Vorsicht, Gesellschaftskritisches

Aus der Kategorie »just people«

Eines vorneweg: ja, ich bin ein Feuerwehranrufer. Ich stehe auch dazu.

Aber mal im Ernst: wenn ich z.B. einem Baum begegne, der es sich quer über die Fahrbahn gemütlich gemacht hat oder auf ein Ölpfütze treffe, dann rufe ich kurz 112 an. Sage Bescheid und fahre weiter.
So auch gestern morgen, aber dazu später.
Ein früherer (zugegebenermassen etwas linker) Bekanntenkreis verachtete mich dafür. Sie hatten eine verquere „112 = 110 = Bullen = Feinde“ – Logik.
Na ja.

Aber auch heute noch begegnet mir oft Unverständnis bis hin zu „Warum mischt Du Dich denn da ein???“

Seit gestern überlege ich, dass es wohl eine gesellschaftliche Fehlprogrammierung sein muss.
Der Mann am anderen Ende der Leitung war … hm … nun, nicht wirklich unhöflich, aber er wirkte schon eher skeptisch. So wie „Sagen Sie mir bitte noch einmal deutlich Ihren Namen, damit wir rauskriegen, wer die Rechnung kriegt, wenn Sie uns verarschen“.

Ob er da so viele schlechte Erfahrungen gemacht hat?

Andereseits macht es so ein Gegenüber auch nicht zu einem positiven Erlebnis, mit der Feuerwehr zu sprechen.

Dann hätten wir wieder mal einen Teufelskreis. Einen von der schwer durchbrechbaren Sorte.

Fazit?
Weiss nicht.

Vielleicht ein Aufruf an alle Feuerwehrmänner, die Telefondienst tun:
Ein „Danke, wir kümmern uns drum“ klingt komplett anders als ein „Aha? Und WIE war nochmal Ihr Name? Und WO soll denn das bitte sein? Na ja, wir schauen mal…“

Und ein Aufruf an alle Feuerwehranrufer:
Die Leute haben vielleicht eine lange Nachtschicht hinter sich, haben schon drei hysterische Katzenmuttis unter den dazugehörigen Bäumen beruhigt und sind auch in der gleichen Nacht schon zweimal für Spass rausgerufen worden.
Seht es ihnen nach, wenn sie nicht perfekt auf Dich angepasst kommunizieren.


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