Einträge aus dem Chaos III

Aus der Kategorie »just people«

Vor unserem Haus sind vier Parkplätze. Und die Auslage des kleinen Ladens, den ich jetzt hier mal nicht verlinke.
Um am Samstag etwas reibungsloser umziehen zu können, bat ich den Ladenchef letztens, ob er an besagtem Samstag wohl ausnahmsweise seine Auslage ein klein wenig weiter nach rechts …?

Nö.

Danke.

Aber ich könnte ja zum Ordnungsamt gehen und die vier Parkplätze sperren lassen.

Na super.

Heute morgen war ich dann also beim Ordnungsamt.
Geklopft, gewartet, reingedurft, mein Anliegen erklärt.
Wo ist das? Ach da. Ja, nee, da sind ja Parklätze (ach was…), die müssen Sie dann absperren (ach was…), das geht nicht einfach so, da müssen Sie ja hoch zum Amt für Verkehrsangelegenheiten (ach so…).

Also hoch.
Geklopft, gewartet, reingedurft, das Anliegen erklärt.
Ja, wie, wo ist das? Ach da. Ah, da sind ja Parkplätze (ach was…), das ist einfach und auch recht unbürokratisch (oh prima…): Sie besorgen sich eine Absperrung (ok, Flatterband…), also kein Flatterband (Mist…), sondern Halteverbotsschilder (bitte…??), die bringen Sie am Donnerstag an – und schreiben Sie dazu, um welchen Zeitraum es geht – damit die Verkehrsteilnehmer sich darauf einstellen können, dann haben Sie am Samstag die vier Parklätze frei. Das kostet natürlich auch eine Gebühr …

Ah ja. Unbürokratisch. Einfach.

Als ich dann fragte, ob ich nicht auch am Freitag nachmittags so langsam anfangen könnte, die Parkplätze mit unseren und zwei geliehenen Autos zu blocken, dabei Tickets bis Samstag Mittag zu ziehen und dann am Samstag den Laster dahinzustellen musste er nur noch kurz bei Amt zur Regelung des ruhenden Verkehrs anrufen und sich absichern, dass die das dann dem LKW mit den vier Parktickets erlauben und schon konnte er mir begeistert über die unbürokratische Lösung genehmigen, umzuziehen.

Geht doch.
Einfach und unbürokratisch.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der Mann war wirklich freundlich und bemüht. Nur die Sache, so wie er sie sehen musste, die war einfach absurd.


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