Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Antigone 2015 – Die Fotos

Ihr erinnert Euch vielleicht, dass im Herbst das kleine 365-Tage-Projekt etwas ins Stocken geriet, ich aber trotzdem recht zufrieden davon berichtete, dass ich dauernd in einem kleinen Theater säße und dort Fotos machen dürfe?

Vorschau-CollageWie es immer so ist, dauern manche Dinge etwas länger, aber jetzt kann ich endlich die Bilder zeigen, die damals entstanden sind.

Da in diesem Theater, das war aus vielen Gründen eine recht großartige Zeit.
Zum einen ist so eine Theaterproduktion eh schon etwas spezielles. Man hockt sehr viel sehr dicht aufeinander und wenn die Chemie zu Beginn auch nur einigermaßen stimmt, dann haben sich am Ende alle ganz furchtbar lieb.
Exkurs: Das bedeutet auch, dass man nach der letzten Vorstellung in ein tiefes Loch fällt. Dann vielleicht eine der anderen auf der Straße trifft und merkt, dass man außerhalb des Theaters wenig gemeinsam hat. Man schweigt sich etwas an, geht auseinander und fällt in ein noch viel tieferes Loch. Nach vielen Jahren auf und hinter Bühnen weiß ich das zum Glück. Exkurs Ende.

Zum anderen war das eine wirklich sehr schöne Produktion. Ich habe ja schon an einigem in diesem Theater mitgearbeitet und manches mag man dann im Ergebnis, manches ist ganz ok, über manches spricht man nur noch nach viel Bier und manches ist wirklich toll. Antigone war toll. Eine (mich Buchbanause überraschende) gute Geschichte und ein paar Menschen, die sich sehr beindruckend da einiges aus dem Leib gespielt haben.

Apropos „aus dem Leib spielen“: Nicht versäumen möchte ich einen riesigen Dank an das Ensemble. Theaterproben sind gerne mal etwas echt intimes. Wenn man ausprobiert, wohin einen der Text und die Regieanweisungen führen und dabei vielleicht selbst überrascht ist, was aus einem rauskommt. Wenn man trauert, wütet, liebt, weil Regisseur und Text es einem sagen – Danke, dass ich immer dabei sein und es festhalten durfte!

Wo war ich? Ach ja: Last but absolutely not least war die Zeit für mich persönlich sehr großartig, denn: Ich war ja dorthin gegangen, um Bühnenfotografie zu üben. Schaue ich heute mit etwas Abstand über die 2914 Bilder, dann kann ich sagen: Ich habe viel geübt und dabei eine Menge gelernt.
Von daher würde ich mich freuen, wenn Ihr mir mal wohlwollend auf meine kleine Foto-Seite folgt und Euch dort die 18 best of 2914 anschaut. Hope u like it 2.

Eine Antwort zu “Antigone 2015 – Die Fotos”

  1. […] hat sich das zuerst zu Anfang dieses Jahres, als ich die Bilder aus dem Theater auch den Schauspielern zur Verfügung stellen wollte. Ich machte ein Fotobuch daraus und ließ es […]

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