Auf elf reimt sich nur elf.

Aus der Kategorie »just people«

Wisst Ihr, was richtig schön ist? Wenn man morgens, noch halb schlaftrunken, im Feedreader einen klassischen Blog-Stöckchen-Artikel liest und so auf der Hälfte denkt: „Ach ja, Stöckchen, da täte ich auch gerne mal wieder mit“ und dann am Ende seinen Namen findet. Das ist schön.

Frau Nessy tat eben dieses und ich komme der Aufforderung gerne nach.

  1. Lieblingskuchen?
    „Wie? Nur einen?“ mag man da zuerst denken. Aber: Es gibt einen. Also einen und noch einen, so viel Auswahl beim Kuchen muss erlaubt sein. Zum einen macht die Bäckerei hier auf dem halben Weg den Berg runter ins Städtchen eine ganz wunderbare Torte … Ha! Das eine ist kein Kuchen, sondern eine Torte! Dann kann ich mich problemlos auf einen Kucken beschränken!
    Eine ganz wunderbare Torte also. Sahnig, aber etwas fester, mit Birnen, einem Schokoteig unten, einen unfassbar guten Boden, bei dem ich nicht begreife was drin ist und mit einer dünnen Marzipanschicht oben, auf der noch ganz, ganz dünn Schokolade ist. Ein Traum.
    Aber die Frage war ja nach Kuchen und da schätze ich einen guten Marmorkuchen – und das ist weder so öde noch so einfach wie es sich anhört. Ein guter Marmorkuchen ist zum Beispiel nicht so trocken, dass er in Krümel zerfällt, wenn die Gabel ihn das erste Mal berührt. Er ist auch nicht so hart, dass er bei dieser ersten Begegnung gleich in Teile zerspringt.
    Nein, ein guter Marmorkuchen ist saftig, aber nicht wirklich weich. Um Himmels Willen nicht matschig. Beim ersten Biss wirkt er frisch, um dann im Mund zu einer schlonzigen Masse zu werden.
    Ich sage es natürlich ungern, aber Starbucks hatte oft wirklich guten Marmorkuchen. Wenn man allerdings keine Eier isst, dann ist das alles nicht gaz so einfach.
  2. Wenn ich nicht meinen aktuellen Beruf ausübte, wäre ich …
    …relativ ratlos. Vielleicht wäre ich bei der Arbeit mit Kindern geblieben, nicht als Lehrer, sondern irgendwo anders. Eventpädagogik? Oder vielleicht wäre ich Fotograf?
    Der Computer ist dummerweise so sehr die perfekte Maschine für meinen rastlosen Geist, dass ein Leben ohne ihn oder das Web zu schwer vorstellbar ist.
  3. Schonmal vom Zehner gesprungen?
    Aber nein. Ich kann kaum vernünftig schwimmen, da sollte ich das lassen.
  4. Welche Sprache(n) würdest du gerne lernen?
    Das ändert sich bei mir gelegentlich und hängt immer sehr davon ab, zu welchem Land ich gerade einen Bezug habe. Lange hätte ich gesagt: „Französisch“ und es hätte zum einen mit meinem letzten echten Urlaub zu tun gehabt, der dort und der so schön war. Und vielleicht auch damit, die in der Schule mit dieser Sprache erlittene Schande wieder auzumerzen und mir und allen zu zeigen, dass ich es doch kann.
    Im Moment ist es dänisch. Regelmäßige Leserinnen denken jetzt im Loriot-Tonfall: „Ach was.“
  5. Berge oder Meer?
    Als wir nach Italien fuhren haben mich die Alpen, die ich seit meiner frühen Kindheit nicht mehr gesehen hatte, zwar wirklich schwer beeindruckt. Aber ich mag es zu sehr, wenn der Horizont weit ist – jaja: wörtlich und im übertragenen Sinne.
    Am Meer stehen, den Blick ins Nichts zu richten – Wind auf der Haut, Salz auf den Lippen und Rauschen und Möwen in den Ohren. dann weiß ich: Als nächstes kommt – je nach Blickrichtung – Grönland, Amerika oder der Nordpol und das erfüllt mich auf der Stelle mit einer großen Demut und einem tiefen Frieden. Das ist dann Glück.
    Äh ja: Meer also. Nordisches Meer. Nicht das Mittelmeer, das ist nicht mehr als eine pullerwarme Badewanne.
  6. Drei Reiseziele für die nächsten 10 Jahre:
    Ach wissen Sie, ich verreise ja nicht so viel, andererseits ist da schon eine große Sehnsucht. Bevor ich sage wohin, öffnen Sie bitte in einem neuen Tab dieses Video für die angemessene Hintergrundmusik. Wenns geht laut.
    Ich möchte also nach Island (»They say you can get lost for days. In landscapes of big emotions«), nach Kanada und wenn es unbedingt drei sein sollen, dann noch irgendwo in eine andere nordische Weite. Die Schweden waren nette Menschen – warum also nicht Schweden?
  7. Angela Merkel?
    Ich verachte sie dafür, wie sie jahrelang die Dinge, alle Dinge ausgesessen hat. Ebenso dafür, wie sie aus Machtgier (die unterstelle ich mal) jeden Menschen mit Profil oder einer eigenen Meinung aus dem Weg geräumt hat, so dass sie innerhalb ihrer Partei wohl jetzt (haha, Achtung:) alternativlos ist. Ich mache sie und ihre Verwaltermentalität in direkter Linie und Nachfolge Helmut Kohls dafür verantwortlich, dass unser Land keinerlei Haltung mehr hat und in großen Teilen bräsig zufrieden ist, wenn alles so bleibt, wie es scheint.
    Und ich bin arg überrascht, dass sie in dem Moment, wo es knallt auf einmal eine Haltung zeigt. Ob sie die auch hat oder nur zeigt, das habe ich noch nicht herausgefunden.
  8. Parfum/Eau de toilette? Falls ja, welches?
    Normalerweise keins. Wenn, dann selten mal der Liebsten ihr Sun. Überhaupt ein guter Trick für große Männer: Ein feminines Accessoire. Und gerade ein Duft wirkt ja sehr subtil, das überrascht und macht interessant. (Wussten Sie eigentlich, dass ich damals, vor dem Internet, jahrelang Cosmopolitan, Elle und ähnliches las?)
  9. Dschungelcamp – ja oder nein?
    Nein, natürlich überhaupt nicht. Hey, in den siebzigern gab es noch kritische Fernsehspiele und Bücher darüber, dass sich in einer düsteren Zukunft Menschen für Geld oder Ruhm bis an die Grenzen ihrer Gesundheit oder ihres Lebens in sogenannten Fernsehshows selbst darbieten würden. Und das Dschungelcamp ist da verflixt nah dran.
    Dummerweise bin ich zum einen zu sehr in Frau Zietlow verliebt und lache mich weiterhin regelmäßig zu Dreck, wenn zB irgendein C-Promi bemerkt, dass der Dschungel wirklich heiß ist. Und so freue mich wie hulle auf die nächste Staffel. Guilty pleasure galore.

Ja richtig, das sind nur neun Antworten. Sorry, es gibt Gründe.

Ich schaue mir das übrigens gerade an und sehe: Die ausführlichste Antwort ist die nach dem Kuchen. Ich glaube, ich muss mal über ein paar Dinge nachdenken.

Aber egal, elf neue Fragen sollen es also sein. Mal sehen:

  1. Couch oder Club?
  2. Hast Du Dich mal in einer Partei, einer NGO oder ähnlichem engagiert?
  3. … und warum (nicht)?
  4. Schon mal einen Roadtrip gemacht?
  5. Dein Verhältnis zur EU?
  6. Hast Du so etwas wie eine Lebensphilosophie?
  7. Land oder Stadt?
  8. Wandern? Am Strand grillen? Oder Städtereise mit Kultur?
  9. Monk oder „Mal sehen, wie’s kommt?“
  10. Was wolltest Du als Kind werden?
  11. … und hat das irgendwo noch etwas mit dem zu tun, was Du heute machst?

… und ich würde mich arg freuen, wenn Franzi, Frau Brüllen, Johannes, Serotonic und Ellebil da etwas zu sagen mögen.


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Wer? Was? Warum?

Christian Fischer ist Webworker und schreibt bereits seit 2001 dieses Blog. Es geht um dies und das, Musik, Filme, Konzerte, das Leben allgemein und alles, was mir sonst noch so schreibenswert vorkommt. Hier findest Du eine Übersicht über alle Themen.

13 Reaktionen

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Am 13.01.2016 um 23:56 Uhr wusste Johannes Mirus:

Hier, wollte nochmal Vollzug melden: http://1ppm.de/2016/01/elf-fragen-2016-edition/#comments

Danke fürs Bewerfen!


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Auch anderswo wird darüber gesprochen …

[…] doch auch mal wie­der eine nette Ab­wechs­lung. Und schwups biegt der zu­ver­läs­sige Chris­tian um die Ecke und be­wirft mich ge­nau […]
[…] Christian bewarf mich. Ich antworte. Falls jemand Lust hat, ebenfalls beworfen zu werden, schreibe er*sie einen Kommentar, dann denke ich mir was aus. […]
[…] fühle mich von Frau serotonix geboingt; sie hat mir die 11 Fragen zurückgespielt. Das Buch mit den Regeln für gutes Bloggen aus dem Jahr 2004 ist ja leider […]
dieliebenessy

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