Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Wenn ich aus der Autostadt komme …

dannn bringe ich auch ein paar Bilder mit:
Zu erst einmal hatten wir ja etwas Nebel – aber so lange man im Zug sitzt macht das ja nicht so viel …

Erstaunlich war, dass wir auf der Fahrt ein Beweisfoto machen konnten – sie geben sich wirklich Mühe, es wie eine Stadt aussehen zu lassen – sie malen sogar Bahnhofsschilder für vorbeikommende Züge ins Nirgendwo

Sei es drum, wir wollten ja nach Wolfsburg, bzw in die Autostadt.
Auch da hat man sich eine Menge Mühe gegeben.
Das erste Gebäude ist ein wirklich großer Glaskasten, in der Mitte hauptsächlich durch angeberische Leere gefüllt – da ist man dann erst mal beeindruckt und meldet sich dann an.

Diese leicht Rhomenförmigen Wandstücke sind übrigens Drehtüren – aber gestern war es ja eher kühl …

Dahinter dann absolut irre Architektur und Landschaftsgestaltung.
Alles völlig durchgestylt, sie selbst sprechen auch von inszenierter Natur – manche Häuser liegen wie Teletubbie-Hügel in den Wiesen, manche stehen eher groß und selbstbewusst an den vielen kleinen Seen und Wasserflächen …
Kann man mögen, muss man nicht. Ich mag.

Parkhaus deluxe: In diesen beiden Türmen werden die Autos zwischengelagert, die schon fertig sind, aber erst später abgeholt werden.

Das ganze schön im Kontrast direkt hinter der Industriekulisse des eigentlichen Werks …

Bei der Werksbesichtigung habe ich dann besser mal nicht fotographiert – man hatte mir angedroht, dann käme ich nicht mehr nach Hause.

Es gab aber eh wenig zu sehen – weil ja mal wieder um die Tarife diskutiert wird und dementsprechend die meisten Werksarbeiter vor den Toren waren.
Spannend, so eine stille Fabrik.

Spannend war auch, mit was für einem Unterton uns die Mitarbeiter der Autostadt (die übrigens eigene Tarife haben) über die Streiks erzählten.
Das reichte von eher vertuschend …

»Ja , äh, mit der Werksbesichtigung, da weiss ich ja nicht genau, ob das heute … weil, … äh … also,… wir haben ja … Steik, äh … und«

… über blankes (gespieltes?) Unverständnis …

»Ja, da wundere ich mich ja jetzt, warum hier keiner ist …«

… bis zu einem Vortrag über die masslose Unverschämtheit:

»Also wenn ich hier seit Jahren besser bezahlt werde als die Kollegen zB in Bochum, dann sollte ich vielleicht mal überlegen, ob ich da nicht ein kleines bisschen übertreibe, wenn ich bei der heutigen wirtschaftlichen Lage da auch noch grosse Forderungen bla bla bla …«

Deutschland live eben.

Ach ja: der Beetle ist natürlich geil :-)

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