Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Freitag

Blöd gelaufen:
Zum Arzt gehen, um zu diskutieren, ob man die Betablocker nicht runterdosieren kann, wo einem seit zwei, drei Wochen doch immer so schwarz vor den Augen wird, wenn man aufsteht.
Panikattacke kriegen, weil man die ja immer beim Arzt kriegt. So eine Panikattacke mit allem, was dazugehört – vor allem aber Herzrasen und dementsprechendem Bluthochdruck.
Schlechte Argumentationsgrundlage.

Naja, kommen wir zu den Kindheitserinnerungen:

  1. Warum hast Du Dich als Kind jedes Jahr auf den Herbst gefreut?

    Ich habe mich nicht auf den Herbst gefreut.
    Ich glaube, ich habe als Kind die Jahreszeiten gar nicht so wahrgenommen wie heute. Keine Vorfreude auf den Sommer, kein „Juhu!“ bei den ersten grünen Flecken im Frühling, keine Angst vor Depressionen im September.
    Einfach nur gelebt. Und vielleicht Ende Februar ein bisschen Langeweile gehabt.

  2. Am liebsten warst Du als Kind an diesem Ort:

    Ich habe immer mein(e) Zimmer geliebt. Da waren Phantasiewelten drin, da war meine Musik (die ich schon immer um mich herum gebraucht habe) und da konnte ich in Ruhe lesen.

  3. Was war Dein Lieblingsspielzeug?

    Ich konnte tagelang aus Lego neue Welten bauen.
    Playmobil stand aber auch ganz oben.
    Wenn ich nicht gelesen oder gemalt habe.

  4. An was erinnerst Du Dich als erstes, wenn Du an Deine Einschulung zurück denkst?

    An den doofen Sack gegenüber, der mir auf brutale Art und Weise die Lebensrealität vermittelte, dass manche Leute einen gar nicht kennen müssen, um ihn als Opfer für einen Lacher zu benutzen.
    Ich hab ihn auch später nie gemocht.

  5. Welchen Spitznamen hattest Du in der Schule?

    Keinen.
    Ja, das hätte schlimmer kommen können.

  6. Du kannst einen Brief an Dich als Teenager schicken. Was schreibst Du Dir?

    Es geht vorbei, ehrlich. Du kommst aus dem Dorf raus, ehrlich, alles wird gut.
    Und: hör auf, Supertramp zu glauben – die Musik ist zwar tieftraurig-melancholisch-schön, aber man muss gar nicht an der Welt verzweifeln.

    Ach ja, und: Lass das mit der Stretch-Jeans. Auch wenn alle eine tragen.

  7. Ein Erziehungs-Spruch Deiner Eltern, den Du Deinen Kindern ersparen willst/wolltest?

    Ich zähl‘ jetzt bis drei …(Die einzig richtige Antwort wäre: kannst Du nicht weiter? Ich kann schon bis 100 …)

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