Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Kennt Ihr das?

Stellen wir uns mal eine Runde netter Menschen vor.
Eine dieser Menschen hat gerade ein Kind gekriegt, das Kind wird gerade besucht, beguckt, gestreichelt, geknuddelt, bestaunt, gehalten, und was man sonst noch so mit Säuglingen macht.

Dann aber…

Möglichkeit a)
Eine Frau nähert sich dem Kind.
Hier ist eigentlich mehr nicht zu sagen.

Möglichkeit b)
Ein Mann nähert sich dem Kind.
Es wird ein ganz klein wenig leiser im Raum, kaum merklich, aber doch wahr, die Gespräche drumherum rücken ein wenig in den Hintergrund.
Der Mann gerät ins Blickfeld von ebensovielen Augenwinkeln wie Frauen anwesend sind.
Ausserdem stehen – schwups – ein paar Fragen in neongelber Blinkschrift im Raum:
Na, macht er das jetzt richtig?
Lacht er denn genug?
Wie fasst DER das Kind denn an?
Der freut sich ja gar nicht richtig …
Und – heult die Kleine jetzt los?

Naja, Männer können das halt nicht so, es sind ja auch nur…

Und warum?
Hallo Frauen? Wisst Ihr, dass wir mit diesem Wust an negativen Erwartungen überhaupt nichts mehr richtig machen KÖNNEN? Seid doch mal ehrlich – in Wirklichkeit wusstet Ihr bei dem ersten Säugling, den Euch Mama, Tante, Schwester oder Freundin auf den Arm drückten auch nicht, was Ihr machen musstet, Ihr habt Euch dann auf Euren Instinkt verlassen und es hat schon irgendwie geklappt.

Instinkt funktioniert nicht, wenn „naja, halt nur eine Mann“ im Raum rumschwebt.
Wir freuen uns auch über kleine Kinder.
Ehrlich.

Und wenn nicht, dann liegt das nicht nicht am Mann an sich, sondern am einzelnen.
Musste mal raus.

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