Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Ein Fragebogen, ein Fragebogen!

  1. gesetz dem fall, du vertraust so etwas deinem journal (blog, einem forum, wie auch immer) grundsätzlich eher an als nicht: wenn deine eltern/deine freundin/dein freund heute stürbe(n), nach wie langer zeit würdest du es etwa „publik machen“?

    Ich nehme an relativ sofort.
    Oder erstmal gar nicht.
    Ich merke, ich kanns mir nicht vorstellen.

  2. an was glaubst du (die liebe, gott, dich selbst, das gute…)?

    das gute. Und an mich – das habe ich jetzt so lange und mühsam gelernt, dass lass ich nicht mehr los.

  3. wie sicher bist du dir da? das heißt: wie groß müsste ein „gegenbeweis“, eine enttäuschung sein, damit dein glauben schrumpft?

    Das ist vielleicht der Vorteil eines langen Lernens – das gelernte steht stabiler.

  4. wie funktioniert denken bei dir: in bildern, worten, tönen, gefühlen, farben…?

    Netze. Netze mit Wörtern dran.

  5. redest du, wenn du allein bist?

    Na sicher. Immer. Auch laut, ja.

  6. wie weit, glaubst du, könntest du dich, lebensstandartmäßig einschränken? weshalb nicht mehr oder weniger? mit anderen worten: was brauchst du zum leben?

    Ich weiss dass ich mit weniger kann.
    Aber ich weiss auch, dass ich nicht will.

  7. welche rolle spielt geld in deinem leben?

    Das lustige ist ja, dass Geld meist nur eine Rolle spielt, wenn es eben nicht da ist. (Das sagte ja schon Emil zu seinem Freund, dem Professor in ‚Emil und die drei Zwillinge‘)
    Bei mir spielt es weniger Rolle als früher, aber immer noch zu viel.

  8. suchst du etwas?

    Ja. Weisheit, Ruhe und Wissen.

  9. kommst du zurecht, ohne dass man dir sagt, was zu tun ist?

    ja. bestens. Dann muss ich mich ja nicht erstmal dagegen wehren, das mir jemand sagt, was ich tun soll.
    Aber ich kann auch gut im Team.

  10. hast du so etwas wie eine lebensphiliosophie (alles wird gut, alle menschen sind schlecht etc.)? seit wann? hat sie sich verändert?

    nicht so in einen kurzen, T-Shirt-tauglichen Satz gepackt, nein.

  11. bist mit dem ort, an dem du lebst, glücklich, wärst du gern woanders, ist es dir egal oder bist du rastlos?

    ich bin angekommen, danke der Nachfrage.

  12. bist du anhänger der these, jeder mensch sei bisexuell? wieso (nicht)?

    Ja, mehr oder weniger bisexuell. Das wird dann aber durch soziale Formung mehr oder weniger verdeckt.
    Bei entsprechender Ruhe zur Selbstfindung kommt es bei den meisten Menschen durch.

  13. hast du das gefühl, dich ständig in veränderung zu befinden? gibt es eventuell phasen, in denen du dich besonders stark oder schnell veränderst? womit bringst du das in verbindung?

    ja, ich bin auf dem Weg. Und ich bin froh darüber, dass ich das weiss.
    Und wie alle Wege geht es mal schneller, mal langsamer.

  14. wenn es dir (innerlich) schlecht geht: gibt es etwas, das dich immer oder fast immer in eine bessere stimmung zu versetzen in der lage ist?

    wenig. Aber ich arbeite daran.

  15. falls ja: kannst du versuchen zu beschreiben, weshalb gerade dies? falls nein: kannst du dir erklären, weshalb nicht oder meinst du, es müsste etwas geben, du hast es nur noch nicht entdeckt?

    Ich glaube, dass ich es selber kann.
    So wie ich eh glaube, dass wir alle sehr sehr viel mehr können – da sollte sich selbst wieder hochholen nur ein Abfallprodukt sein.
    Also suche ich – Vielleicht finde ich es ja. Oder am Ende kommt ne Teflonpfanne dabei raus. Dann steig ich – a la Helga Beimer – auf Spiegeleier um.

  16. gibt es cds, die du schon sehr lange besitzt, die du immer wieder hören (meint: richtig zuhören) kannst, ohne dass sie sich abnutzen?

    Na klar. Eine alte Miles-Platte ist doch immer noch gut. Und ich habe eh so spät mit CD-kaufen angefangen, dass da kaum was wirklich peinliches bei ist.

  17. wann kannst du am besten denken (tageszeit, situation, stimmung, tätigkeit…)?

    Mit Pausen über den ganzen Tag verteilt.
    Und weil ich das mit keinem Chef ausdiskutieren muss nehme ich mir diese Pausen auch. Und deswegen arbeite ich mehr als die, die es ausdiskutieren müssten.
    Vieleicht sollte man das mal den gängigen Chefs sagen…?

  18. bist du manchmal von dir selbst überrascht? ist das eher positiv oder negativ oder beides in etwa gleich?

    Hin und wieder. Dann aber positiv.

  19. hast du eine eigenschaft, die andere verwundert (also eine eigenschaft, die von anderen wahrgenommen wird)?

    Emphatie. Gar nicht nerdig, deswegen oft übersehen.

  20. wie spät ist es jetzt? ist es zufall, dass du diesen fragebogen um diese zeit beantwortest?

    0:18. nein, kein Zufall.
    Ich schreibe nachts gerne ins jawl. Und ende dann gewohnheitsgemäß mit…

… schlaft gut Deutschland, wo auch immer Ihr seid.
[Song] Stay von Cindy Lauper bei Schmidt. Ziemlich genial.

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