Dies ist das archivierte jawl.


jawl bedeutet „just another Weblog“ und war vom 6.4.2001 bis zum 4.1.2018 das Blog von Christian Fischer. Das Blog wird nicht mehr weiter geschrieben, bleibt aber als Archiv online. ’cause: Don’t change a running URL ;)

Stinker!

Der Plan:
Mal wieder Snooker spielen. Ihr wisst schon, der grosse Tisch, zu dem Ihr immer so ehrfurchtsvoll hingeschielt habt, wenn Ihr mal im Billardsalon wart.

Das Problem:
Ausser uns wollte in Menden niemand Snooker spielen (noch nie!) und so gibt es auch keinen Tisch mehr in der Stadt. Nur noch Pooltische – und: hey, die sind wirklich indiskutabel klein …

Der Tip:
In der Nachbarstadt sollte es einen Tisch geben.
In der Strasse hinter der Tankstelle, neben dem Backsteingebäude in dem früher die Band des Nachbarn geprobt …
Wir zogen los.

Die Suche:
Hinter der Tankstelle waren jede Menge Strassen aber keine Spielhalle. Nirgends. Sah nicht mal so aus, als wenn da jemals eine gewesen wäre.

Die Lösung:
Also in der Tanke fragen.
Der Student hinter der Theke grinst und erinnert sich, da habe doch vor einem Jahr schon mal jemand gefragt. Und ein anderer, zufällig anwesender Kunde habe sich erinnert, dass vor 15 Jahren sehr wohl ein Billardsalon, aber danach sei ja das Wohngebiet gekommen und …

Ich werde meine Informantin köpfen, denke ich.

Neue Chancen:
Aber, so fügt der Student an, wenn wir Billard, nein Snooker spielen wollten, es gäbe da doch ganz in der Nähe, er könne es erklären…

Ich: Ja, ich kenne mich aus, sagen Sie!

Er: Sie können gegenüber rein, aber: Nein, da verfahren Sie sich, Sie fahren die Strasse runter, und dann der 2. Ampel links auf den … (Nachdenkpause)

Ich: … auf den Ring, da vor Radio MK?

Er: Genau! Und dann wieder links, in Richtung … (Nachdenkpause)

Ich: … in Richtung Poco?

Er: Genau! Und dann gehts da irgendwo rechts, ich weiss nicht genau … (Nachdenkpause)

Ich: … in der Nähe der Fabrik?

Er: Ach, Sie kennen sich aus? Die meinte ich, die haben jetzt einen Snookertisch.

Depp.

Also auf, auf und davon!

Das Spiel:
In der Fabrik wurden wir zur Theke geschickt, uns anzumelden. Die Schülerin hinter der Theke schickte uns gerade zu einen weiteren Kollegen, als jemand auf uns zutrat und höflich nach unserem Begehr fragte. Und uns dann zu einem sehr netten Snooker-Raum (!) führte.

Er schrieb keine Zeit auf.
Er nahm keinen Pfand.
Er nahm kein Geld.
Er liess uns einfach in den Raum.

Jede Leserin, die schon einmal in einem Billardsalon war, wird unsere Verwunderung verstehen. Dieses leise Gefühl, dass etwas nicht stimmt.
Und richtig. Wir hatten immerhin gerade die erste Rote versenkt, als die Leute kamen, die heute reserviert hatten. Der Frau, die für die Reservierungen der Tische zuständig war war es auch rechtschaffen peinlich, der Mitarbeiter wird vermutlich ebenfalls geköpft.

Recht so.

Aber wir wissen jetzt wieder, wo ein Snookertisch steht.
Wenn man bedenkt, dass wir für die heutige Verabredung nur 2 Jahre gebraucht haben, haben wir eine reelle Chance.

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