesem Jahr so gehört habe – ziemlich praktisch, wenn die Zeit der großen Jahresrückblicke beginnt.

Dies ist also meine TopTwenty. Die ganzen Jahres-Charts gibts bei last.fm und nett wie ich bin, habe ich aus den Künstler-Charts gleich noch eine Playlist für das Jahr 2013 gemacht, auf Spotify veröffentlicht und zum multimedial kombinierten Lese- und Hörgenuss hier auch eingebettet:

  1. Tina Dico
    Nicht überraschend. Irgendeins von Tinas neun Alben geht immer, ihre Musik berührt mich immer und so haben wir hier also einen deutlichen Platz eins.
  2. Dido
    Überrascht mich. Dido mag ich, auch ihre Alben sind immer angenehm zu hören und laufen prima nebenher, aber Platz zwei? Da hätte ich nicht mit gerechnet.
  3. Yoav
    Eine meiner Neuentdeckungen 2013. Die beiden Alben liegen im Ordner „Singer/Songwriter”, aber das trifft auch nur bedingt. Sehr akustische, sehr eigene Musik. Spotify schlug ihn mir vor, weil ich ja viel Tina Dico höre. Merci, Spotify, gut gemacht.
  4. Jamie Lidell
    Noch so eine Spotify-Empfehlung. Jamie macht Funk, Soul, Pop, Krach; teilweise erinnert das mal an den frühen Prince, mal nur an experimentelle Klangcollagen. Fünf Alben liegen im Ordner „FunkyHipJazzDanceHopSoul” und werden alle gerne gehört.
  5. Alanis Morissette
    Ich erfuhr irgendwann, dass Alanis Musik für depressive Mädchen macht, die beim Teetrinken ihren Weltschmerz pflegen. Mir ist das sehr egal.
  6. Zaz
    Ach? nach der Zaz-Welle letztes Jahr hätte ich nicht gedacht, dass sie hier nochmal aufaucht; ich dachte, ich hätte sie mir früher satt gehört.
  7. Snoop Lion
    … hieß mal „Dog” und mal „Doggy Dog” und hat unter diesem lustigen Namen ein sehr entspanntes Reggae-Album gemacht.
  8. Heather Nova
    … hat auf dem Meer gelebt (aber das wusstet Ihr alle vermutlich) und macht deswegen Musik, die das Meer in sich trägt. Das höre ich natürlich sehr gern. Dieses Jahr vor allem das Album „300 days at sea”
  9. Dave Stewart
    …hatte ich lange vergessen. Dann erinnerte ich mich an den Soundtrack zu „Lily was here” und schaute nach, ob es vielleicht noch ein bisschen Solomusik gäbe. Es gab mehrere Alben, die mir alle viel Spaß machten. Großartiges Songwriting an Klavier oder Gitarre, leicht schräge Rockmusik im Ergebnis.
  10. Dandylion
    … ist ein Viertel der großartigen Katzenjammer. Ich habe sie im Rahmen einer leicht monothematischen Woche hier im jawl schon einmal ausführlich vorgestellt.
  11. The BossHoss
    Ich nehme an, rund um „The Voice of Germany” wollte ich dann wohl mal hören, was die Jungs so selber für Musik machen. Und ich denke, ich würde sehr gerne mal ein Konzert von ihnen sehen, auch wenn das auf Dauer nicht meine Musik ist.
  12. Trolle Siebenhaar
    … hat mir auch Spotify vorgeschlagen. Wikipedia nennt es TripHop, das mag sein. Die beiden kommen aus Dänemark und machen typisch nordisch melancholische Melodien. Und die mag ich.
  13. Katzenjammer
    Wie ich die vier kennen gelernt habe, schrieb ich hier schon ausführlich. Und auch wenn sie dieses Jahr auf den Bühnen nicht so omnipräsent waren – sie waren afaik nicht faul, haben zwei Kinder und eine Menge neue Songs in die Welt gesetzt und werden nächstes Jahr vermutlich wieder voll da sein.
  14. Maxim
    … war mit seinen „Soldaten” in den Charts und ich freute mich über jedes Lied und jede Stelle, die die wunderbare Judith Holofernes beigesteuert hat.
  15. Dear Reader
    … hat mir Herr Mees empfohlen und ich mochte sie gern genug, dass sie hier auftauchen.
  16. Bill Withers
    Ich habe eine Playlist mit Songs, zu denen ich gerne Bass spiele und natürlich ist das „Ain’t no sunshine” dabei. Irgendwann habe ich mir auch den Rest der „Best of” ein paar Mal angehört.
  17. Zero 7
    … sind ein britisches DJ- & Producer-Duo, die mal Tina Dico als Sängerin dabei hatten.
  18. Kylie Minogue
    … hat in den Abbey Road-Studios ein ganz wunderbares Album mit vollkommen neuen, fast durchgängig unglaublich besseren Versionen ihrer Songs gemacht. Ich warte sehr auf das Video.
  19. Robert Glasper
    Ein amerikanischer Jazz-Pianist, der sehr angenehm zwische traditionellem Jazz und modernem experimentellem Zeugs pendelt.
  20. Betty Davis
    … ist eine amerikanische Sängerin, die mal mit Miles Davis verheiratet war. Man sagt, sie habe ihm Sly Stone und Jimi Hendrix gezeigt und ihn so zu „Bitches Brew” inspiriert. „Well done!”, kann ich da nur sagen. Sie selber macht Musik, mich sehr an die heißgeliebte Nikka Costa erinnert. (Vermutlich sollte dieser Satz natürlich exakt anders herum formuliert sein)

Wer jetzt fertig gelesen hat und weiter hören möchte: Hier entlang.

Der musikalische Wochenrückblick III

  1. Dandylion
    Dandylion ist Marianne Sveen ist ein Viertel der von mir sehr geschätzten Katzenjammer. In den drei oder vier Tagen, die Katzenjammer in den vergangenen drei Jahren nicht irgendeine Bühne gerockt haben, hat sie ein Soloalbum aufgenommen. Hat es in drei Teilen nach und nach veröffentlicht und ich liebe es sehr. Diese Woche kam Teil drei raus, deswegen führt Marianne diesmal meine persönlichen Wochencharts an. Ich schreib‘ da noch mal mehr drüber.
  2. Tina Dico
    Ich muss nichts mehr über Tina sagen, oder? Nach dem vollkommen missglückten Konzert in Essen waren wir dann noch in Köln und die Kölner haben uns nicht enttäuscht; sie haben auch Tina nicht enttäuscht und es war eindeutig der schönste Abend des Jahres. Soulwarming.
  3. Ellie Goulding
    Ellie fiel mir über ihre sehr gelungene Version des alten Elton John-Liedchens »Your song« auf, den ich irgendwo hörte und zum Glück schnell shazamen konnte. Der Rest des Albums ist auch sehr schön und Ellies Lied war eines von denen, die mich zu meiner kleinen Spotify-Playlist »Neuer ist immer besser«* inspiriert haben. Falls Sie, liebe Leserin also auch so auf schöne und gelungene Cover-Versionen stehen wie ich, dann bitte hier entlang.
    (*Na, wer weiß, warum die Playlist so heißt?)
»