Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Ich war am Donnerstag bei Tina Dico …

… und ich habe natürlich auch etwas drüber geschrieben:

IMG_4658 10.48.52Auf meinem iPhone ist eine kleine App, die mir immer sagt, was ich letztes, vorletztes und vor 3, 4 und 5 Jahren am heutigen Tag gemacht habe. Morgens schaue ich immer einmal kurz drauf und erinnere mich.
Am Donnerstag Morgen sehe ich, dass ich exakt 5 Jahre vorher bei meinem ersten Konzert von Tina war. Na, wenn das mal kein gutes Zeichen ist.

Das Konzert damals war in Dortmund im Konzerthaus und Tina hat mich damals endgültig zum Fan gemacht. Aber das Publikum da war so lahm, dass ich – wenn immer es geht – lieber woanders hin fahre. Nach Köln zum Beispiel immer sehr gerne, so wie heute.

Wir sind zu dritt, als wir gegen halb acht am Gloria ankommen, außerdem treffen wir noch die beiden Gewinner der Tickets für Köln. Nachdem wir noch kurz geschnackt haben, gehen wir rein, bringen die Jacken weg und stellen dann fest: Oh, keine festen Plätze – und der Raum ist natürlich schon fast komplett voll.
Naja, sitzen wir eben nicht alle beieinander. Und eben weiter hinten. Dann gibts eben keine Fotos, aber egal, das wird schon passen.

Ziemlich pünktlich kommt Mads Langer auf die Bühne … weiter gehts drüben bei tinadicofan.de: Wie immer: Danke Köln!

Interview mit Tina Dico zum Album „Whispers” und der bevorstehenden Deutschland-Tour

Manchmal bin ich ein kleines Glückskind :) Zum Beispiel, als ich letztens den Mumm hatte, Tina Dico zu fragen, ob sie mir ein paar Fragen für mein Blog beantwortet und sie ganz unkompliziert zugestimmt hat. Und mir sehr ausführlich und wie ich finde persönlich und interessant geantwortet hat. Mange tak!

Erstmal noch alles Gute zu Eurer Hochzeit!
Danke! :)

Meine erste Frage: Wenn man so auf Deine Karriere zurückschaut, dann hast Du in der letzten Zeit eine ganze Menge geändert: Vom rastlosen Reisen durch die ganze Welt hin zu einem Leben mit Haus, Ehemann und zwei Kindern in Island. Vermisst Du die alten Zeiten? Oder Teile davon?

Ich war noch nie jemand, der viel zurück blickt und so denke ich da gar nicht so viel drüber nach. Aber wenn ich an Orte von früher zurück komme – Notting Hill in London zum Beispiel, wo ich fünf der intensivsten Jahre meiner Karriere gelebt habe – dann kann ich all die Träume und Gedanken von damals wieder fühlen. Oder wenn ich durch New York laufe, dann kann ich wieder spüren, wie aufregend das damals war.
Aber wenn ich dann wieder zu Hause bin, dann denke ich darüber nicht mehr nach. Mein Leben hier bietet immer noch genau so viel Aufregung und Abenteuer wie damals das als „restless troubadour”. Und wie wahrscheinlich alle jungen Eltern fehlt mir nur manchmal etwas Zeit für mich selbst; dafür, einfach mal nur da zu sitzen und mal eine Stunde nur an die Wand zu gucken.

Kommen wir zu Deiner Musik: Das neue Album ist ja sehr akustisch und ruhig. Schaut man sich alle Alben an, dann wirkt es so, als ob Du immer wieder ein ruhiges akustisches mit einem „Pop”-Album abwechselst. Nimmst Du Dir das vor, oder passiert das einfach so?

Ja, da hast Du total Recht. Aber das ist nichts, was ich mir vornehme, das passiert einfach. Immer wenn ich etwas leiser und verschlossener war, fühlt es sich an, als müsste ich dann wieder etwas direkter werden – und umgekehrt.
In der Vergangenheit war das manchmal richtig schwierig: Viele Zuhörer mögen sehr, wenn ich alleine mit der Gitarre meine Geschichten erzähle. Und wieder andere, vielleicht besonders die zu Hause in Dänemark, mögen meine Lieder aus dem Radio und kommen zu den Konzerten mit der Band, um mitzusingen und zu feiern.
 Also versuche ich, beidem seinen Platz zu geben, es ist manchmal fast ein bisschen schizophren … (lacht)

Ich kann auch gut einen Abend in einem schönen, klassischen Theater alleine mit meiner Gitarre auftreten und für ein ruhiges Publikum spielen, das mir gut zuhört – und am nächsten Abend mit der Band in einem dreckigen Club. Und ich mag das! Ich nehme mir so das Beste aus beiden Welten.

Im Moment konzentriere ich mich aber hauptsächlich darauf, in ruhigen Shows meine Geschichten zu erzählen.

In den letzten Jahren hast Du ja auch meist zum Album erst eine Tour mit der Band gemacht, oft dann von einer intimeren Akustik-Tour gefolgt. Was werden wir auf der „Whispers”-Tour erleben?

Das habe ich ja eigentlich fast schon gesagt. Aber ausführlicher: Ich bin mit drei Musikern unterwegs: Dennis und Helgi, die mich ja schon seit vielen Jahren an der Gitarre, Klavier und Posaune begleiten. Außerdem ist noch eine Frau dabei, die auch singt und Percussion spielt. So werden wir eine ruhige, akustische Atmosphäre haben, können aber auch mal Gas geben, wenn es nötig ist.

Mir geht es viel um unsere Stimmen und darum, zusammen zu singen. Ich LIEBE es so sehr, mit Helgi zusammen zu singen und mit einer dritten Stimme dabei macht es noch mehr Spaß.

Wir werden natürlich die Songs von „Whispers” spielen aber mir ist auch immer bewusst, das die meisten Menschen auch kommen, um die alten Songs zu hören. Also spielen wir viele „Hits” und versuchen hauptsächlich, eine warme, gute Atmosphäre zu schaffen.

(Nach dem Video gehts weiter)

Deine Lieder wirken ja immer sehr persönlich; auf „Whispers” gibt es jetzt einige Lieder aus der Sicht eines Mannes. Wie schwer war der Perspektivwechsel?

Gar nicht! Ich habe gemerkt, dass die Themen in der Musik so allgemeingültig sind. Deswegen kann ich auch Lieder von Coldplay, Leonard Cohen oder Bob Dylan spielen und sie fühlen sich dabei an, als seien sie von mir.
Und so kann ich auch Lieder aus der Sicht eines Mannes schreiben, ohne dabei den Kontakt zu mir selbst zu verlieren. Es hat vielleicht ein bisschen dazu geführt, etwas einfacher zu schreiben und nicht so übermäßig gefühlsbetont, wenn Du verstehst was ich meine.

Eine Frage speziell für Deine deutschen Fans: Als Du letzten Herbst in Berlin warst, da schien es auf facebook so, als ob Du die Stadt wirklich mögen würdest. Könnte da ein Umzug nach Berlin eine Option sein?

Berlin ist einfach unglaublich! Und ja – wenn wir Island verlassen wollten, dann stünde Berlin definitiv weit oben auf der Liste. Helgi würde es auch lieben – er ist fast jeden Monat da, um an der Schaubühne zu arbeiten. Jetzt gerade beginnt er ein neues Projekt in Frankfurt, so dass ich auch diese Stadt vielleicht besser kennen lernen kann.
Aber so wie ich das sehe, hat Berlin wirklich alles, was man braucht.

Eine Frage zu Deinen Fans: Ich habe im Web einmal ein Video gesehen – ich glaube aus dem dänischen Frühstücksfernsehen – in dem ein Mädchen sich live ein paar Worte aus einem Text von Dir tätowieren ließ. Wie fühlt sich das für Dich an, wenn jemand Deine Worte in seiner Haut tragen möchte?

Das ist wirklich überwältigend, es ist fast nicht zu begreifen.
Wenn mir Menschen erzählen, was ihnen meine Lieder bedeuten oder wenn ihnen meine Musik in schweren Zeiten geholfen hat, dann denke ich immer, die meinen gar nicht mich – sie meinen die Musik. Und Musik, das ist etwas, was größer ist als ich. Die Musik, die wird dann dadurch zu etwas Besonderem, wenn sie sie so sehr aufnehmen und für sich zu etwas eigenem machen – verstehst Du was ich meine?

Aber natürlich macht es mich sehr stolz, wenn jemand meine Worte wie sein Motto für den Rest seines Lebens auf seinem Körper mit sich tragen möchte. Das ist wirklich sehr groß!

Zurück zur Musik: Was ist zuerst in Deinem Kopf, wenn Du ein neues Lied beginnst? Worte? Eine Melodie? Eine Stimmung? Was inspiriert Dich? Und: Ist die Arbeit an einem Soundtrack da anders? Und hat sich das über die Jahre geändert?

Als ich als Teenager Songs geschrieben habe, dann war es das Gefühl, das ich exakt in dem Moment hatte – ohne jeden Filter. Das hat sich schon etwas geändert und ich schreibe nicht mehr so viel über Gefühle, sondern eher über Gedanken und Ideen.

Am Anfang stehen normalerweise ein paar Worte, eine Idee eines Themas.
 Gleichzeitig habe ich Musik im Kopf und dann gibt es diesen Punkt, an dem sich Worte und Musik treffen und Bam!, dann ist es ein Song.

Einen Soundtrack zu schreiben IST anders, ja, und es ist wirklich unglaublich inspirierend. Du schreibst Deine Lieder in einen fertigen Kontext hinein – da sind schon alle diese Stimmungen und Geschichten, diese Menschen und Gefühle: Das ist wie ein Geschenketisch voll mit Dingen, über die man schreiben kann. Es ist eigentlich sehr befreiend!

Meine letzte Frage: Dave Grohl hat mal so etwas gesagt wie: „Wenn Du Deine Helden verstehen willst, dann frag sie nach ihren Helden”. Also: Wer sind denn Deine Helden? Wer hat Dich dazu gebracht, die Gitarre zu nehmen und mit dem Singen zu beginnen?

Ganz früher habe ich Popbands wie Wham oder Duran Duran gehört – aber gleichzeitig habe ich oft in der Plattensammlung meines Vaters gestöbert und habe mich den Singern/Songwritern, die ich da fand sehr verbunden gefühlt – Bob Dylan oder Donovan zum Beispiel. Da gab es einfach etwas wirklich besonderes, wenn mir eine Stimme und eine Gitarre Geschichten erzählten, so ehrlich und persönlich.

Dann hat Tracy Chapman ihr erstes Album veröffentlicht und es fühlte sich an, als hätte ich meine Seelenverwandte gefunden – und ich begann, Gitarre zu spielen und zu singen. Genauso wie sie: Ich wollte nur akustisch meine Geschichten erzählen.

Ich war mir sehr sicher, dass diese Leute irgendwie etwas wichtiges zu sagen hatten. Wichtiger als „Wake me up, before you go-go”.
So hat das alles angefangen …

Vielen Dank für Deine Zeit und für dieses Interview!

Was schön war diese Woche

Ja, ich hab letzte Woche etwas geschlunzt und deswegen gibts jetzt hier anderthalb Wochen im Rückblick. Was hauptsächlich daran lag, dass es in der externen Büro-Kommunikation unterschiedliche Definitionen von „noch ein paar kleine Änderungen“ gab. Oder in anderen Worten: Ich hab in der letzten Woche quasi nur gearbeitet, denn was als „kleine Änderungen“ angekündigt war, kostete etwa 20 Stunden aufs geplante Tagesgeschäft für eine Woche obendrauf.

Jetzt höre ich die ein oder anderen sagen: „Sei doch froh, wenn Du als Selbstständiger was zu tun hast“, aber das ist auch nur die Hälfte der etwas komplizierteren Wahrheit, über die die geneigte Leserin gerne unter dem schönen Schlagwort „Work-Life-Balance“ recherchieren mag.

Donnerstag begann dann offiziell mein Urlaub, inoffiziell aber hatte ich bis Freitag noch etwas am Schreibtisch zu tun. Was aber schön war: Trotz allem fiel ich exakt Mittwoch Abend in einen sehr tiefenentspannten Ferienmodus.

Ein lange gehätscheltes Kundenprojekt ist online. #schamloseEigenwerbung

Gute Nachrichten: Die Krankenkasse zeigte sich kulant. Da darf man mal lobhudeln.

Die erste Hälfte einer 25-stündigen Zusammenarbeit mit großer gegenseitiger Zufriedenheit abgeschlossen. Im Rückblick gemerkt, wie viel ich erreicht habe.

Ein Gewinnspiel veranstaltet. Tina Dico hatte mir im Herbst bei Helgi Jonssons Konzert ein paar Abzüge eines Fotos, das ich im April gemacht hatte signiert und ich hab zu Weihnachten ein paar dieser, für Fans doch schon recht exklusiven Stücke verlost. Und es ist unglaublich schön, wie sich die Menschen freuen.
Überhaupt merke ich, wie viel ich von der Arbeit für diese kleine Fanpage zurück bekomme. Ganz großartig.

Ein technischer Durchlauf im Theater. Etwas, was allen Beteiligten außer dem Techniker relativ unsympathisch ist und vielleicht gerade deswegen immer Unmengen Energie verschluckt. Aber auch hier: Lobhudeln, lobhudeln und lobhudeln: Die Schauspieler sind toll und geduldig und supportive. Oder lag es daran, dass ich ja gar nicht als Techniker engagiert bin und selbst nur unterstützend dabei war? Man weiß es nicht.

Überhaupt fügte sich das kleine Theaterstück immer und immer mehr zu einem organischen Ganzen zusammen. (Fand der Autor&Regiesseur&GodfatherOfItAll übrigens auch) Das ist toll anzusehen und macht viel mehr Spaß als manche Probe davor, an deren Ende ich doch noch etwas zweifelte.

Das Katz brauchte neue Tabletten und die dazu nötige Fahrt quer durchs Ruhrgebiet hab ich genutzt, auch mal wieder außerhalb des Theaters Fotos zu machen.

Nach den Proben haben wir endlich „The Blacklist“ geschaut. Warum zum Teufel haben wir das im ersten Anlauf nicht zu Ende geguckt? Ach ja: Es lief im linearen Fernsehen und das passte nicht in unseren Zeitplan.

Die ersten Bilder auf getty. Mal sehen.

Dann begann der tödliche Männerschnubben, der mich arg entschleunigte und so bleibt im Rückblick nur noch mal – ja, so kurz vor einer Premiere ist das Leben hier so monothematisch – das Theater: Da war nämlich die Generalprobe und das waren erstaunlich schon viele Zuschauer. Und die fanden es gut und es lief alles glatt und man sagte mir, die Musik sei gut und man habe auch schon Bilder gesehen und die seien toll – und das machte mich froh.

Außerdem – Nerd-Anhang – entsteht dieser Text hier gerade in Ulysses und das war ja wohl mal die beste Investition in eine Programm, die ich in den letzten Monaten so getan habe. Ulysses gibts zu Weihnachten für kurze Zeit mit 25% Rabatt (affiliate-Link) und wenn ichs jetzt nicht schon hätte würd ichs kaufen.

Was schön war diese Woche

Ich weiß, innerhalb dieser Filterblase ist es eher verbreitet, dass einem das eigene Auto so egal ist, dass man sich kaum erinnert, wo es parkt oder dass man es an einem Powercharger tankt.
Zweiteres kann ich mir leider nicht leisten, ersteres ist zum einen hier in der Kleinstadt nicht möglich und zum anderen: Ich mag Autos. Die Firma Audi und der Mutterkonzern VW haben ihre kleine Unpässlichkeit erschreckend miserabel kommuniziert aber trotzdem bin ich wieder da gelandet. (Wahrscheinlich konnten sie es sich exakt deswegen leisten, so miserabel zu kommunizieren. Nun ja.)
Auf jeden Fall haben sie mir ein gutes Angebot gemacht und ich werde ab April mit ziemlich viel mehr PS, ziemlich mehr Spoilern und ziemlich mehr elektronischen Schnickschnack durch die Gegend fahren. Und mit mit ziemlich viel breitem Grinsen im Gesicht, das hab ich bei der Probefahrt gemerkt.
Leider versteht das kaum wer – spätenstens bei „Spoiler“ oder „tiefer und breiter“ hörts auf.
Falls sich also jemand mit mir freuen und sich über weitere Einzelheiten austauschen möchte: Immer gern.

Abends bei den Proben viele feine Fotos gemacht.

Endlich mal wieder am See gewesen und ein paar Bilder vom Wintereinbruch gemacht.

Verrückte Pläne für verrückte Ausfahrten im nächsten Jahr gemacht. Falls jemand Lust hat, Tina Dico in ihrer dänischen Heimat live zu sehen – ich denke da sehr ernsthaft drüber nach.

Jemandem ein paar ehrliche Worte gesagt und unerwartet Antwort bekommen.

Jemandem eine paar ehrliche Worte gesagt und unerwartet aber sehr erfreulich eine Frühstücksverabredung rausbekommen.

Mitten im Theater eine traurige Nachricht bekommen; erlebt, wer Freund ist und wer ein bisschen mehr Abstand verdient hat. (Nein, das war nicht wirklich schön. Eine kleine Geste zwischendurch war schön. Gibt es Schönes in der Trauer?)

Auf zwölf reimt sich nur zwölf

Beim Stöckchen-Schreiben letztens habe ich mich erinnert, warum es früher sogar eine eigene Website gab, die uns Blogger Freitags mit 5 willkürlichen Fragen bewarf: Weil es Spaß macht, sich mal ein paar Gedanken zu machen. Percanta fragt, ich antworte.

  1. Du wirst vom Radio zu einer Sendung eingeladen, sie führen eine Stunde lang ein Gespräch mit Dir. (Sowas wie „Doppelkopf“ auf HR2). Du darfst Dir dafür fünf Musikstücke wünschen. Welche?
    Doppelkopf auf HR2 kenne ich nicht und das entlässt mich aus der Pflicht, darüber nachzudenken, ob ich einen gewissen Stil treffen muss. Die Sendungen dieser Art die ich so kenne, die fragen jeweils noch, warum denn jetzt genau dieses Musikstück gewählt wurde und so nehme ich welche von menschen, die mir aus irgendeinem Grund für mein Leben wichtig waren oder sind. Dann hat die Moderatorin auch gleich was zum Anknüpfen.

    1. Miles Davis: The DooBop Song.
      Weil dann noch alle denken, ich wäre ein Jazz-hörender Intellektueller; aber in Wahrheit, weil die echten Jazzer Miles für das Stück hassen und er ihnen deswegen seinen Mittelfinger entgegenstreckte.
    2. Rage against the machine: Killing In The Name Of
      Weil dann niemand mehr denkt, ich sei ein Jazz-hörender Intellektueller und weil nichts so befreiend ist, wie ein herzhaftes „Fuck You, I won’t do what you tell me“.
      (Na, gemerkt, dass die Intention die gleiche wie beim ersten Song ist?)
    3. Patti Smith: Smells Like Teen Spirit
      Weil die Leute, denen es wichtig sein könnte, ob ich ein Musik-Intellektueller bin jetzt endgültig verwirrt sind. Und weil: Patti und Nirvana in einem Stück, da hab ich quasi eins dazugeschmuggelt.
    4. Peter Gabriel: Red Rain
      Weil: „I came to you with the trust of a child“
    5. Tina Dico: Count to ten
      Weil es zum einen das intensivste Lied ist, das ich kenne und gleichzeitig so eine tiefe, immer wieder mein Leben rettende Wahrheit beinhaltet

    Boah, das waren ja jetzt schon die ersten 5 Fragen…

  2. Frösche, Pinguine, Eulen. Welches putzige Tierchen wird als nächstes unsere Kaffeetassen, Umhängetaschen, Postkarten, Shirts und Dekokissen bevölkern, bis auch die treusten Fans es nicht mehr sehen können? Waschbären? Langohrigel? Irgendjemand, den wir noch gar nicht auf dem Schirm haben?
    Faultiere, sind, denke ich, gerade an der Schwelle von Geheimtipp zum Hype. Gleichzeitig sind sie nicht so auf den ersten Blick niedlich, dass es jemals eine „Alles blöd ohne Dich“-Sonderedition geben wird.
  3. a. Was war Dein liebstes Was-ist-Was-Buch?
    b. Hast Du Deinen Beruf entsprechend ausgewählt?

    Du schummelst mir doch schon wieder Doppelfragen unter!
    Ich hätte gewettet, dass es irgendetwas mit dem Weltall war – aber ein Blick auf die Bücher, die hier noch im Regal liegen zeigte: da ist gar nix mit Weltall dabei. Und dann wähle ich Nr 28, „Die Welt des Schalls“. Weil es mir den Blick für die Welt der Physik öffnete.
    Und: Nö, mein Beruf hat damit rein gar nichts zu tun
  4. Wenn ja: alles richtig gemacht? Wenn nein: Warum nicht? Und wäre das Was-ist-Was-Thema besser gewesen?
    Alles bestens. Der Job ist quasi selbst-ausgedacht, selbst-gewählt und nach all den Jahren immer noch super.
    Die was-ist-was-Alternative wäre dann Hörgeräteakustiker gewesen? Ach, ich weiß nicht. Vielleicht hats mir in meiner Zeit im Tonstudio und als Live-Mischer geholfen.
  5. Sternzeichen, Aszendent, Blutgruppe, Geschwisterposition oder die Gene. Steht Dein Leben unter irgendeinem ‚Stern‘ oder hast Du Deine Charakterbildung selbst in der Hand?
    Wie ich letztens schon sagte: Charakter ist ein laufender Prozess. Und zwar einer, den ich selbst in der Hand habe.
  6. White wine to the fish?
    No fish, no wine – das war einfach.
  7. Mustermix, Patchwork, Color-blocking oder doch eher Ton in Ton? (In Kleidung, Haaren, Familie. Du entscheidest.)
    Ich wähle Kleidung. Ich trage eigentlich alle Farben, so lange sie schwarz oder blau sind. Oder mal ein fröhliches grau. Bitte keine Muster, keine Eulen oder Herzchen. Manchmal Streifen und – für alle jetzt wahrscheinlich vollkommen überraschend – gerne mal Paisley. (Prince ist Schuld)
  8. Eine Frage aus der Mottenkiste: Welche Comic- oder Zeichentrickfigur bist?
    From all the Charlie Browns in the World, I am the Charlie Brownest
  9. Welcher Einfall der Natur hat Dich zuletzt überrascht? Oder hört nicht damit auf, Dich zu faszinieren?
    Puh. Die Natur allgemein hört nicht auf, mich zu faszinieren. Ich liege nachts unglaublich oft wach und schaue daher viele Dokus auf den öffentlich-rechtlichen Digitalen Kanälen. ich habe unfassbar Spaß daran, mich bei der großen Physik (Universum und so) so wie der ganz kleinen (Quarks, Strings, Gene, …) erst einmal wieder auf den Stand gebracht zu haben. Mein Schulwissen ist ja auch schon ein paar Jahre her und wenn man, wie ich, gelegentlich mitbekommt, mit was für einem Anspruch mancher Lehrer an seinen Unterricht geht, dann wars eventuell schon damals veraltet.
    Gleichzeitg begreife ich immer mehr – also so richtig begreifen im Sinne von Fühlen-können – wie groß dieses Naturdings so ist, und wie unwichtig wir dabei sind. Wir müssen die gar nicht schützen, die Erde, die kommt prima alleine klar.
    Nur, wenn wir weiter hier in diesem klitzekleinen Bereich passender Lebensbedigungen leben wollen, in denen wir es aushalten, dann sollten wir endlich mal aufpassen. Wir töten uns gerade selbst, nicht die Natur.
    Neben den ganzen Dokus hat mir das alles auch @astro_alex und seine BlueDot-Mission sowie der unglaublich schöne Film „Overview“ gezeigt. Nehmt Euch ruhig mal ne Minute.
  10. Was hast Du gerade in Deinen Hosen- und/oder Jackentaschen?
    Gerade trage ich eine Jogginghose und die hat nix in den Taschen. Aber auch Jeans sind inhouse hier immer leer. Outside sind da: iPhone, Geldbörse und Schlüsselbund. Manchmal noch die Fernbedienung für die Kamera wenn ich langzeitbelichtete Bilder machen will. Oder Objektivdeckel, die ich dann tagelang suche.
  11. Sehr schön. Ich würde mich freuen, wenn Du über einen dieser Gegenstände ein Gedicht schreiben könntest. Einen Haiku, einen Limerick, einen Vierzeiler für’s Tageblatt, ein Sonett, egal. Wenn es Dir lieber ist, kannst Du auch was zeichnen. Oder tanzen. Oder eine Oper dazu komponieren. Nur: Wir würden das hier gerne sehen!
    Und wenn die Antwort aus 9 Dich nicht inspiriert, nimm die 2.

    Nö, die neun geht schon:
    Es war mal ein Junge in Menden
    auf der Autobahn musste er wenden
    Das iPhone war leer
    und so war es schwer
    von unterwegs eMails zu senden.
  12. Geht es eigentlich auch wieder etwas weniger hysterisch? (Bzw.: alle bekloppt?)
    Ich fürchte: Nein (Bzw: Ja).
    Die letzte Zeit arbeitet hart daran, mich doch noch zum Kulturpessimisten zu machen, irgendwas anständiges mit Holz zu lernen und mich in Kanadas Wälder zu verziehen. Ernsthaft.
  13. Haben Sie denn noch irgendwelche Frage an uns?
    Bloggen Sie mal wieder mehr? Machen Sie mal wieder mehr Fotos? Das wäre schön.

Happy Old Year?

Es wäre an der Zeit für den Jahresendfragebogen. Aber: Der ist mir zu beengt. Fragen ums Gewicht und den besten Sex, das beste Konzert und die beste CD? Man könnte diese Fragen als Impulse ansehen, über das letzte Jahr nachzudenken. Aber manche Dinge werden zu einem Ritual, wenn man schon so lang dabei ist.
Und wenn man Rituale nicht gelegentlich in Frage stellt, dann weiß man hinterher plötzlich nicht mehr, warum man sich jetzt gerade hinkniet oder warum der Priester vorne gerade von einem Jugendlichen im Nachthemd die Hände gewaschen bekommt. Und vor allem, was das alles mit den Cola-Trucks zu tun hat.

2015 also.
Ein Jahr, das uns mit dem nächsten BurnOut überraschte, das uns eine herzkranke Katze mit Lungenödem, eine überraschende „Am besten noch diese Woche“-Operation und zweimal ein paar sehr ungemütliche Tage des Wartens auf die Antwort nach „Harmlos oder bösartig?“ bescherte.
Es bescherte uns Hassattacken von den Menschen die für uns da sein sollten und Freunde, die dann vielleicht doch keine waren.
Ach ja, und einen halben und einen ausgewachsenen Nervenzusammenbruch.

Die Zeiten zwischen diesem Scheiss fühlten sich oft höchstens an wie Wiederaufrappeln oder wie ein trotziges „Jetzt aber trotzdem“.

Und dann haben wir beide hier in den letzten beiden Tagen etwas sehr kluges getan. Wir haben alle Foto-Ordner angeschaut, die „2015“ im Namen trugen und uns angeschaut, was wir wirklich so gemacht haben.
Und das war gar nicht wenig.

Wir waren so oft am Teich, am See und am Meer wie noch nie. Es ist immer unfassbar gut, aufs Wasser zu schauen. Immer. Jedes einzelne Mal.

Wir haben nach zehn Jahren in diesem Haus dem Keller einen oder zwei kritische Blicke gewidmet. Und dann alles weggebracht, was wir am Einzugstag hineingeräumt hatten, um es in den Wochen danach zu sortieren und zu benutzen. Erstens ist es schön, wenn einen die Männer am Bringhof mit Namen begrüßen („… where everybody knows your name …“) und zweitens rockt so ein leerer und damit benutzbarer Keller arg. Was eigentlich sogar noch mehr rockt ist: Wegwerfen. Es ist unglaublich befreiend, Ballast abzuwerfen.

Man kann danach übrigens prima ein Schlagzeug in so einen freien Keller hineinstellen. Und dann die Nachbarn daran Teil haben lassen, dass man absolut unfähig ist, alle vier Gliedmaßen auch nur einigermaßen unabhängig zu bewegen.

Nachdem wir den Keller angeschaut hatten, wurden wir uns unfassbar schnell darüber einig, dass die vor zehn Jahren für die Küche ausgesuchte Wandfarbe uns beiden gehörig auf den Senkel ging. So wie der Küchenschrank auch. Und die Vitrine im Wohnzimmer erst. Vermutlich wussten wir all das auch schon länger, aber: Wir haben es in Angriff genommen. Ballast abwerfen und so.

Ich habe alle Fotos seit 1997 geordnet, ich habe das Netzwerklaufwerk „Videos“ entrümpelt. Bis jetzt habe ich über 120 GB Daten einfach dahin gespeichert, wo sie hingehören: In den Papierkorb.

Ich habe begonnen, jeden Tag ein Foto zu machen und bin darüber wieder mal in den kleinen Theaterverein geschliddert und habe dort die Proben zum Weihnachtsstück fotografisch begleitet. Mit vielen netten Menschen, einem tollen Stück und mit ein paar hundert Fotos mehr Übung.

Ich habe mich zusammen mit fernseherprobten und in echten Verlagen verlegten Autoren zusammen auf eine Bühne getraut und was aus dem jawl vorgelesen. Glaube ich dem, was ich in diesem Internet las, hat es Euch gefallen. Das war toll.

Wir haben auf netflix unglaublich viel tolles Fernsehen geschaut und nachdem ich die Bedienung gerafft hatte, habe ich auf appleMusic meine Musiksammlung vervollständigt. Ich mag die Beatles immer noch nicht.

Wir haben diverse Filme nicht nur im besten Kino der Welt, sondern sogar im Bundesstart gesehen. Und Katzenjammer auf und Tina Dico auf und hinter der Bühne besucht. Eines Sonntags habe ich beschlossen, am folgenden Mittwoch mit der Schwester die ich gerne immer gehabt hätte auf ein Konzert zu gehen und so, gute 25 Jahre nach Beginn dieser großen Liebe Roxette endlich live gesehen.

Im Frühjahr habe ich mich bei einer Fremden auf ein Frühstück eingeladen und dort wunderbare Menschen getroffen. Und zum Ende des Jahres habe ich festgestellt, dass es nicht reicht, liebe Menschen zweimal im Jahr zu sehen und bin morgens um neun spontan ein drittes Mal hingefahren.

Es war in anderen Worten ein unglaublich gutes und ein unglaubliches Scheißjahr und es hat dazu geführt, dass die Vorsätze fürs nächste Jahr ziemlich klar sind: Sometimes the fastest way to get there is to go slow. Es ist nicht schlimm, sich Hilfe zu holen, wenn man Hilfe braucht. Nicht für die Arbeit leben, sondern fürs Leben arbeiten.
Und ich möchte nie wieder mehr Dinge um mich herum besitzen als jetzt. Für alles, was hier neu reinkommt, fliegt etwas altes raus. Vielleicht sogar zwei altes.

Nur eins kommt jetzt noch neu hier rein, denn wir haben uns aus den Fotos dieses Jahres ein Fotobuch gemacht. Das werden wir übrigens jetzt jedes Jahr tun und ich kann es nur empfehlen. Man vergisst sonst so viel. Vor allem so viel Gutes.

Woanders

Letzte Woche haben wir mit dem Thema „Flüchtlinge“ aufgehört, heute fangen wir damit an. Ob man das mit den ganzen Flüchtlingen noch gut fände, das ist so eine Frage, die ich auch schon gehört habe. Und irgendwie war die Frage so seltsam, dass ich sie gar nicht umfassend genug beantworten konnte – ich meine: Hallo? Ich finde die Musik von Tina Dico gut, den Milchreis in der Milchbar auf Norderney, sorgsam geschriebenes HTML auch, aber Flüchtlinge? Niemand soll flüchten müssen, nein! Fransziska, die GottSeiDank endlich wieder ins Internet schreibt hat die Frage auch gestellt bekommen und etwas ausführlicher darauf geantwortet. Und, um das vorweg zu nehmen: Nein, sie findet das mit den Flüchtlingen auch nicht gut.

Auf eine ganz andere Art und Weise nicht gut finden die Sache mit den Flüchtlingen auch die, die im Moment Abends auf den Straßen behaupten, sie seien das Volk und deren Angt in Hass umgeschlagen ist, den sie frei heraus schreien. Ich verstehe recht viel von Angst, aber ich verstehe nie, warum andere unter meiner Angst leiden sollten. Immer wieder frage ich mich, wie die Haltung hinter solch einem oben-unten-Denke ist. Nehmen wir mal an, ich akzeptierte, dass der Bessere bestimmt wie und wo es langgeht – woran mach ich denn dann fest, wer besser ist? Körperkraft? Geld? Intelligenz? Buchstabierfähigkeiten? Sorry, liebe Wutbürger, da schneide ich in mindestens drei von vier Kategorien besser ab als Ihr, und für die vierte kann ich kraften gehen. Darf ich dann jetzt bestimmen? (ich vermute mal, nicht). Auch Jens hat sich ähnliche Gedanken gemacht und stellt fest, es geht nicht um besser oder schlechter, es geht wohl nur um „ich”. Und zwar bitte oben, dann ist alles gut.

Apropos „ich“: Ich hab ja immer Recht. Logisch. Also, Du natürlich auch.
Ok, das war jetzt ein Spaß, wir sind ja alles aufgeklärte, kluge Menschen, die wissen, dass sie nichts wissen. Nur wenn es um alte oder neue Nazis geht, wenn es um Wutbürger und Kommentarspalten-Vollrotzer, um Verschwörungstheoretiker und CSU-Hardliner geht, dann wissen alle: Die sind halt einfach doof.
Gaaaanz dummerweise hilft das keinen Zentimeter weiter, denn wenn man mal hört, was die sagen, dann sind wir uns alle das erste Mal einig: Die anderen sind doof. Nur die Definition „der anderen“, die passt halt nicht übereinander. Naja, und ob man „die anderen“ jetzt ausweist oder auslacht, auch darüber müsste man sich noch einigen.
Sich aber damit wahrhaft auseinander zu setzen, dass man evtl selbst auch Fehler macht, dass man auch selbst in der Lage sein könnte, Böses zu tun, das ist schwer. Wäre aber mal dringend nötig. Je nach Veranlagung zeigt uns nämlich entweder die deutsche Geschichte oder das Lesen der Harry-Potter-Reihe: Das Böse zu tabuisieren ist nie gut – damit geben wir ihm Macht und Platz. Also: Er heisst nicht der-dessen-Name-nicht-genannt-werden-soll, er heißt Tom Riddle.

Es gibt, um jetzt mal zu anderen Themen zu kommen aber auch noch andere Gründe, nicht über Fehler zu sprechen. Zum Beispiel die Mitgliedschaft in Geheimbünden, die das Brechen des Schweigens mit Ausschluss bestraft. Gibts nicht mehr? Doch doch, so ein Geheimbund scheint zum Beispiel die Deutsche Bank zu sein, wenn man der ZEIT Glauben schenken darf – wobei ich persönlich fest davon überzeugt bin, dass nicht nur die Vorstandsetage dieser Bank sondern eher ein Großteil der Großkonzerte exakt so funktionieren. Was nichts, aber auch überhaupt nichts besser macht.

Mein Lieblingslied in der letzten Woche war „My Mirror“ von Tina Dico. Nach dem wunderbaren Abend mit ihr vor ein paar Wochen läuft sie wieder mal in Dauerschleife und wärmt mir das Seelchen.

WMDEDGT Oktober 2015

WMDEDGT heißt „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag“ und ist eine Idee der hochgeschätzten Frau Brüllen. Und ich will seit Monaten mal mitmachen, verpasse es aber immer. Hurra, heute nicht. Wie ging das nochmal, dieses Tagebuchbloggen?

Ach ja.

Der Tag fing mit einem großen Schreck an, ich wachte auf und die typischen „die Liebste rödelt hier rum“-Geräusche fehlten. Statt dessen schlief sie noch und ich konnte mich ca. 2mm vor einem hektischen „Schatz Du hast verschlafen“-Überfall zum Glück gerade noch daran erinnern, dass sie ja seit heute Herbstferien hat.

Also besser leise aufstehen, Tee, Toast, dem Katz den Katzenzoll geben und dann langsam ins Büro hoch.

Da überfiel mich dummereise sofort die große Hektik; vor allem musste ich mir mal auf die Schnelle ein Gewinnspiel aus den Fingern saugen, weil im Vorfeld weder die beteiligte Künstlerin noch ich das so richtig durchdacht hatten. Ich merkte das aber erst beim Formulieren …
Wer also gerne noch auf die fast vollständig ausverkaufte Tour von Tina Dico möchte, darf gerne sein Glück versuchen.

Dann klingelte Skype. Montags arbeite ich immer mit der weltbesten Serotonic zusammen. Wir machen Skype an und arbeiten an einem gemeinsamen Projekt. Es ist eigentlich meist ziemlich großartige Arbeit. Zum einen arbeite ich einfach unglaublich gerne mit ihr zusammen, denn wir haben in langjährigen Versuchen die optimale Mischung aus größtmöglichem Spaß und größtmöglicher Effizienz erreicht. Das Projekt ist über ein paar Jahre gewachsen und es ist inzwischen ganz schön komplex und die grauen Zellen sind danach richtig wach. Oder das erste mal für die Woche müde. Richtig geil.

Während wir noch arbeiteten ziepte es wieder unüberfühlbar im rechten Oberkiefer. Also spontan auf zum Zahnarzt. Wie bekannt sein könnte, habe ich da eine recht solide Panik und so waren die nächsten Stunden leicht anstrengend. Und mit dem Ergebnis „Da ist absolut gar nichts zu erkennen“ könnte ich eigentlich ganz froh sein, aber ich traue dem Braten noch nicht.

Wieder zu Hause fiel meiner Körpermitte auf, dass sie kein Mittagessen bekommen hatte, also gabs fix Salat, bevor meinem Hirn auffiel, wie müde es war und ich dringend ein halbes Stündchen die Augen zu machen musste.

Danach bin ich dann noch einmal hoch ins Büro. Da ich im Moment die Proben zu „Antigone“ im kleinen Theaterverein fotografisch begleite, brauchte meine Fotoseite einen passwortgeschützten Bereich. Den hat sie jetzt.
Und ich hatte spontan arbeitsbegleitend noch einen netten Schwatz mit der weltbesten Serotonic, die nämlich auch noch spät im Büro saß. Skype ist so super.

Gegen neun dann runter und der Liebsten erzählt, dass Serotonic begonnen hatte, Akte X mal von ganz vorne an zu gucken. Haben wir dann gleich mal nachgemacht. Nachdem ich sowohl Buffy als auch Twin Peaks im Jahr 2015 gar nicht mehr so dolle gefunden hatte, war ich erst skeptisch, aber nach den ersten paar Minuten kann ich sagen: Super Idee.

Dann ins Bett und beim letzten Blick aufs Laptop Pias WMDEDGT-Eintrag entdeckt, mich erinnert und noch schnell augerafft.

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