both sides now

Aus der Kategorie »just people«

In der Schule hatten wir eine Musiklehrerin, die … – sagen wir mal: etwas in den späten 60ern hängengeblieben war.
Mit beseeltem Grinsen versuchte sie uns von der Wichtigkeit des Central Park Concerts von Simon & Garfunkel oder des Musicals Hair zu überzeugen.
Wir hingen irgendwo zwischen Drty Dancing und Iron Maiden und konnten da gar nicht so mit.
In dieser Zeit muss bei den meisten der Menschen um mich herum auch eine gehörige Abneigung gegen Joni Mitchell entstanden sein: jede Woche wieder zum Abschluss der Stunde noch einmal „I lookes at clouds from both sides now“ singen müssen („ Hach, nein, mit mehr Gefühl, Kinder!„) prägt.

Schnitt.

Joni MitchellKurz nach dem Abi – als der Mittelstufenmusikunterricht schon ein bisschen vergessen war – sah ich in einer Kiste vor einem Laden „LPs: 1,-„.
Und fand beim Durchblättern eine Pappe mit aufgeklebter Innenhülle – ohne Beschriftung – und nur das Label auf der Platte selbst verriet, dass es sich um „Shadows and Light“ von Joni Mitchell handelte.
Und aus irgendeinem Grund beschloss ich, diese Mark zu investieren.

Gut investiert: Später habe ich dann herausgefunen, dass sich auf dieser Liveaufnahme so wunderbare Menschen wie Jaco Pastorius, Michael Brecker, Pat Metheny und Don Alias zusammengefunden haben.
Dass Mrs Mitchell irgendwann zum Jazz gewechselt war.
Und dass es die CD zu der Platte, die ich da erworben hatte lange Zeit nur als Japaninport für 120,- DM gab.

Tja, da hat sie wohl recht behalten: man muss at both sides gucken, bevor man ein Urteil fällt.

Später habe ich dann noch weitere Joni Mitchell Platten gekauft und bin eigentlich mit allen sehr glücklich, aber das war Euch jetzt klar …

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Mrs Mitchell!

Ps.: Oh, beim Suchen habe ich gerade eine ganz neue DVD von Shadows and Light entdeckt, ich glaube ja, ich muss mal wieder was bestellen …


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