Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Nikka Costa: Nothing Compares 2 U

Die älteren unter Euch werden sich erinnern: Es gab mal Fernsehsender, die nichts anderes taten als Musikvideos zu zeigen. Und irgendwann (1990) zeigten sie drei Minuten lang eine blasse junge Frau, die ein trauriges Lied über das Verlassenwerden sang und am Ende weinte.

Das war natürlich Sinead O’Connor und das Lied war „Nothing Compares 2 U”

Ursprünglich (1985) war das mal ein Lied von Prince gewesen, aber das war relativ egal – aber so erklärt sich diese Schreibweise mit der 2 und dem U.

Prince’s Version war deutlich bombastischer und nicht so (sorry) „schnulzig“ wie die von Sinead, aber das war allen egal.

In den siebenundzwanzig Jahren seitdem ist das Lied unzählige Male gecovert worden – alleine die Wikipedia kennt 30 Versionen und nennt das eine „Auswahl weiterer Coverversionen“.

Ebenso unzählige Male dachte man sich: Hm, vielleicht ist das eines von den Liedern, von denen man die Finger lassen sollte. Auch Kandidaten bei DSDS oder The Voice bewiesen mit dem Song gerne, dass nicht jede Streicherballade ein Garant für den Recall ist.

Schlechte Voraussetzungen also für eine weitere Version?

Nikka Costa kennt die regelmäßige Leserin schon etwas länger. Leider wurde es in Deutschland immer schwerer, an ihre Musik zu kommen und nachdem sie dann 2010 endlich!!! mal in Deutschland auf Tour war und sie noch eine Zeit lang einen wirklich lustigen und sehenswerten YouTube-Kanal machte wurde es still.

Andererseits ist sie eindeutig die Göttin des Funk und auch die des Souls und damit sehr zu Hause in einer Musikrichtung, die sich wie kaum eine zweite eignet, um Traurigkeit ebenso stilvoll wie unschnulzig auszuleben. Und ihre Stimme ist eh über alles erhaben.

Zum Glück dachte sie sich das auch und als sie letztes Jahr auf Pledgemusic ankündigte, wieder Musik veröffentlichen zu wollen kam als erste Single dabei jetzt eine neue Version von „Nothing Compares… “ raus.

Ich machs mal kurz: Meiner bescheidenen Meinung nach ist dabei die Version rausgekommen, die für die nächsten 27 Jahre den Maßstab setzt. Nicht so cheesy wie Sinead aber so traurig. Nicht so überladen wie Prince aber so soulig. Und damit für mich eigentlich das was ich mir immer gewünscht hatte.

Hier könnt Ihrs (noch?) hören, aber kaufen fände ich natürlich besser, damit Nikka weiter Musik machen kann.

Ich freue mich sehr auf den Rest des Albums – und nicht nur, weil ich irgendwo auf dem Cover mein Name stehen wird.

Wem die Single jetzt auch gefällt und wer die Wartezeit zum Album überbrücken möchte: Nikka kann Motown, ist funky wie Hölle, bluesy wie nix gutes und kann losrocken. Und als Bonusist sie auch noch ziemlich lustig und hat Go the Fuck To Sleep („Verdammte Scheiße, schlaf ein!“) ziemlich genial vertont.

Nikka Costa – Nylons In A Rip

(Hier war das Video zu „Nylons in a rip“.
Die Erklärung, warum es hier nicht mehr ist steht unten.)

Seit heute ist ihr neues Album, Pro*Whoa draußen – was mich sehr freut, nachdem es schon einen Veröffentlichungstermin gegeben hatte, die Plattenfirma aber keine Lust mehr hatte/kein Potential sah/keine Lust auf gute Musik hatte/was weiß ich.
Bei iTunes finde ich seltsamerweise jetzt eine EP, dabei weiß ich, dass es ein komplettes Album gibt. Hm, sollte ich da etwa Musik besitzen, die später einmal Seltenheitswert hat? Whoa.

Nikka hat sich dann – unter anderem mit ganz wunderbaren, regelmäßigenden Clips in ihrem neuen YouTube-Channel – den Hintern abgerackert und so kann das Album dann heute doch auf den Markt kommen. Whoa!

Nachtrag 1: Dieses Video ist privat? WTF?

Nachtrag 2: Ah, Nikka hat’s auf die ihr eigene bezaubernde Art und Weise bei Twitter erklärt:

Oops there seems 2 have been a premature ejaculation in my box! An unplanned peek @ my „nylons“ video has left mAny askin what the hell?

Nikka Costa in Bochum. Fotos.

Bring it to the strasse, bitch!

The miner’s made some pics. Bitte hier entlang.

Realness, Authentizität, Ruhm und Dings

Herr Böhmermann arbeitet sich ja schon seit geraumer Zeit am Phänomen „YouTuber” ab. Phänomen „YouTuber”? Ok, wenn Du a) die letzten Wochen hinter dem Mond gelebt hast oder b) einfach gelegentlich noch was anderes zu tun hast als jedem Blubb im Web hinterher zu laufen hier kurz die Fakten:
(Meist) junge Menschen machen auf YouTube kleine Clips über ihr Leben, über Computerspiele, über nichts oder einfach: Egal über was und sammeln damit Abonnenten im hohen sechsstelligen bis in den Millionen-Bereich dafür.
Manche von ihnen sind in sogenannten Netzwerken organisiert, man mag auch sagen: bei Netzwerken angestellt. Nachdem alle Eltern, Spon-Leser und Social-Media-Experten noch von Jahresfrist fassungslos darauf geschaut haben, was sich dort unbeobachtet bei YouTube für eine Subkultur entwickelt hat, gerät YouTube heute in aller Munde. Also genauer: Die hippe Internetblase hat es als alten Hut abgehakt während es im Bewusstsein der Normalos langsam ankommt.
Im Bereich der sogenannten „alten Medien” hat Jan Böhmermann, der ja jetzt im ZDF und damit im Establishment angekommen ist, die Rolle des Aufklärers übernommen.

Schauen wir also erst dieses kleine Filmchen:

Alles klar? Ich lerne: YouTuber doof, Netzwerke und Manager Abzocker.

Aber wir wären hier ja nicht im jawl, dem Fachmagazin für differenzierte Betrachtungsweisen, wenn mir mit diesen einfachen Wahrheiten wohl wäre.

Ich mache mal, denn da kenne ich mich besser aus, einen Ausflug in die Welt der Popmusik:

1962 hatten 5 Jungs ihren ersten Auftritt, die einfach nur Musik machen wollten. Sie wurden ganz passabel erfolgreich und spielten ein paar recht bekannte Alben ein und tourten fröhlich durch die Welt. 1970 trennten sie sich von ihrem Manager und prozessierten danach noch jahrelang gegen ihn, denn irgendwie waren ihre Verträge nicht so richtig gut gewesen. Vielleicht kennt ihr die fünf, sie sind heute noch gelegentlich unterwegs, Rolling Stones, hatten sie sich genannt.

Mehr Beispiele?
1973: Die Beatles verklagen ihren Manager wegen ausstehender Tantiemenzahlungen..
1989: Die Vollblut Funk-Frau Nikka Costa, die als Kind mit Sly Stone spielte nimmt ein Schnulzen-Duett mit Pierre Cosso auf.
2002: Der spätere dänische Superstar Tina Dico wird von ihrer Plattenfirma gedrängt, radiotauglichere Musik zu schreiben. Sie schreibt Singles, die sie später als „zu poppig” nicht mal mehr live spielen mag.
2014: Die Google-Suche nach „Band Streit Manager” ergibt vier Komma sieben Millionen Treffer.

Oder anders: Es scheint eine hohe Korrelation zwischen künstlerischen Können und Attraktivität für abgezockte Managements und Label zu geben. Ist ja auch logisch: Die wenigsten von uns haben das Können oder die Ausstrahlung, um in einer Öffentlichkeit außerhalb der städtischen Musikschule / der örtlichen VHS-Bühnen zu bestehen. Deutlich mehr von uns fänden es aber heimlich ganz geil, auch mal ein bisschen im Rampenlicht zu stehen und noch deutlich mehr von uns geifern die, die im Rampenlicht stehen an.

Um wirklichen künstlerischen Erfolg zu haben, hat es sich über die Jahre aber ganz offensichtlich bewährt, etwas anders zu machen als der Mainstream. Nirvana brach das Herz von Millionen Teenagern, Nickleback sind allseits als Lachnummer bekannt. Die erste HipHop-Single auf einem DiscoBeat ist der Durchbruch für drei sympathische Hamburger, die zweite bringt drei nicht minder sympathische Mendener nicht mal in die HeavyRotation.
Und bevor Ihr jetzt verzweifelt fragt, ob ich die Stones und YouTube-Schminkmädchen künstlerisch auf eine Stufe stelle, erinnert Euch bitte kurz im Tonfall Eurer Eltern an die Frage, ob Ihr denn wirklich [Euren bevorzugten Star als 13-jährige] mit dem wirklichen Talent von [dem bevorzugten Künstler Eurer Eltern] vergleichen wolltet. Danke.

Diese Energie zu neuem, um darauf zurückzukommen, ist mit Anfang zwanzig noch deutlich leichter zu leben als mit Mitte vierzig. Und wenn wir uns ans Ende unserer Schulzeit erinnern – wen fanden wir sympathisch? Die Kofferträger, die uns schon auf dem Schulhof über ihre erste geplante Consulting-Stelle mit 23 erzählten oder die leicht verstrahlten, die lieber fünf Minuten später zu Mathe kamen, weil die Sonne gerade so schön schien und der Eiswagen ja auch gerade vor dem Tor gestanden hatte?
Und welche Bands mögen wir? Die frühen Oasis oder die frühen Mr President?

Fassen wir zusammen: Unbekümmertheit und Regelbruch sind offensichtlich kein ganz unwichtiger Faktor für eine gewisse künstlerische Ausstrahlung.
Das aber sind zwei Faktoren, die sich auch mit dem besten Coaching eher zerstören als „machen” lassen und so haben die BWLer ein wirkliches Problem: Sie können im künstlerischen Bereich nichts selber erschaffen, obwohl sie die dort fließenden Millionen natürlich gerne hätten.

Aber sie können es manchmal erkennen und sie können versuchen, es zu kontrollieren. Und ebenso natürlich ist es logisch, dass ein bekiffter Trupp Rockmusiker weniger intensiv das zweihundert-seitige Vertragswerk lesen wird als ein Trupp Anwälte einer gegnerischen Firma. Ich habe das mal für Euch beobachtet: Zum Musikmachen ist bekifft sein oft ganz prima, zum Vertrag-Verstehen eher nicht so.

Und ist es einem zwanzig-jährigen Musiker, der auf einmal mit seinem Riff den Nerv einer Zeit getroffen hat zu verübeln, dass ihn das überrollt?
Ist es einem Mädchen zu verübeln, die eigentlich nur aus ihrem Leben erzählt und sich gerne schminkt? Ist es ihr zu verübeln, dass sie denjenigen glaubt, die ihr einen einfachen Weg zeigen? Die ihr erklären, dass es schon ok ist, wenn der Hinweis auf die Produktunterstützung nur ein paar Sekunden aufblitzt – wenn sie gerade noch davon geflashed ist, dass ihr zig-tausende zugejubelt haben?
Kann jemand ohne Kofferträger-Hintergrund mit Anfang zwanzig schon so abgezockt sein, dass er niemandem mehr vertraut? Dass er jedem Manager der ihm erzählt wie super er ist erst einmal unterstellt, dass der ihn natürlich kommentarlos fallen lassen wird, wenn seine Gamer-Tipps nur noch zehntausend mal angeschaut werden? Darf jemand in diesem Alter überhaupt schon so misstrauisch sein?

Ich finde nein. Ich finde, weder Mick oder Keith, Nikka oder Tina, John, Paul oder Ringo noch Dagi oder Unge sind Schuld daran, wenn andere sie benutzen möchten. (Eine Einsicht, die sich ja übrigens im sexuellen Bereich schon eher durchgesetzt hat, aber das nur nebenbei)

Was bleibt am Ende? Ich beobachte dieses YouTube-Dings mit großer Faszination. Beobachte die verzweifelte Suche nach etwas authentischem der Kids und was das vielleicht auch über unsere Gesellschaft sagt. Beobachte auch ihre gnadenlose Loyalität, wenn ihre Stars angegriffen werden und ihre Blindheit dafür, wenn sie verarscht werden. Aber das tat ich auch schon bei Take That und Helene Fischer. Eigentlich wiederholen sich die Dinge nur. Wüsste man das in seiner Konsequenz mit 18 schon, man könnte mal was anders machen.

Und ich hoffe, DagiUngeGronkhMelina haben wenigstens einen Menschen in ihrem Umfeld, die die Kohle fest anlegen und für die Jahre danach vorsorgen. Und schon mal einen guten Therapeuten buchen.

Musik am Freitag

Mir wurde auf facebook vorgeworfen, ich wäre etwas eindimensional in meinen Musiktipps.
Deswegen hier mal wer anderes:

Nikka Costa war ein Kinderstar, dann ein 80er-Pop-Mädchen und dann eine Musikerin. Sie schnauzte als Kind Sly Stone an, weil der bei ihrem Vater im Wohnzimmer am Klavier saß und sie schlafen wollte und kannte das Rat Pack, bevor sie zehn war.

Sie spielt genau diese dreckige Mischung aus Funk, Rock und Soul, mit der man mich immer kriegt. Zweimal habe ich erlebt, dass mir Besucher eine CD von ihr mitbrachten, weil ich sie unbedingt kennen lernen müsse – und wir sehr lachten, weil ich ihre CDs auch schon rausgelegt hatte, um sie demjenigen zu zeigen.

Der Clip hat zwar einen miserablen Sound, aber er zeigt schön, wie sich die gute den Hintern abrockt, wenn sie live spielt; ich sah sie mal in Dortmund vor 34 Menschen (7 davon kannte ich persönlich) und sie spielte, als ob es Rock am Ring wäre. (Und ich begriff übrigens bei der Gelegenheit das Phänomen „Groupie”. Hätte sie mit dem Finger geschnippst, wäre ich gegangen. Wohin auch immer)

Alle Alben von Nikka Costa bei itunes: Everybody Got Their Something, Pebble to a Pearl, Can’tneverdidnothin‘ und Pro*Whoa! (affiliate-Links)

Die Jahres-Charts 2013

Dank last.fm kann ich ja genau nachhalten, was für Musik ich in diesem Jahr so gehört habe – ziemlich praktisch, wenn die Zeit der großen Jahresrückblicke beginnt.

Dies ist also meine TopTwenty. Die ganzen Jahres-Charts gibts bei last.fm und nett wie ich bin, habe ich aus den Künstler-Charts gleich noch eine Playlist für das Jahr 2013 gemacht, auf Spotify veröffentlicht und zum multimedial kombinierten Lese- und Hörgenuss hier auch eingebettet:

  1. Tina Dico
    Nicht überraschend. Irgendeins von Tinas neun Alben geht immer, ihre Musik berührt mich immer und so haben wir hier also einen deutlichen Platz eins.
  2. Dido
    Überrascht mich. Dido mag ich, auch ihre Alben sind immer angenehm zu hören und laufen prima nebenher, aber Platz zwei? Da hätte ich nicht mit gerechnet.
  3. Yoav
    Eine meiner Neuentdeckungen 2013. Die beiden Alben liegen im Ordner „Singer/Songwriter”, aber das trifft auch nur bedingt. Sehr akustische, sehr eigene Musik. Spotify schlug ihn mir vor, weil ich ja viel Tina Dico höre. Merci, Spotify, gut gemacht.
  4. Jamie Lidell
    Noch so eine Spotify-Empfehlung. Jamie macht Funk, Soul, Pop, Krach; teilweise erinnert das mal an den frühen Prince, mal nur an experimentelle Klangcollagen. Fünf Alben liegen im Ordner „FunkyHipJazzDanceHopSoul” und werden alle gerne gehört.
  5. Alanis Morissette
    Ich erfuhr irgendwann, dass Alanis Musik für depressive Mädchen macht, die beim Teetrinken ihren Weltschmerz pflegen. Mir ist das sehr egal.
  6. Zaz
    Ach? nach der Zaz-Welle letztes Jahr hätte ich nicht gedacht, dass sie hier nochmal aufaucht; ich dachte, ich hätte sie mir früher satt gehört.
  7. Snoop Lion
    … hieß mal „Dog” und mal „Doggy Dog” und hat unter diesem lustigen Namen ein sehr entspanntes Reggae-Album gemacht.
  8. Heather Nova
    … hat auf dem Meer gelebt (aber das wusstet Ihr alle vermutlich) und macht deswegen Musik, die das Meer in sich trägt. Das höre ich natürlich sehr gern. Dieses Jahr vor allem das Album „300 days at sea”
  9. Dave Stewart
    …hatte ich lange vergessen. Dann erinnerte ich mich an den Soundtrack zu „Lily was here” und schaute nach, ob es vielleicht noch ein bisschen Solomusik gäbe. Es gab mehrere Alben, die mir alle viel Spaß machten. Großartiges Songwriting an Klavier oder Gitarre, leicht schräge Rockmusik im Ergebnis.
  10. Dandylion
    … ist ein Viertel der großartigen Katzenjammer. Ich habe sie im Rahmen einer leicht monothematischen Woche hier im jawl schon einmal ausführlich vorgestellt.
  11. The BossHoss
    Ich nehme an, rund um „The Voice of Germany” wollte ich dann wohl mal hören, was die Jungs so selber für Musik machen. Und ich denke, ich würde sehr gerne mal ein Konzert von ihnen sehen, auch wenn das auf Dauer nicht meine Musik ist.
  12. Trolle Siebenhaar
    … hat mir auch Spotify vorgeschlagen. Wikipedia nennt es TripHop, das mag sein. Die beiden kommen aus Dänemark und machen typisch nordisch melancholische Melodien. Und die mag ich.
  13. Katzenjammer
    Wie ich die vier kennen gelernt habe, schrieb ich hier schon ausführlich. Und auch wenn sie dieses Jahr auf den Bühnen nicht so omnipräsent waren – sie waren afaik nicht faul, haben zwei Kinder und eine Menge neue Songs in die Welt gesetzt und werden nächstes Jahr vermutlich wieder voll da sein.
  14. Maxim
    … war mit seinen „Soldaten” in den Charts und ich freute mich über jedes Lied und jede Stelle, die die wunderbare Judith Holofernes beigesteuert hat.
  15. Dear Reader
    … hat mir Herr Mees empfohlen und ich mochte sie gern genug, dass sie hier auftauchen.
  16. Bill Withers
    Ich habe eine Playlist mit Songs, zu denen ich gerne Bass spiele und natürlich ist das „Ain’t no sunshine” dabei. Irgendwann habe ich mir auch den Rest der „Best of” ein paar Mal angehört.
  17. Zero 7
    … sind ein britisches DJ- & Producer-Duo, die mal Tina Dico als Sängerin dabei hatten.
  18. Kylie Minogue
    … hat in den Abbey Road-Studios ein ganz wunderbares Album mit vollkommen neuen, fast durchgängig unglaublich besseren Versionen ihrer Songs gemacht. Ich warte sehr auf das Video.
  19. Robert Glasper
    Ein amerikanischer Jazz-Pianist, der sehr angenehm zwische traditionellem Jazz und modernem experimentellem Zeugs pendelt.
  20. Betty Davis
    … ist eine amerikanische Sängerin, die mal mit Miles Davis verheiratet war. Man sagt, sie habe ihm Sly Stone und Jimi Hendrix gezeigt und ihn so zu „Bitches Brew” inspiriert. „Well done!”, kann ich da nur sagen. Sie selber macht Musik, mich sehr an die heißgeliebte Nikka Costa erinnert. (Vermutlich sollte dieser Satz natürlich exakt anders herum formuliert sein)

Wer jetzt fertig gelesen hat und weiter hören möchte: Hier entlang.

Simfy

Ich habe gerade nachgeschaut und …: Ich habe mich – hey, ich bin schließlich hauptberuflich early adaptor – im Februar 2008 bei simfy angeneldet.
Wenn ich mich richtig erinnere konnte man damals dort MP3s hochladen und sie seinen (Simfy-)Freunden vorspielen. Oder so.
Die Idee fand ich ganz charmant aber in der Praxis saß ich halt damals hier an einem gedrosselten DSL-2000er Anschluss und verspürte wenig Lust, den auch noch mit dem Upload von Dateien zu belasten. Außerdem: Wie zur Hölle sollte ich denn bitte aus meiner vielen vielen Musik etwas auswählen?
Simfy lag also recht fix wieder brach.

Am Rande habe ich mitbekommen, dass sich dort immer mal wieder was tat und dass der Fokus recht bald wohl auf Internetradio und auf einem Premiummodell lag. Aha.

Internetradio höre ich immer mal wieder – entweder früher im WinAmp, dann in iTunes die Klassiker wie swissgroove oder smoothjazz. Und auch last.fm läuft gerne mal (artist-radio »Nikka Costa« trifft zum Beispiel bei last.fm quasi hundertprozentig meinen Geschmack. Aber ich gleite ab.)

Gestern habe ich dann gehört, dass simfy seinen Desktop-Player auch für nicht-Premium-Kunden frei gegeben hat.

Simfy-Player im Modus »Genre-Radio«

Und? Tja, wunderbar. Die meisten Internetradios, die ich bis jetzt so kannte hatten viele Künstler dann eben doch nicht oder nur mit zwei, drei Songs im Repertoire. Hier habe ich seit gestern noch nichts nicht gefunden.
Die Bedienung ist simpel und logisch, sowohl Genre- als auch Artist-Radio (beides von mir wirklich gerne genutzte Funktionen – man lernt so viel neues kennen) funktionieren gut.

Die wichtigsten Social-Web-Dienste sind auch ganz simpel eingebunden: Facebook und twitter sind nur einen Klick entfernt. Who needs Ping?
Und wer bei last.fm ist – der simfy-Player scrobbelt auch alles gehörte dorthin.

Die Nachteile, die mir bis jetzt aufgefallen sind: Musik mitnehmen geht nur mit dem Premium-Account und manchmal (selten) ruckelts – das stimmt vielleicht dann die Buffer-Verwaltung nicht.

Insgesamt also: Daumen hoch.
Ich überlege sehr, ob ich Premium-Kunde werde. Schon, um das Ding am laufen zu halten.
Ist auch nicht teurer als jeden Monat eine CD.
Seit dem 7.2 bin ich Premium-Kunde. Und lade mir mein iPhone mit Musik voll. Rockt.

Disclaimer: Bevor jetzt jemand das böse W-Wort ruft: Ich krieg‘ nix für diesen Eintrag. Ich bin einfach nur recht angetan.
Was habt Ihr bloß aus der Blogosphäre gemacht, dass ich überhaupt auf die Idee komme, das jetzt hier zu schreiben …

Den klassischen Blogger-Jahresrückblick 2010 …

… spare ich mir dieses mal mal.

Ich nehme an, 2010 hat seine letzten Wochen bei mir so verbockt, dass ich nicht mehr auch nur annähernd objektiv, geschweige denn wohlwollend zurück denken könnte.
Aber meine Haare sind immer noch gleich kurz und Sex hatte ich auch mal.
Und Nikka Costa <3 dreimal zu sehen war toll (wie gesagt, ich hatte mal Sex).

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