Das Leben der anderen

Aus der Kategorie »just people«

An einer Kritik über diesen Film haben sich schon andere versucht und sind unzufrieden zurückgeblieben. (Warum eigentlich?)

Viele Zuschauer hat der Film wohl erschrocken – wie ich an den Gesprächsfetzen hören konnte, die ich im auch nach dem Abspann(!) noch gut gefüllten Cinestarsaal so mitbekam.
Mich hat er nicht überrascht. Ich bin in einer Zeit gross geworden, als es die DDR noch gab. Aber als man schon wusste, wie dort regiert wurde.

Mich überrascht eher die Ostalgiewelle, die immer mal wieder hochschwappt, die immer mal wieder in verklärt-niedlichen Bildern von lustigen Filmchen oder kleinen, seltsamen Ampelmännchen weitergetragen wird.
Ich glaube nicht, dass in der DDR alles schlecht war.
Ich glaube absolut nicht, dass Kohls Wiedervereinigung den Bürgern dieses Landes auch nur ein winziges Stückchen gerecht wurde, keine Frage. »Wir sind BRD, bitte verhalten Sie sich während und nach der Assimilation möglichst ruhig. Es wird Ihnen schon gefallen.«

Aber es tut mir gut zu sehen, wie Menschen jetzt geschockt im Kino sitzen und nach einem erschreckend nahegehenden Film vielleicht wieder begreifen, dass es neben Spreewaldgurken und FKK bestimmendere Elemente der DDR gab. Nämlich ein System, das komplett darauf aufbaute, dass niemand niemandem trauen konnte.
Da hab ich doch lieber die sachlicheren Ampelmännchen.

Ich habe das Gefühl, dass dieser Film ein paar Dinge wieder in die richtigen Relationen rücken könnte.

Das Leben der anderen. Ein guter Film.


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