Entertainment these days

Aus der Kategorie »just people«

Collateral

Der Eindruck:
Irgendwie hat er mich die ganze Zeit an Miami Vice erinnert.
Sehr nah dran am Zuschauer, sehr dicht und dadurch sehr intensiv.
Die Enge im Taxi, diese Unausweichlichkeit war irgendwann körperlich spürbar. Ich denke, man kann das als „gut“ bezeichnen …

Cast:
Tom Cruise mochte ich diesmal nicht so, aber Jamie Fox … wow, Jamie Fox hat mich beeindruckt in seiner Rolle als Taxifahrer.

Die Story:
Mein Gott, recht vorhersehbar, recht solide aber halt doch vorhersehbar.
Und den Schluss hätten sie nicht schon vorher erzählen dürfen.

Musik:
Wow. Ziemlich 80er (sagte ich schon Miami Vice?) und immer wieder unglaublich gute, treibende Beats.

Mann unter Feuer

Der Eindruck:
Zu gewalttätig.
Also, nicht dass wir uns falsch verstehen, ich liebe zB Kill Bill, aber die Gewalt war zu nah dran. Sie war nicht cool wie bei Jon Woo, sie war nicht Tarantino-überspitzt skuril, sie war ständig da, unangenehm präsent und fast zwei Stunden körperlich spürbar.
Vielleicht ging es in dem Film ja darum.
Dummerweise habe ich einen sehr soliden „Gewalt lohnt sich doch, am Ende sterben nur die Bösen und die haben es ja verdient“-Eindruck, und der stinkt mir gewaltig. Hab ich seit Rambo nicht mehr so gehabt.

Cast:
Denzel Washington mag ich.
Und er spielte den trinkenden Killer so unendlich traurig, dass ich die Gewalt die folgte nur zu gut verstand. Aber – sieh oben – das mochte ich gar nicht.

Die Story:
Sehr gut erzählt, stimmig und mit durchaus komischen und überraschenden Momenten.
Für mich eindeutig zu gewalttätig.
Wir haben nach dem Film überlegt, ob es einen realen Fall als Vorlage gab, oder ob der Eindruck nur durch den teilweise dokumentarischen Stil erweckt wurde/werden wollte; es ist für uns verwöhntes Westeropäer-Pack unvorstellbar, in einer solchen Atmosphäre von Gewalt zu leben.

Musik:
Wow. Viel Nine Inch nails. Sollte ich mir mal näher anschauen …
Weiss jemand, wie das Stück im Abspann mit dem unendlich geilen Kontrabass-Sample heisst? Will ich nämlich haben.

Und:
Tony Scott macht sonst Musikvideos, habe ich mir sagen lassen. Also richtet Euch auf zwei Stunden MTV-Trailer ein.
Auf Dauer wiederholen sich die Effkte zwar, aber sonst müßte man wahrscheinlich auch rausrennen, weil zu viel visuelle Reize kommen.
Ungeheuer geiler Einsatz von Typographie, die Untertitel haben sich deutlich zu einem eigenen Element emporearbeitet – und wir Netizens sehen erfreut, dass jetzt auch Untertitel SCHREIEN können.
Und nicht nur übersetzen dürfen.

Viel
Na endlich.
Und: die Fantastischen sind wieder genauso viel älter geworden wie ich auch. Das bedeutet: wir treffen uns wieder und haben jede Menge Spass.
Musikalisch ist mir das ganze im Momet noch einen kleinen Zacken zu lahm, dafür sind die Texte und Rhymesder Gesang so überragend gut, das geht gar nicht mehr; ich hab beim ersten Hören oft laut aufgelacht, weil Dinge so geil verpackt und gereimt waren.

Super geile Fotos / Artwork.
Liebe Musikindustrie: Falls Ihr auf der Pokom mal kurz aus dem selbstgemachten Jammertal heraus zuhören könnt: So muss eine CD aussehen. Deswegen macht FourMusic Gewinn und ihr nicht.

Das alles war jetzt nur der erste Eindruck, vieleicht später mehr.

Schlaft gut, wo auch immer Ihr seid.


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Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

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