Nachlese(n)

Aus der Kategorie »just people«

Grandioses Wortspiel für die Nachbetrachtung der Urlaubslektüre, nicht?
Jess Jochimsen – Flaschendrehen oder: der Tag, an dem ich Nena zersägte
Liest sich nett.
Ja, ich weiss, nett ist gar nicht soo nett.
Aber so meine ich es. Vielleicht stört mich, dass es eben nicht der erste, sondern der xte „Meine Generation und ich“-Roman ist.
Und eigentlich auch kein Roman, sondern eher Geschichtchen.
3 von 5 Sternchen gibts trotzdem.

Frank Goosen – Liegen lernen hingegen ist ein Roman.
Auch hier stellen sich dauernd „Ja, genau so!“ – Rufe ein, aber eben anders. Er erzählt eine Geschichte (und noch dazu eine gute) und reiht nicht einfach ein kollektives Erinnerungsschnipselchen an ein anderes.
Und er hat damals verdammt gut beobachtet.
Daher 4 von 5 Sternchen.
Nur vier, weil ich das Ende nicht mag.

Helen Fielding – Bridget Jones. Am Rande des Wahnsinns.
Ich weiss, als Y-Chromosom-Träger dürfte ich dieses Buch nicht anrühren. Aber es liest sich gut, treibt sein Hauptdarstellerin von einer Katastrophe in die nächste und hat mir dabei eine Menge Spass gemacht.
Also auch hier 4 Sternchen.

Bei Douglas Coupland – Alle Familien sind verkorkst sind die Katasrophen ein Stückchen größer. Und skuriler. Und Coupland ist und bleibt einfach ein grossartiger Autor, der mit einem scharfen Blick auf jetzt und heute eben nicht nur skuriles aneinanderreiht, sondern uns das auch noch in unserem Leben deutlichst zeigt.
Deswegen und weil ich erklärter Fan bin 5 von 5 Sternchen.

Doris Dörrie – Was machen wir jetzt? hab ich leider erst heute angefangen, deswegen kommt es nicht in die Urlaubswertung.
Aber viele Dinge, die ich Coupland sagte, scheinen auch hier zuzutreffen. Scharf beobachtet, gut und mit viel Spass zu lesen, denn wie Frau Dörrie mit Sprache umgeht ist einfach eine eigene Klasse.
Finde ich.
Sternchen gibts später, wenn ich durch bin.

Für die, die das Buch kennen – ich bin gerade an der Raststätte, wo Norbert etwas abrupt seine Frau verliert.


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