Alltagsphilosophie

Aus der Kategorie »just people«

9:55 Uhr:
Christian biegt in Dortmund in die Strasse ein, in der sein Kunde sein Büro hat.
Prima, perfekt in der Zeit, der Termin ist um 10:00 Uhr.

9:56 Uhr:
Christian sieht, dass ihm in der engen Anwohnerstrasse ein LKW mit Anhänger entgegenkommt.
Weil er sieht, dass es echt eng ist, schiebt er sich schräg vorwärts in eine Hauseinfahrt und bedeutet gleichzeitig dem Wagen, der dort hinauswill, dass da ein LKW… und dass er nur Platz macht … und dass es schnell gehen wird.
Der Fahrer des hinauskommenden Wagens nickt. Nett.

9:56 Uhr:
Der LKW-Fahrer stellt seinen LKW mitten in der Strasse ab. Genau so neben Christian, der so seinen Wagen nicht mehr bewegen kann.
Und steigt aus.

Ich habe nicht geschimpft, gebrüllt, gemotzt. Ich habe in einem der Situation kaum angemessen freundlichen Tonfall gefragt: „Entschuldigung, Sie haben schon gesehen, dass Sie mich jetzt hier quasi bewegungsunfähig zuparken?“

Dafür raubte mir seine lakonische Antwort die Sprache: „Jup. Aber was soll ich machen, ich muss jetzt ausladen. Das Leben ist ein ständiges Geben und Nehmen – und jetzt nehm ich gerade.“
Sprachs und verschwand.

10:05 Uhr
Christian hat sich irgendwie aus der Einfahrt raus- und neben dem LKW wegrangiert.
Gut für die Reifen, wenn man im Stehen dreht, oder?

10:08 Uhr
Christian hat einen Anwohnerparkplatz in der Parallelstrasse entdeckt und besetzt. Mist, das wird teuer.

10:14 Uhr
Scheiße. Ich komme echt ungerne zu spät.


Ähnliche Artikel lesen?

Außerdem schrieb ich zum gleichen oder ähnlichen Themen auch noch …

Ich finde den Artikel super!

Das freut mich natürlich sehr.

Du kannst den Artikel weiter verbreiten
Du meinst, der Artikel könnte auch anderen gefallen? Dann findest Du etwas weiter oben auf dieser Seite, direkt rechts unten am Artikel ein paar Buttons. Damit kannst Du den Artikel per eMail, Twitter, facebook oder google+ weiter verteilen. Ich würde mich darüber freuen.

Mir ein Geschenk machen? Uiuiuiui.
Gefallen Dir meine Artikel immer wieder, schöder Mammon ist Dir aber zu doof? Dann mach mir doch eine Überraschung: Hier findet Du meine amazon-Wishlist mit ausgesuchten und garantiert Freude spendenden Präsenten zwischen fünf und zweitausenfünfhundert Euro – da ist bestimmt was passendes dabei.

Geld? Wow.
Ist Dir mein Artikel darüber hinaus sogar noch etwas wert, dann findest Du bei den Icons zum Verbreiten des Artikels einen flattr-Button. Jeder Euro, der darüber reinkommt geht direkt weiter an netzpolitik.org.

Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

3 Reaktionen

Am 29.01.2007 um 16:10 Uhr sprach Garvin:

Das klingt danach, als hätte man auf dem LKW gerne mit dem Schlüssel ein paar weise Worte auf dem Lack hinterlassen wollen: „Ich gebe gerne“ ;-)


Am 29.01.2007 um 16:41 Uhr wusste Christian:

äh, ja, so ein ähnliches Gefühl hatte ich auch. Aber die Befürchtung, dass in dem Moment der Kunde aus dem Fenster guckt und dann den Auftrag doch nicht an so einen Rabauken erteilt…
Also lächeln und wenden :-)


Am 29.01.2007 um 22:53 Uhr schriebMatthias:

Also Sprüche haben manche, tss….
Aber gut, auch wenn ich gewiss kein Fan solcher Verhaltensweisen bin, ich glaube, den Spruch merke ich mir mal (still und leise), vielleicht kann mans ja doch mal anwenden (eg)…


Dein Kommentar:

Du möchtest auch so ein hübsches Bild am Kommentar haben? Die Bilder gibts bei gravatar.com
Die Bedingungen für das Buchen eines kommerziellen Kommentars findest Du hier.