Warum ich Berlin gar nicht kenne.

Aus der Kategorie »just people«

Da chatte ich doch gerade mit dem Herrn Schlecker und mir fällt die blöde Geschichte ein, wie ich einmal fast in Berlin war. Bzw., wie ich vier Stunden in Berlin war – aber das ist so indiskutabel wenig, das rechne ich mal nicht.
Ich spielte damals – liebe Kinder, das war vor dem Internet – nebenbei Kurierfahrer für eine Werbeagentur. Druckvorlagen nach hier, Kataloge nach da, Fotos nach dort. Ihr wisst schon, all den Kram, für den es dann Leonardo und später eMail via DSL gab.

Mein Wagen lief erstens sehr sparsam und zweitens auf Papi und ich zahlte nur den Diesel und so lohnte sich das für alle Beteiligten. Man bedenke: ich war Pädagogikstudent im ersten Semester und fühte mich sehr reich. Und so viel weltmännischer als die Pädagogikschnallen um mich herum, aber das ist eine andere Geschichte.
Und eines Tages kam die Anfrage »Kannst Du morgen nach Berlin fahren? Kriegst auch eine Übernachtung bezahlt.«
Klar konnte ich.

Ich glaube, meine damalige Freundin – die natürlich mitsollte hat sehr gelitten.
Erstens war es gar nicht wirklich Berlin, sondern eine Druckerei in Eisenhüttenstadt. Was ja ein Stückchen weiter ist.
Die Übernachtung irgendwo im Niemandsland dazwischen.
Was ja alles noch nicht schlimm gewesen wäre.

Zweitens meinte das Wetter es nicht gut mit uns und ab Berlin fiel Schnee. Fiel viel Schnee. Fiel sogar sehr viel Schnee.
Ortsunkundigen sei gesagt: »5 Stunden sind für die Strecke von Eisenhüttenstadt bis ins Niemandsland kurz vor (oder von hier aus: hinter) Berlin zu viel.«
Ortskundige wissen jetzt Bescheid und dürfen mitleidige Geräusche machen.

Ich war erstens sehr froh und zweitens sehr müde, als wir abends um 8 in der Pension ankamen. Und schlief innerhalb von ca. 5 Minuten ein.
Sie hatte nix zu lesen mit und Kabel oder Sat-Fernsehen gab es auch nicht. War mir ja egal, ich hatte 16 Stunden Fahrt in den Knochen und habe durchgeschlafen bis zum nächsten Morgen. Sie konnte am nächsten Morgen detaillierte Abhandlungen über das Tapetenmuster halten …
Ich sagte ja: Sie hat wohl gelitten.

Nach dem Frühstück hatte sich das Wetter nicht wirklich gebessert und wir wussten, dass wir noch eine ganze Menge Kilometer im Schnee vor uns hatten.
Dementsprechend fiel unser Besuch in Berlin sehr kurz aus.
Dazu kam, dass sie – weil sie schon einmal drei Tage dagewesen war – mutigerweise behauptete, sie kenne sich aus. Und wir uns doch ziemlich verfahren haben, bis wir irgendwo waren, wo wir auch aussteigen und was gucken wollten.
Außerdem wars kalt und nass und wir mussten ja noch nach Hause.
War supa gewesen, wa?!

So, jetzt wisst Ihr, warum ich mal vier Stunden in Berlin war.

Wie ich darauf komme?
Naja, ich komme wahrscheinlich dieses Jahr noch hin. Besser vorbereitet und mit besserer Übernachtungsmöglichkeit. Und weil ich gerade ein bisschen Bloggertreffen eingestielt habe.
Weil es ja beser werden soll.


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