Mauer auf

Aus der Kategorie »just people«

… als „die Mauer fiel“ war ich ja noch in der Schule.
Diese meine Schule wurde von den Heiligenstädter Schulschwestern geleitet und die rannten vor Freude über den Sieg des Guten im Allgemeinen und die Möglichkeit, Ihr Mutterhaus wieder problemlos besuchen zu können im Besonderen wie die Duracell-Häschen durch die Gänge, stellten überall Fernseher auf und verdonnerten uns alle zum historische-Momente-gucken.
Wie immer unter Zwang reagierte ich durchaus angemessen und ging.

Dummerweise habe ich dadurch alles verpasst.

Dann war die Mauer auf und wir waren ja auch alle mit anderen Dingen beschäftigt und Kohl benutzte alles, um noch einmal wiedergewählt zu werden und dann war die Mauer auch schon ein paar Jahre auf und ich war nur einmal kurz an der Wartburg vorbei- und einmal kurz in Eisenhüttenstadt reingefahren und irgendwie noch nie in den neuen Ländern gewesen.
Und dann waren sie auch nicht mehr neu.
Und irgendwie war dann auch das Interesse weg, aber das lag nicht an der DDR oder den „Ossis“ (wie man ja gerne sagte), sondern einfach an einer faulen, fehlenden Neugier.

Fazit: eigentlich ist die ganze Wiedervereinigung ziemlich an mir vorbeigegangen.

Und das schöne: es ist inzwischen völlig egal.
Völliger Alltag, keine Ossi-Wessi-Klischees im Kopf, keine Mauer ab- oder wieder aufgebaut.
Und das ist doch auch nicht das schlechteste.


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