Der Fun-Freitag – nicht nur bei Sat1

Aus der Kategorie »just people«

»manchmal kommt einem das ganze leben vor wie ein sketch ohne pointe« schreibt Melody etwas weiter unten in den Comments.

S. und ich wohnen direkt neben einem schnuckeligen kleinen Rewe-Markt. Sehr nette Verkäuferinnen, wenn man vergessen hat, etwas abzuwiegen läuft die Kassiererin schnell los anstatt einen anzuschnauzen, wenn man möchte, bringen sie einem die Einkäufe nach Hause – sehr, sehr nett also.
Absolut betrachtet – und relativ gesehen – vorher lebten wr neben einen Lidl-Markt – erst recht.

Trotzdem haben sich bei uns zwei feste Begriffe eingeprägt: Freaky Monday und Manic Tuesday.

Freaky Monday bedeutet: heute ist frische Ware gekommen.
Und weil das offensichtlich jeder sehen muss, wird die Ware erst einmal auf Paletten in den Gängen gelagert. Und so langsam, nach und nach ohne grosse Eile im Laufe des Tages eingeräumt. Oder auch nicht, man muss ja nicht unbedingt mit einem Einkaufswagen durch den Laden kommen.
Mit Rolli oder Kinderwagen erst recht nicht.
Trotzdem wuseln alle höchst geschäftig um die Paletten, räumen hier und schieben dort – nur: in den Regalen landet alles – wahrscheinlich nach höchstoberster Anordnung vom Chef – erst am Montag Abend um 18:30 Uhr. Dann ist sowieso Schluss, dann werden auch die Verkaufsstände von draussen in den Vorkassenbereich geräumt, so macht sich halt jeder sein eigenes Ladenschlussgesetz.

Manic Tuesday ist das alles wieder in Ordnung.
Muss auch, denn da ist draussen vor der Tür Markt, und Markt bedeutet: alle sind in der Stadt.
Und müssen noch mal schnell zu Rewe rein. Vor allem schnell, man hat ja schliesslich keine Zeit.
Wenn man sich einen Moment derselben nimmt, kann man an Manic Tuesdays herrliche Szenen sehen. Wozu noch Geld fürs Schlammcatchen ausgeben, wenn sich Hausfrauen mit Rentnerinnen, junge Mütter mit Geschäftsleuten oder kleinen Kinder mit stockbewehrten Opas prügeln?
Man prügelt sich um die letzte Bild, man prügelt sich um einen Platz weiter vorne in der Kassenschlange und um den besseren Wurstthekenrang.
Auch das Wort Kassen-Schlangen-Mobbing bekommt da eine klare Bedeutung. Bewährte Methoden: Gaaaaanz sorgsam alles auf dem band platzieren. Und immer hinten an der Kante anfangen, dann müssen die dahinter gefühlte Stunden (!) länger warten.
Oder: beim letzten teil, das über den Scanner wandert plötzlich „Ups, ich hab ja die Wurst vergessen“ rufen und wegrennen.

Wie kam ich da jetzt noch drauf?
Ach ja, Sketch ohne Pointe …

Und nächstes mal erzähl ich vom Freitag, wo frische Ware kommt, obwohl draussen Markt ist …


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