Nebenjobs

Aus der Kategorie »just people«

Wie angekündigt muss ich mich mal ein bisschen über Nebenjobs auslassen.
Willkommen also zu der kleinen Chronologie der schönen und weniger schönen Stationen auf dem Weg zum Freiberufler und „Agenturchef“.
Mit 16 geht man in die Fabrik.
Keine besonderen Vorkommnisse, nur einmal fast eine Palette mit dem Heissluft-Gerät bei dem Versuch, sie in Schrumpf-Folie einzupacken angezündet.
Schlechte Bezahlung, aber mit dem Geld konnte ich vier Wochen interrailen.

Mit 17 nochmal in die Fabrik.
Fast genug für den Führerschein und der Entschluss: „Nie wieder“.

Mit 19 2 Monate im Kaufhaus.
Besonders geliebt habe ich die ganz heissen Tage, als ich unter dem Vordach (wo sich die Hitze so schön sammelte) auf Kunden für „meine“ Wühltische wartete und alle Kumpels vorbeikamen um Grillfleisch Und Bier für den Baggersee zu kaufen.
Geld: ok.
Nebenwirkungen: fast das Ende einer Beziehung, weil ich auf einmal so wenig Zeit hatte.

Kommentar der Blumenfrau, die nebenan stand:
„Hast Du eigentlich nie gesehen, wie viel die Dir geklaut haben??“
Ups, nein, habe ich nicht. Der Job wars also auch nicht.

Mit 21 Kurierdienst für eine Werbeagentur.
Guter Job.
Ich fuhr mit Papas Auto und bekam den regulären Fahrtkostensatz, bezahlte aber nur den Sprit. Und mit dem alten 4,9 Liter-Diesel-auf-hundert-Kilometer Passat war das nicht so viel.
Meist lagen im Kofferraum Druckvorlagen in Din A 4 – Größe, die in die nähere oder weitere Umgebung (der Rekord war Eisenhüttenstadt) mussten.

Leonardo und dann das Internet haben diesen Job getötet.

Ab 22 jeden Sommer „Bauwagen“, eine Somerferienaktion der Stadt Menden. Best thing I’ve ever done.
Leider strich die Stadt Menden die Aktion ab 1997 so arg zusammen, dass sie jetzt quasi tot ist.
Na ja, und irgendwann muss man auch einmal aufhören, mit 120 Kindern Ferngläser aus Klopapierrollen zu bauen.
Schön daran ist, dass ich wahrscheinlich 65% der Kinder dieser Stadt kenne. Und sie mich auch noch.
Alle.

Fortsetzung folgt.


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