Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Kino vom Wochenende

Gstern Die wilden Jahre sind vorbei.
Wow.
Aber das sagte ich schon.

Die Story (drei Revoluzzer brechen nachts in Villen ein, räumen um, hinterlassen dann erzieherische Botschaften und landen dabei in einer Entführungsgeschichte, die sie alle zwingt, sich ein bisschen mit sich und ihrem Revoluzzertum und sich elbst auseinanderzusetzen) ist simpel.

Der Film ist ungeheuer intensiv erzählt, in manchen Szenen möchte man rausrennen – weil die drei auf der Leinwand es ja gerade nicht tun aber dringend sollten. Dazu trägt sicher die verwendete Digital-Kameratechnik bei, die teilweise eher an ein Familienfest als an Kino erinnert – und damit natürlich – ähnlich den Dogma-Filmen- sehr viel näher am Geschehen ist; dazu tun aber auch die vier Hauptdarsteller ihren Teil. Daniel Brühl mag ich ja gar nicht so, aber in der Rolle war er perfekt – ebenso wie die drei anderen. Nach einer eher abwechslungsreichen ersten Hälfte in Berlin spielt die zweite Hälfte des Films in einer Tiroler Berghütte und bietet in dieser Kammerspiel-Atmosphäre den Darstellern viel Raum – den sie auch nutzen.
Die Story ist zwar schnell erzählt, aber an den entscheidenden Stellen doch immer wieder anders aufgelöst, als man es erwartet -und das zieht sich durch bis zum überraschenden und im Forum der offziellen Site heiss diskutierten Ende.

Heute the Door in the floor.
Hm.
a) Man kann Irving nicht so verfilmen, dass es mir gefällt, fürchte ich. meine Bilder im Kopf sind immer so anders, dass es sich permanent beisst.
b) Ich hatte eigentlich eh keine Lust.

Das sind schon schlechte Vorraussetzungen.

Aber:
Jeff Bridges ist schon ziemlich genial.
Kim Basinger ebenso – vor der Frau bekomme ich inzwischen einen Höllenrespekt.
Schöne Bilder, gute Schauspieler, eine gute Story.

Dummerweise habe ich mich zwischendurch ech gelangweilt – weil die gut umgesetzte melancholische Stimmung dann eben doch langatmig wird, wenn man weis was kommt und eh keine Lust hat.
Aber da kann der Film ja nix für.
S. hat es mehr gemocht

Schlaft gut, wo auch immer Ihr seid!

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