Feels like coming home

Aus der Kategorie »just people«

1984 hatte ich – wie jeder andere auch – natürlich die Born in the USA zum Geburtstag bekommen.
Die Platte war Pflichtprogramm – mehr wusste ich nicht.

Abseits der Bravo habe ich ich dann in den nächsten 2 Jahren etwas mehr erfahren, habe ein wenig von der E-Street-Band begriffen und fühlte, dass dieser schwitzende Mann und seine Band irgendwie etwas besonders sein mussten.

1986 erschien die LP-Box Live 1975-1985

Ich war inzwischen dabei, mir die Haare zu einer stilechten Headbanger-Matte wachsen zu lassen und Mr Springsteen war in meinen Augen zum Weichspüler verkommen.
Die Vorstellung, eine Dokument der letzten 10 Jahre einer Band in einer schönen Box zu besitzen hatte zwar immer noch einen gewissen Reiz, aber der Preis gab mir den Rest und ich vergass die Box.

Nach diversen musikalischen Verwirrungen war ich dann bei stilvollem Pop, Jazz, Funk und ähnlichem angekommen und Bruce „The Boss“ spielte keine Rolle mehr.
Und als ich hörte, dass sich die E-Street-Band aufgelöst hatte, spielte es keine Rolle mehr.

Letztes Jahr guckten S. und ich dann – wie immer – die VMA.
Vor der Halle spielte wie immer eine Band den Anheizer.
Und als ich begriff, dass dort – wie fast 20 Jahre vorher – die E-Street-Band stand, standen mir die Tränen in den Augen.
Alles so wie früher – Steve Van Zandt trug immer noch die gleichen bescheuerten Tücher auf dem Kopf, Bruce und Patti liebten sich am Mikro, Clarence Clemens wie immer nicht überseh- und überhörbar – alle wieder da.

Eine Liebe, die sich so gewaltig wieder ins Gedächtnis drängt will mit Respekt behandelt werden, man muss vorsichtig sein.
Sich und ihr Zeit lassen.
Gerade habe ich mir die Live 1975-1985 gekauft und komme gerade sehr, sehr glücklich bei Hard to be a saint in the city an.

We came home.


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