Nerds verstehen

Aus der Kategorie »just people«

Ich hatte ja schon angedeutet, dass mir Close to the machine wohl gefallen würde.

Jetz bin ich gut zu zwei Drittel durch und es Zeit, mehr zu sagen.
Das Buch handelt von oder ist geschrieben von (fiktional? biographisch? ach, Kleinkram …) eine(r) Programmiererin, die mit Mitte 40 feststellt, dass sie nicht mehr mithalten will.
Oder kann.
Oder es halt einfach nicht mehr tut, und es ihr aber auch nichts ausmacht.
Oder so – darum geht es ja halt.

Sie merkt, dass sie in ihrem Leben 17 Programmiersprachen und diverse Dialekte, Makrospachen und ähnliches gelent hat und jetzt nicht bereit ist auf das nächste grosse Ding „Intranet“ aufzuspringen.
Und die Frage ist auch ausserhalb des Buchs interessant:
Kann man immer vorne mit dabeisein? Kann man immer wieder in das Wagnis hineinspringen? Immer wieder in Besprechungen sitzen und das vage Gefühl haben, dass man zwar noch nicht weiss, wovon alle genau reden, aber dass man es schon schaffen wird – wie all die vielen Male zuvor?
Ist es normal in einem Job, ständig zwischen der Unsicherheit, ob man eben diesen nächsten Sprung hinbekommt und der nötigen Sicherheit nach aussen, die man braucht um die Jobs zu bekommen zu switchen?

Kann man solche Menschen verstehen?
Verändert diese stete Unsicherheit einen Menschen? Was passiert, wenn man ein Leben lang merkt, dass der einzig sichere Rückzugsraum der im Quellcode ist? Irgendwo zwischen kalter Logik, Bedingungen, Verzweigungen und völlig linearen vorhersagbaren Strukturen?

Unsere Heldin fragt sich all das. Schaut auf ihr Leben zurück und überlegt, was all diese Programmzeilen mit ihr und aus ihr gemacht haben.
Und deswegen ist es auch völlig egal, ob es in dem Buch jett um das neue Ding Internet geht oder um DotNet oder wie auch immer morgen und übermorgen das grosse neue Ding heissen wird.

Fazit: Nerds kaufen, um sich zu verstehen, nicht-Nerds, um mit Nerds leben zu können.
Oder so.


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